
Man nehme bitte zur Kenntnis, dass dieser Beitrag, ja ich möchte es durchaus eine Analyse nennen, auch wenn sie von einem filmwissenschaftlichen Laien verfasst wurde, weder Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, noch in dieser Form für immer Bestand haben muss, auch wenn sie an dieser Stelle abgeschlossen scheint. „Mulholland Drive“ ist dermaßen vielschichtig, dass mir Ergänzungen, Änderungen und Erweiterungen mit der Zeit unvermeidlich, ja wünschenswert erscheinen.
I. Einführung
Warum sollte man überhaupt eine Interpretation, beziehungsweise eine Analyse zu „Mulholland Drive“ verfassen? Eine mehr als berechtigte Frage, läuft man doch mit der „Enthüllung der Illusion“ Gefahr, den Mythos und den Reiz des künstlerischen Konstrukts zu zerstören, der durch den Mindfuck ausgelöst wird, der sich beim Rezipienten unweigerlich beim Sehen einstellen muss. Und doch ist die Suche nach des „Rätsels Lösung“ wohl der größte Anreiz sich den Film mehr als nur einmal anzusehen, mit den Versatzstücken zu spielen, die Wirkung zu analysieren, die Symbole und Codes zu verstehen und sich schlussendlich ein eigenes Bild zu schaffen. Ein Bild, dass in seiner Konzeption einem Puzzle ähnelt, welches eben aus vielen einzelnen Elementen zusammengesetzt ist und sein wahres Antlitz erst durch die korrekte Anordnung der einzelnen Puzzle-Teile enthüllt. „Mulholland Drive“ ist jedoch ein trügerisches Puzzle, da aus den einzelnen Teilen nicht nur ein Bild gefertigt werden kann, sondern ganz zweifellos viele Verschiedene. Und selbst wenn man am Ende angekommen ist, dann wird man feststellen, dass einige wenige Teile, vielleicht ist es sogar nur ein Einziges, in das schöne homogene Gesamtbild nicht passen wollen.
Das ist der ultimative Moment an dem man entweder den Künstler David Lynch zum sprichwörtlichen Teufel wünscht, oder aber akzeptiert, dass es in der (bildhaften) Sprache, der Vision eines Lynch, Dinge gibt, die sich einer simplen Erklärung versagen, da sie eben in ihrer metaphorischen Aussage die einfache, lineare Ebene des Materiellen und Logischen verlassen. „Mulholland Drive“ ist ein Paradebeispiel für diesen Sachverhalt. Ein Film, der in seiner Konzeption verschiedene Interpretationen nicht nur zulässt, sondern sie geradezu einfordert. Und genau in dieser Lesart ist auch David Lynch's Methodik zu verstehen, sich gerade auch in Bezug auf diesen Film einer vorgegeben Deutung zu versagen und den Zuschauer, wenn er denn will, seine eigenen Schlüsse ziehen zu lassen: „Ich möchte niemand die eigene Auslegung rauben.“ [1] Aus diesem Grund kann auch der Versuch einer subjektiven Interpretation dem Reiz und dem Mythos „Mulholland Drive“ nicht gefährlich werden. Die Deutung, die ich (oder ein Anderer) an dieser Stelle vornehme, ist eine ganz Persönliche. Es ist ein Mittel diesen Film für den Einzelnen greifbar und verständlich zu machen. Andere mögen „Mulholland Drive“ auf eine andere Weise sehen, denn es gibt ohne Zweifel eine ganze Reihe von faszinierenden Ansätzen zur Interpretation dieses Films. Und so bleibt schlussendlich alles beim Alten, nichts hat sich geändert, da der Film niemals mit einer monokausalen Aussage, die ultimative Gültigkeit beanspruchen kann, aufwarten kann und dies vor allem auch nicht will. Dies ist nun mit Sicherheit kein spezifisches Charakteristikum von „Mulholland Drive“, sondern oftmals vielmehr konstitutives Element in der Wirkung eines Films, aber „Mulholland Drive“ ist es, der diesen Sachverhalt quasi auf die Spitze treibt. - Faszinierend, oder etwa nicht?
Wenn ich mich also an dieser Stelle daran mache „Mulholland Drive“ in seine Einzelteile zu zerlegen und wieder zusammenzusetzen, dann ist dies nicht als ein Versuch zu verstehen meine Interpretation auf apodiktische Art und Weise „unter das Volk zu bringen“, sondern vielmehr Ausdruck meiner Faszination und Wertschätzung, die ich für diesen Film empfinde. Anders wäre ein solcher Text auch gar nicht zu verfassen, der allein schon auf Grund seiner Länge ein Ausmaß angenommen hat, welches die Reichweite einer einfachen Rezension, die sich ganz ohne Zweifel in einigen der an dieser Stelle aufgeführten Absätze wiederfinden lässt, überschreitet. Bevor es nun dann also losgehen kann, und ich hoffe sehr das ich mit den folgenden Ausführungen vielleicht auch den Einen oder Anderen für „Mulholland Drive“ noch mehr begeistern kann, nun auch noch einige Anmerkungen und Erklärungen zu der von mir verwendeten Methodik. Zunächst wird es in einem ersten Schritt darum gehen müssen, in einigen wenigen, hinführenden Worten auf den Regisseur und die Umstände der Entstehung und Produktion von „Mulholland Drive“ einzugehen. Es ist geradezu faszinierend, soviel sei schon einmal an dieser Stelle angemerkt, was aus einem gescheiterten Projekt für eine TV-Serie für ein bemerkenswerter Film entstehen konnte.
Anschließend wird es darum gehen die Handlung des Films auf die wesentlichen Punkte zu reduzieren und anschließend in Form einer inhaltlichen Zusammenfassung zu resümieren. Die Zusammenfassung des Plots wird sich an dieser Stelle auf die Wiedergabe dessen beschränken, was auf der „Leinwand“ zu sehen ist. In diesem Stadium der Analyse ist eine weiterführende Deutung und Interpretation der Geschehnisse weder zielführend, noch gewünscht. Die Unterteilung der einzelnen Abschnitte wird sich zur besseren Vergleichbarkeit im Groben und Ganzen an der Kapitel-Einteilung der deutschen DVD-Veröffentlichung orientieren. Gleichwohl, die Zusammenfassung der Handlung ist auch an dieser Stelle in ihrer Auswahl höchst manipulativ, da die Inhaltsangabe in ihrer Darstellung unvermeidlich von meiner interpretatorischen Sicht auf den Film geprägt sein wird. Vor dem Hintergrund dieser inhaltlichen Folie, die in ihrer Konzeption als Grundgerüst für das weitere Vorgehen zu verstehen ist, kann mit der eigentlichen Interpretation von „Mulholland Drive“ begonnen zu werden. Beginnend mit einigen erklärenden Ausführungen hinsichtlich meiner Sichtweise auf den Film, werden die einzelnen Versatzstücke der Handlung neu gegliedert, die Symbole und Codierungen gedeutet und in den Kontext der Narration eingefasst werden, so dass am Ende ein mehr oder weniger stringentes Bild von „Mulholland Drive“ stehen kann. Ein Bild, das in seiner Ausformung, soviel ist jetzt schon sicher, nicht frei von Lücken sein wird. Man erinnere sich an die von mir bemühte Metapher des Puzzles. „Last but not least“ werden diese Ausführungen mit ein paar Worten hinsichtlich einer möglichen Intention Lynchs beschlossen werden. Ein Aspekt, der gerade in Bezug auf „Mulholland Drive“ immer wieder in Vergessenheit gerät, eben weil sich der Film Vielen schon auf der (in diesem Fall eben nicht) einfachen Ebene der Narration verschließt und so eine Deutung der Metaebene noch zusätzlich erschwert.
Man sollte niemals vergessen, wo David Lynch ursprünglich herkam. Bevor der 1946 in Montana geborene Regisseur zum Film kam, besuchte dieser ab 1966 die Pennsylvania Academy of the Fine Arts in Philadelphia und betätigte sich dort unter Anderen eben auch als Maler und Fotograf. Dies erklärt wohl auch die expressive Bildsprache eines Lynch und der übergeordneten Bedeutung, die dieser dem Visuellen per se zukommen lässt. Als sich David Lynch am Ende der Neunziger daran machte im Auftrag der ABC eine neue Fernsehserie zu drehen, hatte er sich natürlich schon längst einen Namen gemacht und das nicht nur im Film, sondern eben auch im Fernsehen. „Eraserhead“ (1976) und „Elephant Man“ (1980) katapultierten Lynch in völlig neue Sphären, bevor er mit dem missglückten „Dune – Der Wüstenplanet“ (1984) wieder unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde. Unter diesen Gesichtspunkten muss das 1986 entstandene Werk „Blue Velvet“ wohl als Schlüsselerlebnis der weiteren Karriere verstanden werden, da es eben jener düstere Thriller war, der tief in die menschlichen Abgründe abtauchte, der Lynch zu neuer Reputation und Ansehen verhalf. Die Fernsehserie „Twin Peaks“ (1990-91) war es schließlich, die Anfang der neunziger Jahre höchst erfolgreich über zwei Staffeln lief, dann aber doch nach diesen zwei Staffeln eingestellt wurde. Auch im Zuge dieser TV-Serie zeigte sich relativ schnell, dass der Name Lynch wohl niemals für leicht verdauliche und narrativ konventionelle Film/TV-Kost stehen wird.
In den folgenden Jahren reihten sich in relativ zügiger Folge „Wild at Heart“ (1990), „Twin Peaks – Der Film“ (1992), „Straight Story“ (1996), sowie „Lost Highway“ (1999) aneinander. In vielen dieser Filme sollte sich bereits andeuten, was wenige Jahre später in Form von „Mulholland Drive“ (2001) zur vorläufigen Vollendung kommen sollte. Eben jener Film also, der ursprünglich als Pilot für eine neue TV-Serie geplant wurde, die dann aber doch wegen diverser Unstimmigkeiten mit dem Studio niemals realisiert worden ist. So war dem Sender die von Lynch vorgelegte Rohfassung anscheinend nicht gerade Genehm, so dass der Film letztendlich abgelehnt wurde. Lynch nahm also seine Idee, ging nach Frankreich und drehte dort den Film zu Ende, den die ABC nicht haben wollte. Lynch selbst sagte dazu: „Zunächst sagte mir der Sender, ich hätte sehr viel Zeit für diesen Film, plötzlich durfte er nur noch eine bestimmte Länge haben. Also sollte ich alles zusammenstreichen. Darüber war ich alles andere als glücklich. Erst der Chef vom französischen Studio Canal schlug vor, einen Kinofilm zu machen. Prompt hatte ich ein Problem: ich wusste ja nicht, wie ich daraus einen Film machen sollte. Eines Nachts kamen mir plötzlich die Ideen - und es wurde eine sehr interessante Nacht für mich.“ [2] Der Rest ist bekanntlich Geschichte und aus heutiger Sicht kann man dies alles vielleicht sogar als Glücksfall bezeichnen, wäre der Film doch so, wie er sich heute darstellt, niemals in die Kinos gekommen, wenn es so abgelaufen wäre wie ursprünglich geplant. Als „Mulholland Drive“ schließlich im Rahmen der Festspiele in Cannes Premiere feierte und Lynch noch dazu mit dem Regiepreis ausgezeichnet wurde, markierte dies das Ende eines Projekts, dass ursprünglich als TV-Serie begann und über den ich mir nun im Folgenden den Kopf zerbrechen werde:
II. Inhaltsangabe
(Abb. 1 und Abb. 2)
Kapitel 1 (Autounfall): Der Film beginnt mit einem Tanzwettbewerb, auf jeden Fall lassen die Bilder dies erahnen. Mehrere Paare tanzen vor einem bläulich-violetten Hintergrund durcheinander. Die gesamte Sequenz erscheint ein wenig unwirklich. Die einzelnen Bilder verfließen und überlagern sich gegenseitig. Immer wieder wird ein weißer, nebliger Schleier eingeblendet, aus denen für kurze Zeit drei halbtransparente Personen erscheinen. Ein älteres Paar, sowie eine junge und blonde, strahlende Frau (Abb. 1). Dann ein schneller Schnitt. Die Kamera fährt langsam auf ein rotes Kissen zu (Abb. 2), im Hintergrund ist lautes Atmen zu hören. Das Bild wird schwarz. Als nächstes taucht aus der Dunkelheit ein Straßenschild des Mulholland Drive auf. Die Kamera folgt einem Auto, das in der Dunkelheit die Straße entlang fährt. Im Innenraum des Wagens befindet sich eine schwarzhaarige Frau. Plötzlich hält der Wagen, was die Frau mit einem lauten „What are you doing? We don't stop here!“ quittiert. Die beiden Fahrer des Wagens bedrohen sie plötzlich mit einer Waffe, bis wie aus dem Nichts zwei Autos mit Jugendlichen den Wagen rammen. Die Frau scheint die einzige Überlebende dieses Unfalls zu sein, und torkelt in der Folge benommen den Abhang der Straße hinunter. Als sie bei ihrer ziellosen Flucht auf ein junges Pärchen trifft, verbirgt sie sich hinter dem Eingang eines Hauses und schläft dort ein. In der Zwischenzeit wird der Unfallort von der Polizei untersucht. Ein Ohrring wird gefunden, was die Cops zu der Vermutung führt, dass sich jemand vom Ort des Geschehens entfernt haben müsse. Der nächste Morgen: Die schwarzhaarige Frau wacht auf und beobachtet wie die scheinbare Besitzerin des Hauses, vor dessen Wohnung sie sich versteckt hat, ein Taxi belädt. Sie nutzt die Gelegenheit und schleicht sich in das Haus, wo sie sich unter einem Tisch versteckt und erneut einschläft.
