
„Adams Äpfel“ (2005)
Der dänische Film zeichnet sich immer wieder durch einen wirklich pechschwarzen Humor aus, der den Filmen, so auch in diesem Fall, bestens zu Gesicht steht. Wahrlich, es ist schon eine skurrile Geschichte, die uns Regisseur Anders Thomas Jensen, der auch das zugehörige Drehbuch schrieb, vorsetzt. Da ist der Neonazi Adam (Ulrich Thomsen), der nach seiner Entlassung aus dem Knast zu Pfarrer Ivan (Mads Mikkelsen) geschickt wird, der sich auf die Resozialisierung von Straftätern verlegt hat. Adams Aufgabe in neuem Heim: Einen Apfelkuchen aus den Äpfeln backen, die an dem Apfelbaum vor der Kirche wachsen. „Adams Äpfel“ besticht natürlich zunächst einmal durch seine grotesken Charaktere, dort der Pfarrer der kategorisch alles Böse der Welt per se ignoriert, und dort der verblendete Nazi, der eigentlich nichts möchte, als sich aus dem Staub zu machen. Dann sind da natürlich noch Gunnar und Ali, die ebenfalls zur Resozialisierung gerade in der Kirche weilen. Vor dem ganzen schwarzen Humor und den grotesk anmutenden Szenen, die der Film bietet, dessen Drehbuch ebenso exzellent geschrieben, wie umgesetzt ist, sollte jedoch Eines nicht außer Acht gelassen werden: Wenn man sich die ganze Geschichte einmal genauer ansieht, dann ist „Adams Äpfel“ weniger Komödie, denn Drama in christlicher Konnotation. Die ganze Geschichte kann als Parabel auf Versuchung, Erlösung und die Wiederauferstehung gelesen werden. An dieser Stelle wäre dann eine weiterführende Beschäftigung mit der Materie gefragt, man kann dies natürlich aber auch getrost bleiben lassen, und sich stattdessen an einem herrlich skurillen und humorigen Film erfreuen, der jedoch gar nicht mal so einfach ist, wie er sich auf den ersten Blick darstellt. Und so gilt, dass auch „Adams Äpfel“ meine These von der Qualität des dänischen Films zu untermauern weiß – Fazit: 8 von 10 Punkten.
„Archie und Harry – Sie können's es nicht lassen“ (1986)
Nach dreißig Jahren im Knast werden die einstigen Ganoven Harry Doyle (Burt Lancester) und Archie Long (Kirk Douglas) aus dem Gefängnis entlassen. Einst hatten sie den letzten Zug-Überfall in der Geschichte der USA durchgeführt, waren dabei jedoch erwischt worden. Tja, so was nennt man Pech. Pech auch, dass die Wiedereingliederung der beiden alten Haudegen in die Gesellschaft nicht so reibungslos verläuft wie gewünscht. Nicht nur, dass Harry in ein wenig gastliches Heim für Senioren abgeschoben wird und Archie sein Geld mit einem miesen Job nach dem Anderen verdienen muss, nein, auch dürfen sie sich eigentlich drei Jahre lang nicht mehr sehen und zu allem Überfluss werden sie auch noch von einem Auftragskiller verfolgt, der seinen Job auch nach dreißig Jahren noch ernst nimmt. Ganz und gar nicht ernst genommen werden sollte diese kleine Komödie, die zum Einen mit den beiden alten Haudegen Lancester und Douglas aufwarten kann und zum Anderen mehr als nur eine witzige Szene zu bieten hat. Der Film selbst ist natürlich auf Grund seines Alters schon ein wenig angestaubt, was zu dem witzigen Paradoxon führt, dass aus heutiger Sicht die „moderne Welt“ der Achtziger Jahre in welche unsere beiden antiquierten Helden völlig überfordert hinein stolpern, selbst schon wieder völlig veraltet ist. Geradezu exemplarisch für diesen Sachverhalt ist die Tatsache, dass in der deutschen Synchronisation der Bandname der „Red Hot Chili Peppers“, die sich in einer kleinen Szene selbst spielen und damals noch recht unbekannt waren, witzigerweise wortwörtlich übersetzt wurde. 20 Jahre später wäre das natürlich nicht mehr passiert. In der Summe ist „Archie und Harry“ ein humoriger und vergnüglicher Film, der immer wieder gerne gesehen wird – Fazit: Mit Nostalgiebonus 8 von 10 Punkten.
