(Nicht ganz so) Kurz und Knackig Vol. 4


Batman“ (1989)

Nähert man sich am heutigen Tage dieser ersten Batman-Verfilmung, sowohl unter der Regie von Tim Burton, als auch überhaupt, in meinem Fall mit der Kenntnis der Nolan-Interpretation und eben der Unkenntnis der vorherigen Adaptionen, so ist dies zwar quasi der chronologisch umgekehrte Weg, der aber bei weitem nicht ohne Reiz ist: Schnell zeigt sich, dass man Burton's Version von Batman nicht mit der von Nolan vergleichen sollte. Zu unterschiedlich die letztendliche optische und intentionale Umsetzung der Welt Gotham City und der in dieser handelnden Protagonisten. Prägend in diesem Film ist ohne Zweifel Jack Nicholsons Version des Joker (Auch und gerade hier scheint mir ein Vergleich, nämlich zwischen Ledgers und Nicholsons Interpretation des Harlekins als relativ sinnlos). Ist der Joker hier noch eher der wahnsinnige Spaßmacher, so ist er vor allem auch das unbestrittene Zentrum dieser frühen Comic-Verfilmung. Burtons Vision und Umsetzung des Batman-Kosmos wandelt dabei stets zwischen optischer Gefälligkeit und eminenter narrativer Schwäche. Dies mag auch am massiven Eingriff des beteiligten Studios gelegen haben, welches Burton anscheinend stark in seiner Arbeit eingeschränkt hat, nichts desto trotz kann dies nicht a priori als Ausrede für sein letztendlich höchst mittelmäßiges Ergebnis herhalten: Zu konventionell, zu einfach die Figuren, zu offensichtlich auf Event getrimmt, verharrt „Batman“ über die gesamte Spieldauer in seinen durchaus vorhandenen Ansätzen, die dann oftmals auch nur vom Joker ausgehen. Letztendlich verkommt dieser Film zu einem „Stlye over Substance“ Destillat effektheischender optischer Effekte, die dann zu allem auch noch, gerade in der bemüht actionlastigen Schlusssequenz, zu lang geraten sind und den Film unnötig in die Länge ziehen. Das „Batman“ über die gesamte Spieldauer eine latente inspiratorische Leerstelle, vor allem in der Narration, weniger in der optischen und sehr düsteren Umsetzung, inhärent ist, kann somit zu keinem Zeitpunkt kaschiert werden - 5 von 10 Punkten.


Batmans Rückkehr“ (1992)

Zunächst: An dieser Stelle habe ich getreu dem Motto „Ein Mann, ein Wort“ eine Bringschuld einzulösen: Im Zuge meiner Top 5 der Comic-Verfilmungen entbrannte in den Kommentaren eine Diskussion um eben diesen Film, also „Batman Returns“, den ich weder in dieser Top 5 erwähnt, noch in den einführenden Worten als wichtigen Vertreter des Genres genannt habe. Man suchte mich davon zu überzeugen, dass dieser zweite Burtonsche Batman auf jeden Fall zu den besten Comic-Verfilmungen aller Zeiten gehören würde, was ich aus damaliger Sicht jedoch, eben einerseits aus Unkenntnis des Films, als auch aus meiner vorgefassten Meinungen zu anderen Batman-Filmen die ich bereits kannte, vehement bestritten habe. Gleichzeitig habe ich jedoch Folgendes eingeräumt: „Sollte ich mich jetzt, was "Batman Returns" angeht, wirklich irren, das weiß ich wenn ich ihn gesehen habe, dann werde ich öffentlich hier Abbitte leisten“ - Dieser Zeitpunkt ist nun, ich war im Übrigen nach dem Sehen von „Batman“ (1989) noch skeptischer als zuvor schon, gekommen: Ich war im Unrecht. Mea Culpa!


