TV-Empfehlungen für die Woche vom 01.06.09 - 07.06.09

Montag, 01.06.09


Das Parfüm – Die Geschichte eines Mörders“ (Sat 1, 20.15 Uhr)

Gelingt es Twyker zu Beginn des Films noch eine ungeheuer eindrückliche Wucht zu evozieren, zerfällt der Film im weiteren Verlauf immer mehr in seine Einzelteile. Für mich, der ich die literarische Vorlage nicht kenne, annehmbare Kinokost – Mehr aber auch nicht.


Hellboy“ (Pro 7, 20.15 Uhr)

Ungeheuer charmanter Comicspaß von Guillermo del Toro. Grenzt sich in seinem bodenständigen Humor und dem optischen Einfallsreichtum positiv vom sonstigen Einerlei des Genres ab. Nichts desto trotz: Das Sequel „Hellboy II – Das goldene Königreich“ ist noch eine ganze Klasse besser.


Memento“ (Das Vierte, 22.10 Uhr)

Für die Einen so etwas wie ein kultiges Meisterwerk, für die Anderen nicht mehr als ein überschätztes Filmchen für die Fraktion der Möchtegern-Cineasten. Ich hab mir Nolans Verwirrspiel immer noch nicht angesehen, und kann mich auch nicht recht dazu aufraffen. - Rezension.


Snakes on a Plane“ (RTL, 22.30 Uhr)

Gewollter Trash läuft immer dann Gefahr nicht als solcher wahrgenommen zu werden, wenn es nicht gelingt die entsprechende Atmosphäre zu suggerieren. Samuel L. Jackson passt nichts desto trotz wie die Faust aufs Auge in diesen Film. Annehmbar.


Matrix Reloaded“ (Pro 7, 22.30 Uhr)

Der zweite Teil der Matrix-Trilogie, die es wohl besser nie gegeben hätte. Aber: Die Special Effects sind über jeden Zweifel erhaben, und auch ansonsten ist der Film bei weitem nicht das oft kolportiere Desaster.


Good Woman – Ein Sommer in Amalfi“ (MDR, 22.45 Uhr)

Good Woman“ ist in seiner Summe ein durchaus gelungenes Spiel mit den oftmals pejorativ gebrauchten Begriffen von Anstand und Moral, sehr schön versinnbildlicht in dem einen Satz: „Ich habe nichts gegen Tratsch, wohl aber gegen die Moralisierung desselben.“ Gleichzeitig ist diese Komödie aber auch zu wenig innovativ, ohne die nötige Leichtigkeit, die sie ja durchaus ihr Eigen nennen möchte, um wahre Stürme der Begeisterung auslösen zu können. -- Review


Das Schweigen der Lämmer“ (Sat 1, 23.05 Uhr)

Ich weiß gar nicht, warum ständig über den Film gemeckert werden muss: Jodie Foster war in ihrer Karriere niemals besser, als in der Rolle von Clarice Starling. Anthony Hopkins begründete mit diesem Thriller den Mythos Hannibal Lecter, den er in der Folge erst mit dem miesen Sequel „Hannibal“ gefährdete, bevor er das immerhin erträgliche Prequel Roter Drache“ ablieferte. Alles in allem also ein Film, der das Prädikat Meisterwerk durchaus verdient.


Dienstag, 02.06.09


28 Tage“ (Kabel 1, 20.15 Uhr)

Ich bin kein Freund von Sandra Bullock, zu selten kann sie mich mit ihrer Schauspielkunst (sic!) überzeugen. Vielleicht gebe ich ihr aber noch mal eine Chance, und was könnte sich da besser anbieten als ein Drama rund um Alkohol und Drogen?


Mittwoch, 03.06.09


Million Dollar Baby“ (Kabel 1, 20.15 Uhr)

Oscar für den besten Film, Oscar für die beste Regie (Clint Eastwood), Oscar für die beste weibliche Hauptrolle (Hillary Swank), Oscar für die beste männliche Nebenrolle (Morgan Freeman) – Und das völlig zu Recht. Eastwood hat mit diesem Film ein emotionales Drama von ungeheurer gesellschaftlicher Relevanz geschaffen, und dies vor der Fassade eines Sport-Films. Meisterwerk!


Dirty Harry“ (Kabel 1, 22.45 Uhr)

Sorgt immer noch für anregende Diskussionen: Verkürzt lässt sich wohl sagen, dass dieser erste „Dirty Harry“ in seiner Konzeption in seinen Werten sehr konservativ geprägt ist. Aber lassen wir das an dieser Stelle alles mal beiseite, denn dann bleibt am Ende eben auch ein sehr spannender Cop-Thriller, der ohne Zweifel, wie ich nun bestätigen kann, in seinem Genre Maßstäbe gesetzt hat, aber vor allem auch in dem Gut was ist, was ein Film auch immer vordergründig sein soll: Er unterhält. Das sich auch Clint Eastwood selbst mit dieser in prägenden Filmfigur auseinandergesetzt hat, bewies er jüngst im famosen „Gran Torino“


Kops“ (SWR, 23.00 Uhr)

Und wieder mal ist es eine skandinavische Komödie, die mir jüngst von einem Bekannten empfohlen worden ist, und ein paar Wochen kommt sie schon im Fernsehen. Wir aufgenommen.


Donnerstag, 04.06.09


Krieg der Welten“ (ARD, 23.05 Uhr)

Auf Spielbergs „Krieg der Welten“ bin ich mal wirklich gespannt.


Freitag, 05.06.09


Men in Black“ (Pro 7, 20.15 Uhr)

Will Smith und Tommy Lee Jones retten die Welt vor bösen Außerirdischen. Humorvoll, unterhaltsam, einfach immer wieder gerne gesehen.


Samstag, 06.06.09


Catwoman“ (RTL, 20.15 Uhr)

Höhö. Ich glaub ich schau mir echt mal an, ob der wirklich so grottig ist, wie überall zu lesen ist. Ich zweifel ja nicht daran.


Der Exorzist“ (RTL II, 22.30 Uhr)

Hat mittlerweile auch schon mehr als dreißig Jahre auf dem Buckel, sehe ich aber auf Grund seiner atmosphärisch stimmigen und einwandfreien Umsetzung immer wieder gerne. Für mich ein Klassiker, unabhängig davon ob er eine krude Botschaft in sich trägt, oder nicht.


Der dritte Mann“ (RBB, 23.45 Uhr)

IMMER noch nicht gesehen, wird nun aber endlich nachgeholt (Die Hoffnung stirbt zu Letzt). Einstweilen verweise ich auf die Rezension von Kollege fincher, der sich dieses Klassikers angenommen hat.