(Abb. 3 und Abb. 4)
Kapitel 2 (Winkie's): Ein Winkie's am Sunset Blvd. Ein Mann, der nicht weiter zuzuordnen ist, erzählt seinem Psychologen von einem Traum. Vor diesem Traum, der ihn immer wieder in dieses Restaurant führt, hat der Mann (Abb3., links) offensichtlich große Angst. In seinen Träumen trifft er hinter dem Lokal auf eine seltsame Kreatur (Abb. 4), welche der Auslöser für seine Furcht ist, wie er seinem Therapeuten erklärt. Als sich beide hinter das Lokal begeben, taucht hinter einer Wand eben jene seltsame Kreatur auf. Der Mann erleidet vor lauter Schreck einen Herzanfall. Neue Szene: Ein Mann, der in einem Raum auf einem hohen Stuhl sitzt, ruft einen weiteren Mann an, um ihm mitzuteilen, dass „das Mädchen“ immer noch vermisst werde. Dieser ruft einen weiteren Mann an, der wiederum bei jemandem anruft. Am Ende der Szene ist ein klingelndes, schwarzes Telefon zu sehen, neben dem eine Lampe mit rotem Schirm steht.
(Abb. 5 und Abb. 6)
Kapitel 3 (Bettys Ankunft in L.A.): Am Flughafen von Los Angeles kommen drei Leute an. Es ist das ältere Paar und die junge Frau aus dem Prolog. Wir erfahren nun, dass ihr Name Betty ist. Die Drei verabschieden sich vor dem Flughafen (Abb. 5). Während Betty in ein Taxi steigt und davon fährt, sind noch die beiden älteren Herrschaften in ihrem Wagen zu beobachten, wie sie wild und wohl auch ein wenig gehässig lachen (Abb. 6). In der Folge ist die Kamera wieder bei Betty. Sie kommt an dem Haus an, wo sich die schwarzhaarige Frau immer noch versteckt und lässt sich von der Vermieterin Coco die Schlüssel zur Wohnung aushändigen. Offensichtlich war die Frau, die im vorigen Kapitel die Wohnung verließ, die Tante von Betty. In der Wohnung überrascht Betty die andere Frau schließlich unter der Dusche, die sich nicht an ihren Namen erinnern kann, wohl aber an den Unfall mit dem Auto. Sie sieht ein Filmplakat auf dem der Name "Rita Hayworth" steht und nennt sich in der Folge Rita. Betty hält Rita für eine Freundin ihrer Tante Ruth, bevor dieses Missverständnis geklärt werden kann, schläft dieser aber wieder ein. Vorher erfahren wir noch, dass Tante Ruth für Dreharbeiten in Kanada weilt und das sie deshalb in der Zwischenzeit ihrer Nichte Betty, die anscheinend ebenso Schauspielerin ist und in Los Angeles den Durchbruch schaffen möchte, die Wohnung überlassen hat.
(Abb. 7 und Abb. 8)
Kapitel 4 (Offen für neue Ideen): In einem Konferenzraum treffen der Regisseur Adam Kesher (Abb. 7), der gerade die weibliche Hauptrolle seine neuen Films besetzt und die zwielichtigen Castigliane-Brüder aufeinander (Abb. 8) (Einer der Männer war offensichtlich schon in der Telefonsequenz am Ende von Kapitel 2 zu sehen). Diese wollen Kesher davon „überzeugen“, mit anderen Worten also zwingen, die unbekannte Camilla Rhodes für diese Hauptrolle zu besetzten. Kesher aber weigert sich und stürmt aus dem Saal. Auf der Straße angekommen, nimmt er seinen Golfschläger und zertrümmert damit den Wagen der Castiglianes, bevor er fluchtartig den Ort des Geschehens verlässt. Es folgt ein kurzer Zwischenschnitt in die Wohnung, in der sich Betty und Rita befinden, bevor in einer nächsten Szene wieder der Mann auf dem Stuhl aus Kapitel 2 zu sehen ist, der offensichtlich das Gespräch im Konferenz-Saal mitgehört hat. Nun erfahren wir auch seinen Namen, Mr. Roque. Dieser unterweist seinen Untergebenen „alles Abzubrechen“.
(Abb. 9 und Abb. 10)
Kapitel 5 (Das schwarze Buch): In einem Raum treffen zwei Männer aufeinander. Sie unterhalten sich laut lachend über einen Autounfall, sowie über ein ominöses schwarzes Buch. Plötzlich zieht der eine Mann ein Pistole (Abb. 9) und erschießt den Anderen. Bei dem Versuch seine Spuren zu verwischen, stellt er sich mehr als ungeschickt an. Erst schießt er eine weitere Frau an, der er sich dann entledigen muss, wird dabei von einer Reinigungskraft überrascht und muss diese auch noch ins Jenseits befördern. Schlussendlich „erschießt“ er noch einen Staubsauger, löst den Alarm im Haus aus und verschwindet überhastet aus dem Gebäude, nicht ohne das Buch an sich zu bringen.
(Abb. 11 und Abb. 12)
Kapitel 6 (Wer bin ich?): Betty telefoniert mit ihrer Tante Ruth und muss im Verlauf dieses Gesprächs feststellen, dass Diese keine Rita kennt. Betty stellt Rita (Abb. 10) in der Folge zu Rede und erfährt, dass diese ihr Gedächtnis verloren hat. Beide schauen in der Handtasche von Rita nach deren Papieren, finden aber nur ein Haufen Geld, sowie einen seltsam anmutenden blauen Schlüssel (Abb. 11). Schnitt: Es ist der Killer von eben zu sehen, der eine (seiner) Prostituierten fragt, ob diese in letzter Zeit eine brünette Frau auf der Straße gesehen hätte. Diese verneint. Unterdessen kann sich Rita wieder vage an etwas erinnern. An was, das bleibt zunächst unklar, weil die Szene zu Adam Kesher wechselt, der sich in seinem Auto befindet und von seiner Sekretärin erfährt, dass alle seine Mitarbeiter entlassen worden sind. Schnitt: Rita erinnert sich, dass sie auf dem Mulholland Drive unterwegs gewesen ist. Die beiden Frauen wollen in der Folge heraus finden, ob sich dort ein Unfall ereignet hat. Unterdessen ist Kesher bei sich zu Hause angekommen und erwischt seine Frau in Flagranti mit einem Reinigungs-Mann. Vor lauter Wut übergießt er den Schmuck seiner Frau mit Farbe und wird in der Folge von dem Liebhaber seiner Frau niedergeschlagen und aus der Wohnung geschmissen.
Kapitel 7 (Diane): Bevor Betty und Rita die Wohnung verlassen, verstecken sie die Tasche mit dem Geld und dem Schlüssel im Kleiderschrank. Bei dem folgenden Gespräch aus einer Telefonzelle mit der Polizei kommt heraus, dass es in der Tat einen Unfall auf dem Mulholland Drive gegeben hat. Danach betreten die beiden Frauen ein Winkie's (Dasselbe wie in Kapitel 2). Bei dem Blick auf das Namensschild der Bedienung (Abb. 12) erinnert sich Rita plötzlich an den Namen Diane Selwyn. Ist das vielleicht ihr richtiger Name? Bei ihrer Rückkehr zu Betty's Appartement stellen sie fest, dass im Telefonbuch nur eine D. Selwyn gelistet ist, doch ein Anruf bei der Nummer bleibt ohne Ergebnis. Währenddessen taucht ein Mafia-Schläger auf der Suche nach Kesher bei dessen Haus auf, findet aber nur seine Frau und deren Liebhaber, die er beide niederschlägt. Schnitt: Es ist Abends und in einem billigen Motel, indem Kesher untergekommen ist, wird er vom Besitzer Cookie darauf aufmerksam gemacht, dass seine Konten überzogen sind und das zwei Angestellte einer Bank auf der Suche nach Kesher im Motel vorbeigekommen sind. Zurück in seinem Zimmer erhält dieser einen Anruf von seiner Sekretärin, dass er Pleite sei und dass er sich noch in derselben Nacht außerhalb der Stadt mit einem gewissen „Cowboy“ trefffen soll.
(Abb. 13 und Abb. 14)
Kapitel 8 (Weibliche Hauptrolle): Betty und Rita beschließen am nächsten Tag zur Wohnung von Diane Selwyn zu fahren, werden jedoch inmitten ihrer Überlegungen von einem lauten Klopfen an der Tür gestört. Vor dieser befindet sich eine verwirrt wirkende Frau, Luise Bonner ihr Name, die Betty mitteilt, dass „etwas Schlimmes“ passiert sei, bevor sie von der herbeieilenden Coco nach Hause gebracht wird. Schnitt: Adam Kesher befindet sich auf dem Weg zu dem Treffen mit dem Cowboy (Abb. 13). Am Ort des Geschehens angekommen, macht dieser ihm in kryptisch wirkenden, dabei jedoch unmissverständlichen Worten klar, dass es für ihn besser wäre, die weibliche Hauptrolle mit Camilla Rhodes zu besetzen. Der nächste Tag: Betty übt mit Rita für eine Rolle, als Betty kurz den Raum verlässt, wird Rita von Coco entdeckt (Abb. 14). Nach einem klärenden Gespräch kann Betty die Vermieterin beruhigen, dass Rita keine Gefahr darstellt.
Kapitel 9 (Das Vorsprechen): Betty befindet sich nun bei ihrem Vorsprechen. Viele Personen sind anwesend, unter anderem der Regisseur des Films Bob Rooker. Dieser macht einen leicht verwirrten Eindruck. Das Vorspielen ist für Betty ein riesiger Erfolg, sie spielt ihren Partner locker an die Wand. Alle, bis auf Rooker, sind hell auf begeistert. Danach wird Betty auf ein Filmset mitgenommen, auf dem sie einem anderen Regisseur vorgestellt werden soll.