Mag „Batman“ vielleicht nicht aus der Sicht des Studios ein Misserfolg gewesen sein, wurde der Film doch aus finanzieller Hinsicht ein absoluter Renner, so kann dies wohl ohne jeden Zweifel aus der Sicht seines Regisseurs Tim Burton konstatiert werden, so dass dieser nur unter der Gewährung der völligen künstlerischen Freiheit zu Realisierung eines zweiten Batman-Ablegers bereit war. Ich habe es im Vorigen bereits angedeutet, es ist überaus erstaunlich, welch qualitativer Unterschied zwischen diesen beiden Filmen liegt. Neben der verfeinerten und perfektionierten düsteren und expressionistischen Szenerie (Herrlich allein die Anspielung: Max Schreck), in die Burton Gotham City taucht, ist es vor allem das narrative Konzept, die Zeichnung der Figuren und die Positionierung zueinander, die diesen Film in Sphären führt, die bis heute in den Comic-Verfilmungen nur in Ausnahmefällen und anno 1992 mit Sicherheit zum ersten Mal thematisiert worden sind, und die somit holhzschnittartigen, erzählerisch monokausalen, und simplifizierenden Ebenen enthoben sind. Der doppelte Dualismus der Figuren Batman alias Bruce Wayne und Catwoman alias Selena Kyle einerseits, sowie Pinguin alias Oswald Cobblepot und Max Schreck auf der anderen Seite, erlaubt Burton eine psychologische Skizzierung des Wesens und dem damit verbundenen Handeln seiner Protagonisten, deren erreichte Tiefe sich fundamental von den rudimentären Versuchen des direkten Vorgängers unterscheidet. Grandios aufgelegte Schauspieler, ein absolut prägender Score, sowie ein herrlich schwarzer Humor lassen „Batmans Rückkehr“ somit zu einer der künstlerisch wertvollsten Comic-Verfilmungen werden, die es gibt – 10 von 10 Punkten.


PS: Diese Wertung ergab sich nach zweifacher Sichtung, unterbrochen von der folgenden Lektüre, die in Bezug auf den Film ohne wenn aber zu empfehlen ist, und die meine Sicht auf den Film und den oben stehenden Text durchaus beeinflusst hat. Des Weiteren sei an dieser Stelle noch angemerkt, dass die Sichtung von „Batmans Rückkehr“ und die damit verbundene Wertung von 10/10 keine Auswirkungen auf meine Wertung von „The Dark Knight“ hat. Viel mehr bin ich in meiner Meinung bestärkt worden, dass ein inhaltlicher Vergleich abseits von subjektiven Präferenzen die darauf abzielen welche Vision einem besser gefällt, auf Grund der fundamental divergierenden Schwerpunksetzung, wenig zielführend wäre.


Doom“ (2005)

Da sind sie völlig fertig die Doom-Jünger: „Ey, völlig geil Alter! Sieh mal: Die „Big Fucking Gun“ - Herzlich willkommen bei einer weiteren grandios miesen Game-Verfilmung, die die Welt nicht braucht. Nun gut, jetzt mag man natürlich einwenden: Welchen Film braucht es überhaupt? Ich sage: „Keine Ahnung!“ Was ich aber definitiv weiß ist Folgendes: „Diesen Film braucht kein Mensch.“ Ich meine, wenn man sich schon offensichtlich darauf beschränkt eine reine „Hommage“ an die Vorlage und damit zielgerichtet ausschließlich die Zocker anzusprechen, hätte man sich doch wenigstens an die Original-Geschichte mit ihrem Gesocks aus der Hölle halten können, getreu nach dem Motto: Hölle ist immer gut! Was macht man stattdessen? Richtig: Man entwirft eine grandios miese Geschichte um missglückte Menschenversuche und reichert diese noch um einen schön konstruierten Nebenplot um Befehlsgewalt und Befehlsverweigerung an. Sicher, das kann man ohne Probleme machen, nur dann sollte man wenigstens ein bisschen so tun, als ob einen seine eigene Geschichte auch interessiert, und sich nicht drauf beschränken den Fans der Spiele möglichst viele Aha-Erlebnisse, in der Art des im vorigen bemühten BFG-Syndroms zu bieten. Wie wär's im übrigen mal mit ein bisschen Spannung gewesen? Vielleicht könnte man dies aber alles noch verschmerzen, wenn man bereit ist, sich auf einen solchen Nonsens einzulassen, allerdings sorgt gerade die visuell interessanteste Sequenz im Film dafür, das eklatanteste Problem von „Doom“ zu offenbaren: Die offensichtliche, rund fünf minütige Dedicated-To-EgoShooter-Sequenz mag als solche interessant sein, zeigt aber auch die offensichtliche Sinnlosigkeit dieses Films, der offensichtlich nur die „Fans“ ansprechen soll: Wenn der Film jetzt nun schon wie ein Shooter aussieht, mit dem einzigen Ziel auf dem Weg von A nach B möglichst viele Zombies zu zerlegen, warum soll ich mir den dann ansehen? Dann kann ich mich gleich vor den PC setzten und das Spiel spielen, da kann ich die Figur nämlich wenigstens selber steuern. Ach ja: Eins muss ja mal wirklich zu Dwayne „The Rock“ Johnson gesagt werden: Egal in welchem Grotten-Film er mitspielt, an ihm liegt es jedenfalls nicht. Was in Bezug auf „Doom“ allerdings auch nicht sonderlich schwer ist. - 2 von 10 Punkten.



