Montag, 27.04.09
„Driven“ (Kabel 1, 20.15 Uhr)
Muhaha.... „Das Lexikon des internationalen Films bezeichnete Driven als 'inszenatorisch so ungeschickt und thematisch so klischeehaft und überfrachtet, dass auch die wenigen guten Aufnahmen des Renngeschehens' untergingen.“ (Wikipedia)
„Willkommen zu Hause“ (SWR, 20.15 Uhr)
„Ich will deinen Krieg nicht in meinem Haus“, schleudert eine verzweifelte Mutter ihrem Sohn entgegen. Einer der besten Momente, in einem mehr als nur sehenswerten Spielfilm über den deutschen Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan, beziehungsweise dessen Folgen. Es ist nicht der KRIEG der Soldaten, sondern es ist unser Krieg, der da am Hindukusch geführt wird. Von den Politikern als eine Art des bewaffneten THW-Einsatzes deklariert, in der bundesdeutschen Gesellschaft nur am Rande wahrgenommen, wenn überhaupt, pflegt die BRD ihr Nichtverhältnis zur eigenen Armee. Ein bewusstes Ausblenden, nur zeitweilig unterbrochen, nämlich immer dann wenn die Bundeswehr Opfer zu beklagen hat, stets gefolgt von den immer gleichen (unsinnigen) Debatten. In diese Leerstelle stößt „Willkommen zu Hause“, und schafft es die Brücke zwischen Unterhaltung und wichtigem Anliegen zu schlagen.
„Immer Ärger mit Harry (ARD, 01.05 Uhr)
Der Master of Suspense kann auch anders. Ganz komödiantisch, ist „Immer Ärger mit Harry“ britischer Humor wie er im Buche steht. Toll besetzt und gespielt. Ein kurzweiliger Spaß, der sich vor den großen anderen Hitchcocks sicher nicht verstecken muss. Eine Rezension zum Film findet sich beim Kollegen nebenan.
Dienstag, 28.04.09
„Hollow Man“ (ZDF, 00.35 Uhr)
Paul Verhoevens Science Fiction Thriller ist mit Sicherheit kein Highlight der Filmgeschichte, doch insgesamt als äußerst unterhaltsam zu bezeichnen. Und während der Film bei mir persönlich fleißig Elisabeth Shue – Bonuspunkte sammelt, ist mir die fehlende Tiefe von Geschichte und Figuren ziemlich schnuppe.
Mittwoch, 29.04.09
„American Beauty“ (Kabel 1, 20.15 Uhr)
„American Beauty“ gefällt sich darin mit typischen Klischees zu spielen und sie somit ins Auge des Betrachters zu rücken. Mendes hält der amerikanischen Gesellschaft einen Spiegel vor, in dessen Abbild die Familien-Idylle, der „American Dream“ zu einem Zerrbild, einer hässlichen Fratze ihrer selbst stilisiert wird, bis diese endgültig in einem Scherbenhaufen zusammenbricht. Was diesen Film auszeichnet ist nicht nur sein gelungener und mehr als zynische Humor. Vielmehr ist es das Zusammenspiel aus diesen Elementen und vor allem der ganzen Tragik, die sich natürlich auch in der Geschichte verbirgt.
„Die üblichen Verdächtigen (Kabel 1, 22.30 Uhr)
Kevin Spacey zum zweiten, der mich auch in „Die üblichen Verdächtigen“, ganz im Gegensatz zu einem großen Teil seiner in diesem Film spielenden Kollegen, begeistern kann. Insgesamt ein Verwirrspiel der gehobenen Klasse, dass mich aber nicht übermäßig begeistern konnte (8/10 Punkte). Eine ausführliche Kritik zum Film, findet sich HIER.