(Abb. 15 und Abb. 16)
Kapitel 10 (Das ist die Richtige): Es ist Kesher, der in diesem Moment, wie gewünscht ,Camilla Rhodes für seinen neuen Film „Sylvia North Story“ besetzt, als diese für die Rolle vorsingt. Keshers und Bettys Blicke treffen sich, doch bevor es zu einer weitergehenden Interaktion kommen kann, verlässt Betty das Set um sich mit Rita zu treffen. Die beiden Frauen fahren mit einem Taxi zu der Wohnung wo sie Diane Selwyn vermuten. Doch bei Appartement Nr. 12 macht ihnen eine fremde Frau (Abb. 15) die Tür auf, die ihnen mitteilt, dass diese mit Diane die Wohnung getauscht habe, und das diese nun in 17 wohnen würde. Betty verschafft sich Einlass in Nr. 17 und öffnet Rita die Tür. Gemeinsam finden sie im Schlafzimmer die halb verweste Leiche einer blonden Frau (Abb 16). Fluchtartig und in Panik verlassen Beide das Haus.
Kapitel 11 (Neue Identität): Zu Hause angekommen beginnt Rita damit sich die Haare abzuschneiden. Betty kann sie aber stoppen und fertigt ihr stattdessen eine blonde Perücke an. Am Abend fangen die beiden Frauen an sich im Bett zu küssen, sie schlafen miteinander. Betty ruft immer wieder, dass sie sich in Rita verliebt habe. Später in der Nacht ruft Rita plötzlich immer wieder wie in Trance „Silencio“ und besteht darauf mit Betty „irgendwo hinzugehen“.
(Abb. 17 und Abb. 18)
Kapitel 12 (Nächtlicher Ausflug): Die beiden Frauen, Rita mit ihrer blonden Perücke, erreichen den Club Silencio. Dort angekommen werden sie Zeuge einer bizarren Vorführung. Ein Mann (Abb. 17) erscheint und erklärt: „No Hay Banda“ - Es gibt keine Band, alles sei Illusion, da es vom Band komme. Auf einmal reißt der Mann seine Arme in die Höhe, oben am Bildrand ist eine Frau mit blauen Haaren zu erkennen. Es beginnt zu donnern, alles wird in blaues Licht getaucht. Betty fängt unkontrolliert an zu Zucken. Dann tritt eine Sängerin auf, doch auch diese Stimme kommt vom Band. Betty und Rita fangen an zu weinen. Plötzlich entdeckt Betty in ihrer Tasche einen kleinen blauen Würfel (Abb. 18). Sie verlassen das Theater. Zu Hause angekommen, ist Betty verschwunden. Rita nimmt den blauen Würfel an sich und steckt ihren blauen Schlüssel dort hinein. Sie öffnet den Würfel und die Kamera fährt hinein in das dunkle Schwarz des Wüfelinneren. Die Box fällt auf den Boden. Tante Ruth betritt das Zimmer, und verlässt es wieder. Die Bilder verwackeln und verschwimmen. Plötzlich scheinen wir wieder in der Wohnung zu sein in der die Leiche lag. Mal scheint der Körper der Frau als Leiche, mal lebendig. Der Cowboy erscheint und bedeutet der im Bett liegenden Frau aufzuwachen. Das Bild wird schwarz.
Abb. 19 und Abb. 20)
Kapitel 13 (Du bist wieder Da): Die blonde Frau im Bett, es ist Betty, wird durch lautes Klopfen an der Tür geweckt. Mühsam schleppt sich sich in einem Bademantel zur Tür, wo die Anwohnerin aus Appartement 12 auf sie wartet. Sie nennt die Frau, die wir bislang als Betty kannten, Diane und in der Tat, die verhärmt wirkende Frau hat nichts mit der jungen und dynamischen Betty von den vorherigen Ereignissen zu tun. Die Frau ist gekommen, um mit der Bemerkung, dass es schon drei Wochen her ist, ihre Sachen abzuholen. Unter anderem nimmt sie einen Aschenbecher (Abb. 19) mit, der auf dem Couchtisch steht, auf dem sich im Übrigen auch ein blauer Schlüssel (Abb.20) befindet. Schließlich verlässt die Frau Dianes Wohnung, nicht ohne Diese noch einmal darauf hinzuweisen, dass zwei Detectives nach Diane suchen würden. Diane begibt sich in die Küche. Dort scheint sie kurz eine strahlende Rita zu halluzinieren, die allerdings von Diane Camilla genannt wird. Die Gesichtszüge von Diane entgleiten ins Wahnsinnige. Sie beginnt Kaffee zu kochen. Mit der Tasse nähert sie sich ihrer Couch. Plötzlich liegt eine halbnackte Camilla auf eben Dieser. Auch Diane ist auf einmal bis auf eine kurze Jeans unbekleidet, ihr Gesicht geschminkt. Die beiden Frauen beginnen sich „wegen Ihm“ zu streiten, nachdem Camilla der Meinung ist, dass die Sache zwischen ihnen beendet werden sollte. Auf dem Couchtisch ist der Aschenbecher zu erkennen. Schnitt: Diane ist im Kostüm an einem Set zu sehen, ebenso wie Camilla und Adam Kesher. Voller Eifersucht sieht Diane, wie Adam Camilla küsst, offenbar sind die beiden ein Paar. Das Bild wird ein weiteres mal schwarz. In der nächsten Szene ist Camilla an Dianes Tür zu sehen. Sei streiten sich. Mit den Worten „Es ist nicht leicht für mich“ wirft Diane Camilla aus der Wohnung. Danach masturbiert Diane weinend auf dem Sofa. Das Telefon klingelt. Es ist das schwarze Telefon mit dem rotem Lampenschirm aus Kapitel 2. Diane, nun im Abendkleid, wird von Camilla zu einer Party eingeladen.
(Abb. 21 und Abb. 22)
Kapitel 14 (Mulholland Drive): Es ist die gleiche Autofahrt, wie im ersten Kapitel, nur dass Diane im Wagen sitzt, nicht Camilla. Auch hier hält der Wagen, Diane reagiert mit demselben Satz, wird aber nicht bedroht, sondern von Camilla abgeholt. Diese geleitet Diane zu einer Party, auf der offensichtlich die Verlobung von Camilla und Adam gefeiert wird. In schneller Folge tauchen bekannte Personen aus dem vorigen Teilen des Films auf, zum Teil in anderen Funktionen. So ist unter Anderem Coco nun die Mutter von Kesher. Diane erzählt dieser von ihrem Leben und wie sie Camilla kennen gelernt hat: Sie habe einst ein Jitterburg Tunier gewonnen, daraus sei der Wunsch entstanden Schauspielerin zu werden. Als ihre Tante Ruth starb, habe sie ein wenig Geld geerbt und sei nach Los Angeles gekommen. Dort habe sie beim Casting von „Sylvia North Story“ Camilla kennen gelernt, die ihr zwar die Hauptrolle weggeschnappt, da der Regisseur Bob Rooker nicht viel von ihr gehalten habe, dafür aber Camillas Freundin geworden sei. Als Adam und Camilla ihrer Verlobung verkünden bricht Diane in Tränen aus. Szenenwechsel: Diane sitzt mit dem Killer im Winkie's (Abb. 21). Dort entdeckt sie auch eine Kellnerin mit Namen Betty (Abb. 22). Diane beauftragt den Killer Camilla zu töten. Dieser zeigt Camilla einen blauen Schlüssel, den sie dort finden wird, wo es vereinbart wurde, wenn der Auftrag erledigt ist. Am Ende der Sequenz ist der Mann zu sehen, der in Kapitel 2 einen Herzanfall erleidet.
(Abb. 23 und Abb. 24)
Szenenwechsel: Es ist Nacht und hinter dem Restaurant befindet sich die dunkle Erscheinung. Sie hält die kleine blaue Box in den Händen (Abb. 23). Aus dieser erscheinen plötzlich die beiden Alten im Minaturformat. Schnitt: Diane ist zu Hause und starrt den blauen Schlüssel an. Es klopft an der Tür und unter dem Türspalt kriechen die beiden Alten durch. Sie werden immer größer und jagen Diane unter höhnischem Gelächter durch die Wohnung (Abb. 24). In ihrem Schlafzimmer greift sich Diane eine Waffe und schießt sich in den Kopf. Dianes Körper verschwindet im bläulichen Nebel. Aus diesem erscheint plötzlich noch einmal die Kreatur, bevor man in einer milchigen Sequenz vor dem Hintergrund der Stadt die vereinten Silhouetten von Diane und Camilla sieht. Es folgt die letzte Szene: Der Club Silencio. Die Frau mit den blauen Haaren erscheint. Sie sagt ein Wort: „Silencio!“. Es folgt der Absapann.
III. Interpretation
Hypothese: So weit also die reine Wiedergabe der Handlung. Wie aber ist der Film jetzt zu verstehen? Ich (Naja, natürlich nicht nur ich) gehe davon aus, dass ein Großteil der Handlung die Darstellung eines konkreten (Wunsch)Traums von Betty Selwyn darstellt. Fragt man die Wikipedia, dann ist ein Traum „etwas im Schlaf erlebtes“, dessen Wahrnehmung nicht körperlich, sondern psychisch von Statten geht. Ein Traum ist oftmals auch die Projektion eines ersehnten oder erwünschten Zustandes, der in der Realität aber nicht vorhanden ist. Das Unterbewusstsein entwirft dabei Bilder, die nicht zwingend den realen Begebenheiten entsprechen müssen, in ihrer Bedeutung aber oftmals einen klaren Bezug zur Realität haben, beziehungsweise eine Reflexion von bestimmten Erlebnissen darstellen. Gehen wir also an dieser Stelle davon aus, dass „Mulholland Drive“ verschiedene Ebenen enthält, die an dieser Stelle als „Realität-Gegenwart“, „Realität-Vergangenheit“ und als „Traum“ bezeichnet werden sollen. Eine der großen Schwierigkeiten bei diesem Film ist es, dass zum Einen die Phasen von Traum und Realität nicht klar abgegrenzt sind und das zum Anderen die Ereignisse der Realität in der Narration des Films nicht chronologisch geordnet sind. Machen wir uns also nun in der Folge daran, die Handlung neu zu ordnen, die beteiligten Personen in ihrer Funktion zu erfassen, sowie zumindest rudimentär die verwendeten Symbole zu entschlüsseln. Die bereits in der Inhaltsangabe verwandten Farben werden diesen Prozess vereinfachen: Rot für Diane/Betty, Grün für Camilla/Rita, Orange für Personen die sowohl im Traum, als auch in der Realität auftauchen und Blau für Symbole.
Die chronologische Anordnung der Szenen in "Mulholland Drive": Die wichtigsten Informationen zu Diane Selwyn, sie ist es nämlich, um die es im Film vordergründig geht, erfahren wir erst gegen Ende von „Mulholland Drive“, und dies auch nur aus Erzählungen. Noch mal also in aller Kürze: Diane, gescheitere Schauspielerin, lernt Camilla kennen und verliebt sich unglücklich in Diese. (Für die ausführliche Darstellung vergleiche man die Zusammenfassung von Kapitel 14). Dies stellt also den Background des gesamten Films da. Chronologisch gesehen bildet diese Szene aber nicht den Auftakt der Geschichte. Die erste Szene, die sich auch wirklich im Film selbst wiederfindet, ist der Jitterburg-Contest, der somit die einzige Szene ist, die unter dem chronologischen Aspekt an der richtigen Stelle verortet ist. Dieser Contest steht am Anfang und ist überhaupt der Grund für die Ankunft von Diane in L.A. Die Liaison zwischen Camilla und Diane entwickelt sich in der Folge nicht zum Besten. Adam Kesher steht zwischen den Beiden, das zeigt die Sequenz am Set in Kapitel 13 mehr als Deutlich. Der ungelöste Konflikt zwischen Camilla und Diane entlädt sich im Zuge des Streits auf der Couch (Auch Kapitel 13, Aschenbecher ist noch da. Hinweis auf die Chronologie!). Schließlich schmeißt Diane Camilla aus der Wohnung, bevor sie auf der Couch bitterlich weinend masturbiert. Die Einladung zur Party nähert anschließend bei Diane offensichtlich neue Hoffnung, dass sie wieder mit Camilla zusammenkommen könne. Doch auf der Party wird sie nur gedemütigt. Nicht nur, dass ihre Liebe ihre Verlobung bekannt gibt, nein diese küsst auch noch eine andere Frau auf den Mund (Kapitel 14). Wütend, verzweifelt und enttäuscht beschließt Diane Camilla töten zu lassen. Nach dem erfolgten Mord erhält sie, wie vereinbart, den blauen Schlüssel, und weiß somit, dass der Mord durchgeführt wurde. Danach geht Diane schlafen (An dieser Stelle beginnt die Realität-Gegenwart, Vgl. Vorspann: Verschwimmende Bilder und die Kamerafahrt auf das rote Kissen ihres Bettes). Der Traum beginnt mit Kapitel 1 und endet erst am Ende von Kapitel 12. Ihre Nachbarin weckt sie (Man achte wieder auf den blauen Schlüssel, den Aschenbecher und den Morgenmantel). Man erfährt im Übrigen nicht den Grund, warum die beiden Frauen die Wohnungen getauscht haben. Kurz darauf halluziniert Diane, dass Camilla zurück sei. Am Ende des Tages klopft es an ihrer Tür, man kann davon ausgehen das es die Polizei ist. In Panik begeht Diane Selbstmord.
