Rezension: "The Dark Knight"











Es ist viel geschrieben worden zu diesem Film und es wird zweifelsohne noch mehr geschrieben werden. Versucht man sich dem Phänomen „The Dark Knight“ zu nähern, man kommt nicht darum herum den Hype zu erwähnen, der sich rund um diesen Film gebildet hat, der die öffentliche Meinung beeinflusst hat, der dazu geführt hat, dass dieser Streifen in finanzieller Hinsicht einen Rekord nach dem anderen brechen wird. Es ist gewissermaßen ein separater Film, der sich hier vor dem eigentlichen Film abspielt, der somit jetzt schon seine eigenen Legenden hervorgebracht hat. Der tragische Tod von Heath Ledger wird, ob man möchte oder nicht, für immer mit „The Dark Knight“ in Verbindung gebracht werden. Seltsame Blüten hat dieser Hype hysterischen Ausmaßes in die Welt gesetzt: Ledger habe den Joker so sehr gelebt, sei dermaßen in seiner Rolle aufgegangen, dass er ihn letztendlich nicht überlebt habe. Das ist der Stoff aus dem Mythen gemacht werden, der den Schrei nach einer posthumen Oscar-Ehrung für Ledger laut erschallen lässt, der die Menschen in Scharen in die Kinos treibt, angelockt von dieser künstlich aufgeblähten Blase von Schein und Sein. Das „The Dark Knight“ dieses Theater aus heißer Luft, Schall und Rauch gar nicht nötig hat, dass er das Zeug zu einem Meilenstein hat, ist die eigentliche Tragödie an der ganzen Sache, droht die Qualität des Films vor dem Hintergrund künstlich übersteigerter Erwartungen doch letztendlich übersehen zu werden.


Die Zeiten haben sich geändert, auch im Kino, denn der Film per se ist letztendlich oftmals auch Spiegel eines gesellschaftlichen Zustands. Bezüglich dieses Aspekts kann mit Fug und Recht behauptet werden, dass Batman mit „The Dark Night“ endgültig im neuen Jahrtausend angekommen ist und einen Trend fortsetzt, der im Kino, mit Ausnahme eben des Comic-Genres, seit einigen Jahren zu beobachten ist. 2002 erblickte mit Jason Bourne, alias Matt Damon, ein neuer Typus des Geheimagenten das Licht der Welt. Hart, kompromisslos, dreckig und geerdet stand er in seiner Konzeption der Brosnanschen James Bond Verkörperung diametral gegenüber, die mit coolen Gimmicks und bunter, aufgeweichter Action daherkam. Doch auch hier setzte sich der Trend fort, der Charmeur musste abdanken, hatte ausgedient und wich schlussendlich einem neuen James Bond. Einem Bond (Daniel Craig), der in harten schwarz-weißen Bildern bluten musste, der rabiat und gewalttätig war und dem Franchise eine fundamentale Neuorientierung bescherte – Willkommen im Jahrzehnt nach der Jahrtausend-Wende, Willkommen in der Welt nach dem 11. September 2001.


The Dark Knight“ ist deshalb nicht Weniger, als die Vervollkommnung dessen, was Christopher Nolan 2005 mit „Batman Begins“ begonnen hatte. Der cineastische Batman war Ende der Neunziger am Ende. Joel Schumachers „Batman Forever“ degenerierte den dunklen Ritter endgültig zur materialistischen Bespaßungs – und Entertainmentfigur, dessen gesellschaftliche Relevanz praktisch nicht mehr vorhanden war. 1997 markierte also das traurige Ende eines Franchise, welches im Kino gerade einmal ein knappes Jahrzehnt davor mit den expressionistischen Batman-Verfilmungen „Batman“ und „Batman Returns“ von Tim Burton seinen Anfang genommen hatte. „Batman Begins“ war ohne Zweifel ein harter Schnitt, die Neuorientierung des Franchise durch Nolan aber dennoch nötig und in Anbetracht der im Vorigen genannten Beispiele logische Konsequenz. Gotham City verlor das comichafte Äußere und wandelte sich zu einer typischen Metropole der Gegenwart, die Figur des Bruce Wayne wurde filmisch neu hergeleitet. Für die Art und Weise dieses „Resets“ in Form einer konzeptionellen Neuschöpfung im Sinne einer Exposition, denn „Batman Begins“ ist nichts anderes als die gezielte Hinführung auf „The Dark Knight“, bekam Nolan viel Lob, aber von vielen Seiten auch handfeste Kritik zu hören. Die realistischere, bodenständigere Ausrichtung des Bruce Wayne war ohne Zweifel mit einem gewissen Risiko verbunden, eben weil Nolan mit seiner Neuorientierung das cineastische Batman – Franchise durcheinander wirbelte. Zwar werden die vorherigen Filme dadurch nicht obsolet, keineswegs und doch fegte Nolan die Interpretationen seiner Vorgänger vom Tisch, und begann bei Null. In gewisser Weise war dies auch nur konsequent, denn wer – außer vielleicht eingefleischten Fans – mochte noch den Überblick behalten haben über den Charakter Batman, der durch die Jahrzehnte hinweg geformt, verformt, tradiert und gebraucht wurde. Doch diese Neukonzeption war zu Gleich Stärke und Schwäche von „Batman Begins“, denn die Narration gestaltete sich zäh und war bemüht, für Anhänger des Comics musste sie vielleicht sogar langweilig erscheinen, und doch: Am Ende stand ein neuer und modernisierter Batman. Nolans Konzept ist aufgegangen, das wissen wir jetzt, da „The Dark Knight“ in den Kinos zu sehen ist, endgültig. Der Weg, den Nolan 2005 begann, er hat sich gelohnt.