Manche mögen's heiß (1959)

Some like it hot“, so der Original-Titel dieses Films, gilt in der öffentlichen Meinung im allgemeinen auf der einen Seite als eine der besten Komödien aller Zeiten, und auf der anderen Seite als wohl der bekannteste Film von Marilyn Monroe, oder auch kurz „Die Monroe“ genannt, die wohl, das kann völlig wertfrei konstatiert werden, nicht nur John F. Kennedy, sondern Millionen von Männern auf dieser Erde den Kopf verdreht hat. Wie dem auch sei: Billy Wilders Komödie ist jedenfalls zu Vorderst eine herrlich skurrile Farce. Dabei ist die Ausgangssituation eigentlich alles andere als lustig: Die Staaten zur Zeiten der Prohibition, die den Alkohol bekanntlich zwar von den Straßen, nicht aber aus der Welt geschafft hat und diesen somit zu einer sehr beliebten Einkommensquelle für die Mafia gemacht hat. In einer solchen Situation sollte man dem Mob besser nicht in die Quere kommen, anders also als unsere beiden Protagonisten, die sich in der Folge auf der Flucht befinden. Und was liegt näher, wenn man eh schon Musiker ist? Richtig: Man verkleidet sich als Frauen und verdingt sich bei einer Frauen-Band. „Manche mögen's heiß“ bezieht seine Komik aus seiner offensichtlichen Verdrehung der Geschlechterrollen, also der damit verbundenen Überzeichnung und Pointierung geschlechtlicher Klischees. Der Plot als solche, eine einzige skurrile Konstruktion, ausgestattet mit einer überdurchschnittlichen Dialogdichte, sowie stimmiger Situationskomik, bleibt stets präsent, ohne sich aber in den Vordergrund zu drängen, der vor allem den Darstellern (Tony Curtis, Jack Lemmon, Marilyn Monroe) gehört. Wilders Komödie ist in der der Summe ein Paradebeispiel für ein Humorstück, dass während der gesamten Spielzeit auf einem weit überdurchschnittlichen Niveau agiert und dann noch das Kunststück schafft, mit der Schluss-Pointe als absoluten und ultimativen Höhepunkt der Farce zielsicher ins Schwarze treffen. - 9 von 10 Punkten.


Planet der Affen (1968)