Der Traum an sich: Es ist relativ offensichtlich, dass die reale Diane und die Betty aus dem Traum nicht viel miteinander zu tun haben. Selbstsicherheit und eine großartige Schauspielerin im Traum auf der einen Seite, steht einer unsicheren, gescheiterten und ausgenutzten Existenz auf der anderen Seite gegenüber steht. Im Traum ist sie das, was sie in der Realität nicht sein kann. Im Traum findet sie ihre Liebe, in der Realität hat sie Diese verloren. Diane träumt diesen Traum nachdem sie weiß, dass Camilla tot ist. Wahrscheinlich wünscht sie sich das Geschehene rückgängig machen zu können. Ein Neubeginn also, der aber nur im Traum möglich ist. Wenden wir uns also unter diesem Gesichtspunkt dem Traum und seinen Protagonisten zu. Vorweg: Eine der wesentlichen Fragen ist, warum am Ende des Traums ein weiteres Mal Tante Ruth zu sehen ist. Ist dies ein verzweifelter Versuch der verzweifelten Diane „den Film“ von Vorne zu starten? Man kennt das ja: Es ist Winter, es ist kalt und man wird Morgens um 6 Uhr durch den Wecker von der karibischen Insel auf der man gerade mit Cocktails und Schirmchen war, gewaltsam weggerissen. Unwillig schließt man wieder die Augen und versucht zurückzukehren, den Traum neu zu Beginnen. Ist dies auch hier so? Möglich. Im Folgendem also nun die Gegenüberstellung der realen Personen und deren Entsprechungen in Dianes Traum.
Diane Selwyn/Betty: Diane Selwyn kann im Traum nicht Diane sein. Ihr Traum steht für ein anderes Leben. Im Traum wird sie zu Betty. Dieser Name ist eine Schöpfung ihres Unterbewusstseins, es ist der Name, den sie wenige Tage zuvor im Winkie's bei der Kellnerin auf dem Namens-Schild gelesen hat (Im Traum sind die Namen auf den Schildern vertauscht, Vergleiche Kapitel 6 und Kapitel 13) Nichts desto trotz: Das Unterbewusstsein kann die eigene Existenz nicht komplett ignorieren. Vielmehr wird Diane Selwyn im Traum zu einer anderen Person, deren Existenz durch die Leiche körperlich beendet wird. Gleichzeitig kann dies ohne Zweifel als Indiz dafür gedeutet werden, dass Diane auch schon vor dem Einschlafen mit dem Selbstmord gespielt hat. Es ist unter anderem die ähnliche Haltung der Leichen, die diese Vermutung durchaus nahe legt.
Camilla Rhodes/Rita: Auch hier sind eklatante Unterschiede in der Persönlichkeit zwischen Camilla Rhodes und Rita festzustellen. Während Camilla kalt, berechnend und herzlos erscheint, ist Rita das verletzliche und empfindsame traumhafte Pendant. Im Traum misslingt das Attentat auf Rita, mehr noch: Sie verliert das Gedächtnis, so dass nichts die Liebe zwischen Rita und Betty gefährden kann. Auch im Traum gibt es im Übrigen eine Camilla Rhodes. Sie wird zu der Schauspielerin, die nur auf Grund des Bestrebens der Mafia die Hauptrolle in „Sylvia North Story“ ergattern konnte. Eine Analogie auf die unlauteren Methoden, die die echte Camilla anwendet, um ihre Rollen zu ergattern? Möglich. Auch an dieser Stelle noch eine weitere Parallele: Rita nimmt denselben Weg im Auto wie Diane in der Realität (Vergleiche Kapitel 1 und Kapitel 14)
Tante Ruth: Tante Ruth bleibt Tante Ruth mit dem Unterschied, dass sie in der Realität verstorben ist, und im Traum in Kanada dreht. Es ist an mehreren Stellen zu lesen, dass der Ausdruck „in Kanada drehen“ ein hollywoodsches Synonym für „Tod“ ist. Also auch hier wieder eine tiefergehender Hinweis des Unterbewusstseins?
Adam Kesher: Auch in Bezug auf den Regisseur sind die Personen im Traum und der Realität identisch, aber die Rollen die Kesher zu spielen hat, unterscheiden sich. Auf der Party erfährt Diane, dass Kesher von seiner Frau mit dem Pool-Reiniger betrogen worden sei. In der Realität scheint in das aber nicht zu stören, im Gegenteil: So war er frei für Camilla. In Dianes Traum endet Kesher als der letzte Depp: Er wird unrühmlich aus seinem eigenen Haus geworfen, bekommt eins auf die Nase, verliert sein Vermögen, sowie die Kontrolle über seine Arbeit. Und noch viel Wichtiger: Er kommt zu keinem Zeitpunkt mit Rita in Kontakt.
Coco: Aus Coco (In der Realität: Keshers Mutter) wird im Traum die Vermieterin der Wohnanlage. Warum ist nicht zu klären, ist aber auch nicht weiter von Relevanz.
Der Killer: Hier ist es vor allem auch mal interessant auf die Körpersprache zu achten. In der Realität tritt der Hitman sehr selbstsicher auf, er scheint in seinem Job Routine zu haben. Im Traum wird aus demselben Mann ein Stümper. Verständlich, spiegelt dies doch den unterbewussten Wunsch von Diane wieder, er möge doch bitte in seiner Aufgabe versagt haben. Das er trotz zahlreicher Pannen seinen Auftrag ausführt, ist dabei nichts anderes als die unterbewusste Tatsache, dass Diane weiß, das er definitiv schon erfolgreich war. Aus dem Buch, dass Diane bei ihm auf dem Tisch im Winkie's sieht, wird im Traum des Weiteren das ominöse schwarze Buch.
Bob Rooker: Aus dem Regisseur der in der Realität Diane, aus welchen Gründen auch immer, für die Hauptrolle abgelehnt hat, wird im Traum ein wirrer Sonderling, der als Einziger das Talent von Betty nicht erkennt. Auch hier erfolgt also wieder die negative Konnotation eines Traum-Charakters, der in Diane in der Realität nicht gerade wohlgesonnen war.
Der Cowboy: Einer der optisch auffälligsten Protagonisten. Diane sieht ihn kurz am Ende der Party (Vergleiche Kapitel 14). Er muss ihr wegen seines unorthodoxen Aussehens auffallen. Im Traum wird dieser zu einem Überbringer wichtigen Nachrichten. Er droht Adam Kesher, er „weckt“ Diane. Ist von mir aber nicht genauer einzuordnen.
Dies waren in aller Kürze die wichtigsten Personen des Film, die sowohl in der Realität, als auch im Traum auftauchen. Es gibt noch einige Weitere, die sich wiederfinden lassen würden,so zum Beispiel die Nachbarin die sowohl im Traum als auch in der Realität die Wohnung mit Diane Selwyn getauscht hat, doch spielen diese für das Verständnis von „Mulholland Drive“ keine wesentlichen Rolle, anders als die zahlreichen Symbole, die von Lynch dazu benutzt worden sind den Film in seiner Botschaft zu kodieren und die in der Folge Erwähnung finden sollen. Nur am Rande soll hier das Geld erwähnt werden, welches Rita in ihrer Tasche findet und natürlich die traumhafte Projektion des Geldes darstellt, welches Diane dem Killer überreicht hat. Gleiches gilt unter anderem auch für den roten Lamenschirm, der sowohl im Traum, als auch in der Realität für Diane Selwyn steht. Interessant ist zum Beispiel auch das Diane in ihrem Traum ihre Angst vor der Polizei auf Kesher transferiert, der im Motel gesagt bekommt, dass zwei Bankangestellte auf der Suche nach ihm waren, eben genau wie Diane von der Nachbarin gesagt bekommt, dass zwei Polizisten auf der Suche nach ihr waren.
Der blaue Schlüssel und die blaue Box: Die Verbindung zwischen den beiden Schlüsseln in der Realität und dem Traum ist offensichtlich. Dabei ist es in erster Linie nicht der Schlüssel an sich, der von übergeordneter Bedeutung ist, sondern der Erkenntnisgewinn der sich mit den Schlüsseln verbindet. Der Schlüssel in der Realität, den Diane vom Killer als Gewissheit des Todes von Camilla bekommt, erhält seine unheilvolle Aussage eben erst durch die Erkenntnis, die Diane mit eben Diesem assoziiert. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass der ungleich abstraktere Schlüssel im Traum solange ungefährlich bleibt, wie unklar ist für was der Schlüssel steht, was er also öffnet. An dieser Stelle kommt die blaue Box ins Spiel. In der Realität fragt Diane den Killer was der Schlüssel denn öffnen würde, erhält aber keine Antwort. Die Box ist somit die traumhafte Allegorie für das, was der Schlüssel öffnen könnte. Einerseits, aber anderseits steht die Box natürlich für Mehr. In dieser Box ist die Erkenntnis eingeschlossen, was die Realität ist. Dianes Unterbewussten versucht diese kramphaft zu verdrängen. Erst als im Club Silencio die Illusion nicht mehr aufrechtzuerhalten ist, taucht der blaue Würfel in der Handtasche von Betty auf. Die Illusion kommt ins Wanken. Folgerichtig ist Betty dann auch verschwunden, da das Kartenhaus in sich zusammengebrochen ist. Rita bleibt am Ende alleine übrig, trägt aber immer noch die an Betty erinnernde blonde Perücke. In dem Moment, wo sich Betty aus der Illusion verabschiedet hat, ist auch die Rolle von Rita unnötig. Folgerichtig öffnet sie den Würfel und wird hineingesogen.
Der Club Silencio: Dies ist der Ort, an dem die Illusion des Traums zerstört wird. Es gibt keine Band und doch hören wir Musik, das äußert der Leiter der Show immer wieder und untermalt dies mit eindrucksvollen Beispielen. Das unkontrollierte Zucken von Betty (Vergleiche Kapitel 12) kann in der Hinsicht interpretiert wird, dass Diane im Begriff ist Aufzuwachen, ihr Unterbewusstsein dies aber unter allen Umständen zu verhindern sucht. Gleichzeitig strahlt die Wirkung und die Intention diese Ortes weit über die Protagonisten des Films hinaus. Es ist praktisch der kleine Würfel in Groß und damit ist es der Zuschauer, der hier von Lynch mehr als nur einen Hinweis bekommt, dass das bislang Gesehene nicht mehr als eine Illusion war. Wir waren Zeuge eines „Lebens“ das körperlich niemals existiert hat, aber dennoch vorhanden war. Genauso wie man Musik hören kann, die nicht durch den Resonanzkörper eines Instrumentes erzeugt wird, sondern eben vom Band kommt. Der Club Silencio also als Ort der Erkenntnis. Im Club Silencio findet sich auch die Frau mit den blauen Haaren, die den Film auch beenden wird. Eine wissende Beobachterin also? Möglich.
