Kurzrezension: "Million Dollar Baby"










Maggie ist Anfang 30 und Kellnerin in einem kleinem Restaurant. Mit ihrer Familie zerstritten, liegt sie am Boden ohne Hoffnung dieser trostlosen Welt zu entfliehen. Ihre Leidenschaft ist das Boxen, ihr Traum ist es Weltmeisterin zu werden, ein "Million Dollar Baby". Frankie Dunn ist Boxtrainer und Manager. Sein ganzes Leben hat er diesem Sport geopfert. Frankie ist eine gebrochene Person, seine Tochter will nicht mit ihm Reden, ihn plagen Schuldgefühle wegen eines Sport-Unfalls seines Freundes Scrap, für den er sich verantwortlich fühlt. Maggie beginnt in Frankies Halle zu trainieren. Er soll sie trainieren, das ist Maggies Wunsch. Doch Frankie will nicht: "Ich trainiere keine Frauen!" Aber Maggie lässt nicht locker....


Bis dahin ist dieser Film ein normaler Film nach "Schema F" des typischen Sport-Films: Nach anfänglichen Schwierigkeiten raufen sich Beide zusammen, Maggie schickt ihre Gegnerinnen reihenweise auf die Bretter und letztendlich bekommt sie ihren Titelkampf. Ab diesen Zeitpunkt jedoch vollzieht der Film in seinem Plot eine totale Wende, welche hier nicht verraten werden soll: Es steht nun nicht mehr der Box-Sport im Vordergrund. Dieser ist nur Fassade für das Hauptthema des Films. Eastwood erzählt uns eine Geschichte, die eine unwahrscheinlich hohe emotionale Intensität hat. Sie erzählt vom Leben an sich mit seinem Höhen und Tiefen, von tiefster Glückseeligkeit und schweren Schicksaalsschlägen. Eastwood schreckt nicht davor zurück auch kontrovers disskutierte Themen zu behandeln. Der Oscar sowohl für den besten Film, als auch für die beste Regie ist der verdiente Lohn!


Die Darsteller in diesem Film zeigen durch die Bank eine herrausragende Leistung. Esatwood selbst glänzt durch sein ruhiges und zurückhaltendes Spiel, welche die Person des Frankie unglaublich gut darstellt. Morgan Freeman (Scrap) bekam den Oscar für die beste Nebenrolle völlig zu Recht. Sie alle aber werden in den Schatten gestellt von der schauspielerischen Leistung Hillary Swanks. Den Oscar für die beste Hauptrolle bekam sie völlig zu Recht. Sie verleiht der Rolle der Maggie eine unglaubliche Präsenz und Vielschichtigkeit.


Es ist nicht zu bestreiten, dass dieser Film auch mit typischen Klischees spielt. Maggie's Familie ist voller Niedertracht, Inbegriff einer amerikanischen Unterschicht. Dies vermag jedoch nicht zu stören, liegen solche Charakterzüge schließlich nicht im Bereich des Unmöglichen! "Million Dollar Baby" ist für mich einer der beeindruckendsten Filme, die es überhaupt gibt. Die Eindringlichkeit dieses Films geht unter die Haut. Clint Eastwood hat mit diesem Film ein vielschichtiges und bewegenes Drama geschaffen, welches den Zuschauer während des Sehens, und auch danach noch, emotional ungeheuer berührt. 10 von 10 Punkten.


Quellennachweis: Screenshots aus "Million Dollar Baby". © Warner Bros. Pictures, Lakeshore Entertainment, Malpaso Productions, Albert S. Ruddy Productions, Epsilon Motion Pictures


1 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Cooler Film!
Hier wer sich noch nicht schlüssig ist, der Trailer: Million Dollar Baby

LG Max

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