Sonntag 07.06.09


Die Dolmetscherin“ (RTL, 20.15 Uhr)

Vor Jahren mal gesehen, aber so gut wie vergessen. Nicole Kidman war gar nicht so schlecht, wenn ich mich richtig erinnere. Aber ansonsten war der Film nur leidlich spannend. Kann man sich durchaus einmal ansehen, das reicht dann aber auch.


Men in Black 2“ (Pro 7, 20.15 Uhr)

Nicht mehr so gut, wie sein Vorgänger. Aber immer noch unterhaltsam. Will Smith zieht halt eigentlich immer. Aliens sind auch immer gut. Und Tommy Lee Jones sowieso.


Matrix Revolutions“ (Pro 7, 22.05 Uhr)

Der Abschluss der Matrix-Trilogie, der noch viel mehr verkehrt mach als der zweite Teil. Hoffnungslos überladen, versinkt der Film in seiner wirren Story. Hätte man natürlich ebenso lassen sollen, wie den zweiten Teil.



Und wer meinem Urteil nicht traut, oder weiterführende Anregungen benötigt, den verweise ich gerne auf die folgenden Kollegen, die ebenfalls im wöchentlichen Turnus ihre Empfehlungen unter das Volk bringen: Donnerstags beim Zeitverschwender, Samstags bei From Beyond, sowie Sonntags bei Blockbuster-Entertainment. Und der ganz besonderen TV-Tipp der Woche lässt sich bei Intermoviession finden (ebenfalls Sonntags).


Gar nicht mal so rationale Gedanken eines Bayern-Fan

Eine aufregende Bundesligasaison ist gestern zu Ende gegangen, nicht nur für den Bayernfan. Am Ende steht ein Deutscher Meister Wolfsburg, der sich die Salatschüssel wirklich verdient hat. Wer in der Rückrunde von Platz neun auf den ersten Rang stürmt, mit Grafite und Dzeko einen Sturm hat, der zusammen über fünfzig mal ins Schwarze trifft, der erringt dann eben auch die Meisterschaft. Den Titel hat diese junge Mannschaft aber eben auch deshalb geholt, weil sie den Psychospielchen aus München standgehalten hat. Ja, Felix Magath war sogar selbstbewusst genug wenige Tage vor dem Saisonfinale ein Interview auf dem Münchner Rathausbalkon zu geben, davor hatte seine Mannschaft wenige Wochen zuvor den glorreichen FC Bayern gedemütigt: Das 1:5 der Bayern in Wolfsburg war der Anfang vom Ende des Systems Jürgen Klinsmann, der dann noch seine Mannschaft in Barcelona 0:4 untergehen sehen musste.



Bayern München und Jürgen Klinsmann – das war in der Rückschau ein einziges Missverständnis. Die Spieler wurden – anders als versprochen – nicht jeden Tag ein wenig besser, sondern schlechter. Buddhas und Yoga fruchteten nicht, und am Ende holte man Jupp Heynckes, der die Saison dann aus Bayern-Sicht mit Anstand zu Ende führte. Mit dem zweiten Platz, immerhin drohte bis zum letzten Spieltag neben der potentiellen Meisterschaft auch noch das Horrorszenario des vierten Platzes, ist der FC Bayern diese Saison noch gut bedient.



In einem seiner jüngsten Beiträge zum Geschehen auf Schalke hat Bloggerkollege tumulder versucht zu ergründen, warum er eigentlich Anhänger von Schalke 04 geworden ist. Mit seiner Konklusion, nämlich das diese Anhängerschaft nicht rational erklärbar sei, steht er wohl nicht alleine da. Und auch ich konnte auf die Frage, warum ich dem bei der einen Hälfte verehrten und bei der anderen Hälfte verhassten Krösus der Liga anhänge, keine vollständig rationale Erklärung finden. Lag es an meinem kurzzeitigen Aufenthalt in Bayern (Aber da war ich noch im Kindergartenalter), oder gar an dem Einfluss familiärer Fantraditionen. Vielleicht auch, aber in späteren Jahren gefiel mir vor allem diese „Mir san mir“ - Philosophie. Und diese Attitüde konnte ich, der ich in Schleswig Holstein im Dunstkreis von Hamburg aufgewachsen bin, als Bayern Anhänger dann auch gut gebrauchen. Der FCB stand und steht immer zu seinen Zielen, und redet nicht darum herum, wie es so viele andere Vereinen tun. Vor allem aber ist auch der Fan des FC Bayern nicht per se ein zweckrationaler Fan, der dem Verein nur angehört, „weil der ja immer gewinnt.“ Meine Verbindung zu Bayern München ist nicht zuletzt deshalb immer enger geworden, weil ich in den letzten Jahren, und vor allem in den Jahren als man Jugendlicher erst so richtig in die Materie einsteigt, schon so einigen Scheiß mitgemacht habe, der so ziemlich unfassbar ist.


So schön der Uefa Cup Sieg 1996 mit dem Halbfinaltriumph über den FC Barcelona auch war, so hatte doch vor allem das Desaster von Nou Camp 1999 initiierenden Charakter für dieses Gefühl der Zugehörigkeit. 90 Minuten spielen die Bayern Manchester United in weltklassemanier an die Wand. Früh durch einen Geniestreich von Mario Basler in Führung gegangen trafen sie jedoch in der Folge das Tor nicht mehr: Scholl ballerte das Leder gegen den Pfosten, später scheiterte Carsten Jancker mit einem Fallrückzieher an der Latte. Der Rest ist Geschichte: Lothar Matthäus ließ sich auswechseln, Sheringham traf in der 91. Minute und Solskjær in der 93. Minute. Der Pokal war weg, noch nicht einmal die Verlängerung war mehr drin. Ein grausamer Abend für jeden Fan des FC Bayern. Ein Tag später saß ich in der Schule und durfte mir den ganzen Tag die Häme der zahlreichen HSV-Fans anhören. Einer meiner Mitschüler hatte sogar eigens einen Song zu Ehren dieses „freudigen“ Ereignises komponiert. Ich saß da und versuchte äußerlich gelassen zu reagieren, doch innerlich kochte ein Feuer in mir, so heiß das es selbst die Sonne verheert hätte. Ein paar Tage später vergeigte Bayern auch den DFB-Pokal. Im Finale unterlag man Bremen im Elfmeterschießen. Matthäus jagte den entscheidenden Elfmeter in die Wolken. "Meine" Zeit kam dann schon ein Jahr später, gleichzeitig läutete sie den bedauernswerten Nimbus des ewigen Zweiten Michael Ballack ein. Bayern ging mit drei Punkten Rückstand auf Leverkusen in den letzten Spieltag. Diese brauchten nur noch einen Punkt gegen Unterhaching holen. Doch erst traf Ballack ins eigene Tor, und dann hatte auch Haching selbst was dagegen. Bayern schickte Bremen nach Hause und wurde tatsächlich noch deutscher Meister.