Wenn Charles Heston alias George Taylor am Ende dieser Endzeitversion, die „Planet der Affen“ natürlich auch und vor allem ist, voller Verzweiflung, seine eigene Spezies verfluchend, in den Sand des Strandes sinkt, den er mit Nova nach der erfolgreichen Flucht von den Affen entlang geritten ist, dann überkommt den Zuschauer ein eiskalter Schauer. Die Gesellschaft, wie wir sie kennen, sie existiert nicht mehr, in einem nuklearen Inferno dahin geschlachtet von dem Wahnsinn, der sich unsere Zivilisation nennt. Es sind die Reste der Freiheitsstatue, die die Jahrhunderte überdauerte, und ihre Fackel in den Himmel empor streckt, die somit in stummer Anklage als Beweis für die zerstörerische Hybris der Menschheit gelten muss. „Planet der Affen“ unter der Regie von Franklin J. Schaffner gilt ganz ohne jeden Zweifel zu Recht als einer der Meilensteine der dystopischen und gesellschaftskritischen Science-Fiction. Dabei thematisiert der Film nicht nur die in den Sechzigern des vorigen Jahrhunderts ständig virulente Angst vor der drohenden Eskalation des Kalten Krieges und den damit wahrscheinlich verbundenen nuklearen Waffengang zwischen den Systemblöcken Ost und West, sondern streift en passant – und diese zurückhaltende Eindringlichkeit ist einer der großen Stärken dieses Film – zahlreiche weitere gesellschaftlich relevante Konfliktfelder: Der Hochmut der Menschen gegenüber den in ihren Augen primitiveren Lebewesen auf dieser Erde einerseits und dem Rassismus innerhalb der eigenen menschlichen Zivilisation andererseits, wird in „Planet der Affen“ ebenso textualisiert, wie das schwierige Verhältnis von Wissenschaft und Religion und den damit verbundenen (oftmals missbrauchten) Machtpotentialen. Die in diesem Film vorgenommen Umkehrung der Rollen zwischen Menschen (Unterentwickelt) und Affen (Zivilisiert), fungiert in diesem Zusammenhang als äußerst wirkungsvoller Katalysator des Anliegens, welches der Film zur Sprache bringen möchte. Trotz all diesen wichtigen Aspekten auf der Metaebene soll jedoch keinesfalls unterschlagen werden, welch dramaturgisch ausgefeilter Film „Planet der Affen“ doch ist, der über die gesamte Spielzeit hoch spannend erzählt und inszeniert ist, der somit den Bogen von der reinen Unterhaltung und der gesellschaftlichen Relevanz mit spielerischer Leichtigkeit zu schlagen weiß. Letztlich ist somit zu konstatieren, dass die (für die damalige Zeit) exzellenten und dteailverliebten Kostüme und Masken der Affen, der harmonische Score von Jerry Goldsmith, sowie der fein eingestreute Humor, „Planet der Affen“ im Verbund mit seiner Gesellschaftskritik zu einem zeitlosen Klassiker und wichtigsten Vertreter seines Genres machen – Im übrigen ist Nova in etwa so heiß wie die Hölle – 10 von 10 Punkten.


Tatsächlich... Liebe (2003)

Nun sind wir doch mal ehrlich: Frauen (Natürlich nicht Alle) lieben herzreissende, zuckersüße, oftmals - mal mehr, mal weniger - verkitschte Romanzen a la „Pretty Woman“, „Dirty Dancing“ oder auch „Bodyguard“, während Männer (Natürlich nicht Alle) mit diesen Vertretern des Films in der Regel nicht sonderlich viel anfangen können. Es gibt jedoch auch Filme die einen wunderbaren und austarierten Mittelweg beschreiten, die romantisch sein können, ohne kitschig zu sein. Die wunderschön sein können, ohne das der Zuschauer einen Zuckerschock erleiden muss. Die ein heiteres Happy End ebenso zu bieten wissen, wie das ehrliche Ende mit bitterem Nachgeschmack: Der mächtige Politiker und die „einfache“ Angestellte, der betrogene (britische) Ehemann und seine (portugiesische) Haushälterin, der alternde Rockstar und sein Manager, die frisch Verheiratete und der beste Freund ihres Ehemannes, der kleine Junge und sein erster Schwarm, sein frisch verwitweter Stiefvater und die Mutter des Schwarms seines Stiefsohns, Die Sekretärin, ihr Chef und seine von ihm hintergangene Ehefrau, die durch ihren kranken Bruder gebundene Schüchterne, und ihr gar nicht so heimliche Liebe, der deprimierte britische Botenjunge, der sein Glück in den USA sucht, die beiden Doubles für pikante Filmszene, die sich auf ungewöhnliche Art und Weise kennen lernen. - Um all diese wunderbaren, skurillen und tragischen Geschichten geht es bekanntlich in „Tatsächlich... Liebe“, die auf der narrativen Ebene immer wieder rudimentär zusammengeführt werden. Ein tatsächlich wunderschöner Film, der von „wahrer Liebe“ zu erzählen weiß, ebenso von den Umwegen, die diese manchmal nimmt. Ein Streifen, der von der tiefen Freundschaft zweier Männer zueinander, und von der ersten Liebe zweier Heranwachsenden berichtet, aber auch von Opferbereitschaft und Enttäuschungen, die zum Leben eben auch dazu gehören. Dies alles wird von einem wunderbar aufspielendem Ensemble mit all der Leichtigkeit, die überhaupt nur möglich ist, vorgetragen, völlig unverkrampft, immer ehrlich, manchmal eben auch ein bisschen anrührend, angereichert mit einer Priese von britischem schwarzem Humor. Ein wahrhaft großartiger, vorweihnachtlicher Episoden-Film über eines der wohl zeitlosesten Thema der Menschheit überhaupt. - 8 von 10 Punkten.