„Broken Flowers“ (2005)
Ich habe lange keinen Film mehr gesehen, der in seiner Narration so unaufgeregt und gemächlich daherkam wie Jim Jarmuschs Tragik-Komödie „Broken Flowers“. Natürlich, Bill Murray ist das zentrale Element dieses Film, der den gealterten Frauen-Held Don Johnston spielt, der sein Leben mittlerweile völlig antriebslos auf dem Sofa sitzend vor dem Fernseher verbringt, bis er eines Tages von einem rosa Brief aufgerüttelt wird, in dem geschrieben steht, dass er Vater eines nunmehr neunzehnjährigen Sohnes sein Angetrieben von seinem einzigen Freund Winston macht sich Don auf die Reise durch das Land um fünf Verflossene zu besuchen, die als Mutter seines angeblichen Sohnes in Frage kommen könnten. Diese Odyssee führt Don nicht nur durch das Land, gleichzeitig inszeniert Jarmusch eine Reise quer durch alle Schichten der amerikanischen Gesellschaft. Voller Melancholie erzählt, wird der Film zu keinem klaren Abschluss kommen, der Zuschauer bleibt ratlos zurück, mit mehr als nur eine offenen Frage im Kopf. Was von diesem Film bleibt sind ruhige, schöne Bilder und ein Bill Murray, der seinen Charakter mit seiner ihm eigenen Mimik vortrefflich zu verkörpern weiß. Nicht zu vergessen der schöne Score, der den ganzen Film mit einer melodisch-fröhlichen jazzigen Musik unterlegt, die somit die gezeigten Bilder wunderbar kontrastiert. „Broken Flowers“ ist ein ungeheuer intensiver Film, der seine Wirkung vor allem aus der Atmosphäre zieht, die er selbst erzeugt. Exemplarisch sei an dieser Stelle auf das Dinner mit einer seiner Ex-Frauen (Tilda Swinton) und deren Mann hingewiesen, welches auf Grund der vortrefflichen Inszenierung und des tollen Spiels der Schauspieler eine so unbehagliche Stimmung erzeugt, dass der Zuschauer am liebsten selber aufstehen und den Raum verlassen möchte – Fazit: 9 von 10 Punkten.
„Crime is King“ (2001)
Und nun der eindeutig schwächste Teil in dieser Sechser-Reihe, die an dieser Stelle besprochen wird. „Crime is King“, ein wüster Mix aus Komödie und Action-Thriller mit Kevin Costner, Kurt Russel und Courteney „Monica“ Cox-Arquette in den Hauptrollen. Ein Film also, der von den Namen her gar nicht mal schlecht besetzt, ist seiner Konzeption und der letztendlichen Umsetzung aber auch nicht mehr ist, als ein etwas besserer B-Movie. Memorabel ist ohne Zweifel die Raub-Szene im Casino in der die Gangster dieses um einige Millionen Dollar erleichtern, und dies in Elvis-Kostümen. Der King lebt, zumindest in diesem Film, in der er eines der zentralen Elemente bildet. Ansonsten gibt es noch einige derbe Zoten zu bestaunen, eine tief ausgeschnittene Cox-Arquette, die sich mit dieser Rolle wohl auch ein Stück weit vom Monica-Image lösen wollte, was natürlich nur von mäßigem Erfolg gekrönt ist. Alles in allem ist „Crime is King“ aber durchaus unterhaltsam, nicht zu letzt auch durch seine beiden Hauptdarsteller Kurt Russel und Kevin Costner, der hier mal das Arschloch geben kann. Im Jahr 2002 nominiert für nicht weniger als fünf „goldene Himbeeren“, eignet sich dieser Film ohne Zweifel für einen launigen DVD-Abend. So schnell jedoch wie man diesen Film gesehen hat, hat man ihn auch wieder vergessen, und das liegt nicht zwingend an den Konsum alkoholhaltiger Kaltgetränke, die bei einer solchen Veranstaltung gerne mal gereicht werden – Fazit: 5 von 10 Punkten.
„Dirty Harry“ (1971)
Vor kurzem von mir das erste Mal gesichtet, wusste dieser Klassiker mit Clint Eastwood durchaus zu gefallen. Ein sehr geradliniger, konzentrierter und harter Action-Thriller, der seinerzeit von den Ereignissen des sogenannten „Zodiac-Killers“ inspiriert worden ist. Der Film funktioniert vor allem zum Einen durch seine Spannung, die er aus der Hatz zwischen Dirty Harry und seinem Opponenten zieht, aber zum Anderen durch den unkonventionellen Charakter seines Helden, der sich nicht an Regeln und das Gesetz hält, sondern sich durch seine moralischen und ethischen Grundsätze leiten lässt. Dies bedeutet dann eben auch, dass ein Geständnis ruhig auch unter Folter heraus gepresst werden kann. Das dieses Thema natürlich höchst sensibel ist, versteht von selbst, erklärt aber vielleicht auch ein wenig den Erfolg dieses Streifens, der dann in der Folge mehr als nur einen Nachfolger nach sich zog. Gerade bezüglich des Aspekts der Reichweite der anwendbaren Mittel wäre es wohl nötig die spezifische gesellschaftliche Situation in den USA in den sechziger und siebziger Jahren in die Argumentation mit einbeziehen. Verkürzt lässt sich wohl sagen, dass dieser erste „Dirty Harry“ in seiner Konzeption in seinen Werten sehr konservativ geprägt ist. Aber lassen wir das an dieser Stelle alles mal beiseite, denn dann bleibt am Ende eben auch ein sehr spannender Cop-Thriller, der ohne Zweifel, wie ich nun bestätigen kann, in seinem Genre Maßstäbe gesetzt hat, aber vor allem auch in dem Gut was ist, was ein Film auch immer vordergründig sein soll: Er unterhält – Fazit: 8 von 10 Punkten.