Aufregende Minuten, die jedoch im Vergleich zum Saisonfinale 2001 wie ein Kindergeburtstag anmuten musste. Am 33. Spieltag lagen Bayern München und Schalke 04 punktgleich an der Tabellenspitze, doch Schalke hatte das bessere Torverhältnis. Bis zur letzten Minute stand es in München und Stuttgart unentschieden. Dan kamen innerhalb von 2,3 Sekunden fast zeitgleich Zickler und Balakov und Bayern hatte plötzlich vor dem 34. Spieltag drei Punkte Vorsprung auf Schalke. Ein Remis im letzten Spiel würde also reichen. Und so stand es auch bis kurz vor Schluss bis Barbarez in letzter Sekunde für den HSV gegen den FCB zum 1:0 traf. Ich saß vor dem Radio, und konnte es nicht fassen: Nicht schon wieder, nicht auch noch gegen den HSV. Wutentbrannt zog ich den Stecker aus dem Radio. Als ich es nach ein paar Minuten wieder einschaltete war der FC Bayern Meister - „Immer weiter machen, immer weiter machen!“ Ein Freistoß in der 94. Minute von Patrick Anderson, der wie auch immer den Weg ins Tor fand. Ich bin mir sicher, dass der FC Bayern bei einer Niederlage wenige Tage später auch die Champions League verspielt hätte. In dieses Finale war man auf beeindruckende Art und Weise gestürmt, in dem man Real Madrid und Manchester United aus dem Weg räumte. Im Endpiel im Mailänder San Siro wartet nun Valencia. Es war ein grausames Endpsiel, in welchem Bayern ständig hinten lag. Es war ein Spiel der Elfmeter: Schnell durch einen Strafstoß im Hintertreffen, verschoss erst Scholl den Elfer zum möglichen Ausgleich, bevor Effenberg in der zweiten Hälfte wiederum per Strafstoß ausgleichen konnte. Im Elfmeterschießen verschossen dann sowohl Sergio, als auch der Held von Hamburg Anderson. Doch dann schlug die Stunde des Oliver Kahn: Er hielt drei Elfmeter, und wie er den zweiten Elfer parierte, mit welcher Wahnsinnsreaktion, kann ich mir bis heute nicht erklären. Egal, ich und der FC Bayern, wir hatten unsere Revanche. Und wenn man in die Augen von Effenberg geblickt hat, als er seinen Elfer im Elfmeterschießen verwandelte, wusste um die mentale Stärke, die sich diese Mannschaft im Sommer 2001 auszeichnete.





Seit jenen zwei Jahren von 1999 bis 2001 weiß ich, dass der FC Bayern München stets "mein" Verein sein wird. Rational ist das nicht zu erklären, so wie der Fußball an sich nicht rational ist, sondern eben die geilste Nebensache der Welt. Im Übrigen bin ich ganz froh, dass die Bayern gestern nicht Meister geworden sind. Am Ende hätte dieser Erfolg noch die zahlreichen Baustellen überdeckt, die in der aktuellen Mannschaft definitiv vorhanden sind.


TV-Empfehlungen für die Woche vom 25.05-09 - 31.05.09

Montag 25.05.09


Manhattan Love Story“ (Sat 1, 20.15 Uhr)

Ächz, das geht ja diese Woche gut los. Die Lopez in Manhattan, noch dazu in einer Love Story. Ganz toll. Kann mir alles gestohlen bleiben. Wer hat eigentlich der Lopez gesagt, dass sie schauspielern soll?


True Lies“ (Kabel 1, 22.00 Uhr)

Wiederholung die X. Ist natürlich spaßig, mit Schwarzenegger und Curtis und so weiter und so fort. Wer den noch nicht kennt (Kann es eigentlich gar nicht geben, so oft wie der läuft) und Interesse hat, kann ja mal einschalten. Und vorher kann man sogar noch eine Rezension lesen.


Dienstag 26.05.09


The Score“ (Kabel 1, 20.15 Uhr)

Eigentlich gibt es nur einen Grund sich diesen Film anzusehen. Marlon Brando ist in „The Score“ in seiner letzten Rolle zu sehen. Ansonsten ist dieser Thriller eine ziemliche Enttäuschung, und das obwohl die Hauptrollen mit Edward Norton und Robert de Niro besetzt sind. Und nicht mal das hilft, weil dieser Heist eine ziemlich müde Nummer ist. Oder anders ausgedrückt: Langweilig!


Virus“ (Tele 5, 22.00 Uhr)

Noch nicht gesehen. Jamie Lee Curtis wäre ein Grund einzuschalten, obwohl er ansonsten ziemlich einhellig zerrissen wird. Vielleicht taugt der Film dann aber zumindest doch für unterhaltsamen Trash oder so. Nicht genaues weiß man nicht.


Mittwoch 27.05.09


2 Millionen $ Trinkgeld“ (Kabel 1, 20.15 Uhr)

Ähm, also ich mag den. Das ist mal so ein richtiger Film zum wohl fühlen. Habe ich aber auch lange nicht mehr gesehen. Werde ich wohl mal wieder einschalten, bzw. aufnehmen denn am Mittwoch ist schließlich Das Finale der Champions League.


Echoes – Stimmen aus der Unterwelt“ (Kabel 1, 22.15 Uhr)

Selbstzitat: 1999 war anscheinend das Jahr in dem Kinder Tote sehen konnten. „The Sixth Sense“ und „Echoes“ kamen beinahe zeitgleich in die Kinos, und in der Tat sind gewisse Parallelen nicht zu leugnen. Ich könnte mit vorstellen, dass „Echoes“ in den Bewertungen besser wegkommen würde, hätte es „The Sixth Sense“ nicht gegeben, aber so muss er sich mit seiner Konkurrenz messen – Und in diesem Duell zieht der von David Koepp inszenierte Film eindeutig den Kürzeren.“


Donnerstag 28.05.09


Wo ist Fred?“ (Sat 1, 20.15 Uhr)

Weiß ich auch nicht. Vielleicht ist er ja vor dem Schweiger weggelaufen oder so. Aber da muss ich jetzt eh aufpassen, spätestens bei „Inglorious Basterds“ kann ich ihn nicht mehr ignorieren. Rajko mochte den Film im Übrigen auch nicht. Kann man ihm wohl kaum verdenken.