Donnerstag, 30.04.09
„Spurlos“ (Vox, 22.25 Uhr)
Ehepaar Jeff (Kiefer Sutherland) und Diane (Sandra Bullock) fahren zusammen in den Urlaub. Plötzlich ist Diane spurlos verschwunden. Nach Jahren meldet sich ein gewisser Barny (Jeff Bridges) bei Jeff. Der Film hat mir eigentlich ziemlich gut gefunden. Aber vielleicht liegt das auch nur daran, dass ich das holländische Original, welches einige Jahre zuvor vom selben Regisseur inszeniert wurde, nicht kenne.
Freitag, 01.05.09
„Deep Blue Sea“ (Pro 7, 22.15 Uhr)
Herrlicher Trash in B-Movie Gewand, der aus diesem Stigma eine Tugend macht, da verdammt amüsanter Hai-Horror von Renny Harlin mit einem coolen Koch und einer immerhin partiell originellen Erklärung, warum sich Frau im Angesicht des tödlichen großen Weißen bis auf die durchnässte Unterwäsche ausziehen muss. Awesome!
„Eyes Wide Shut“ (RTL II, 22.30 Uhr)
Nein, „Eyes Wide Shut“ ist Film mitnichten ein „Porno für Arme“, sondern reiht sich vielmehr nahtlos in die lange Reihe großartiger Kunstwerke Stanley Kubricks ein. Tom Cruise war wohl niemals besser (Vielleicht noch in „Magnolia“), gleiches gilt für Nicole Kidman. Ein Film, der mich immer wieder Gefangen nimmt. Meine ausführlichen Worte zu diesem Meisterwerk finden sich HIER.
„Fürst der Finsternis – Die wahre Geschichte von Dracula (Kabel 1, 23.15 Uhr)
Werde ich mir ausschließlich aus Interesse am Sujet aufnehmen. Ich hoffe im besten Fall auf unterhaltsamen Trash, und erwarte im schlimmsten Fall fürchterlichen Rotz. Kennt jemand Joe Chappelle?
Samstag, 02.05.09
„Lebenszeichen – Proof of Life“ (Pro 7, 20.15 Uhr)
Der ist gar nicht mal so schlecht. Zwar bleibt Meg Ryan in ihrer Rolle recht blass, doch dafür weiß Russel Crowe in seiner Rolle als Vermittler in Entführungsfällen zu überzeugen. Kein Highlight, aber solide Unterhaltung im annehmbaren Bereich ist gegeben.
„Windtalkers“ (ARD, 00.40 Uhr)
Ich schrieb beim letzten mal in den TV-Tipps: Amerikanischer Weltkriegs-Mist mit Nicolas Cage unter der Regie von John Woo – Man sollte den Mantel des Schweigens über diesen Film legen. Nun denn, schweigen wir...
Sonntag 03.05.09
„Borat“ (RTL, 20.15 Uhr)
Die Wikipedia schreibt, dass „Borat“ dem Genre der Mockumentary zuzuordnen ist. Bis eben habe ich nicht mal gewusst, was dieser Begriff bedeutet, so wie seinerzeit auch Sacha Baron Cohens hochgelobter Film komplett an mir vorbeigegangen ist. Bin sehr sehr gespannt.
„Hitch – Der Date Doktor (Pro 7, 20.15 Uhr)
Will Smith harmoniert mit Kevin James. Mein Augen harmonieren mit Amber Valetta und Eva Mendes. Jeder bekommt sein Mädchen, sogar lachen kann man an der einen oder anderen Stelle. Mehr als in Ordnung.
„The Big Easy“ (Tele 5, 20.15 Uhr)
Größter Pluspunkt des Films ist ohne Zweifel die Atmosphäre. Das Klima ist ebenso heiß und schwül wie die Beziehung zwischen dem Cop und der Staatsanwältin, gepaart mit der großen Leichtigkeit in New Orleans, kulminiert dies alles in einen Thriller, der einfach nur Spaß macht.