„Volver“ (2006)
Dieser Beitrag wurde mit dem europäischen Film begonnen und mit diesem soll er auch wieder beendet werden. Diesmal kein Streifen aus dem Norden, sondern aus dem warmen und sonnigen Süden. „Volver“, der Titel kann mit „Zurückgekehrt“ übersetzt werden, inszeniert vom spanischen Regisseur Pedro Almodóva, ist ein Film der in seiner Konzeption nicht gerade leicht zu fassen scheint, und wohl am Ehesten mit einer Tragik-Komödie umschrieben werden kann. Es ist ein Film der Frauen, der da erzählt wird, Männer spielen nur eine untergeordnete Rolle und wenn sie in die Geschichte treten, dann eigentlich nur in der Form von miesen Schuften. Penélope Cruz gefällt in der Rolle der Raimunda, die mit zahlreichen Jobs dafür sorgt, dass das Auskommen ihrer kleinen Familie gesichert ist, während ihr Ehemann und Stiefvater ihrer Tochter arbeitslos und Faul auf dem Sofa liegt. Als sich dieser eines Tages ihrer Tochter sexuell nähert, ersticht diese ihn mit einem Küchenmesser, so dass sich Raimunda darum kümmern muss die Leiche verschwinden zu lassen. In der Zwischenzeit stirbt auch noch ihre geliebte Tante, und seit der Beerdigung scheint sich zu allem Überfluss ihre Schwester auch noch seltsam zu benehmen. Vor der malerischen Kulisse spanischer Dörfer entspinnt sich also eine Geschichte, die zunächst einmal sehr humorig daher kommt, zur Mitte hin ein wenig „gespenstisch“ angehaucht wird, um dann gegen Ende ihre volle Tragik zu entfalten. Es ist der Punkt an dem sich herausstellt, dass „Volver“ eminent wichtige und schwierige Themen anspricht, diese aber dann aber auch in einer fast unerhörten Leichtigkeit zu erzählen weiß. Ein sehr interessanter Film, der durch eine tolle Inszenierung und großartige Schauspielerinnen zu bestechen weiß - Fazit: 8,5 von 10 Punkten.






30 Kommentare:
Dirty Harry ist reaktionäre Scheisse, was daran unterhaltsam sein soll, weiss ich nicht.
Du weisst es nicht, oder vielmehr willst du es nicht wissen, weil du die Inszenierung und den Spannungsbogen des Films mit seiner ventilierten "Ideologie" vermischst. ;-)
Wenn du das konsequent machst, dann kannst du damit anfangen die "Feuerzangenbowle" wegen ihres Mißbrauchs durch die NS-Propaganda abzulehnen, ebenso wie du "Casablanca" von Vornherein als plumpes "Propaganda-Filmchen" abqualifizieren müsstest. "Oceans 11" musst du dann auch scheiße finden, weil die Moral von der Geschichte auch zu Nichts taugt.
Was ich damit sagen will: Ich finde "Dirty Harry" in seinem Duell Gangster-Cop spannend gemacht. Das die Ideologie, die der Film vertritt, durchaus fragwürdig ist, steht ja auch überhaupt nicht zur Debatte, und dies wurde von mir in diesem kurzen Text auch deutlich benannt.
Um es mal ein wenig arrogant zu formulieren: Wer dazu in der Lage ist die "reaktionäre Scheiße" - so wie du es nennst - zu erkennen und damit zu hinterfragen, kann sich von diesem Film auch ruhig unterhalten lassen, ohne das man gleich möchte, dass "Dirty Harry-Methoden" Einzug ins reale Leben Einzug finden.
Wie das bezogen auf die Gesellschaft der USA der Siebziger Jahre ausgesehen hat, wäre mit Sicherheit mal intererssant rauszufinden, doch kann mir dies, wo ich diesen Film im Jahr 2008 sehe, auch erst mal egal sein... ;-)
Höhö, Feuerzangenbowle und Nazipropaganda unter einen Hut zu bringen ist schon sehr gewagt. War der Film doch gerade aufgrund seiner Autorität zersetzenden Tendenzen anfangs der Zensurbehörde ein Dorn im Auge.