27 Kommentare:

Rajko Burchardt hat gesagt…

ich würde jetzt echt gern was schreiben, aber meine handprellung macht dies unmöglich und mit links geht das nicht. hole ich nach.

Kaltduscher hat gesagt…

Also ich habe ja dank dem ZDF auch zum ersten mal die beiden Burton-Batmans sehen dürfen - und meine Meinung weicht stark von Deiner ab.

verharrt „Batman“ über die gesamte Spieldauer in seinen durchaus vorhandenen Ansätzen, die dann oftmals auch nur vom Joker ausgehen.

Hat doch bei "The Dark Knight" auch niemanden gestört ;) In meinen Augen ist "Batman" ein wunderbarer Film, auf der einen Seite düster, auf der anderen schrill und verrückt. Diese beiden Ebenen zu einem Ganzen zu verbinden ist eine große Leistung Burtons. Dazu Nicholson, ein Traum. Nur das Drehbuch krankte etwas. Von mir gibts eine 8/10 ;)

"Batman Returns" hatte dann zwar ein merklich besseres Drehbuch, war mir an manchen Stellen aber zu trashig. Nichtsdestotrotz ein guter Film (7,5/10)

Nach meiner kommenden Zweitsichtung (nach BD-Release)lass ich mich aber gerne eines besseren belehren ;)

C.H. hat gesagt…

Oha. Dann schreibe ich mal was, nämlich "Gute Besserung!"

C.H. hat gesagt…

@ Kaltduscher:

Also ich habe ja dank dem ZDF auch zum ersten mal die beiden Burton-Batmans sehen dürfen

Dito! :D

Ich kann mir im Übrigen vorstellen, dass du mit deiner Einschätzung, dass "Batman" besser ist, als "Batman Returns", ziemlich alleine da stehst. ;-)

tumulder hat gesagt…

Ich komme nochmal wieder sobald ich nicht mehr hyperventilieren muß und sich mein Blutdruck normalisiert hat.^^

C.H. hat gesagt…

O Weia. Ich glaub ich bekomm Ärger wegen "Doom".^^

Kaltduscher hat gesagt…

Oha. Dann schreibe ich mal was, nämlich "Gute Besserung!"

Jetzt dachte ich schon, Du meinst mich. Im übrigen ists mir Wurscht, ob ich mit meiner Meinung alleine da stehe, das tue ich ja zu oft (Boll et cetera) ;) :D

Aber wie gesagt, bei der Erstsichtung war mir "Batman Returns" zu trashig und überladen, aber ich muss mir die Filme nochmal in Ruhe zu Gemüte führen.

tumulder hat gesagt…

So, Sauerstoffgerät kann wieder abgeschaltet werden. Doom interessiert mich nicht die Bohne, mich würde aber mal die echte Handlung von Doom interessieren.;)

Nee, was mich wirklich ärgert ist das was Du hier zum ersten Burton Batman abläßt. Weil das einfach nicht haltbar ist. Mag sein, daß der Dir nicht gefallen hat (ja ist bunt und hat einen verbrecherischen Prince Soundtrack), aber das ist noch lange kein Grund ihn dermaßen auseinander zu nehmen, zumal Du die künstlerische Komponente völlig außen vor läßt. Ich hätte da schon ein wenig mehr Objektivität erwartet.

tumulder hat gesagt…

Zu konventionell, zu einfach die Figuren, zu offensichtlich auf Event getrimmt, verharrt „Batman“ über die gesamte Spieldauer in seinen durchaus vorhandenen Ansätzen, die dann oftmals auch nur vom Joker ausgehen.