Rush Hour 2“ (Vox, 20.15 Uhr)

Mit der Reihe konnte ich persönlich noch nie etwas anfangen. Dazu kommt noch, dass dieser zweite Teil noch eine Ecke schwächer ist, als sein Vorgänger. Ach, warum den schon wieder so zurückhaltend: Ich finde den schlicht und ergreifend blöd.


Freitag 29.05.09


Serpico“ (Das Vierte, 20.15 Uhr)

Da war Al Pacino noch Lichtjahre von Rollen wie in „Righteous Kill“ entfernt, aber das war ja auch noch in den Siebzigern. Außerdem hat da ja Lumet Regie geführt. Lange ist's her, auf jeden Fall ein klasse Thriller.


Good Night and good Luck“ (WDR, 23.15 Uhr)

Großartige Regiearbeit von George Clonney, der auch in einer Hauptrolle zu sehen ist. Ein sehr politischer, wie aufregend-spannender Film über die McCarthy-Ära und wie dieser begegnet wurde. Ich hab das letzte mal – noch in Unkenntnis des Films – Rüdiger Suchsland mit den Worten Kühl und formal brillant, dabei voller Engagement mit heißem Herzen. [...] Zugleich ein lustvoller Film, der zeigt, dass Intelligenz und moralische Position auch sexy aussehen kann.“ zitiert, und muss in der Tat eingestehen, dass ich es nicht hätte besser ausdrücken können.


Wes Craven präsentiert Dracula“ (Pro 7, 01.00 Uhr)

Langweilige und öde moderne Variation der Dracula-Thematik, die zwar für die Sekunde des Sehens leidlich zu unterhalten weiß, die aber dementsprechend schnell wieder vergessen ist. Ist auch besser so, denn außer Vampir-Gebeisse nach Schema F, tief dekolletierten Anhängseln des untoten Grafen und einer abstrusen Ableitung des Mythos hat der Film nichts zu bieten. Das klingt jetzt aber schon wieder so freundlich. Der Streifen ist schlicht und ergreifend... wait for it... SCHROTT!!


Samstag 30.05.09


Monster House“ (Sat 1, 20.15 Uhr)

Animationsfilm der potentielle Unterhaltung für die gesamte Familie bieten kann. Interessiert mich jetzt aber persönlich nicht wirklich. Geht man nach den Kritiken geht der Film wohl in Ordnung.


Marie Antoinette“ (Pro 7, 20.15 Uhr)

Auf den bin ich sehr, sehr, sehr gespannt. Mit „Lost in Translation“ hat die gute Sofia Coppola ein Meisterwerk der Güteklasse 1A mit Sternchen abgeliefert. Ihrer opulenten Interpretation der Marie Antoinette stand die Kritik da schon skeptischer gegenüber. Sehr zurückhaltendes lässt sich bei Flo finden, sehr viel ausführlicher (positiver) ist hingegen der Beitrag von Isinesunshine geraten.


Der Patriot“ (Kabel 1, 20.15 Uhr)

Oh je. Die Amerikaner erfreuen sich an einer Überdosis Pathos. Je nach Tagesform kann ich mich über diesen Käse amüsieren, oder aber auch maßlos drüber aufregen. Mel Gibson regt mich eigentlich nur noch auf. Ach, was solls: Der Streifen geht mit noch mehr auf die Nerven als Wes Cravens Dracula für Arme.


House of Wax“ (Pro 7, 22.25 Uhr)

Ey, das wird ja immer schlimmer diese Woche. Ein Kumpel meinte mal zu mir, dass beste an „House of Wax“ sei der Filmtod von Paris Hilton. Und wenn man mich fragt ist das noch viel zu freundlich.


Butterfly Effect“ (RTL, 22.15 Uhr)

Kleine Ursache, große Wirkung. Chaostheoretiker aller Länder vereinigt euch. Ein überzeugender und unterhaltsamer Film mit einem Ashton Kutcher, der tatsächlich schauspielern kann. Ich fand den beim erstmaligen Sehen gar nicht mal schlecht. Und bei den Gurken in dieser Woche spielt der schon ganz weit oben.


Sonntag 31.05.09


Welcome to the Jungle“ (Pro 7, 20.15 Uhr)

Das könnte man auch fast über „Welcome to the Jungle“ sagen, denn die Performance von Dwayne Johnson gefällt. Leider kann der Rest des Films da nicht so ganz mithalten. Unteres Mittelmaß, aber dennoch annehmbar.


Hulk“ (RTL, 21.45 Uhr)

Und da gibt es diese Woche noch glatt einen zweiten Film auf den ich wirklich gespannt bin. „Hulk“ gilt gemeinhin als unterschätzte Comicverfilmung. Nachzulesen ist dies unter anderem beim Flo, der dem Film satte 8/10 Punkten spendiert. Und wenn man weiß, welche Maßstäbe der werte Kollege an Comicadaptionen anlegt, ist das mal eine amtliche Hausnummer.


Matrix“ (Pro 7, 22.15 Uhr)

Optisch brillant inszeniert, inhaltlich mehr als Überzeugend steht „Matrix“ für einen der DER Filme der Neunziger Jahre. Was man von seinen Nachfolgern nicht behaupten kann, deren inhaltliche Qualität im selben Maße abnahm, wie die optische Wucht zunahm. Wie dem auch sei, definitiv ein Film der nach nur zehn Jahren schon das Prädikat eines Klassikers für sich beanspruchen kann. - Rezension.



Und wer meinem Urteil nicht traut, oder weiterführende Anregungen benötigt, den verweise ich gerne auf die folgenden Kollegen, die ebenfalls im wöchentlichen Turnus ihre Empfehlungen unter das Volk bringen: Donnerstags beim Zeitverschwender, Samstags bei From Beyond, sowie Sonntags bei Blockbuster-Entertainment. Und der ganz besonderen TV-Tipp der Woche lässt sich bei Intermoviession finden (ebenfalls Sonntags).