"[...]und Kevin Costner, der hier mal das Arschloch geben kann."
Also das nenn ich mal subtilen Humor!
Höhö, ja und dann hat Rühmann mal eben bei den NS-Oberen interveniert, zu denen er ja keinen ganz so schlechten Draht hatte, und auf Adolf's persönliche Weisung hin, ist der Film dann freigegeben worden, damit die Gesellschaft bespaßt und zum Durchhalten bis zum grandiosen "Endsieg" animiert werden konnte. Wenn das kein bewusster Mißbrauch eines Films durch den NS-Apperat war, dann weiß ich es auch nicht mehr... ;-)
@ Anonym: So subtil, dass nicht mal ich ihn anscheinend verstehe... :D
@C.H.
Ja, aber was hat das denn mit seinem Inhalt zu tun?
Mit dem Inhalt nichts, aber wenn ich so wie jmk argumentiere, müsste ich sagen, der ist von Rühmann, und auf Grund dessen zweifelhaften Rolle im NS, müsste ich ihn ablehnen.
Aber ich will mich auch nicht über die "Feuerzangenbowle" streiten, brauchte ja nur ein Beispiel, und, zugegeben, "Casablanca" und "Oceans 11" waren da wohl die Passenderen. ;-)
du vermischst da locker flockig Inhalt, Umsetzung und externe Faktoren, ob Rühmann nun treues Mitglied der NSDAP war oder Cruise Scientologe ist, hat auf die Filme in denen sie mitwirkten (meist) keine Bedeutung.
Ob die Ausführung und Ideologie von Dirty Harry nun zweifelhaft sein mag, steht sehr wohl zur Debatte. Wenn du das eine vom anderen zu trennen vermagst, schön und gut, nur kommt mir bei solchen Filmen regelmässig die Galle hoch. Selbe Kerbe: 300. Tolle Umsetzung, Inhalt: Moppelkotze.
Und da stelle ich eben deren Wirkung und Subtext in Frage.
auf die völlig konfusen Vergleichen Oceans 11 und Feuerzangenbowle gehe ich erst gar nicht ein:-)
du vermischst da locker flockig Inhalt, Umsetzung und externe Faktoren
Nun mal langsam, du bist der Einzige, der das Vermischst. Sagst du doch selber, denn dieser Satz:
Wenn du das eine (Inhalt=Ideologie) vom anderen (Umsetzung=Spannungsbogen) zu trennen vermagst, schön und gut, nur kommt mir bei solchen Filmen regelmässig die Galle hoch.
impliziert, dass du dann eben nicht trennen kannst zwischen Inszenierung und Ideologie, was dann eben auch in der Tat dein Problem ist, weil dir dann "regelmäßig die Galle hochkommt"... ;-)
Rühmann nun treues Mitglied der NSDAP war
Ist vielleicht wirklich egal, wennn er nur als Schauspieler agiert, die "Feuerzangenbowle" hat er aber eben auch produziert und dann ist es nicht mehr egal. Wobei du deine Aussage durch das "(meist)" eh selbst relativiert hast.
auf die völlig konfusen Vergleichen Oceans 11 und Feuerzangenbowle gehe ich erst gar nicht ein
Nein, da kannst du auch nicht drauf eingehen, weil du sonst deine Argumentation selbst ad absurdum führst. Lassen wird die "Feuzangenbowle" wirklich mal Beiseite (Wegen des externen Faktors) und sehen uns nur mal die drei Bsp. "Casablanca", "Dirty Harry" und "Oceans 11" an:
Wenn du der Meinung bist, das "D.H." automatisch Mist ist, wegen der kruden Ideologie, die er vertritt, dann musst du auch sehen, dass "Casablanca" eben auch völlig in propagandisitischer Hinsicht ideologisiert wurde. Nun ist dieser Fall schwierig, weil die Stoßrichtung eben dieser Propaganda von uns, da sie gegen den NS gerichtet ist, für Richtig befunden wird. Auf jeden Fall müsste deine Bewertung bei "Casablanca" lauten: Leider kann ich mich nicht an der großartigen Lovestory erfreuen, weil der Film als pure Propaganda gegen ein anderes politisches System gedreht wurde.
Schauen wir uns nun also "Oceans" an: 11 Leute überfallen ein Casino, dessen Besitzer sich eigentlich nichts zu Schulden kommen lassen hat, und am Ende stehen diese Elf als Helden da. Wenn ich also nicht zwischen Inszeneriung und Ideologie trennen kann, muss ich den Film scheiße finden, weil dort Kriminelle in ein mehr als nur positives Licht gestellt werden, und der rechtschaffende Bürger am Arsch ist.