Aber was will„The Dark Knight“ sagen? - Das ist eine der wesentlichen Fragen die in Bezug auf diesen Film zu stellen sind. Dieser Frage ist gleichzeitig aber auch die Erkenntnis inhärent, dass der Film mehr ist, als ein einfacher Blockbuster und mehr ist als eine einfache Comic-Verfilmung. Was sich in „Batman Begins“ dezent andeutete, kulminiert an dieser Stelle zu seinem (vorläufigen) Höhepunkt: Ein Film von 152 Minuten, dessen Plot gefüllt ist mit unzähligen Haken und Wendungen, der gleichzeitig so dicht und tiefgründig ist, wie ehrlich gesagt weder zu erwarten, noch zu erhoffen war. Es fällt schwer sich „The Dark Knight“ zu nähern, seine volle Tragweite zu erfassen. Er will viel, und erreicht noch Mehr – So kann man es vielleicht auf den Punkt bringen. Es ist auch, oder gerade, die Verkehrung der Rollen, die „The Dark Knight“ aus dem Gros heraus hebt. Der Joker und eben nicht Batman ist das zentrale Element des Films, und ich behaupte, dass dies nicht der alleinige Verdienst von Ledger ist, sondern von Beginn an konstituierendes Element von Nolans Vision gewesen ist. Freilich, eine solche Konstruktion steht und fällt mit dem Schauspieler, der diese Rolle in all ihren Facetten auf die Leinwand projizieren muss. Das dies erfolgreich gelungen ist, wird auf immer und ewig ein großer Bestandteil des filmischen Vermächtnis von Heath Ledger bleiben.


Es ist ein schrill kreischender Nihilismus der da mit dem Joker (Heath Ledger) die Bühne des Geschehens betritt. Die ultimative und absolute Nemesis von Batman (Christian Bale), der in Gotham City so lange für Recht und Ordnung sorgte, bis die Oberhäupter der Mafia so gewaltig unter Druck gerieten, dass sie die Büchse der Pandorra öffneten und den Joker in das Spiel mit einbezogen. Der Joker ist nicht mehr länger der simple Harlekin, der Spaßmacher, sondern ein Psychopath sondergleichen - "Why so serious?" Nicht Macht, nicht Gier, nicht Geld motivieren ihn, in seiner Psychologie ist er diesen materiellen Dingen, die ihm nichts bedeuten, enthoben. Das unterscheidet ihn von der Mafia, von anderen Anatagonisten, die sich anderen Helden in den Weg stellen. Nolans Joker ist der pure, ideologisierte Wahnsinn ohne Sinn, ohne Regeln und ohne Plan. Er ist per definitionem der absolute Inbegriff des Amoralen. Deswegen ist er auch nicht zu fassen. Nicht von der Polizei, also dem Staat und auch nicht von Batman. Der Joker spielt seine Symphonie der Zerstörung weil er es möchte und Argumente können ihn nicht aufhalten. Nein, der Joker steht nicht in erster Linie für den heutigen Terrorismus im Sinne der konkreten Handlung, sondern für die Furcht vor dem Terrorismus und für die Ohnmächtigkeit diesem wirkungsvolle Mittel entgegen zusetzen. Der Joker ist ein Spiegel, der der heutigen Gesellschaft seine ureigensten Ängste in Form einer hässlichen und höhnischen Fratze vor Augen führt. „The Dark Knight“ transzendiert die reine Comic-Verfilmung an dieser Stelle zu einem Abbild des gesellschaftlichen Status Quo.