BTW: Genau das kann man auch zu The Dark Knight schreiben, der von Dir als Meisterwerk angesehen wird. Was ist an dem nicht konventionell, nicht auf Event getrimmt, wo verharrt er nicht in seinen Ansätzen und wo ist er vor allem nicht nur vom Joker abhängig?

C.H. hat gesagt…

Ja, was den nun? Lasse ich die künslterische Kompente nun außen vor, oder aber kritisiere ich Burtons Visualisierung des Films ("Ist ja bunt")?

Antwort: Weder noch. Ganz im Gegenteil, weder ignoriere ich diesen Aspekt, kritisieren tu ich ihn schon gar nicht. Um mich selber zu zitieren: "...stets zwischen optischer Gefälligkeit..." , oder aber auch: "weniger in der optischen und sehr düsteren Umsetzung" . Sicher, das ist kein überschwängliches Lob, doch mitnichten eine Kritik, oder gar eine schnöde Mißachtung. Aber in diesem Zusammenhang muss man aber eben auch sehen, dass die optische Brillanz von Burton nur einen Film später eben auf weitaus ausgefeiltere Art und Weise auf Zelluliod gebannt worden ist.

Aber die Optik, die mir also druchaus gefallen hat, ist ja auch nicht der Grund für diesen - in deinen Worten - Veriss (Was es in meinen Augen im Übrigen nicht ist). De facto ist es nämlich so, dass ich mich durch diesen Film beim Sehen doch sehr quälen musste: Die Handlung, die Dramatrugie, sie ist konventionell, wenig inspierend, eben imho ziemlich langweilig (gerade auch das Finale). Nichts konnte mich "packen", von ein zwei Szenen mit dem Joker mal abgesehen.

hat einen verbrecherischen Prince Soundtrack

Nun sei mal vorsichtig damit, blindlings allgemeine Kritik, die du vielleicht oftmals zu dem Film hörst, automatisch auf mich zu beziehen. ;-) De facto gehört die Zerstörungs-Tour des Jokers, sowie der Auftakt seiner Parade, INKLUSIVE der musikalischen Untermalung, in meinen Augen zu den amüsantetsten und besten Szenen des Films. --> Im Übrigen war der von mit augeführte Aspekt der Nicholson-Fokusierung nicht als Kritik gemeint.

Ich hätte da schon ein wenig mehr Objektivität erwartet.

Sorry, aber ich habe nur meine persönliche und damit subjektive Meinung ;-)

Genau das kann man auch zu The Dark Knight schreiben, der von Dir als Meisterwerk angesehen wird. Was ist an dem nicht konventionell, nicht auf Event getrimmt, wo verharrt er nicht in seinen Ansätzen [...]

Mal angenommen, das wäre so - Jaja, ich weiß: für dich trifft das in Bezug auf "Dark Knight" zu ;-) - Also anders formuliert: Mal angenommen, ich würde das so sehen wie du (was ich bekanntlich nicht tue), was genau würde das dann an "Batman" verbessern?

Um ein anderes Beispiel zu nennen: Unterhalten sich zwei Studneten in der Uni. A: "Du, das Referat eben war aber scheiße!" B: "Also ob du das besser könntest." A: "Was ändert denn meine eigene Unfähigkeit, an dem Unvermögen Anderer?" ;-) Relevant wäre dein Argument nur, wenn ich persönlich den Burton-Batman mit dem Nolan-Batman zwanghaft verglichen hätte. Und da habe ich ja mehr als ein mal erwähnt, dass es mir genau darum eben nicht ging, bzw. das nicht wollte.