Mr. Roque: Mr. Roque ist in Dianes Traum offensichtlich die ultimative Erklärung dafür, warum sie es als Filmstar niemals geschafft hat. Roque steht für eine umfassende Verschwörung, die eine freie und kreative Entfaltung unmöglich macht, dabei stets im Verborgenen bleibt, und von dort die Fäden zieht. Man achte auch auf die blaue Lampe in Roques Büro.
Der Penner/Kreatur: Ich gehe davon aus, dass diese Kreatur, der Penner das schlechte Gewissen von Diane repräsentiert. Man achte darauf, dass sein Aussehen von mal zu mal dunkler wird. Der Mann, der in Kapitel 2 die Begegnung mit dieser Erscheinung hat, und einen Herzanfall erleidet, er beobachtet Diane in der Realität als sie den Mord in Auftrag gibt. Er schaut erschreckt, analog zu der Szene im Traum, als er quasi von der dunklen Seite von Diane angefallen wird und einen Herzanfall erleidet. Am Ende des Films ist es der Penner, der die blaue Box (Wieder Erkenntnis) in der Hand hält und aus diesem die Vorboten des Todes entlässt. Es ist der Moment für Diane, als all ihre Taten auf sie zurückschlagen, und sie sich wenig später in Panik selber richten wird.
Das alte Paar: Diane muss die beiden alten Leute kennen. Auf dem Jitterburg-Turnier standen sie direkt neben ihr. Wir wissen nicht welche Rolle die Leute im Leben von Diane gespielt haben. Es ist zu vermuten, dass es keine sonderlich Gute war. Die beiden Alten werden auch im Traum zunächst freundlich gezeigt, aber schon relativ bald, nämlich im Auto, zeigen sie ihr wahres Gesicht (Vergleiche Kapitel 3). Am Ende des Film, als aus Traum Wahnsinn wird, halluziniert Diane wie sie diese beiden Menschen heimsuchen. Sie treiben Diane geradezu sprichwörtlich in den Selbstmord und doch sind sie letztendlich nur vom schlechten Gewissen Dianes geschickt worden. Diane selber hat in diesem Moment jede Balance verloren. Ihr Leben ist zu Ende.
IV. Fazit
"Mulholland Drive" ist ein ungeheuer beeindruckender Film, der seinen Mindfuck vor allem aus der gewollten Überforderung des Zuschauers zieht. Selbst wenn man die (vermeintliche) Intention von Lynch für sich greifbar gemacht hat, indem man zum Beispiel die Traum-These vertritt und damit die Narration auf eine stringente Ebene gehievt hat, müssen viele Fragen offen bleiben. Der Traum per se ist es, der eine umfassende Erklärung verhindert. Wir sind nicht Diane und wir sind nicht Lynch. Wir können nur spekulieren, wie die einzelnen Traum-Bilder gemeint sind. Alles in allem wurde an dieser Stelle ein Bild gezeichnet, welches, obwohl ohne Zweifel mehr als Umfangreich, einige Aspekte nur rudimentär erfassen konnte. So zum Beispiel die blaue Box, oder auch den Club Silencio, über beide Symbole könnte man Romane verfassen. Doch ist diese Unvollständigkeit kein Makel für den Film sondern stattdessen ein Signum großer Kunst, die sich bewusst dem versagt, was die Konvention erfordert. Welch passenderen Ort als Hollywood höchst selbst, könnte es also geben um diese Geschichte zu erzählen. Ein Traum in der "Stadt der Träume", die doch für so viele nur eine Illusion und somit eine Enttäuschung darstellt. Und so ist „Mulholland Drive“ , diese vollendete Tragödie, ein durchaus zynischer Blick auf eben diese Stadt und die Mechanismen die dahinter stehen. David Lynch erzählt somit ein hochkonzentriertes Drama voller Leid und Schmerz, was beim erstmaligen Sehen kaum auffallen mag, sich beim Zuschauer jedoch mit der Zeit im Bewusstsein verfestigen wird, je öfter er den Film sieht. „Mulholland Drive“ ist gefüllt mit faszinierender Bilder, einer eindrucksvollen Atomsphäre, man achte auf den gezielten Einsatz der Akustik und der musikalischen Untermalung. Natürlich soll an dieser Stelle am Ende auch eine Wertung stehen – Fazit: 10 von 10 Punkten
Silencio!
Anmerkungen:
- Quellennachweis: Screenshots aus "Mulholland Drive". © by Concorde Home Entertainment, Les Films Alain Sarde, Asymmetrical Productions, Babbo Inc., Canal+, The Picture Factory
- Theorien und Ideen zu Mulholland Drive

































51 Kommentare:
In der Zeit deines Reviews kann man locker flockig den "Herr der Ringe lesen" ;) - Sehr ausführliche Besprechung, mein lieber Scholli. Ich selbst bin ja gelegentlich der Ansicht, dass Lynch selber nicht weiß, was er eigentlich erzählen will und einfach einige seiner verqueren Ideen miteinander verbindet (wie hier oder in LOST HIGHWAY). Allerdings:
bevor er mit dem missglückten „Dune – Der Wüstenplanet“ (1984)
kann ich mal gar nicht unterschreiben, aber vielleicht ist dir der Film auch nur nicht zu "abgreht" :P
MULLHOLLAND fand ich damals eigentlich nur deswegen faszinierend, weil ich ihn nicht verstanden habe. Worauf du hinaus willst (Traum als Resultat der Realität) ergibt durchaus Sinn und die Verweise der Figuren aufeinander im Grunde auch. In dieser Hinsicht Lob von meiner Seite, nicht nur wegen der Mühe, sondern auch der Detailversessenheit. Die volle Punktzahl ergibt sich dann wohl aus deiner Begeisterung, ein weiterer Punkt, den ich nicht teilen kann, ungeachtet ob ich deine Analyse als DIE Analyse akzeptiere. Aber wir unterscheiden uns ja generell etwas vom Geschmack, weswegen das nicht weiter verwerflich ist. Und nachdem ich fast eine halbe Stunde für die Lesung deiner filmwissenschaftlichen Lynch-Analyse gebraucht habe, widme ich mich mal wieder einfacherer Kost. Gute Nacht :)
das ist mir alles zu lang, aber ich glaube Rudi hat evt. nicht ganz unrecht, dass Lynch entweder nicht immer weiss was er so macht, bzw. es ihm scheissegal ist und mit Jogginghos und Unterhemd auf der Couch sitzt, sich einen blasen lässt und sich über die verwegenen Interpretationen freut
und mit Jogginghos und Unterhemd auf der Couch sitzt, sich einen blasen lässt und sich über die verwegenen Interpretationen freut
So muss es auch sein *G*
An Beide:
In der Zeit deines Reviews kann man locker flockig den "Herr der Ringe lesen"
Aber höchstens den ersten Band ;)
dass Lynch selber nicht weiß, was er eigentlich erzählen will und einfach einige seiner verqueren Ideen miteinander verbindet (wie hier oder in LOST HIGHWAY)
Wobei ich in der Tat glaube, dass er hier bei "Mulholland Drive" zumindest ansatzweise gewusst hat, was er will...
Die volle Punktzahl ergibt sich dann wohl aus deiner Begeisterung
Aber Hallo!! :)
ungeachtet ob ich deine Analyse als DIE Analyse akzeptiere
Himmel, Nein! Im übrigen möchte ich dann druchaus mal drauf hinweisen, dass mein Ansatz noch sehr "konservativ" ist, da gibt es noch einge abgefahrenere Thoorien zu dem Film...
Aber wir unterscheiden uns ja generell etwas vom Geschmack
Nun, das Orakel von Moviepilot sagt 78% und "sehr nahe". ;-)
und sich über die verwegenen Interpretationen freut
Kann es für einen Künstler etwas Besseres geben, als das sich viele Leute über seine Werke (schlaue) Gedanken machen?
PS: So einen "Mist" wie das hier bei "Mulholland Drive", das mach ich wohl auch sobald (will heißen: "nie") wieder. :D
WOW, was für eine Arbeit hast Du Dir gemacht. Beeindruckend und sehr inspirierend. Ich verfolge die Traumtheorie nur beiläufig und halte mich an Lynchs Anweisung das in einen Filmen zu sehen, was die Bilder zeigen. Weniger die einzelnen Handlungsstränge und Personen sind für mich wichtig als viel mehr das Gesamtbild. Also der Mikrokosmos Hollywood. Ich denke Lynch stellt hier Mythos, Wünsche und Träume der Realität in einem überdimensionalen Bild gegenüber. Was ja gar nicht mal Deiner Interpretation widerspricht. Das ist aber gerade das, was den Zuschauer an Mulholland Drive verzweifeln läßt wenn er den einzelnen Charakteren und deren Handlungsträngen folgt. Irgendwie als stände man im Museum nur einen Meter von einem zwölf Quadratmetergroßen Bild entfernt und betrachtet einzelne Bereiche nacheinander. Erst die gesamte Betrachtung des Bildes führt zu einer Befriedigung, oder auch nicht. Das liegt letzten Endes im Auge des Betrachters.
Was ja gar nicht mal Deiner Interpretation widerspricht
Exactly. Die Analogie mit dem Bild ist sehr schön. Dadurch das Lynch die einzelnen Bereiche nicht deutlich abgrenzt, sondern mischt und durcheinanderwirbelt, sieht man immer nur den jeweiligen Abschnitt, der gerade zu Sehen ist. Das Gesamtbild bleibt vordergründig im Verborgenen.
Lynchs Anweisung das in einen Filmen zu sehen, was die Bilder zeigen
Interessant sind ja in Bezug auf "Mulholland Drive" auch die 10 Anweisungen/Hinweise die Lynch zur Interpretationshilfe niedergeschrieben hat. Auch diese scheinen auf den ersten Blick nicht wirklich hilfreich, aber wenn ich diese jetzt rückwirkend auf meinen Ansatz anwende, geht jeder einzelne (natürlich erst mal nur für mich) auf, und das Gesamtbild öffnet sich.
Kann es für einen Künstler etwas Besseres geben, als das sich viele Leute über seine Werke (schlaue) Gedanken machen?
war gar nicht als Kritik zu verstehen. dass Lynch zum fröhlichen Spekulieren einlädt ist unbestritten, ob die Farbe und Form von Kaffeebechern interpretiert werden muss, lass ich mal offen:-)
war gar nicht als Kritik zu verstehen
Wurde auch nicht als solche aufgefasst, meine Antwort war eher eine rethorische Frage.
Btw: Da hab ich doch tatsächlich die Kaffeebecher vergessen... :D
Wichtig ist was am Ende herauskommt. Ich sehe beide Teile des Film als gleichberechtigt an, die ein Gesamtbild ergeben, das gar nicht mal so viel Entschlüsselung bedarf. Wir haben die schöne Seite Hollywoods, mit all seinem Glück, Erfolgen, seinen Mythen, Geheimnissen und auf der anderen Seite das häßliche Hollywood. Mit all den fallen gelassen, ausgenutzten und gescheiterten Schicksalen, mit seinen Protagonisten, deren glamouröses Leben sich bei genauerer Betrachtung als Special Effect des Boulevards zu erkennen gibt. Ich sehe dies nicht als Mindfuck sondern eher als andere Seite der Medaille. Ein Mindfuck setzt ja die Täuschung voraus. Aber egal wie man es sieht, von beiden Betrachtungsweisen geht eine große Faszination aus.
Wichtig ist was am Ende herauskommt
Und da unterscheiden sich ja unsere beiden Ansätze keinen Deut (Siehe meinen letzten Absatz imn Text, siehe deinen letzten Kommentar).
Der Unterschied ist dann in der Tat die Betrachtungsebene. Während du direkt auf die Makroebene Hollywood blickst, breche ich das Ganze auf die Mikroebene des Einzelnen, also Diane Selwyn, runter (Dann hat man auch den Mindfuck).