Das fiese Spiel des Jokers, es ist das dominierende Element von „The Dark Knight“. Nein, es geht ihm nicht darum den Batman zu töten, wie könnte er auch. Erst durch den Batman, dass weiß er selber, ist er komplett. Gut und Böse bedingen sich, das ist nichts Neues, und doch wird dieser Sachverhalt von Nolan in diesem Film auf die Spitze getrieben, und so sind auch Batman und der Joker von einander abhängig. Es ist der ultimative Kampf zwischen der Moral (Batman) und der Amoral (Joker), der sich da abspielt und es ist am Joker den Sieg über die Moral herbeizuführen. Seine terroristischen Akte sind manipulative Spielereien sondergleichen, schlussendlich kulminierend in einem ersten finalen Showdown gegen Ende des Films: Zwei vollbesetzte Fähren auf dem Fluss, die eine besetzt mit Frauen, Männern und Kindern und auf der anderen ein Gefangenentransport, auf dem sich Diebe, Mörder und Vergewaltiger befinden. Auf beiden Fähren befindet sich eine Bombe, die um Mitternacht explodieren wird. Es sei denn, so höhnt der Joker, eine der beiden Besatzungen entscheidet sich vorher mit Hilfe einer Zündvorrichtung das jeweils andere Boot in die Luft zu sprengen und so sein eigenes Leben zu retten. In diesem einzelnen Moment kulminiert dieser äußerst spannend inszenierte Moment zur existentiellen Bewährungsprobe demokratischer und ethischer Werte. Während sich auf dem Boot der „rechtschaffenden“ Menschen eine Mehrheit findet, moralische Grundsätze zu Gunsten des eigenen Lebens zu Opfern, da die Verbrecher ihre Chance ja schon vertan hätten, reißt auf dem anderen Boot einer der Kriminellen die Zündung an sich und schmeißt sie über Bord. Doch auch auf der anderen Fähre kommt es nicht zur Zündung, denn die unmoralische Mehrheit scheitert an der exekutiven Unmöglichkeit des Einzelnen die Bombe zu Zünden. Das Experiment des Jokers zu Beweisen, dass das Diktum Hobbes, dass der „Mensch des Menschen Wolf ist“ Realität ist, mag in diesem einzelnen Fall gescheitert sein – Man mag dies sogar als Sieg der Moral über die Amoral feiern, doch ist dies nur die eine Seite. Es ist nämlich die dritte zentrale Figur in „The Dark Knight“, die im ultimativen Kampf der beiden Titanen um die Köpfe der Menschen zwischen die Fronten gerät und seine totale Zerstörung erfährt. Der charismatische und idealistische Staatsanwalt Harvey Dent (Aaron Eckhart), der weiße Ritter von Gotham genannt, ist es, der nichts anderes als Spielball in den destruktiven Plänen des Jokers ist. Dent, der Idealist, der Kämpfer für Gerechtigkeit, von dem sich Bruce Wayne erhofft, dass er ihn eines Tages beerben könnte, fällt dem Nihilismus des Jokers zum Opfer, denn Batman vermag weder ihn, noch das Love Interest der Beiden, Rachel Dawes (Maggie Gyllenhaal), zu retten. Die Tragödie vermag bei Dent keine reinigende Wirkung zu evozieren, sondern verwandelt diesen zu Two-Face, dessen Kanon an Werten außer Kraft gesetzt ist – Er ist verloren.


Es ist vor allem die Machtlosigkeit, die im Angesicht des Jokers zum essentiellen Charakteristikum des Kampfes zwischen Batman und seiner Nemesis wird. Was kann einem Gegner entgegengesetzt werden, der sich nicht an Regeln hält, der keinen Plan hat, während man selber an einen umfassenden Wertekanon gebunden ist? Dies ist eines der grundlegenden Motive von „The Dark Knight“, welches natürlich in seiner allegorischen Bedeutung zum Einen Parabel auf die aktuelle Hilflosigkeit der Regierungen ist dem Terror Herr zu werden und zum Anderen Abbild einer Debatte, die mitnichten nur in den USA geführt wird. Eine Diskussion, die sich um die erlaubte Reichweite der verwendeten Mittel und Methoden dreht, die zur Protektion der Gesellschaft eingesetzt werden. Schutz oder Freiheit, das ist eine der wesentlichen Problemstellungen des 21. Jahrhunderts und so ist die Thematisierung weitreichender Werkzeuge, wie die ultimative Überwachung aller Bürger oder die Legitimerung überharter Verhörmethoden in „The Dark Knight“ auch nur unausweichliche Konsequenz.