„Bad Boys“ (Pro 7, 22.30 Uhr)
Ich glaube fast, dass dies einer meiner Lieblings-Bays ist. Wenn man bei Bay überhaupt von Lieblings-Filmen sprechen kann. Wie dem auch: Will Smith und Martin Lawrence bilden ein unterhaltsames Doppel, welchem man gerne zusieht. „Bad boys, bad boys/ Whatcha gonna do/
Whatcha gonna do when they come for you?...“
Des weiteren möchte ich an dieser Stelle noch darauf hinweisen, dass Kabel 1 diese Woche seine Star Trek Festspiele eröffnet. So laufen am Freitag (01.05) gleich die ersten drei Abenteuer der Reihe: „Star Trek – Der Film“ (13.45 Uhr), „Star Trek II – Der Zorn des Khan“ (16.15 Uhr), sowie „Star Trek III – Auf der Suche nach Mr. Spock“ (18.20 Uhr). Am Samstag den 02.05. folgen dann „Star Trek IV – Zurück in die Gegenwart“ (20.15 Uhr) und „Star Trek V – Am Rande des Universums“ (22.35 Uhr). Das diese Abenteuer rund um die Enterprise und ihrer Crew an dieser Stelle keine weitere Erwähnung ist schlicht und ergreifend der Tatsache geschuldet, dass sich noch in dieser Woche auf „Kino, TV und Co“, pünktlich zum Start von „Star Trek (XI)“ eine Retrospektive auf die ersten zehn Filme finden lassen wird - und dieser soll ja schließlich nicht vorgegriffen werden...
Und wer meinem Urteil nicht traut, oder weiterführende Anregungen benötigt, den verweise ich gerne auf die folgenden Kollegen, die ebenfalls im wöchentlichen Turnus ihre Empfehlungen unter das Volk bringen: Donnerstags beim Zeitverschwender, Samstags bei From Beyond und Hard Sensations, sowie Sonntags bei Duke's Movieblog und Blockbuster-Entertainment.






5 Kommentare:
sondern es ist unser Krieg-- Nö, meiner ist es nicht :-P
Und während der Film bei mir persönlich fleißig Elisabeth Shue – Bonuspunkte sammelt-- Nicht nur bei dir.
dass mich aber nicht übermäßig begeistern konnte-- *kopfschüttel*
mit einem coolen Koch-- Wenn LL so Cool ist, dann nenn das Kind doch beim Namen.
Der ist gar nicht mal so schlecht.-- Du bist scheint mir total Crowe-verblendet. Fanboy ;-)
Bin sehr sehr gespannt.-- Den sollte man sich aber eigentlich OmU ansehen (finde ich zumindest).
Mehr als in Ordnung.-- *schüttel*
Borat ist doch bestimmt synchronisiert?
Der Rest passt, auch wenn das original zu Spurlos vor allem am Ende weitaus konsequenter ist.
Vielmehr ist es das Zusammenspiel aus diesen Elementen und vor allem der ganzen Tragik, die sich natürlich auch in der Geschichte verbirgt.Naja, die Tragik ist dann ja in erster Linie selbstgebastelt und dann auch einer der Minuspunkte des Filmes.;)
Und das Lexikon des internationalen Films sollte niemals als ernsthafte Argumentationsgrundlage herangezogen werden.^^
@ Flo:
Nö, meiner ist es nicht :-PNun, wenn das so ist, dann denke er an diesen Spruch wenn er bei der nächsten Wahl sein Kreuz macht. :-P
@ tumulder:
Lexikon des internationalen Films sollte niemals als ernsthafte Argumentationsgrundlage Würd ich auch niemals machen, nur ist mir meine Zeit zu schade, um mir eigenen Gedanken zu einem Schrott wie Driven zu machen... ;-)
BORAT auf Deutsch entbehrt jeglicher Grundlage.
Ansonsten: Mockumentary-Nachholbedarf! THIS IS SPINAL TAP.
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