Rezension: "Illuminati"















Dan Brown ist für den Vatikan ein rotes Tuch, in der internen Beliebtheitsskala der Kirche dürfte wohl nur nur noch der Leibhaftige höchst selbst hinter ihm rangieren. Diesen Nimbus hat sich Brown mit seinen Büchern durchaus hart erarbeitet. „Sakrileg“ und „Illuminati“, so die deutschen Titel der wohl zwei bekanntesten seiner zahlreichen Bestseller, offerieren nicht nur ein ziemlich krudes Sammelsurium an Verschwörungstheorien, sondern zeichnen ein Bild der katholischen Kirche und deren Geschichte, die den zentralen Säulen eben dieser diametral gegenübergestellt ist. Ob nun Browns Diktum von einem mit Maria Magdalena verheirateten Jesus inklusive leiblicher Nachkommen, oder aber die Bedrohung der Kirche durch eine umfassende Verschwörung der Illuminati, stets baut Dan Brown in seinen Romanen auf die suggestive Kraft des Mystischen und der dunklen Geheimnissen der Geschichte. Im Verbund mit seinem luziden und durchaus anregendem Schreibstil, ergibt sich aus diesem inhaltlichen Pulp eine ganz und gar wunderbare Strandlektüre für zwischendurch. Mehr aber auch nicht. Man mag sich gar nicht ausmalen was in den Köpfen derer vorgeht, die den von Brown in seinen Romanen propagierten Unsinn tatsächlich ernst nehmen. Wie dem auch sei: Der unfassbare Erfolg der Bücher macht eine Verfilmung von Browns Vorlagen zu einer fast logischen Konsequenz in den Mechanismen der Unterhaltungsindustrie.


Und so wurde Regisseur Ron Howard vor drei Jahren mit der Aufgabe betreut The Da Vinci Code – Sakrileg“ zu inszenieren, was dieser - unterstützt durch eine hochkarätige Riege von Darstellern (Tom Hanks, Audrey Tautou, Ian McKellen, Jean Reno, Alfred Molina) - auch prompt in Angriff nahm. Der endgültige Film, glaubt man den Worten der relativ einhelligen Kritik zu „Sakrileg“, mühte sich jedoch vergeblich den Geist und die Dynamik der literarischen Vorlage einzufangen und wurde quasi unisono als „misslungen“ gebrandmarkt. Das zu diesen Meinungen auch Gegenpositionen existent sind, manifestiert sich unter anderem in dem Standpunkt des Autors dieser Rezension, der „The Da Vinci Code – Sakrileg“ jüngst als einen virtuos bebilderten und mit einem grandiosen Score ausgestatteten Film adelte. Und auch das allgemeine Publikum scheint dem Film nicht so ganz abgeneigt gewesen zu sein, spielte der Streifen doch weltweit mehr als 700 Millionen Dollar ein. Dies dürfte der Film ironischerweise nicht zuletzt auch dem Vatikan zu verdanken haben, der im Vorfeld des Release erwartungsgemäß Zeter und Mordio schrie, zum Boykott des Films aufrief – und damit erwartungsgemäß das Gegenteil bewirkte. Vielleicht hielt man sich auch deshalb im Falle von „Illuminati“ mit überlauter Kritik zurück, und beschränkte sich ein wenig bockig darauf, Howard und seiner Crew die Drehgenehmigung innerhalb des Hoheitsgebiets von Vatikan-Stadt zu versagen.


Der Gegensatz zwischen Religion auf der einen und der Wissenschaft auf der anderen Seite, ist das Zentrum, um den Howard die Schnitzeljagd durch den Vatikan angelegt hat. Während der Film mit dem Tod des Heilgen Vaters eröffnet, der die alten und geschichtsträchtigen Rituale der Papstwahl einläutet, schneidet Howard in der nächsten Szene in die Forschungseinrichtung für Kernforschung (CERN) um, und macht so den von ihm konstruierten Gegensatz zwischen Spiritualität und Säkularisierung auch bildlich deutlich. In dieser Forschungseinrichtung gelingt es der Physikerin Vittoria Vetra (Ayalet Zurer) zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit Antimaterie in einer signifikanten Menge herzustellen. Doch dann geschieht das Unfassbare: Ihr Kollege wird ermordet, und die Antimaterie – eine hochexplosive Angelegenheit – entwendet. Kurze Zeit später geht im Vatikan eine Bekennervideo ein: Der Geheimbund der Illuminati ist zurück und kündigt an zu jeder vollen Stunden einen der von ihnen vier entführten Kardinäle, die gleichzeitig auch als Favoriten der aktuellen Papstwahl gelten, öffentlich zu ermorden und schließlich um Mitternacht den Vatikan an sich zu zerstören. In höchster Not wendet sich die Kirche an den berühmten Symbologen Robert Langdon (Tom Hanks), der als einziger in der Lage scheint die codierten Mitteilungen der Illuminaten zu entschlüsseln.


Mit über zwei Stunden Spielzeit ist auch „Illuminati“ wieder ein relativ langes Vergnügen geworden, doch auch hier gilt, dass der Film auf Grund der ereignisreichen und verschränkten Struktur des Romans Anpassungen vornehmen musste. Einiges, was somit in der Vorlage noch thematisiert wurde, findet im Film keine Erwähnung. Vieles wurde im Vergleich zum Roman aber auch direkt geändert. Anpassungen, die der Intention oder der Funktionalität der Geschichte zwar nichts anhaben können, wohl aber in gewisser Weise doch ein wenig die Gewichte verschieben. Es wäre nicht ohne Relevanz zu erfahren, was die Macher des Films um Howard zu diesen Änderungen bewogen hat, offensichtlich erscheint jedoch, dass „Illuminati“ einiges entschärft hat, der katholischen Kirche in gewisser Weise damit sogar schont, und in der letztlichen Konklusion des Films dezidiert für Verständnis zwischen „moderner“ Wissenschaft und Religion plädiert. Nicht dass Missverständnisse aufkommen, der Subtext von „Illuminati“ erreicht höchstens eine Tiefe, die dem Wasserstand der Nordsee bei Ebbe entspricht, nichts desto trotz ist das Bemühen um Ausgleich offensichtlich. In erster Linie ist „Illuminati“ aber natürlich die erwartete Hatz durch geschichtsträchtige Straßen und Gemäuer. Das diese zwar ohne jeden Zweifel spannend inszeniert ist, aber niemals die gleiche Faszination entfalten kann, wie sie in der literarischen Vorlage evoziert wird, ist dem limitierenden Faktor der Zeit geschuldet. Wo sich Dan Brown im Roman auf vielen Seiten detailliert auslassen konnte, stehen nunmehr nur wenige Filmminuten zur Verfilmung.