Vor diesem ganzen politisch und gesellschaftlich konnotierten Subtext soll keineswegs vergessen werden, dass es sich bei „The Dark Knight“ auch um einen wunderbaren Film handelt, der auch ausschließlich unter dem reinen Gesichtspunkt der Unterhaltung gesehen werden kann, dass er in in seiner Metaebene aber mit einer ungeheuren Tiefe ausgestattet ist, macht die Sache nur noch besser. Die Actionszenen sind erstklassig inszeniert wie es sich für einen Blockbuster dieser Größenordnung gehört. Der Plot ist so voller Wendungen, so gefüllt, dass einem die 2,5 Stunden Spielzeit gefühlt wie 1 Stunde vorkommen Vor allem ist es aber der Cast, der schon wie im Vorgänger erstklassig ist und im nun mehr zweiten Batman von Nolan noch perfektioniert worden ist. Zwar ist die Rolle von Maggie Gyllenhaal relativ gering ausgefallen, doch ist sie im Gegensatz zur ungleich untalentierteren Katie Holmes eine deutliche Verbesserung. Michael Caine und Morgan Freeman sind sich, wie schon im Vorgänger, nicht zu Schade auch kleinere Rollen mit schauspielerischen Präsenz zu erfüllen. Aaron Eckhart gefällt in der Rolle des Strahlemanns Dent, der den Wandel zum gefallenen Engel Two-Face mehr als überzeugend meistern kann. Gleiches gilt für Gary Oldman der wieder Batmans Kompagnon Jim Gordon spielt. Heath Ledgers Performance überstrahlt natürlich Alles, er ist das prägende Element des Film, und auch in diesem Fall kommt der künstliche Hype um Ledger einer Tragödie gleich, denn wie soll man jetzt noch glaubhaft machen können, das er den Oscar allein wegen seiner schauspielerischen Leistung verdient hätte – Und das hat er.


Es ist Christian Bale, alias Batman, der in „The Dark Knight“ erstaunlicherweise am unauffälligsten agiert. Das mag damit zusammenhängen, dass sein alter Ego Bruce Wayne die meiste Zeit hinter seiner Maske versteckt bleibt, aber auch das die Fokussierung auf den Charakter Batmans in der Meinung Nolans schon mit „Batman Begins“ ausreichend thematisiert worden ist. Am Ende des Films bleibt Batman, der zweifelnde Held, der seinem dunklen Gegensatz gegenüber treten musste, und durch diesen viel über seine wahre Natur gelernt hat, desillusioniert zurück. Er musste seine Regeln brechen, hat Grenzen überschritten, gerade er musste seinen moralistischen Ansprüchen Kompromisse abverlangen, aber die Katharsis bleibt schlussendlich aus – Er wird den Joker nie wieder los werden, dessen höhnische Fratze ist nun ein Teil von ihm, die er nicht abstreifen kann. „You either die a hero or you live long enough to see yourself become the villain.“ - Der weiße Ritter, der Held den die Welt braucht, aber nicht verdient, starb als Held, Batman aber lebt: Er trägt die Last der Welt, weil er sie tragen kann, und ist nun der Gejagte, wahrlich ein dunkler Ritter.


Ich weiß nicht ob dieser Film eine adäquate Umsetzung der Batman-Figur ist, de facto trägt er diesen Namen auch nicht länger im Titel, aber ist mir das letztlich auch egal, weil es unerheblich ist. Im Jahr 2008, mit „The Dark Knight“, hat die Comic-Verfilmung ihre Unschuld verloren. Fazit: 10 von 10 Punkten.


Quellennachweis: Abbildungen aus "The Dark Knight". © by Warner Bros. Pictures, Legendary Pictures, DC Comics, Syncopy.


"The Dark Knight" im Wertungs-Spiegel der Blogger:

Blockbuster-Entertainment: 10 von 10 Punkten

Equilibrium: 9 von 10 Punkten

From Beyond: 6 von 10 Punkten

Intermoviession: 9,5 von 10 Punkten

Kino, TV und Co: 10 von 10 Punkten

Marcus kleine Filmseite: 9,5 von 10 Punkten

MoviezKult: 9,5 von 10 Punkten

Συμπάρανεκρονεμοι: 6 von 10 Punkten

The Gaffer: 8 von 10 Punkten

Zeitverschwender: 7,25 von 10 Joker (Punkten)


38 Kommentare:

Marcus kleine Filmseite hat gesagt…

zum thema "hype": ich finde, man sollte diesen dem film weder vorwerfen, noch sich blind davon blenden lassen. die qualitäten von TDK sprechen für sich und - wie Du auch schreibst - ledgers spiel.