Aber wie gesagt: Alles ist möglich und alles ist faszinierend ;-)
OMG---> Überwältigende Interpretation.
Wie lange hast du daaran geschrieben, wenn mal fragen darf?
Ah ja, jetzt sehe ich den Verständnisfehler meines ersten Kommentars. Natürlich von Deiner Warte aus ist meine Sichtweise der Makrokosmos. Klar. Schwamm drüber. Unsere beiden verschiedenen Sichtweisen führen ja zum gleichem Ergebnis. Und dies ist auch irgendwie an Anhaltspunkt dafür, daß Lynch sehr wohl weiß was er macht. Auch wenn es auf dem ersten Blick nicht so scheint;)
@ fincher: Das weiß ich gar nicht so genau und ich glaub ich denke da besser auch nicht drüber nach... :D Einige Tage waren es aber schon. Hab das natürlich in Etappen und nicht am Stück geschrieben. ;-)
@ tumulder: "Thumbs Up"
Wahnsinn. Ich les´ dir mir das aber erst später in Ruhe durch, so etwas darf man einfach nicht überfliegen.
So, jetzt hab ich deinen Beitrag gelesen. Und ja, er ist mit viel Leidenschaft geschrieben. Aber - und das soll deine Leistung keinenfalls abschwächen - ist die Interpretation schwer greifbar. Zum einen MUSS man sich MD nochmal ansehen (zumindest ergeht es mir so), um zu verstehen von was und wem du hier redest, zum anderen sollte man sich selbst schon den ein oder anderen Gedanken gemacht haben. Nichtsdestotrotz gefällt mir der Ansatz sehr, den du gewählt hast. Weiter so, ich will mehr. ;)
Also zunächst: Ich finde das doch schon irgendwie "sweet", dass es offensichtlich Einige gibt, die das ALLES gelesen haben. ;-) Dabei war das doch eher als "Selbstbedienungs-Laden" angelegt, wo sich jeder rausgreifen kann, was er denn im Einzelnen braucht (Gerade die Zusammenfassung des Inhalts ist ja nur Mittel zum Zweck).
ist die Interpretation schwer greifbar
Liegt das deiner Meinung nach an der Struktur der Analyse, die zu verbessern wäre, oder daran das zu viel vorrausgesetzt wird? Ich kann das ja leider nur schwer einschätzen, weil ich diesen Film mehr oder weniger auswendig kenne :) Vielleicht ist es in der Tat ein wenig ungünstig, dass die drei elementaren Taile des Artikels ("Hypothese", "Chronolgogie", "Der Traum an sich")erst relativ spät thematisiert werden...
Andererseits gehe ich davon aus, dass man sich das nur durchliest, wenn man den Film schon mal gesehen hat, denn:
Zum einen MUSS man sich MD nochmal ansehen (zumindest ergeht es mir so), um zu verstehen von was und wem du hier redest, zum anderen sollte man sich selbst schon den ein oder anderen Gedanken gemacht haben
Unbedingt! Es ist quasi unter Strafe verboten diesen Text zu lesen, ehe man nicht einmal "Mulholland Drive" gesehen hat. Das wäre ja gerade eine Schande, wenn man diesen Film beim erstmaligen Sehen mit einer vorgefassten Meinung konsumiert.!! :)
Nichtsdestotrotz gefällt mir der Ansatz sehr, den du gewählt hast
Entspricht er denn auch deiner Sichtweise, bzw. wie ist denn deine Sicht auf den Film? Tät mich schon interessieren.
Es ist schwer zu sage, ob es an der Struktur liegt. Vielleicht würde ich es besser finden, wenn du direkt jedes Kapitel interprtiert hättest. Es ist allerdings so oder so schwer greifbar, da es viele Namen, viele Orte und auch sonst viele Gegebenheiten sind, die hier einen nahezu erdrücken. Das liegt also sicherlich nicht an der Form deines Beitrags. Wobei ich sagen muss, MD ist generell kein all zu schwieriger Film. Da fällt es mir bei LOST HIGHWAY weitaus schwerer, Verbindungen zu knüpfen und Dinge zu dechiffrieren. Aber naja, that´s Lynch.
Zu meiner Sichtweise: Keine Ahnung. Hab MD lange nicht mehr gesehen, weswegen ich mit den Inhalten und den Namen wenig anfang kann.
Sollte ich ihn demnächst oder in naher Zukunft mal wieder schauen, dann komm ich auf dich zurück.
Leider hab ich den Film noch nicht gesehen, kann also deinen Text nicht lesen. Aber allein schon für die sicherlich gigantische Arbeit gibts Bewunderung von mir :) .
Leider hab ich den Film noch nicht gesehen
Dann ist dir die Lektüre an dieser Stelle auch untersagt, bis du "Mulholland Drive" gesehen hast. ;-) Er lohnt sich!
Ich habe mir den Filme gerade angeguckt, obwohl gerade wohl auch ein wenig weit hergeholt ist. Um ca. 23 Uhr war er zu Ende und er hat mich bis jetzt wach gehalten.
Das erste Gefühl das ich hatte war eine gewisse Leere, fast schon Unverständnis, obwohl dies sicher nicht der erste Film mit "Mindfuck", und auch nicht der erste Lnych Film, war den ich gesehen habe. Danach saß ich erstmal eine Stunde auf meinem Sofa um das Gesehene zu verarbeiten.
Ich werde bei Gelegenheit, und nachdem ich den Film noch ein paar mal gesehen habe, meine Interpretation online stellen die, so viel sei schonmal gesagt, zumindest nach einmaligem Sehen von deiner abweicht.
Das sie aber so ausführlich und wirklich liebevoll detailreich wird wie deine glaub ich nicht.
Respekt dafür wie du die Interpretation angegangen bist und wie ausführlich und, zumindest für mich nachvollziehbar!
Erst einmal danke für das Lob! Dann sei noch die Bemerkung vorgeschoben, dass meine Interpretation auch nur meine eigene Erklärung ist um den Film für mich zu fassen. Es gibt noch zahlreiche weitere Ansätze, die mindestens ebenso interessant sind, wie mein Traum-Ansatz. Schon allein deshalb bin ich sehr gespannt, was du zu dem Film schreiben wirst, und freue mich auf die Lektüre!
Ansonsten erkenne ich mich in deinem Zustand der Verwirrung nach dem erstmaligen Sehen und der damit einhergehenden Faszination bei mir selbst wieder. "Mulholland Drive" ist wohl mein persönlicher Lieblingsfilm, den ich nunmehr bestimmt schon ein Dutzend mal gesehen habe... ;-)
Ich habe den Film vor zwei Tagen gesehen und, was soll ich sagen, ich stimme mit deiner Interpretation vollständig überein. Fast alles habe ich genauso gedeutet, dein ausführlicher Beitrag hat mir allerdings geholfen, ein paar Szenen in die richtige Reihenfolge zu bringen.
Mich überzeugt die Interpretation sehr und sie stimmt auch größtenteils mit den von Lynch aufgeworfenen 10 Fragen bzw. Hinweisen überein.
Über weitere, divergierende oder ergänzende Deutungen würde ich mich aber sehr freuen, es ist immer gut, alles nochmal aus einem anderen Licht zu sehen, um auch den eigenen Standpunkt besser beurteilen zu können.
Ich weiß nicht ob du den Aufsatz/Vortrag von Frank Wittchow über "Determinismus in Mulholland Drive" nicht eh schon kennst, auf jeden Fall ist er sehr lesenswert und bietet eine andere Erklärung als die Traum-Deutung.
Ich habe den Vortrag von Wittchow gerade mal überflogen und finde, dass er gute Ansätze hat, die, insbesondere was die Symbolkraft und Kunstsprache des Films betrifft, nachvollziehbar erscheinen.
Allerdings sehe ich es eher so, dass die von dir geschilderten Zusammenhänge und die Trennung zwischen Traum und Realität die Grundstruktur und Abfolge des Films wiedergibt und die von Wittchow dargelegte Schicksalhaftigkeit hierzu eine mögliche Ergänzung darstellt und zwar in Bezug darauf, was Diane im Traum durch ihr Unterbewusstsein vermittelt wird: Sie kann dem Schicksal nicht entkommen, weder in Bezug auf ihre Karriere in Hollywood, noch in Bezug auf ihre Beziehung zu Camilla.
Für die Interpretation, dass es sich um einen Traum handelt, spricht auch, dass Lynch den Hinweis gegeben hat, man solle auf die Gegenstände am Ende des Films achten. Für mich deutet dies stark darauf hin, dass wir darauf achten sollen, welche Handlung vor und welche Handlung nach dem Mordauftrag abläuft.
Auch kann ich Wittchow nicht zustimmen, dass sich die Jitterbug-Szene am Anfang des Films nicht mit der Traumtheorie in Einklang bringen lässt: "Diese Szene ist deshalb so interessant, weil es eigentlich Diane aus dem zweiten Teil ist, die diesen Wettbewerb gewonnen hat. Dennoch spielt die Szene vor dem Moment, als die Frau sich auf das Kissen legt. Folgte man der Trauminterpretation, wäre ausgerechnet der Bestandteil, der scheinbar fest zur Biographie Dianes gehört, nicht Teil von deren Traum, sondern dieser Sequenz vorgeschaltet. Und ausgerechnet jener Teil des Films, ist am wenigsten real gestaltet ist, und ausgerechnet aus dieser Szene wird nicht Diane, sondern Betty auf den Plan geschoben."
Ich sehe da keinen Widerspruch. Vor dem Film sieht man eine kurze Szene der Realität, dann kommt viel Traum und dann wieder Realität, nur nicht in chronologischer Reihenfolge.
Seine Deutung der Tanzszene hat dann schon fast etwas zwanghaftes im Versuch, jeden Aspekt des Films ausschließlich auf seinen eigenen Interpretationsansatz zu begrenzen:
"Ich verstehe die Tanzenden als Seelen in der Unterwelt. Sie ist in einem violetten Blauton gehalten, zwar anders, aber doch ähnlich dem blauen Kästchen, das ihren Eingang bildet. Die Seelen wissen vor ihrer Einkörperung nichts vom Leben, sie tanzen ohne Sinn und Ziel. Wenn eine Rolle zu besetzen ist, werden sie geholt und zwar von zwei Seelengeleitern in der Gestalt von zwei alten Leuten, auf die ich sogleich näher eingehen werde. Diesmal ist es Diane, die ins Leben gerufen wird, aber es kann ebensogut Betty sein, und es kann noch vielen anderen so geschehen."
Wie gesagt, da steckt viel Mühe und auch eine große Leistung hinter, diese Bezüge herzustellen, aber ich finde er schießt sich zu sehr darauf ein.
Achja, eine Ergänzung:
Naomi Watts hat in einem Interview deutlich gemacht, dass sie selbst den Film so interpretiert, dass der erste Teil Wunsch / Traum ist und der zweite Teil die bittere Realität aus der sie nicht entfliehen kann. Sie hat zudem gesagt, dass Lynch das so nie bestätigen würde, also ist nach wie vor nicht klar, wie der Regisseur es selbst gedacht hat, aber wahrscheinlich gibt es für ihn keine klare und richtige Interpretation. Nur, wenn die Hauptdarstellerin zum gleichen Schluss kommt, dann macht es das zwar noch nicht richtig oder falsch, aber zumindest legitim.
Der Interviewer hat bswp. auch gesagt, dass seiner Interpretation nach Diane im Restaurant, als sie dem Killer den Auftrag gibt, bei der Bedienung den Namen Betty gelesen hat und dies dann in den Traum mit eingeflossen ist, indem ihr Name im nun Betty war und die Bedienung Diane hieß. Naomi Watts hat dies, so habe ich ihre Reaktion verstanden, auch so gesehen und interpretiert.