Wenn du also "Dirty Harry" in Frage stellst, weil du nicht "Moral" von "Inszenierung" trennen kannst, dann tu das bitte nicht nur bei Filmen, die dir gegen den Strich gehen, sondern dann bitte bei Allen. Dann aber hast du noch viel vor, und kannst bei vielen Filmen leider nicht mehr so viel Spaß haben... ;-)
Im Übrigen:
Ob die Ausführung und Ideologie von Dirty Harry nun zweifelhaft sein mag, steht sehr wohl zur Debatte.
Das habe ich nie bestritten, siehe den Satz in meinem Text: "Das dieses Thema natürlich höchst sensibel ist, versteht von selbst" und in meinem ersten Kommentar spreche ich dasvon, dass dies auch hinterfragt werden müsse - Vielleicht war dies aber nnicht eindeutig genug formuliert.
Selbe Kerbe: 300. Tolle Umsetzung, Inhalt: Moppelkotze.
Diese künstlich aufgebauschte Diskussion um "300" ermüdet mich langsam. Du sagste es doch selbst: Der Inhalt passt auf ein Blatt Papier und ist die reinste Moppelkotze. Anstatt man sich von der tollen Umsetzung unterhalten lässt, fangen dann alle rum hysterisch rumzuheulen und die Taschentücher zu schwenken und in diesem Film Dinge zu sehen, die diesen zu einem Ausgeburt der Hölle und einer Gefahr für die Menschheit machen. Ich kann es nicht mehr hören. Um mal nur ein Besipiel zu nennen, exemplarisch der folgende Vorwurf, der dem Film gemacht wird:
Der Film propagiere die Euthansie. Diese Diskussion wird natürlich vor allem in der BRD geführt, auf Grund unserer unrühmlichen Vergangenheit - Und diese Assoziation wird dann auch immer gleich gezogen (Was noch nicht mal per se schlecht ist, weil es zeigt das die Gesellschaft funktioniert).
Das sich dies aber auch in den antiken Quellen finden lässt, und Miller das daher haben könnte, das weiß dann niemand. Und was machen wir dann? Wenn man also der Meinung ist "300" plädiere für Euthanasie, dann gehe man also bitte in sämtliche Bibliotheken und schmeiße die betreffenden Quellen-Bände auf den Müll, denn auch die sind dann ja potentiell gefährlich.
Wie gesagt, diese apodiktische Argumentation die nach links und nach rechts völlig blind ist für andere Arguemnte, ist eine Lachnummer. Aber was solls.
PS: Der "300" Absatz ist jetzt nicht irgendwie auf dich gemützt. Ich bin mal wieder abgeschwiffen... ;-)
also bitte!
Dirty Harry übt seine Handlungen ohne zu Hinterfragen aus,da wird nicht mal im Ansatz versucht seine Handlungen auch nur halbwegs zu rechtfertigen oder ihm auch nur halbherzige Gewissensbisse zu verursachen. Da ist ja Tony Scott liberaler.
Du sprichst es doch selbst an: das Thema erscheint dir auch "sensibel", dann frage ich mich wieso du das nun wiederum in Frage stellst.
Wenn du Dirty Harry oder 300 auf dieser Ebene unterhaltsam findest, hab ich nix dagegen, ich kann mich davon nicht immer losmachen. Vor allem wenn reaktionäres wie in den beiden obigen Fällen so plump daherkommt.
Die Euthansie Problematik habe ich zB. gar nicht empfunden, aber auch hier ist der Verweis auf die Geschichte müßig. Die Umsetzung ist einfach, sagen wir mal: dumm.
Ich bitte dich dein vergleich mit Oceans 11 ist nun wirklich kindisch. Das ist eine ausgemachte Komödie die ohne doppelten Boden unterhalten will, das ist auch die Intention Don Siegels gewesen, nur die Rezeption des Films stösst eben manchen auf.
@jmk
Vor allem wenn reaktionäres wie in den beiden obigen Fällen so plump daherkommt.
Das läßt mich wiederum daran zweifeln ob Du den fast drei stündigen Pilotfilm zu Battlestar Galactica wirklich gesehen hast. Denn was anderes als reaktionär ist der denn? Über das plumpe möchte ich noch nicht einmal streiten, da dies dann wohl doch eher dem persönlichen Geschmack betrifft. Aber wenn nur das alte Raumschiff in der Lage ist die Menschheit zu retten weil die neue Technik zu schlecht ist um den Angriffen der anders religiösen Bedrohung stand zu halten. Wenn dies nicht die Angst des Konservatismus vor allem Neuem symbolisiert, dann weiß ich auch nicht mehr. Von der Verherrlichung des Militarismus einmal abgesehen.
Auch wenn ich irgendwie nicht so rechte Bauchschmerzen habe, wenn Nazis blossgestellt werden.
Natürlich nicht, da geht es dir wie mir ;-)
Du sprichst es doch selbst an: das Thema erscheint dir auch "sensibel", dann frage ich mich wieso du das nun wiederum in Frage stellst.