C.H. hat gesagt…

Stimmt. Der Vorwurf ist auch nicht auf den Film gemünzt, sondern gegen die, die diesen Hype heraufbeschworen haben.

fincher hat gesagt…

Kam gerade aus dem Kino, und kann wahrlich nicht glauben, was ich da eben gesehen habe. Noch jetzt spukt in meinem Kopf der Joker rum - einem, wie ich finde, genialsten Antagonisten der letzten Jahre. Eine weitere Sichtung muss unbedingt noch her - vielleicht sogar in Englisch, obwohl gerade Jägers Synchro gar nicht mal so schlecht war. ;)

Nach langem Zögern geb ich ihm auch eine 10/10. Ich hab wirklich nichts gefunden, das ich an dem Film kritissieren könnte, oder was mir nicht gefallen hat. Das war groß, ganz groß.

fincher hat gesagt…

PS: Wer oder was ist "Equlibrium"? :D

C.H. hat gesagt…

Kam gerade aus dem Kino, und kann wahrlich nicht glauben, was ich da eben gesehen habe

Ging mir genauso, bin gespannt was du zu schreiben hast.

PS: Wer oder was ist "Equlibrium"? :D

Das war natürlich ein Test, und du hast ihn bestanden. :)

Kaiser_Soze hat gesagt…

Sehr schöne Kritik. Und große Zustimmung meinerseits.

TheRudi hat gesagt…

Nett geschriebene, umfangreiche Kritik, die man so wohl fast in einem filmwissenschaftlichen Beitrag zum Film abdrücken könnte. Inhaltlich kann ich dir leider zu keinem Satz zustimmen, aber das ist ja egal.

C.H. hat gesagt…

@ Kaiser: Hatte ich bei dir vergessen, wollte ich aber interessehalber noch fragen. Warum hast du eigentlich die 0,5 Punkte zur Höchstwertung abgezogen?

@ Rudi: Danke! ;-) Nein, nach der Lektüre deiner Besprechung hätte mich auch alles Andere als inhalticher Dissenz auch überrascht. Im Prinzip ist ja meine Rezi der totale Gegenentwurf zu Deiner (und umgekehrt). Sollen die Leute ins Kino gehen, eine Meinung bilden, sich dann die "klugen Worte" der Blogger durchlesen, und sich dann positionieren ;-)

Kaiser_Soze hat gesagt…

Das liegt ganz und gar an Hans Zimmers Komposition. Grausig, was der Mann hier abliefert.

C.H. hat gesagt…

Stimmt, der Score war jetzt echt nicht so der Hammer.

Patrick hat gesagt…

Ein Review, der die Musik nicht im Geringsten beachtet, kann man meiner Meinung nach nicht als solchen bezeichnen.

C.H. hat gesagt…

Ein Review, der die Musik nicht im Geringsten beachtet, kann man meiner Meinung nach nicht als solchen bezeichnen.

Ahja. Kann man also nicht? Ich frage mich ernsthaft, ob du die Besprechung von Anfang bis Ende gelesen hast. Dann wäre dir vielleicht aufgefallen, dass die Arumentationsstruktur einer bestimmten Methodik folgt. Anders ausgedrückt: Der Score, den du so genial findest, der de facto aber das Schwächste an diesem Film ist, weil er weder mitreißend ist, noch athmosphärisch ist, spielt für die INTENTION von "The Dark Knight" nicht wirklich eine Rolle --> Und darum ging es vordergründig in dieser Review.

Da ich nun aber diese Schwäche in Bezug auf "The Dark Knight" so marignal finde, dass sie keinen Punktabzug rechtfertigt, findet sie auch nicht extra Erwähnung. Denn ich unterbreche nicht meine Argumentation, nur um irgendwo ziellos den Satz einzuschieben: Der Soundtrack in "The Dark Knight" war leider nicht so der Hit.

Franzi hat gesagt…

Aha, hier geht die Diskussion Patrick vs. C.H. über den Soundtrack also weiter^^

Um ehrlich zu sein muss ich mich ja ein bisschen schämen wenn ich deine Rezension lese und sie mit meiner vergleiche, die da doch ein bisschen kurz und nicht so schön formuliert ausfällt :D

Wunderschöner Blog und toller Inhalt übrigens...werd ich mir merken, wenn ich wieder vor der Frage stehe "Loht es sich dafür ins Kino zu gehen oder warte ich auf die Free TV Premiere" :D

C.H. hat gesagt…

Vielen Dank für die Blumen :)

Patrick hat gesagt…

Also der Soundtrack trägt zur Atmosphäre definitiv bei. Und wenn du ihn schwach findest (was ich ehrlich gesagt immernoch nicht verstehn kann, da ich auch besitze^^), dann sollte sich das auch in deiner Bewertung bemerkbar machen. Denn auch die Musik gehört zum Film. ;)

C.H. hat gesagt…

Denn auch die Musik gehört zum Film.

Das habe ich auch nicht bestritten. Und wie gesagt: Wäre er mir SO negativ aufgefallen, dass ich dafür Punkte abgezogen hätte, dann hätte ich das auch erwähnt. So aber ist eine Marginalie, die für mich im Gesamtbild "The Dark Knight" unerheblich bleibt. Das mag bei dir, da er dir augenscheinlich gefällt, Anders sein... ;-)

Kaiser_Soze hat gesagt…

Ach, als müsste man ALLES in eine Review reinquetschen... Und Patrick, Hans Zimmers schlechte Dreiton-Klänge haben dir wohl die Sinne vernebelt.