Unter dem Zeitmangel leiden vor allem die in „Illuminati“ gezeichneten Figuren und damit auch die Schauspieler in ihren Rollen. Mal abgesehen von Tom Hanks als Robert Langdon, der natürlich stets im Zentrum des Geschehens steht, kommen andere Protagonisten zu kurz. Dies gilt insbesondere für Zurers Figur Vetra. Nicht nur, dass im Film ihr persönliches Rachemotiv wegfällt (Im Roman wird ihr Vater von den Illuminaten ermordet, im Film „nur“ ein Kollege), auch die im Roman angedeutete Romanze zwischen ihr und Langdon fällt völlig unter den Tisch. Gereicht das ihrer Rolle nicht gerade zum Vorteil, ist sie doch somit bloße Staffage, so ist der Verzicht von Howard auf Teufel komm raus eine Love Story in den Film hinein zu romanzen, und sich somit verstärkt auf die Stringenz der Narration zu fokussieren, zu unterstützen. Von all den Nebenrollen weiß somit noch am ehesten Ewan McGregor in der Rolle des Camerlango zu überzeugen. Eine dominant-prägende Nebenrolle, wie sie in „The Da Vinci Code – Sakrileg“ noch in der Person des großartigen Ian McKellen zu finden war, geht „Illuminati“ jedoch ab. Tom Hanks hingegen weiß in der Rolle des Professors wieder überaus gut zu gefallen. Man nimmt ihm sein Glänzen in den Augen einfach ab, wenn er mit behutsamen Bewegungen in den Kostbarkeiten des Vatikanischen Archivs blättert.


Letztlich lebt „Illuminati“ aber natürlich von seiner Atmosphäre. Rom und der Vatikan geben eine wunderbare Kulisse für den Film ab, der sich diese Mystik ja zu erklärten Funktionsvorrausetzung gemacht hat. Erwähnt werden muss in diesem Zusammenhang auch wieder der Score von Hans Zimmer, der auch hier wieder ganze Arbeit geleistet hat. Episch, monumental und eindringlich hat er eine musikalische Untermalung für den Film geschaffen, der durch Choräle dominiert und geprägt wird. Wenn am Anfang und am Ende, in leicht abgewandelter Form, das schon im Vorgänger gebrauchte Theme „Chevaliers de Sangreal“ erklingt, eine der besten Kompositionen Zimmers überhaupt, dann weiß der Zuschauer sofort wo er sich befindet, und was ihm in den folgenden zwei Stunden erwartet. Mit anderen Worten: Wer den ersten Teil „Sakrileg“ mochte, wird - da kann man sich ziemlich sicher sein - auch „Illuminati“ zu goutieren wissen. Wer jedoch schon mit dem ersten Teil nichts anfangen konnte und Ron Howard sowieso für einen Stümper hält, der sollte tunlichst einen Bogen um diesen Film machen, der nämlich so ziemlich auf dem Niveau des Vorgängers spielt. - Fazit: 8 von 10 Punkten.


Quellennachweis: Abbildungen aus "Illuminati". © 2009 Sony


A Closer Look: On Raglan Road


On Raglan Road of an autumn day/ I saw her first and knew/ That her dark hair would weave a snare/ That I might one day rue/ I saw the danger and I passed/ Along the enchanted way/ And said let grief be a fallen leaf/ At the dawning of the day.“


Manchmal fasst man in einer Sekunde einen Entschluss, und hat diesen dann in der nächsten Minute wieder vergessen. Und das bleibt dann so bis einem die Sache wieder durch einen externen Reiz in den Sinn kommt. Der externe Faktor war in diesem Fall der gute Flo, der mit den Worten „Wunderschönes Stück eines herrlichen Films.“ mal wieder einen Filmsong über den Zwitscher-Kanal Twitter geblipt hat. Und dem hatte ich, als die ersten Klänge von „On Raglan Road“ erklangen, nichts hinzu zu fügen. Aber dann fiel es mir wieder ein: Erst vor wenigen Wochen habe ich einem Bekannten von mir „Brüge sehen... Und Sterben?“ gezeigt. Und er bestand den „Test“. Nicht nur, dass er den Film mochte, nein, auch erkannte er sofort – nach nur wenigen Sekunden – die Größe dieser Szene, bevor bedächtige Stille den Raum ereilte. Und in diesem Moment beschloss ich die hier vorliegende Sequenz bei nächster Gelegenheit mit einem „A closer Look“ gebührend zu huldigen. Doch am nächsten Tag hatte ich dies vergessen, bis zu dem Moment, als Flo mit seinem Blip um die Ecke kam. „In Bruges“ - Ein wahrhaft wunderbarer Film. Ein Streifen, der zu den Überraschungen des letzten Kinojahres zählte, und zu jenen Kleinoden des Kinos gehört, die sich nicht zu schade sind dreckig, unkorrekt und zynisch zu sein, ohne aber dabei ihre Herzlichkeit zu verlieren. Vor der melancholischen und malerischen Kulisse des mittelalterlichen Brügge, entspinnt sich eine schwarze Komödie, wie sie schwärzer kaum sein könnte, dominiert von den beiden hervorragenden Colin Farrell und Brendan Gleeson. Jener steht auch in der hier vorgestellten Szene, die den emotionalen Höhepunkt des Films bildet, im Vordergrund. Zwei Minuten voller Freundschaft, Opferbereitschaft und Tragik – Untermalt von den den bedächtigen Klängen des irischen Volksliedes „On Raglan Road“, eingefangen von den ehrwürdigen Gemäuern voll der Geschichte, entfaltet sich eine jener Szenen, für die das Kino geschaffen wurde. Um zur Szene zu gelangen, folge man einfach dem in Nebel gehüllten Glockenturm – und für die verlängerte Fassung klickt man bitte HIER.


Quellennachweis: Abbildung aus "Brügge sehen... Und sterben?". © 2008 Universum


Vorschau: Trailer zu "Sherlock Holmes"

Am kommenden Freitag wäre Sir Arthur Conan Doyle 150 Jahre alt geworden. Seine berühmteste Figur: Sherlock Holmes. Am Freitag sendet das ZDF zu diesem Anlass, ich erwähnte es ja bereits in der TV-Vorschau für diese Woche, zwei wunderbare Klassiker mit dem wohl bekanntesten Privatdedektiv der Welt. Aber auch heute noch ist der Brite mit der umfassenden Kombinationsgabe in aller Munde. Zur Zeit entsteht eine neue Verfilmung zu Sherlock Holmes. In der Hauptrolle: Robert Downey Jr. Nun ist zu diesem Abenteuer , das unter der Regie von Guy Ritchie entsteht, der erste Trailer erschienen und die bewegten Bilder lassen vermuten, dass Sherlock Holmes 2009 nicht mehr so ganz der ruhige und überlegte Tüfftler sein wird, sondern eine ziemlich handfeste Erscheinung. Die Modernisierung eines alten Stoffes ist ja im Moment ganz groß in Mode. Man darf gespannt sein, wie das letzendliche Endresultat ausfallen wird. Bislang bin ich, der Film scheint doch schon sehr actionalstig, noch ein wenig skeptisch. Wer sonst noch so mitspielt, entnimmt man am besten dem Trailer.