Alles in allem überzeugt mich die Trauminterpretation am meisten, sehe aber auch am Beitrag von Wittchow, dass Mulholland Drive viele andere durchaus schlüssige Deutungen zulässt, wodruch die Qualität des Films nochmals verdeutlicht wird.
aber ich finde er schießt sich zu sehr darauf ein.
Sehe ich genauso. Es ist höchst interessant, was er da geschrieben hat, aber zu Weilen auch arg kontruiert und zwar im Überstrapazierten Sinne (Du hast das mit dem Jitterburg ja angesprochen). Nichts desto trotz hat er natürlich mit seinem Determinus bei Lynch auch Recht, zumindest und vor allem was das nächtliche Gespräch zwischen Adam Kesher und dem Cowboy angeht.
dass seiner Interpretation nach Diane im Restaurant, als sie dem Killer den Auftrag gibt, bei der Bedienung den Namen Betty gelesen hat und dies dann in den Traum mit eingeflossen ist, indem ihr Name im nun Betty war und die Bedienung Diane hieß.
Very Right. Auch hier wieder Zustimmung, um mich der Einfachheit wegen, mal selber zu zitieren: "Diane Selwyn kann im Traum nicht Diane sein. Ihr Traum steht für ein anderes Leben. Im Traum wird sie zu Betty. Dieser Name ist eine Schöpfung ihres Unterbewusstseins, es ist der Name, den sie wenige Tage zuvor im Winkie's bei der Kellnerin auf dem Namens-Schild gelesen hat (Im Traum sind die Namen auf den Schildern vertauscht, Vergleiche Kapitel 6 und Kapitel 13) Nichts desto trotz: Das Unterbewusstsein kann die eigene Existenz nicht komplett ignorieren. Vielmehr wird Diane Selwyn im Traum zu einer anderen Person, deren Existenz durch die Leiche körperlich beendet wird. Gleichzeitig kann dies ohne Zweifel als Indiz dafür gedeutet werden, dass Diane auch schon vor dem Einschlafen mit dem Selbstmord gespielt hat. Es ist unter anderem die ähnliche Haltung der Leichen, die diese Vermutung durchaus nahe legt."
dass Mulholland Drive viele andere durchaus schlüssige Deutungen zulässt
Very, very Right! Und ich denke das ist auch einer der Gründe, warum Lynch zu den Interpretationen seiner Filme wenig bis gar nichts sagt. Es soll sich jeder ein eigenes Bild verschaffen. Und wenn man das dann auch noch gut begründen kann, umso besser. ;-)
PS: Wenn dir Filme in dieser Art gefallen, dann schau dir mal, wenn du ihn noch nicht kennst, "Lost Highway" (ebenfalls Lynch) an. Du wirst es nicht bereuen. ;-)
Lost Highway werde ich mir bei Gelegenheit auch mal anschauen, bin jetzt auf'n Geschmack gekommen, auch wenn ich Dune schon immer gut fand, aber das kann man nicht wirklich vergleichen.
Ein paar Fragen habe ich noch zu den Umständen der Dreharbeiten:
- Ist bekannt, wieviel Geld für die Erstellung des Piloten zur Verfügung stand?
- Weiß man, welche Szenen nachgedreht wurden?
- Wieviel Zeit lag zwischen Pilot und Nachdreh?
Mich würde bspw. interessieren, wie der Altersunterschied von Naomi Watts zwischen den einzelnen Szenen wohl war.
Für die Beantwortung der Fragen hilft - zumindest fürs erste - der Blick in die englische Wiki und der IMDB. Für genauere Infos heisst es wohl Bücher besorgen ;-)
Ist bekannt, wieviel Geld für die Erstellung des Piloten zur Verfügung stand?
Laut IMDB: 8 Mio. Dollar für den Piloten und dann noch mal 7 Mio. oben auf für die letztendliche Filmfassung
Weiß man, welche Szenen nachgedreht wurden?
Hab ich auf den ersten Blick nicht gefunden,vllt. hast bei intensiver Recherche mehr Glück.
Wieviel Zeit lag zwischen Pilot und Nachdreh?
Laut englischer Wiki: Der Dreh für den Pilot war im Febraur 1999 (6 Wochen) und der Nachdreh dann im Oktober 2000.
Super, vielen Dank für die Angaben. Das ist wirklich interessant. 15 Mio Dollar ist heutzutage ja echt nicht viel, da ist die Gage eines einzelnen Schauspielers ja meist viel höher.
Und besonders lange gedreht scheinen sie auch nicht zu haben.
Ich hab inzwischen gelesen, dass der Pilot im Grunde nur bis zur Silencio-Szene ging und damit ein noch offeneres Ende hatte, das erst in den nächsten Folgen näher aufgelöst werden sollte.
uff, durch, und auch ich war nach den ersten zwei Mal sehen, sehr eingeschüchtern von diesem Film. Und begeistert!
Traum vs. Realität war mir auch klar, nur nicht so 100% bei den Nebencharakteren. Deine ausführliche Arbeit hat mir da doch sehr schön weiter geholfen ^^
und ich hätte mich /oder würde mich immer noch auf einen 6-Teiler direct to DVD freuen *g*
Ah, dieser Film ist einfach großartig, großartig, großartig. Erwähnte ich eigentlich schon, dass er großartig ist? ;-)
öhm, nein, das hast du in deinem 30 Seiten skript vergessen ^^#
beeindruckend und faszinierend kann ich aber finden :P
dieser film ist einer der besten schlecht hin!
auch ein danke an den skriptwriter aber eine frage habe ich noch....wie viel zeit hast du denn??
der wahnsinn! ich hatte je kaum zeit dazu das alles zu lesen^^
aber im ernst: hoch lebe david lynch's meisterwerk!
Genug Zeit um diesen Text zu schreiben. Nein, im Ernst: Hat schon seine Zeit gedauert. ;-)
eigentlich war ich auf der suche nach informationen über eine schauspielerin in twin peaks, scheinbar gibt nicht so viele seite über David Lynch. Dann hab ich mir die Mühe gemacht, deinem versuchtem interlektuellen Geschwafel folge zu leisten; nach jedem Absatz. Falsch, Falsch, Falsch.
Tja, mein lieber Herr Anonym:
Scheiß Tag, oder? Den gesuchten Namen nicht gefunden und dann noch Zeit mit interlektuellen (sic!) Geschwafel verschwendet. Aber offensichtlich hat da einer mehr Wert darauf gelegt zu meckern, anstatt vernünftig zu lesen. Ich darf dich somit belehren. Am Anfang meiner Ausführungen schreibe ich:
"Und genau in dieser Lesart ist auch David Lynch's Methodik zu verstehen, sich gerade auch in Bezug auf diesen Film einer vorgegeben Deutung zu versagen und den Zuschauer, wenn er denn will, seine eigenen Schlüsse ziehen zu lassen: „Ich möchte niemand die eigene Auslegung rauben.“ [1] Aus diesem Grund kann auch der Versuch einer subjektiven Interpretation dem Reiz und dem Mythos „Mulholland Drive“ nicht gefährlich werden. Die Deutung, die ich (oder ein Anderer) an dieser Stelle vornehme, ist eine ganz Persönliche. Es ist ein Mittel diesen Film für den Einzelnen greifbar und verständlich zu machen. Andere mögen „Mulholland Drive“ auf eine andere Weise sehen, denn es gibt ohne Zweifel eine ganze Reihe von faszinierenden Ansätzen zur Interpretation dieses Films. Und so bleibt schlussendlich alles beim Alten, nichts hat sich geändert, da der Film niemals mit einer monokausalen Aussage, die ultimative Gültigkeit beanspruchen kann, aufwarten kann und dies vor allem auch nicht will."
Und was lernen wir daraus? Richtig: Wenn schon David Lynch Niemandem die subjektive Interpretation verwehren will, dann hast du ganz bestimmt kein Recht dazu. Mit anderen Worten: Jeder kann den Film sehen wie er will (das mache ich in meinem Text mehr als deutlich). Wenn du also von "falsch" und "richtig" sprichst, beweist du eindrucksvoll das du wirklich gar nichts verstanden hast.
Mfg, C.H.
Hi, ich beschäftige mich erst seit einigen Tagen mit Filmen von David Lynch. Die Filme die ich bis dato von ihm gesehen habe waren: INLAND EMPIRE, Lost Highway und last but not least Mulholland Drive.
Ich maße mir nicht an alles verstanden zu haben doch versuche ich Denkanstöße, Herangehensweisen und neue Blinkwinkel zu finden.
Offensichtlich scheint zu sein, dass in Filmen von D.L. immer Parallelen vom erleben und empfinden der Figuren seiner Filme, sowie von Bild- und Tonsprache zu finden sind.
Seine Filme zeigen viele Ähnlichkeiten auf und werden von einigen Kritikern als eine Art Serie vermutet.
Die Filme sind, dass darf man nicht vergessen, geprägt von D.L. Geist und Unterbewußtseins die sein Empfinden und Wahrnehmen der Welt und all seiner diffusen Ereignissen wiederspiegelt.
So dürfte es mit Vorbehalt schwer sein M.D, bzw. all seine Filme, richtig verstehen zu können, da sie vor allem das wiederspiegelt was den Author selbst bis in die Tiefe seiner Seele beschäftigt.
Ich denke das ist auch der Grund warum D.L. sich niemals auf eine verbindliche Interpretation nageln läßt sondern vielmehr dem Zuschauer die Möglichkeit läßt ähnlich abstrakte Konstrukte, der eine seltsame Magie inne wohnt, parallel zu seinem Selbst ziehen zu können.
"Alles was man tut hat nunmal seine Konsequenzen" ist ein Satz gleich zu Anfang des Films "INLAND EMPIRE", als die polnische alte Dame sich der Protagonistin Nikki Grace(Laura Dern)als ihre neue Nachbarin vorstellt.
Jene alte Dame wird von Kritikern als eine Art Metafigur vermutet. Sie verfügt über eine Sicht aus einer höheren Dimension (hier kann man auch vom kollektiven Bewußtsein oder zumindest einer höheren Bewußtseinsebene sprechen)So kennt sie wohl Anfang und Ende der Geschichten ist über jene erhaben und gibt in einfachen Sätzen zum Ausdruck das man sich zwischen gut (richtig) und böse (falsch) entscheiden kann und entsprechend dem eingeschlagenen Weg die Konsequenzen trägt.
Besonders Interessant für mich war die Geschichte bzw. das Volkslied das die alte Dame von sich gibt "ein kleiner Junge ging zum spielen, er öffnete die Tür und er erkannte sein Spiegelbild....das Böse war geboren und folgte dem Jungen" weiter erzählt sie "ein kleines Mädchen ging zum spielen auf den Marktplatz als wäre sie nur halb geboren" dies alles zeigt die Individualität einer jeden Seele und ihrer freien Entscheidungskraft auf. Nimmt man nun den Eindruck dieser Szene und seiner Aussage auf, betrachtet zusätzlich die Idee des Determinismus (der unseren freien Willen unter gewisse Naturgesetze stellt) kommt man zu dem Schluß das der freie Wille dazu dient zwischen dafür und dagegen zu entscheiden. Ich gab euch Feuer und ich gab euch Wasser, ihr dürft euch entscheiden.
Der freie Wille kann sich nur glücklich und gelöst entfalten wählt er den richtigen Weg.
Die überdimensionalen Figuren ziehen sich durch D.L. Filme wie ein roter Faden und stehen meiner Interpretation nach stehts für ein Tor für das man sich entscheidet.
So erschien die Figur des Mystery Man (eine Mephisto ähnliche Rolle und somit ein dunkles Tor)erst nachdem Fred Madison ihn gerufen hat. Sieht man den Film, weiß man das Fred Madison an keiner Stelle des Films tatsächlich seinen Mund öffnet und nach dem dunklen Dämon ruft. Der Ruf durchdringt vielmehr das Universum als Fred Madison an der Wut und der Scham leidet, ausgelöst durch das Fremdgehen seiner Frau.