Franzi hat gesagt…

Der Soundtrack ist von Hans Zimmer? Hat der nicht auch den soundtrack zu Fluch der Karibik gemacht? Der war jawohl tausendmal besser!

C.H. hat gesagt…

Hat der nicht auch den soundtrack zu Fluch der Karibik gemacht?

Ja und Nein. Wenn ich mich nicht irre, hat er den Soundtrack zum ersten Teil von "Fluch der KAribik" zum großen Teil nur produziert. Komponiert wurde dieser von Klaus Badelt. Im zweiten und dritten Teil war es dann in der Tat Hans Zimmer. Wie dem auch sei: Den Score von "Fluch der Karibik" höre ich auch ganz gerne.

Mr. Vincent Vega hat gesagt…

In der Tat: Sehr gelungene, persönliche, euphorische, nachvollziehbare Besprechung!

C.H. hat gesagt…

Oh,Danke. Was kann ich mehr verlangen, als das sie nachvollziehbar ist... :)

Patrick hat gesagt…

Vollkommen richtig, was du über Fluch der Karibik sagst.

Ich find den OST von Dark Knight immernoch gut. Gut, aber nicht mehr. Klar, den von Batman Begins fand ich um einiges besser und sonst hat Hans Zimmer auch bessere abgeliefert. Aber auch schlechtere wie Black Hawk Down. Man kann den Dark Knight Soundtrack imo gut mit I am Legend vergleichen. Is meine Meinung, steinigt mich.^^

C.H. hat gesagt…

Is meine Meinung, steinigt mich.^^

Hier wird keiner gesteinigt. Jeder darf mit seiner Meinung glücklich werden :D

tumulder hat gesagt…

Ich komme gerade aus dem Kino und muß sagen, daß ich doch alles in allem ziemlich überrascht bin. Ich kann zwar auch nicht vollkommen Deinem sehr gut geschriebenen Review zustimmen, aber The Dark Knight ist doch wirklich unterhaltend und hat definitiv seine Szenen. Der Score ist weder schlecht noch besonders gut. Stört jedoch nicht im geringsten, da er sich so wie so sehr zurückhaltend gibt, was ich immer begrüßenswert finde. Dennoch hat der Film zu viele Makel um wirklich so hoch bewertet zu werden. Eine Vielzahl Logiklöcher, eine Masse dämlicher bzw. deplatzierter Dialoge und die Mehrheit der Actionsequenzen lassen zu wünschen übrig. Wackelkamera, schnelle Schnitte. Das kommt bei mir nicht gut an, Dynamik ist etwas anderes. Ganz zu schweigen von dem lächerlichen Sonarblick gegen Ende. Der Film steht und fällt mit dem Joker, das ist zu wenig.

C.H. hat gesagt…

Na dann scheint sich ja der Besuch im Kino (zum Glück) zumindest gelohnt zu haben. Klingt doch eig. sehr zufrieden. ;-)

Wie man den letzendlich bepunkten möchte, liegt dann in der Tat im Auge des Betrachters, bzw. der Stoßrichtung der Argumentation. Für meine Wertung hat ja eigentlich keiner der von dir genannten Kritik-Punkte eine Rolle gespielt (Zumal ich denen zum Teil auch nicht zustimme), sondern eher Intention, Metaebene, etc. Aber was rede ich, du hast mein Gescheibsel ja gelesen ;-)

Wackelkamera und schnelle Schnitte haben mich jetzt überhaupt nicht gestört, aber das ist in der Tat Geschmackssache. Könnte mir vorstellen, dass dir dann hinsichtlich dieses Aspekts z.B. auch das "Bourne Ultimatum" nicht gefällt?

Actionszenen fand ich auch völlig in Ordnung muss ich sagen, aber OK. Aber dämliche, und deplazierte Dialoge? Ne,ne... Das finde ich mal überhaupt nicht!

Ja, und Logiklöcher? Eigentlich ist mir spontan beim Sehen nur einer aufgefallen: Erst ist Bruce Wayne nach seinem Aufeinandertreffen mit Scarecrow grün und blau geschlagen, und ein paar Szenen weiter auf der Yacht ist nichts mehr zu sehen... :) --> Aber auch solche Dinge sind für mich in diesem Fall Marginalien...

Der Film steht und fällt mit dem Joker, das ist zu wenig.

Ja natürlich! "The Dark Knight" ist der Joker. Aber das kann man dem Film nicht zum Vorwurf machen, denn der Joker ist das zentrale Element in der Konzeption und Intention des Films.

tumulder hat gesagt…

sondern eher Intention, Metaebene, etc.