Quelle: TrailerAddict


TV-Empfehlungen für die Woche vom 18.05.09 - 24.05.09

Montag, 18.05.09


Dirty Dancing“ (Sat 1, 20.15 Uhr)

Muss man nicht mögen. Ich mag den Streifen dann auch nicht. Nichts desto trotz, es hilf ja nichts: In dem was der Film sein will, ist dieser Schmachtfetzen eben unfassbar gut. Jennifer Grey und Patrick Swayze haben ganze Arbeit geleistet.


Frantic“ (ARD, 01.15 Uhr)

Roman Polanski ist schon ein Guter, und auch „Frantic“ ist immer wieder sehenswert. Wäre da doch nur nicht Harrison Ford, zu dem ich in gewisser Weise ein gespanntes Verhältnis habe: Wirklich gefallen tut er mir nur in Indiana Jones.


Dienstag, 19.05.09


L.A. Confidential“ (Kabel 1, 20.15 Uhr)

Was Curtis Hanson hier aus der Romanvorlage von James Ellroy gemacht hat, ist eigentlich kaum zu fassen. Ein in jeglicher Hinsicht grandioser Noir. Ein Meisterwerk nicht nur was die Neunziger angeht, brillant inszeniert und photographiert. Dazu ein Cast, die allesamt auf einem Niveau spielen, vom dem sie in der Folge nur noch träumen können.


Rosenstraße“ (NDR, 23.00 Uhr)

Überaus ambivalent besprochenes NS-Drama mit der Riemann. Ob die Aufregung um den Film gerechtfertigt ist, werde ich dann ja sehen. Wird aufgenommen. Und da ich I**** ständig vergesse die Aufnahmen zu programmieren, werde ich das jetzt SOFORT machen.


Mittwoch, 20.05.09


Star Trek X – Nemesis (Kabel 1, 20.15 Uhr)

Trauriger Abgang einer großen Generation - Ausführlich in der Star Trek I-X Retrospektive


Unter Verdacht“ (RBB, 23.35 Uhr)

Relativ unbekannter, deswegen auch oft unterschätzter britischer Thriller mit Liam Neeson. Gefällt! - Natürlich nur falls man Liam Neeson mag...


Donnerstag, 21.05.09


Unbreakable“ (Vox, 20.15 Uhr)

Die Atmosphäre, sowie das Spiel von Bruce Willis und Samuel L. Jackson gefallen mir. Trotzdem ein in der Summe nicht mehr als mittelmäßiger Film, der schnell viel von seinem Reiz verliert. Wer ihn noch nicht kennt, kann aber trotzdem mal einschalten.


Keine halben Sachen“ (Vox, 22.10 Uhr)

Das geht ja nicht nur Matthew Perry so: Da spielt man jahrelang eine Serienrolle, und kommt dann nicht mehr davon los. In diesem Fall geht es gut: Zum ersten erinnert seine Filmrolle an den Chandler Bing aus „Friends“, zum zweiten ist Bruce Willis mehr als gut aufgelegt, zum dritten sehen Amanda Peet und Natsha Henstridge im Film ansprechend aus, und die Story ist zu guter Letzt auch gar nicht mal so dumm – Hach, der Film ist toll.


From Dusk Till Dawn“ (RTL, 23.10 Uhr)

Salma Hayek – Quentin Tarantino – Robert Rodriguez – George Clooney – Harvey Keitel – Juliette Lewis – Danny Trejo – ZZ Top – Tito & Tarntula – After Dark – Schlange – Vampire – Titti Twister – Tequila - Kult – Indiziert – Noch mal zur Sicherheit: Salma Hayek. Und eine Rezension gibt es auch noch.


Friedhof der Kuscheltiere“ (Kabel 1, 00.05 Uhr)

Eine der überaus gelungenen Verfilmungen einer Stephen King-Vorlage. Ich weiß noch wie ich den mal in jungen Jahren gesehen habe, und mich diese an MS (?) erkrankte Schwester der Protagonistin zu Tode erschreckt hat. Gruselig!


Freitag, 22.05.09


The Core – Der innere Kern“ (Pro 7, 20.15 Uhr)

Hab ich bei mir noch auf DVD rumliegen. Wird ja eigentlich durch die Bank weg verrissen, aber immerhin spielt Hillary Swank mit. Muss ich mir endlich mal ansehen.


Die Abenteuer des Sherlock Holmes“ (ZDF, 00.15 Uhr)

Zum 150. Geburtstag von Sir Sir Arthur Ignatius Conan Doyle spendiert das ZDF gleich zwei Filme um den wohl berühmtesten Detektiv der Welt. Großartig!


Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ (Pro 7, 00.30 Uhr)

Gesehen und gleich wieder Vergessen. Beliebig und routiniert, erfüllt der Teenie-Horror seinen Zweck, mehr aber auch nicht. Ritt damals auf der „Scream-Welle“


Der Hund von Baskerville“ (ZDF, 01.35 Uhr)

Und der ist natürlich ebenso großartig. Werde beide Filme auf jeden Fall aufnahmen, obwohl ich beide schon mehrmals gesehen habe.


Samstag, 23.05.09


Die Geisha“ (Sat 1, 20.15 Uhr)

Kenne ich auch noch nicht, soll aber gar nicht so schlecht sein. Kann mir da mal einer meiner geschätzten Kollegen weiterhelfen?


Hook“ (Kabel 1, 20.15 Uhr)

Steven Spielbergs (Wer sonst?) kunterbunte Peter-Pan Adaption mit beachtlichem Star-Aufgebot. Leider dann doch etwas zu Überladen, ist der Film dennoch ansprechende Unterhaltung, gerade für die Jüngeren.


Auf der Flucht“ (ARD, 23.05 Uhr)

Basiert auf der gleichnamigen TV-Serie und geht durchaus in Ordnung. Mein Fall ist es jetzt nicht so, man erinnere sich einfach an meine vorigen Worte zum Thema Harrison Ford.