In meinen Augen ist dieser erste Batman nun eine höchst durchschnittliche (5! Punkte) Comic-Adaption, die mit Sicherheit keine Katastrophe ist, ein wirklich guter Film sieht allerdings anders aus. Tim Burton selbst betrachtet diesen Film ja als misslungen. Und wer bin ich, als das ich Tim Burton widersprechen würde... ;-)

Flo Lieb hat gesagt…

Stimme Tumulder zu, mir entzieht sich das Verständnis zu deinen Äußerungen bzgl. der beiden BATMAN-Filme einerseits, sowie den Kritikpunkten an BATMAN und den Lobhudeleien an DARK KNIGHT andererseits.

Und DOOM seh ich jetzt auch nicht schlechter als jeden RESIDENT EVIL, MAX PAYNE oder Uwe Boll-Film. Die Ego-Shooter-Sequenz fand ich übrigens das beste am Film, das hätte ich mir die ganze Zeit gewünscht.

Kaiser_Soze hat gesagt…

Ja, ja, ja, der Mann hat verstanden, und ich kann dich wiederum bei deiner Argumentation verstehen. Denn was hat der eine mit dem anderen zu tun, wenn man sie nicht zwingend vergleicht. Die Intentionen der Regisseure gehen imho zu weit auseinander. Aber nun gut.

Trotzdem: BATMAN hast du mir zu schwach bewertet. Schade. Hauptsache du erkennst die Klasse von seinem Nachfolger. ;-)

C.H. hat gesagt…

Tja, fand "Batman" halt sehr langweilig, gerade im Vergleich zu seinem Nachfolger. ;-)

Rajko Burchardt hat gesagt…

Ich kann deine Kritik an BATMAN auf jeden Fall nachvollziehen. Er hat gute Ansätze und auch gewisse Maßstäne gesetzt für eine moderne Comicverfilmung, aber es ist eben Produzentenkino und nicht die Auteur-Vision Burtons, die man eben drei Jahre später präsentiert bekam.

Freue mich übedies natürlich über die geleistete Abbitte und kann selbstverständlich jedes Wort zu RETURNS unterstreichen. Ich bin mit meiner überpathetischen Besprechung übrigens gar nicht zufrieden, aber wenn sie wenigstens dafür gut ist, einige Denkansätze zu liefern, soll's mir recht sein.

Und jetzt noch die Schumacher-Filme.^^

C.H. hat gesagt…

Hm, schon bemerkenswert: Da stellt sich einem doch die (rhetorische)Frage warum der Einzige, der wegen "Batman" nicht auf mich einschlägt, jener ist, der gleichzeitig auch der wohl größte "Burton-Fan" in der Bloggersphäre ist? ;-)

Flo Lieb hat gesagt…

Hm, so wie ich Rajko bei seiner Besprechung von BATMAN damals verstanden habe, siedelt er den Film dennoch höher als die beiden müden Nolan-Vehikel an. :-P

C.H. hat gesagt…

Du kannst die Vergleiche zwischen Nolan und Burton nicht lassen oder? ;-) Als ob es mir da jemals darum gegangen wäre. Als ob ich jemals gesagt hätte, dass "Batman" "schlecht" ist, weil die Nolans imho toll sind, nein, mein erster Satz hat Vergleiche doch sogar von vornherein als nicht gewollt ausgeschlossen. Ihr macht mich alle fertig... :D

Flo Lieb hat gesagt…

Es geht nicht um den Vergleich, der hinlänglich ist, da man Burtons gelungene Filme nicht mit Nolans Murks vergleichen kann :P

Z.B.: optischer Gefälligkeit und eminenter narrativer Schwäche

Trifft m.E. auch auf die Nolan-Filme zu. Zu DARK KNIGHT meinteste du: dessen Plot (...) gleichzeitig so dicht und tiefgründig ist
--> Lachhaft ;)

zu offensichtlich auf Event getrimmt, verharrt „Batman“ über die gesamte Spieldauer in seinen durchaus vorhandenen Ansätzen, die dann oftmals auch nur vom Joker ausgehen

Der Satz spricht glaube ich für sich hinsichtlich TDK...