Ja und genau da dreht sich bei mir der Magen um. Denn hier rechtfertigt der Film Guatanamo und Co.

Aber dämliche, und deplazierte Dialoge?

Eigentlich alle an denen Rachel beteiligt ist. Vor allem ihr letzter;)

Ich schreibe aber noch ein Kurzreview, lange gibt es ja mittlerweile genug:)

C.H. hat gesagt…

Ja und genau da dreht sich bei mir der Magen um. Denn hier rechtfertigt der Film Guatanamo und Co.

Naja. Ganz ohne Zweifel ist "The Dark Knight" eben genau diese Refelxion der Frage, wie zwischen den Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit und dem Ausmaß der Bedrohung abgewogen werden soll.

Aber eine pauschale Rechtfertigung für Guantanamo? Das haben konservative Kommentatatoren vor allem aus den USA in der Tat gerne in den Film gesehen. Aber de facto zeigt Nolan auch, dass diese Methode zu nichts führt: Batman kann weder Rachel, noch Dent retten, auch nachdem er den Joker in die Mangel genommen hat. Anders sieht das mit dem "großen Lauschangriff" aus, der ja wirklich zum Erfolg führt, die Vorrichtung am Ende aber doch zerstört wird. --> Also für mich bleibt das alles eher eine Reflexion, als klare Positionierung...

TheRudi hat gesagt…

Eigentlich ist mir spontan beim Sehen nur einer aufgefallen

Da warst aber von dem ganzen Batman-Gesülze ganz schön beschwippst, in dem Film hat ja kaum was wirklich Sinn gemacht. :P

C.H. hat gesagt…

Da warst aber von dem ganzen Batman-Gesülze ganz schön beschwippst

Na klar... :) Wobei ich zugeben muss, dass mir sowas beim erstmaligen Sehen selten auffällt ;-) Oder aber: Es ist mir beim Sehen egal, ob Dent schon Montate arbeitet, und trotzdem noch Kartons im Büro hat :P

Kaltduscher hat gesagt…

Wirklich ein klasse Review, auch wenn ich die Höchstwertung selber nicht verteilt habe. Dafür sind es dann doch einige zuviele Macken :)

Anonym hat gesagt…

Ich war eben in den Film The Dark Knight und war eigendlich recht Überrascht...
Leider muss ich sagen das die Überraschung nicht Positiv war...
Um mal meinen Senf abzugeben:
The Dark Knight ist durchaus Technisch, Schauspielerisch und Musikalisch ein sehr guter Film (mehr möchte ich momentan nicht reininterpretieren)
Aber für mich zumindest ist dieses KEIN Batman Film, ich lese schon seit mehreren Jahren die Batman Comics (bin kein eingefleischter Fan aber glaube micht zumindest grob was Batman angeht auszukennen...)
Für mich ist The Dark Knight ein Film in dem rein zufällig der Hauptchar. Batman heisst (wie im comic) und reinzufällig Gegenspieler hat die Genauso heissen wie im Comic oder anders ausgedrückt: The Dark Knight ist das "Battlestar Galaktika von DC".
Der "neue" Batman hat wirklich (mal abgesehen von seinem Kostüm) nicht viel ähnlichkeit zu seinen Original (Comic) da hatte sogar die Trashige 60er Jahre Version mehr ähnlichkeit.
Warum ist aber der Film so erfolgreich: zum einen glaub ich das er Trotz allem Filmtechnisch nett ist, aber wenn man ihn als comicverfilmung sehen möchte (und auch muss, weil er behauptet das zu sein, ansonsten hätten sie einen neuen Helden erfunden) ist er mehr oder weniger eine Mittelschwere Katastrophe... Ein film besteht für mich aus mehr als gute Schauspielerische Darbietung, Technik und Musik, die Story muss auch stimmen und das tut sie in diesem Film ganz und garnicht.
Der große erfolg lässt sich meinermeinung nur auf den "Tod von Heath Ledger" zurückzuführen wie bereits bei vielen vorgängerfilmen (The Crow um ein beispiel zu nennen... gute einspielergebnisse im Kino, wollte danach aber niemand auf DVD und selbst im TV lief er nur als B-Movie). Zwar glaube ich weniger das The dark Knight ebenfalls so enden wird, aber der Film sollte bei weitem nicht so hoch gelobt werden wie er es momentan gelobt wird....