Wo stelle ich das denn in Frage? ;-)
nur die Rezeption des Films stösst eben manchen auf.
Ja, aber wenn du sogar sagst, dass sowohl "Oceans" als auch "DH" dieselbe Intention haben, nämlich zu unterhalten, warum ist der Vergleich dann kindisch? Ganz im Gegenteil: Die Rezeption der beiden Filme unter moralischen Gesichtspunkten, bringt eben in beiden Fällen fragwürdiges zu Tage.
Ich stimme ja auch zu, dass "Dirty Harry" zu hinterfragen ist, und das dieser Film in seiner Ausrichtung diskutabel ist.Darum geht es hier ja auch nicht. Aber ich finde, wie gesagt, dass man sich von dem Film bezüglich Spannung p.p. durchaus unterhalten lassen kann.
Ich habe mich dann nur geragt, wenn man das, so wie du, bei "DH" nicht kann, wie man es dann bei Anderen Filmen kann, und dir einfach mal Inkonsequenz vorgeworfen... ;-)
Der Kommentar ist natürlich @ jmk. tumulder hat sich dazwischen gedeängelt... ;-)
@tumulder
zu BSG: die Meinung hast du exklusiv. aber es sei dir versichert, dass die Serie ganz im Gegenteil da komplett konträt zur aktuellen US-Aussenpolitik steht, was sich, zugegeben, erst im Laufe der zweiten/dritten Staffel ergibt.
@c.h.
der Unterschied besteht schlicht darin, dass Oceans 11 Unterhaltung ist, die wenn man sich ganu dolle anstrengt und viel bösen Willen hat auch die Rolle der Gangster zweifelhaft finden mag. Vielleicht empfinden das Menschen im Polizeidienst so.
Im Falle Dirty Harry ist es eben dass sich die Boschaft des Films geradezu aufdrängt. Ich will gar nicht so weit gehen, einen Vergleich zu Rambo 3 zu ziehen, der nun eine ganz gezielte Botschaft vermitteln wollte. Aber zumindest hat sich Siegel keine Gedanken über die Auswirkungen gemacht die sein zynischer Held zu mitbringt. Ohne ironische Brechung, das Fehlen einer Relativierung seiner Handlung kann doch nur zu der Erkentniss führen, dass Selbstjustiz eine probates Mittel darstellt. Von der Lobhudelei seiner .45 mal abgesehen, das hat ja Sledge Hammer so schön persifliert.
@ jmk:
Aber zumindest hat sich Siegel keine Gedanken über die Auswirkungen gemacht die sein zynischer Held zu mitbringt.
Das sagst du, andere sagen:
"Siegel distanziert sich mehrfach von seiner Figur. Dies geschieht schon optisch durch oftmals weit entfernte Kameraeinstellungen, die eher das Stadtbild denn den Antihelden zu beachten scheinen. Auch inhaltlich wendet er sich mehrfach von der Figur des harten Cops ab. Gerade bei der angesprochenen Szene im Footballstadion glorifiziert die Kamera das Handeln von Callahan nicht, sondern verabscheut es eher. Mit seinem Partner Chico (Reni Santoni) bekommt er einen Cop an die Seite, der das Liberale verkörpert, und mit der Zeit sein Wohlgefallen erntet. Der schafft es zwar schlussendlich nicht, mit dem Übel der Unterwelt aufzuräumen, gibt dem zynischen Gesetzeshüter aber eine menschliche Seite, die weiter in der vielleicht besten Szene des ganzen Films unterstrichen wird: Callahan erzählt kurz vom Tod seiner Frau, intensiver als jede Actionszene. Dass Siegel seinen „Dirty Harry“ nicht unbedingt als reaktionären Film einstuft, zeigt auch ein erstklassig und liebevoll eingebautes Zitat von Fred Zinnemanns 12 Uhr mittags 12 Uhr, dem Inbegriff des liberalen,anti-reaktionären Western." (Quelle: Filmstarts)
Ich möchte jetzt damit nicht andeuten, dass ich dieses Zitat zu 100% unterschreiben würde, aber wenn du sagst, dass Siegel sich keine Gedanken gemacht hätte, ist das schon ne starke Unterstellung. Man müsse wohl den Siegel mal selber fragen... ;-)
@jmk
zu BSG: die Meinung hast du exklusiv. aber es sei dir versichert, dass die Serie ganz im Gegenteil da komplett konträt zur aktuellen US-Aussenpolitik steht, was sich, zugegeben, erst im Laufe der zweiten/dritten Staffel ergibt.