In Folge dessen läßt er sich zum brutalen Mord an seiner Frau verleiten, entscheidet sich für die dunkle und krankhaft egoistische Dimension in sich selbst und flieht während des aufenthaltes in seiner Zelle in eine Traumwelt, in der er seinen Scham und seine als Versagen empfundene Potenz zu kompensieren versucht.
In "Lost Highway" ist es der Mystery Man, in "INLAND EMPIRE" die Rolle des Phantoms und in "Mulholland Drive" die dunkle pennerähnliche Gestalt die den falschen, durch Egoismus hervorgerufenen, düsteren Weg ermöglicht und durch die quälenden Folgen seinen Tribut einfordert.
Jasin => geht weiter
In dem Film "Watchmen" von Zack Snyder, ursprünglich basierend auf einem Comicheft der 80er Jahre das bis vor kurzem als unverfilmbar galt, handelt es sich unter anderem um die Gesellschaft und den Dingen die dem Menschen inne wohnen...eine kompromißlose Figur Namens Roscharch spielt hier einen Helden der die Rolle des Menschen im Leben sehr gut beschreibt: "Es ist nicht Gott der die Welt zu Grunde richtet...der Mensch tut das"
Ich denke das Leben ist rein in seiner Natur und hat Regeln die weit älter sind als der Mensch. Nennen wir es oder Ihn Gott der uns die Fähigkeit gegeben hat mit zuerschaffen. Ob schlecht oder recht die Folgen bleiben an uns hängen.
So bedient sich Lynch dieser Erkenntnis und konfrontiert uns damit...natührlich hält er uns vor allem die falschen Entscheidungen vor, um uns seiner Konsequenz bewußt zu werden.
Klar ist das mich seine Filme zum Nachdenken anregen. Alles was ich hier geschrieben habe sind lediglich meine Gedankengänge und ich würde nie behaupten das ich damit richtig liege. Das sind die Gedanken die sich mir am ehsten aufdrängen.
Ich freu mich weiterhin über alle Meinungen und Interpretationen die ich hier lesen kann denn jede einzelne gibt mir neuen Stoff zum denken.
lg Jasin
Moin Jasin,
hab Dank für die Mühe derart ausführlich zu kommentieren. Ich kann dir an vielen nur Stellen zustimmen.
"Seine Filme zeigen viele Ähnlichkeiten auf und werden von einigen Kritikern als eine Art Serie vermutet."
Das sehe ich gerade was die Trias "Lost Highway"-"Mulholland drive"-"Inland Empire" angeht ähnlich. Ist dir beim Sehen von "Inland Empire" aufgefallen wer da auf einmal alles so im Abspann auftaucht? Achte da einmal drauf. In meiner Besprechung zu "Inland Empire" bin ich da näher drauf eingegangen.
Ansonsten halte ich den Determinismus-Gedanken bei David Lynch auch jederzeit für erkennbar, auch wenn - oder vielleicht sogar gerade weil - sich Inland Empire meiner Meinung nach viel mit persönlichen Identität beschäftigt. Deinen Gedanken zu Lost Highway kann ich ebenfalls folgen. Auch ich habe in "Lost Highway" Mephisto entdecken können.
Klar ist das mich seine Filme zum Nachdenken anregen. Alles was ich hier geschrieben habe sind lediglich meine Gedankengänge und ich würde nie behaupten das ich damit richtig liege.
Und das ist nämlich die Grundvorrausetzung um die Filme von David Lynch zu sehen, und anschließend darüber so reflektiert zu diskutieren, wie du es gerade getan hast. ;-)
Hab mir den "INLAND EMPIRE" als erstes angeschaut und kann mich bis auf Laura Harring an keine Schauspieler erinnern die im Abspann vorkommt. werds mir nochmal reinziehen^^. werde mir nachher oder morgen auch mal die Besprechung zu "INLAND EMPIRE" durchlesen. Ich denke der ist von allen Filmen noch die schwerste Kost und man kann eine Menge aus ihm ziehen. Interessant wäre auch zu wissen wie man die "RABBITS" in den zugeteilten Szenen zu verstehen hat.
Gegen Ende von "INLAND EMPIRE" bewegt sich Nikki Grace, kurz nach ihrem Filmtot, durch mehrere Gänge vorbei an einigen Türen (unter anderem dem Zimmer 47) ...Die Rabbits öffnen ihre Tür und es erscheint ein helles Licht. Es liegt nahe das die Gänge und Türen ein Weg durch ihr Unterbewußtsein, hin zu einer Metaebene sein könnte in der sich Wesen verschiedener Ebenen begegnen können aber das sind nur Spekulationen. In einer Interpretation habe ich gelesen das die Rabbits wie auch die tanzenden Paare zu Beginn von "Mulholland Drive" Seelen sein könnten die auf ihre neue Form warten.
Naja werd mir den "INLAND EMPIRE" wohl nochmal anschauen müssen (3 Stunden *seufz) aber so ist das eben wenn man das Gefühl hat etwas über sich selbst zu lernen...man investiert Zeit
Ps: hab mir auf Youtube alle 8 Episoden von "RABBITS" angeschaut....naja....Krank
Mit der scheinbaren Einfachheit wie D.L. z.B. aus einer ursprünglich geplannten Serie einen Film macht oder Teile aus den "RABBITS" in seinen Film einbaut, vermute ich sowieso das er immer aus der selben Quelle schöpft. was davon tragen WIR in uns?
lg. Jasin
Zunächst mal vielen Dank für die ausführliche Analyse. Sie hat mir sehr geholfen den Film richtig einordnen und verstehen zu können. Ich muss hierzu anmerken, dass ich absoluter Lynch-Neuling bin was ich seit Mulholland Drive definitiv bereue! Ich habe selten einen Film gesehen, der mich in seiner düsteren, zynischen Darstellung so fasziniert hat. Ich finde im übrigen auch, dass sich die Determinismus und die Traumtheorie nicht unbedingt ausschließen. Nach meinem Verständis wird in dem Film der Traum als Stilmittel verwendet um eine weitreichendere Interpretation i.S.d. Determinismustheorie zu ermöglichen. Ich finde ein Film der das authentisch hergiebt und gleichzeitig über eine Länge von 2,5 Std. eine derartige Spannung aufbaut ist ein Geniestreich!
Ich freu mich schon auf weitere Lynch-Filme.
LG
Danke. Ich persönlich bin mit "Blue Velvet" in Lynch-World eingestiegen, der ja sehr stringent erzählt ist. Und nun ja, wenn dir "Mulholland" so gut gefallen hat, werden dir auch "Lost Highway" und "Inland Empire" (Wobei der wirklich schwerer Tobak ist), die anderen beiden Filme dieser inoffiziellen Trilogie) gefallen. Da bin ich mir sicher. ;-)
Oh man,
ersteinmal ein großes Lob an dich für deinen Aufwand. Soo, nun aber folgendes:
David Lynch sollte sich schämen.
Ich wollte doch eigentlich nur einen kleinen Film vor dem einschlafen angucken. Da kam mir die Behauptung der Film Mulholland Drive sei "verwirrend" sehr entgegen. Eins vorweg: Bis dato hat es noch kein Film geschafft mich zu verwirren... Verblüffen: Ja (Bsp. Vanilla Sky), Verwirren: neeee ... Also war meine Einstellung zu Mulholland Drive auch, guck ihn dir an, denk dann nochmal so`n paar minuten nach und dann kannst du beruhigt einschlafen.
Jaja ich weis...Selbstüberschätzung!
Aktion 1 nach dem Film: Ne halbe Stunde Nachdenken - Fazit: Kein befriedigendes Ergebniss.
Aktion 2: Erstmal Wiki über den Film im Allgemeinen befragen.
Aktion 3: Mir selber nochmals überlegen alles in einen logischen zusammenhang zu bekommen ( mit Ansatz verschiedener Realitäten (Traum - Vergangenheit - Realität)
Aktion 4: Verzweifeln und Google nach logischen Erklärungen druchforsten damit ich dann doch irgendwann mal ins Bett komme. Dabei hat deine Zusammenfassung / Intepretation mir sehr geholfen. Einiges habe ich ebenso gedeutet, vieles war mir schon wieder entfallen.
Ich glaube aber im Endeffekt bin ich jetzt zufriedenstellend beruhigt...fürs erste.
Vielleicht schau ich mir jetzt vor`m Schlafengehen noch`n kleinen harmlosen Film an ... Memento hab ich noch nicht gesehen...ja, klingt interessant... also Gute Nacht
ich denke die Ungereimtheiten, seien es die Momente der Verwirrung beim erstmaligen Schauen als auch bleibende offene Fragen illustrieren fantastisch das psychisch gestörte Erleben der Hauptperson und machen damit wieder Sinn. Dieser Ansatz kam mir jedenfalls schon bei Lost Highway in den Kopf und deshalb dachte ich auch bei Mullholland Drive direkt daran, ohne auf die Idee eines Traumes zu kommen. Auch die symbolhafte Sprache von Lynch, die Querverweise in der Handlung bzw die Doppelrolle der Figuren, spricht für eine wilde Achterbahnfahrt in den Existenzebenen eines schizophrenen Geistes. Ebenso ist tragische Schicksal der Hauptpersonen in beiden Filmen perfekt situiert für das Abgleiten eines Geistes in den Wahnsinn.
Meine Gedanken dazu - werde mir die Filme aber sicher nocheinmal anschauen.
Vielen Dank für diese ausführliche Interpretation.
Schönen Gruß
Hallo!
Vielen, vielen Dank für diese unglaublich tolle Interpretaion deinerseits! Ich habe sie regelrecht verschlungen ;)
wow. ganz, ganz fabelhaft und liebevoll!! der film ist .. tatsächlich ein meisterwerk. man merkt, dass lynch richtig gearbeitet hat. das ganze komplex durchdacht hat.
danke auch dir für die mühe! (:
Ich habe MD heute das erste Mal gesehen. Zu gleichen Teilen fasziniert und völlig überfordert, habe ich mich nach einiger (Reflexions)Zeit daran gemacht, ein wenig zu recherchieren, welche Gedanken sich andere Rezipienten zum Film gemacht haben, um sie mit meinen eigenen in Beziehung zu stellen. Ich verneige mich vor der Arbeit, die du bestimmt in deine Analyse gesteckt haben musst und muss zugeben, dass so mancher Ansatz durchaus plausibel, fast schon "logisch" erscheint. Trotzdem denke ich, und das ist mir persönlich während der Lektüre deiner Abhandlung klar geworden, dass der Film meiner Ansicht nach gerade dadurch besonders besticht, wenn Einiges unerklärlich und verschwommen bleibt ... Davon ausgehend, dass "wertvolle" Filme sowieso unaufgefordert zu Nachdenken anregen und Künstler normalerweise ihr Werk nicht in alle Einzelteile zerlegt und analysiert wissen wollen, frage ich mich letztlich nur mehr, warum Lynch selbst Tipps/Fragen formuliert hat, die zu einem besseren Verständnis seines Films führen können? Aber auf diese Frage kann ich als Antwort wohl nicht mehr als "Silencio" erwarten =)!
Vielen Dank für diese ausführliche Arbeit. Erscheint mir an vielen Stellen wirklich sehr plausibel und hat mir retrospektiv den Filmgenuss noch einmal versüßt.
Schon die farbigen Markierungen in der Inhaltsangabe haben mir geholfen, selbst in diese Spur zu kommen.
Ausgezeichnete Analyse eines außergewöhnlichen Films!
Als MD-Begeisterter lese ich in der hiesigen Analyse und Fundgrube seit 2 Jahren, hatte den tipp über einen ofdb.de-review-autor erhalten.
Herzlichen Dank für die hervorragende Darstellung!
lg, Blonder
Vielen Dank!
Kommentar veröffentlichen
In den Kommentaren können die folgenden HTML-Tags benutzt werden:
kursiv = <i>Testwort</i>
fett = <b>Testwort</b>
Links = <a href="http://www.deineURL.de/">Link Text</a>