C.H. hat gesagt…

Aber für mich zumindest ist dieses KEIN Batman Film, ich lese schon seit mehreren Jahren die Batman Comics

Ich kann sehr gut verstehen, dass Anhänger der Comics/der alten Filme mit Nolans Batman Probleme haben. Das hat sich schon bei "Batman Begins" abgezeichnet. Doch ist dies letztlich Geschmackssache.

aber wenn man ihn als comicverfilmung sehen möchte (und auch muss, weil er behauptet das zu sein, ansonsten hätten sie einen neuen Helden erfunden) ist er mehr oder weniger eine Mittelschwere Katastrophe

Da muss ich vehement wiedersprechen. "The Dark Knight" ist und bleibt eine Comic-Adaption, doch schlägt dieser Film Wege ein, die in einer Comic-Verfilmung bislang so nicht zu sehen war. Anders ausgedrückt: Sie ist Dunkler und Ernsthafter als zum Beispiel ein "Spiderman". Für mich ist das keine "mittelschwere Katastrophe", sondern ein Schritt in eine Richtung, die mir sehr gut gefällt.

Der große erfolg lässt sich meinermeinung nur auf den "Tod von Heath Ledger zurückzuführen"

Diese Debatte ist in der Tat müßig, weil sie sich im kontrafaktischen Milieu abspielt. Du kannst mir ebenso wenig beweisen, dass du Recht hast, wie ich dir beweisen kann, dass du Unrecht hast

The Crow um ein beispiel zu nennen... gute einspielergebnisse im Kino, wollte danach aber niemand auf DVD

Hey, ich mag den Film und wollte/hab ihn auf DVD ;-)

David Prade hat gesagt…

Ich finde in THe Dark Knight stellen die schauspielerischen Qualitäten von Heath Ledger die von allen anderen Darstellen in den Schatten. Was gute, aber auch wieder der Erwartung schlechte Folgen hat. Zum einen beeindruckt der Film durch den Joker.Zum anderen wirkt die Rolle von Christian Bale fade und unüberzeugend gespielt. Was schade ist denn schließlich ist er der Hauptdarsteller. Sonst ist der Film ein echter Blockbuster.

lalia hat gesagt…

"Das „The Dark Knight“ ... das Zeug zu einem Meilenstein hat, ist die eigentliche Tragödie an der ganzen Sache, droht die Qualität des Films vor dem Hintergrund künstlich übersteigerter Erwartungen doch letztendlich übersehen zu werden"

da kann ich dir nur vollen Herzens zustimmen

"der Film will viel, und erreicht noch Mehr –"

sehr wahr. ein komplexer Thriller mit Moralansichtennach 9/11. den Joker hast du treffend charakterisiert, so sehe ich ihn auch.
Aha, TheRudi ist immer irgendwie.. dagegen. Und wie bitte, zu einer Review gehört immer der Score?! na ja, ich interessiere mich auch so nicht für Musik, nur in Musicals, daher.. ein Glück wurde mir das noch nie unterstellt.
Bale muss nicht mehr beweisen, dass er Batman spielen kann, er ist nun Batman. Punkt. Da bleibt mehr Augenmerk für Handlung, Gegenspieler und Subtext.
Hervorragender Film

Alexander Langer hat gesagt…

Hm.. mich würde interessieren wie du Batman Begins auf dem Hintergrund bewertest, dass er direkt im Anschluss an den Dreh von The Machinist in den Kasten kam.

Ich las heute eine Lobhudelei darüber, dass Hugh Jackman sich 15 Monate lang für Wolverine gestählt hat. Toll, er bekam den Personal Fitness Trainer bezahlt. Schaut euch mal einen aufs Skelett abgemagerten Christian Bale in The Machinist an, für den er 30 (!) kg abnahm und seht ihn dann nur 6 Wochen später in Batman Begins.

DAS ist eine Leistung.

C.H. hat gesagt…

Ah ja, "The Machinist". Den wollte ich mir auch noch mal ansehen. Kenne ich nämlich noch nicht. Allerdings hätte das bei meiner Bewertung von "Begins" (7-8 Punkte) wohl keine Auswirkungen gehabt. Sind ja immerhin zwei Filme, und seine Ab- und Zunehmkünste mögen beeindruckend sein, hat aber ja nichts mit der Güte des Films zu tun... ;-)

PS: Danke für die zahlreichen Kommentare. Und, wie biste auf meinen Blog gestoßen? Freund Google? ;-)

Alexander Langer hat gesagt…

Ich stieß auf deinen Blog bei der Suche nach guten Rezensionen über "So finster die Nacht" :)

Anonym hat gesagt…

Ein kompletter Scheiß Film. Da merkt man mal wie belämmert die breite Masse einen Strunzhumbug wie diesen abfeiert. Ich freu mich jetzt schon zu sehen wie Battie im nächsten Teil wieder mit seinem Lego-Mobil durch die entzauberten Kulissen Chicagos äh Gothams rattert.
Kurz zu Ledger....Kackleistung....net mal ansatzweise gut.

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