1. Wer sagt Dir eigentlich, daß ich die Meinung exclusiv habe?
2. Weiß der Zuschauer des Pilotfilmes, daß sich irgendetwas vielleicht mal in Staffel 2 oder 3 ändern wird?
Also, Du drehst Dir die Dinge schon so zurecht wie es Dir paßt. Und auch wenn ich selbst Dirty Harry für sehr reaktionär halte und ihn auch aus diesem Grund nicht sonderlich mag, möchte ich mich C.H.s Argumentation anschließen. Denn Dirty Harry argiert doch im wesentlichen im Rahmen der Exploitation. Das gleiche lasse ich übrigens übertragen in das Genre der Sci-Fi Dystopie für den Piloten von BSG auch gelten. Aber mir erzählen wollen meine Argumente für das Reaktionäre gelten nicht, da sich irgend etwas in irgendwelchen späteren Folgen grundlegend ändern würde ist ja geradezu lachhaft. Vielleicht wurde ja gerade dieser Aspekt der Serie geändert weil's so vielen Leuten sauer aufgestoßen ist. Ist ja nicht gerade so als würden Sender nicht auf Zuschauer- und Testpublikumreaktionen reagieren um sich Einschaltquoten zu sichern. Dafür braucht's nicht erst einen Aufstand in der Bloggosphäre.
schön dass Argumente immer noch an den Haaren herbeigezogen werden können, vielleicht sind die doofen BSG Autoren auch verstorben und nun ist der left-wing am Ruder.
Eine Folge aus einer Serie, die von Beginn an auf 4-5 Staffeln ausgelegt war, herauszupicken entspricht dem Äquivalent einer Szene aus einem Spielfilm.
Ich behaupte dass du die Meinung alleine vertrittst, aber für weitere Beleg bin ich gerne offen.
@c.h.
den Schluss empfand ich ja immer als eher unpassend, der Verweis auf High Noon ist natürlich richtig, auch die Argument von Filmstarts (!) sind in Ordnung, nur sit mir Harry zu graphisch, zu direkt, dass ich da auch keine Relativierung ausmachen kann
Ach so und noch einmal zu Rühmann, der immer wieder als Nazipropaganda Scherge dargestellt wird. Man kann ihm vielleicht vorwerfen, daß er sich von der Propaganda benutzen ließ aber er war garantiert kein überzeugter Nazi. Ich erinnere an Heinrich George, der sich ebenso gerne vor den Propagandakarren spannen ließ und als Gegenzug sein Schiller Theater in Berlin bekam an dem er unter anderem auch vom Regime verhaßte Künstler engagierte. Und wenn Rühmann sich persönlich auf zur Wolfsschanze machte um den Führer von der Fehlentscheidung der Zensur zu überzeugen, dann zeugt das lediglich von seiner eigenen Überzeugung den Film unter allen Umständen in die Kinos zu bringen. Das machen Künstler schon einmal weil sie ihre Kunst lieben und für sie Kompromisse eingehen oder halt auch durch die Hölle gehen.
@jmk
schön dass Argumente immer noch an den Haaren herbeigezogen werden können, vielleicht sind die doofen BSG Autoren auch verstorben und nun ist der left-wing am Ruder.
Eine Folge aus einer Serie, die von Beginn an auf 4-5 Staffeln ausgelegt war, herauszupicken entspricht dem Äquivalent einer Szene aus einem Spielfilm.
Du machst es schon wieder. Ich glaube Du hast den Piloten wirklich nicht gesehen. Und um den geht es hier und ging es immer. Du gehst aber nicht einmal auf ihn ein, stattdessen erzählst Du immer nur von späteren Staffeln.
@ jmk:
Filmstarts (!)
Na, da schreiben auch Leute, die was können. Manchmal jedenfalls. :D
Aber ich muss gerade eh grinsen. Was für eine Diskussion, nur weil ich "Dirty Harry" in diesen Post aufegnomen habe. Weißt du eigentlich, das dies hier alles nicht passiert wäre, wenn du in deinem 1. Comment einfach geschrieben hättest: "Dirty Harry ist reaktionäre Scheisse."
Da sind wir uns ja alle mehr oder wenig einig, ich bin ja nur drauf angesprungen, wegen deinem Nebensatz, der kategorisch ausschließt, dass der Film unterhalten kann, bzw. dir nicht klar war, was daran unterhaltsam ist und dann kam ich mit dem Unterschied zwischen Intention und Spannungsbogen, höhö. Äußerst Unterhaltsam ist jedenfalls auch diese Diskussion... ;-)
@ tumulder:
aber er war garantiert kein überzeugter Nazi
Nein, das würde ich auch nicht behaupten. Keinesfalls. Schon gar nicht, weil ich mich mit diesem Mann nicht intensiver beschäftigt habe, und eine solche Behauptung einer Anmaßung gleichkäme. Und ich glaube das habe ich auch an keiner Stelle. Aber eine sonderlich rühmliche Rolle hat er jedenfalls auch nicht gespielt, aber das haben ja leider Gottes eh nicht sonderlich viele in den Jahren 1933-1945.
