Kurzrezension: "Rosemary's Baby"










Die junge Rosemary und ihr Mann Guy beziehen eine neue Wohnung in New York. Der sehnlichste Wunsch der beiden ist ein Baby, und tatsächlich wird Rosemary nach kurzer Zeit schwanger. Die Schwangerschaft verläuft jedoch alles andere als normal: Rosemary wird von starken Schmerzen und teuflischen Visionen, in denen sie nicht von ihrem Mann Guy, sondern vom Teufel persönlich geschwängert wird, gequält.


Der Film bezieht seine Spannung dabei nicht aus besonders schockierenden Bildern, oder gar Splatter-Elementen, sondern aus der Unwissenheit des Zuschauers: In praktisch jeder Szene des Films ist Rosemary zu sehen, welche in eindringlicher Intensität von Mia Farrow verkörpert wird. Der Zuschauer weiß somit immer genauso viel oder so wenig wie Rosemary selbst. Die heile Welt der Rosemary bricht immer mehr in sich zusammen. Enge Freunde sterben, der ihr empfohlene Arzt unternimmt nichts gegen ihre Schmerzen. Ihre penetrant freundlichen und mysteriösen Nachbarn weichen ihr nicht mehr von der Seite. Und auch Guy selbst scheint in diese Vorgänge versrickt. Rosemary sieht sich, ebenso wie der Zuschauer, in einen Komplott verstrickt, indem sie verzweifelt versucht Wahrheit von Illusion zu trennen.


Mit "Rosemary's Baby" hat Roman Polanski in den Sechziger Jahren einen Klassiker des okkulten Thrillers geschaffen. Der Film ist von der ersten bis zur letzten Minute hochspannend: Dies ist der bereits erwähnten Unwissenheit des Zuschauers und der scheinbaren Normalität der Erlebnisse Rosemary's geschuldet: Freunde können sterben, ein Arzt kann schlecht sein. Und sind wir nicht alle schon einmal von zu aufdringlichen Nachbarn belästigt worden? Somit wird ihr und dem Zuschauer erst ganz am Schluss des Films die Wahrheit offenbart, welche Rosemary letztlich akzeptiert. Fazit: Klassiker, 10 von 10 Punkten.


Quellennachweis: Screenshots aus "Rosemry's Baby". © William Castle Productions, Paramount Pictures


2 Kommentare:

fincher hat gesagt…

Ist für mich ein Film, den ich noch vor dem Omen und dem Exorzisten bevorzuge. Absoluter Klassiker, der auch haute noch nichts von seiner Eindringlichkeit und Intensität verloren hat. Somit stimme ich dir in allen Belangen zu! ;)

C.H. hat gesagt…

Jop. Auf Grund der Tatsache, dass ich sowieso eher ein Fan des subilen Horrors bin, liegt Rosemary's BAby natürlich völlig auf meiner Linie.

Kommentar veröffentlichen

In den Kommentaren können die folgenden HTML-Tags benutzt werden:

kursiv = <i>Testwort</i>
fett = <b>Testwort</b>
Links = <a href="http://www.deineURL.de/">Link Text</a>

 
Creative Commons License
Dieser Blog ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.