Ich beende mein Plädoyer, die Jury darf entscheiden -

C.H. hat gesagt…

Es geht nicht um den Vergleich, der hinlänglich ist, da man Burtons gelungene Filme nicht mit Nolans Murks vergleichen kann :P

Und warum tust du es dann im weiteren Verlauf deinbes Kommentars? :P

PS: Und wer ist die Jury? ;-)

Rajko Burchardt hat gesagt…

Natürlich kann ich BATMAN noch sehr viel abgewinnen, ja, auch mehr als den beiden Nolan-Interpretationen, aber im Kern ist es kein wirklich guter Film, Burton-Fanboy hin oder her. Der Film ist sehr indifferent, wirkt meist wie ein Flickwerk und lässt eine klare, strenge Regie vermissen.

Aber ich muss natürlich zustimmen, wenn Flo den Vorwurf erzählerischer Schwäche an DARK KNIGHT zurückgibt - dessen Drehbuch ich auch ziemlich besch...eiden fand. ;)

C.H. hat gesagt…

dessen Drehbuch ich auch ziemlich besch...eiden fand

Ich nicht. Ich steh halt auf so nen pseudo-politischen-Scheiß auf der Metaebene. ;-) Aber die Diskussion zu "TDK" find ich eh langsam ein wenig müßig. Zu Konsens kommts da eh nicht mehr. Muss ja auch nicht. ;-)

In Bezug auf "Batman" wohl im Übrigen auch nicht. ;-)

Flo Lieb hat gesagt…

Auch hier war die Kritik etwas zu harsch. Wahrscheinlich ist doch Rajko zuzustimmen - er wird sich freuen -, dass man Filme mehr zu schätzen weiß, wenn man sie näher in ihrer Schaffenszeit erlebt hat. Was man an BATMAN und STAR WARS ja sieht. Rajkos eigene Meinung mag da wahrscheinlich individuell etwas kritischer sein, da er sich ausführlicher mit Burtons gesamter Palette beschäftigt hat und somit auch innerhalb dessen Filmographie wohl nochmal einen Standpunkt von "innen" heraus vertritt, gegenüber uns anderen Beobachtern von "außen".

C.H. gebe ich Recht, dass es der Themen TDK und WANTED inzwischen genug ist. Letztlich ist es auch ein subjektives Erlebnis, inwiefern man irgendwo Inhalt findet. Manche halten auch die BILD-Zeitung für informativ (ohne an dieser Stelle die Meinung eines Bloggers mit jenem Blatt gleichsetzen zu wollen).

C.H. hat gesagt…

Wie auch schon bei "Dracula": Thumb Up! ;-)

Rajko Burchardt hat gesagt…

Es gab 'ne WANTED-Diskussion? Wann und wo?

Was gibt es bei diesem saftigen Action-Aha-Erlebnis denn zu diskutieren? ;)

lalia hat gesagt…

"tasächlich.. Liebe" ist schon schön, nur sehr rührselig.

Manch mögen's heiß dagegen ist absolut spritzig witzig und ein Tick romantisch *g* die Doku im Anschluss fand ich sehr aufschlussreich, wie Marilyn Monroe war und wie sie zu dem wurde, was wir heute von ihr kennen.

Ich glaube Method Acting ist ein gefährliches Spiel mit dem eigenen privaten Leben...

C.H. hat gesagt…

@ Rajko:

Naja, bei mir ein bißchen und bei tumulder glaube ich auch. Aber die Hunde sollte man besser nicht wecken... ;-)

@ lalia:

"Tatsächlich...Liebe" hast du sehr rührselig gefunden? Nun ich glaube da gibt es schlimmere, aber selbt wenn: Rührseligkeit ist gerade zu Weihnachten erlaubt. ;-)
"Some like it hot" war in der Tat richtig klasse, die Doku hinterher habe ich aber leider nicht mehr gesehen.

lalia hat gesagt…

nun, ich bin in Bezug auf Liebeleien und Rührseligkeiten eher deprimiert ^_^

also die Doku kann ich nur empfehlen, falls sie mal wieder kommt.

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