@c.h.
Das war mir schon klar. Ich wollte lediglich generell ausdrücken, daß die Handlungen von Künstlern im Dritten Reich unbedingt einer differenzierten Betrachtung bedürfen. Interessant in diesem Zusammenhang ist gerade bei Rühmann, daß auch seine zweite Frau jüdischer Abstammung war. Was seine nach außen hin überschwängliche Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der Propaganda in einem anderem Licht erscheinen lassen muß.
@tumulder
nochmals: wie sinnvoll mag es sein aus einer Szene auf den Inhalt eines Films zu schliessen, wie sinnvoll mag es sein von einer Folge auf eine den Inhalt eines abgeschlossenen Serie zu schliessen?
nochmals: vielleicht sehe ich deine Argumente ja nicht, aber wie schon gesagt, für weitere Verweise bin ich offen.
Was den Militarismus angeht: das sehen aber auch nur wir Deutschen so, der regular joe sieht das mit Sicherheit komplett anders. Und BSG ist eben eine US Serie. Wenn du mal eine wirkliche Glorifizierung des Militärs sehen willst empfehle ich Space above and beyond.
@C.H.
Much ado about nothing, eigentlich.
Wie gesagt, ich habe ein Problem mit DH, dass andere und Du da drüber hinwegsehen können, habe ich ja nie angegriffen. Viel schlimmer wäre es, die Problematik erst gar nicht zu sehen. Da hilft dann bspw. ein Verweis auf Cinefucks und die dortige 300 "Diskussion".
P.S.
woher nehmt ihr zwei eigentlich die Frechheit mir vorzuschreiben was ich nun neben DH auch zu kritisieren habe:-)
Ernsthaft: das ist doch Käse.Ich habe mit DH Probleme, mit 24 und Jack Bauer, der Folter auch als adäquates Mittel benutzt weniger, vielleicht weil 24 schon so abgehoben und der Realität entrückt daherkommt, das es schon ins comichafte driftet...keine Ahnung.
Auch im Film ist der Feind meines Feindes nicht unbedingt mein Freund...
Das ist mein Blog. Ich darf hier alles, hehe ;-)
Ich kann es mir jetzt echt nicht verkneifen: :D
schon so abgehoben und der Realität entrückt daherkommt, das es schon ins comichafte driftet
Und das Argument gilt dann nicht für "300", einer der abgehobensten und der Realität am meist entrückten Comic-Verfilmungen?
Dabei hatten wir doch scnon so einen schönen Konsens:
Viel schlimmer wäre es, die Problematik erst gar nicht zu sehen.
Word!
Amen.
dann schreib mal schön was zu Lost in Translation. Mein virtueller Bleistift ist gespitzt:-)
Himmel, hier polarisiert einer ja schon mehr als Vincent Vega (und das mag was heißen).
Hab DIRTY HARRY nie gesehen, macht mich auch nicht wirklich an. Aber manche Diskussionen hier find ich lustig. Z.B.:
Eine Folge aus einer Serie, die von Beginn an auf 4-5 Staffeln ausgelegt war, herauszupicken entspricht dem Äquivalent einer Szene aus einem Spielfilm.
Da will dem jmk wohl immer noch nicht in den Kopf, dass Tumulder lediglich den Pilotfilm gemeint hat. Und das ist ja auch sein gutes Recht, wenn der Pilot scheiße ist muss man ihn ja nicht zum Meisterwerk stilisieren, weil man vier Jahre später die 4. Staffel der Serie voll geil findet. Das BSG-Thema könnt ihr beide ja nun mal zu den Akten legen.
aber er war garantiert kein überzeugter Nazi
Lustigerweise war das nach eigenen Aussagen damals ja scheinbar niemand. Und von Judenvergasung hat auch keiner was mitbekommen. Das kauf ich meiner Oma auch nie ab, wenn sie mir das erzählt, aber was soll's. Damit will ich Rühmann im übrigen nicht als Nazi outen, nicht dass hier gleich die Kacke am Dampfen ist.
Und OCEANS 11 (das Remake) als Unterhaltung zu bezeichnen, sehe ich als...wie nannte jmk es?...Moppelkotze (?) an. Der Film ist für'n Arsch, da lohnt sich nichtmal das Heroisieren von Großkriminellen.
OK, Rudi, du darfst dann für dich gerne in der ganzen Debatte "Oceans 11" gegen "Frankie und seine Spießgesellen" austauschen, ändert ja nichts an der Intention der Diskussion. ;-)
Und OCEANS 11 (das Remake) als Unterhaltung zu bezeichnen, sehe ich als...wie nannte jmk es?...Moppelkotze (?) an. Der Film ist für'n Arsch, da lohnt sich nichtmal das Heroisieren von Großkriminellen.
WORD!
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