Sonntag 24.05.09


Boulevard der Dämmerung“ (Arte, 20.45 Uhr)

Was da sonst noch so an diesem Sonntag als TV-Premiere über die Sender gejagt wird, kann man wohl vergessen. Ich sehe mir dann doch lieber Billy Wilders Auseinandersetzung mit den Schattenseiten Hollywoods an.



Und wer meinem Urteil nicht traut, oder weiterführende Anregungen benötigt, den verweise ich gerne auf die folgenden Kollegen, die ebenfalls im wöchentlichen Turnus ihre Empfehlungen unter das Volk bringen: Donnerstags beim Zeitverschwender, Samstags bei From Beyond, sowie Sonntags bei Blockbuster-Entertainment. Und der ganz besonderen TV-Tip der Woche lässt sich bei Intermoviession finden (ebenfalls Sonntags).


Rezension: "X-Men Origins: Wolverine"












Comicverfilmungen erfreuen sich ununterbrochener Hochkonjunktur. Seit Ende der neunziger Jahre erfährt ein Comic nach dem anderen seine Adaption für die Leinwand. Eingeläutet wurde diese Entwicklung unter anderem durch Bryan Singers „X-Men“, welcher sowohl bei der Kritik, als auch beim Publikum reüssierte, und somit für das Filmstudio eine äußerst profitable Angelegenheit war. „X-Men“ gelang es seinerzeit auf geschickte Art und Weise massenkompatible Unterhaltung mit sozialkritischem Tenor zu verbinden. Die Geschichte um eine Reihe von mit speziellen Fähigkeiten ausgestatteten Mutanten zog in der Folge zwei weitere Sequels nach sich. Während „X2“ durchaus auf dem Niveau seines Vorgängers spielen konnte, muss der bislang letzte Teil. „X-Men: Der letzte Widerstand“ als Enttäuschung bezeichnet werden. Dieser Qualitätsabfall hing mit Sicherheit auch mit der personellen Rocharde auf dem Regiesessel zusammen, aber auch inhaltlich gab es für diesen dritten Teil nicht viel zu holen. Nichts desto trotz: In finanzieller Hinsicht war auch dieser Film natürlich überaus erfolgreich, so dass man kein Prophet sein musste, um voraussagen zu können, dass die X-Men auf der Leinwand noch lange nicht am Ende sein würden. Zugpferd des Franchise war ohne jeden Zweifel Hugh Jackmans Wolverine, dem mit dieser Rolle seinen Durchbruch in Hollywood gelang, Eine Karriere, die den smarten Australier sogar die prestigeträchtige Rolle des Host bei der diesjährigen Oscarverleihung einbrachte. Unter diesen Gesichtspunkten war es nur folgerichtig, dass es Jackmans Wolverine war, der in Form eines Prequels eine filmische Vertiefung seines Charakters erfahren sollte.


Dies bot sich zuletzt deswegen an, weil man über den Wolverine der „X-Men“-Reihe nur wenig wusste, die Figur aber umso faszinierender war. Wie wurde Logan alias Wolverine zu eben jenem Wolverine, der - seiner Erinnerungen beraubt – stets auf den Spuren seiner eigenen Vergangenheit wandelt. An dieser Stelle setzt „Wolverine“ ein: Am Ende des 19. Jahrhunderts muss ein kleiner Junge seinen Vater sterben sehen. Die schiere Wut entfesselt das Tier in ihm, aus seinen Händen wachsen Krallen mit denen er den Mörder seines Vaters tötet. Nach dieser Tat muss er mit seinem Bruder Victor (Liev Schreiber) fliehen, und schlägt sich in der Folge im wahrsten Sinne durch die Jahrzehnte. Quasi unverwundbar kämpft Logan mit seinem Bruder im Sezessionskrieg, führt die Grabenkämpfe im Stellungskrieg des Ersten Weltkrieges, nimmt 1944 an der Invasion der Alliierten in der Normandie teil, und kämpft schließlich auch in Vietnam. Dort wird William Stryker (Danny Huston) auf die beiden aufmerksam, und integriert diese in eine spezielle, nur aus Mutanten bestehende Spezialeinheit. Logan jedoch stört sich bald an den Methoden dieser Einheit und seines Bruders, und kehrt beiden den Rücken. In der Folge führt er zusammen mit seiner Liebe Kayla Silverfox (Lynn Collins) ein ruhiges, beschauliches und abgeschiedenes Leben als Holzfäller. Dies jedoch endet jäh als seine Freundin ermordet wird, und er sich in der Folge – getrieben von Rache – wieder in die Obhut Strykers begibt: Die Geburt von Wolverine.


Wolverine“ ist ein einziger Kompromiss auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner – und das in jeglicher Hinsicht. Von jeglicher tiefergehenden Ebene befreit, will sich der Film einzig und allein als stringenter Actioner präsentieren, der sich voll auf seinen Hauptdarsteller verlässt. Auch wenn „Wolverine“ vieles von dem X-Men-Universum andeutet, wirklich zu Ende wird nichts geführt. Er wirkt als bloßes Sammelsurium zahlreicher Protagonisten, Ideen und Entwürfe, die relativ oberflächlich und lieblos dahingeschludert wirken. Das reicht in der Summe immer noch um einen annehmbaren Actioner zu inszenieren, muss aber in Anbetracht des Potentials der Vorlage, die ersten beiden Verfilmungen des Franchise haben es ja bewiesen, ausdrücklich bedauert werden. Exemplarisch kann an dieser Stelle die schwierige Bruderbeziehung zwischen Logan und Victor angeführt werden, auf die der Film offensichtlich aufbauen will, die aber in der letztlichen Ausgestaltung schmerzlich oberflächlicher Natur ist. Wo man in „Wolverine“ auch seinen Blick richtet, ständig sieht man sich mit dem Problem unmotivierter Charakterzeichnungen ausgesetzt.


Was nichts daran ändert, dass „Wolverine“ in Teilen wirklich Spaß macht, so sind immer wieder Szenen vorhanden, die für sich genommen ausgesprochen gut funktionieren, so zum Beispiel die Einführung des Pokerkünstlers Gambit in Las Vegas. Aber auch der Vorspann, der die beiden Brüder Victor und Logan durch die Kriege treibt, weiß zu gefallen und evoziert eine Erwartungshaltung beim Zuschauer, die der Film dann in der Folge nicht gerecht wird. Und so ist es dann an Hugh Jackman den Film voranzutreiben und zu tragen, und diese Aufgabe meistert das australische Kraftpaket, wie auch nicht anders zu erwarten war, ganz ausgezeichnet. Hätte man Jackman jetzt noch ein vernünftiges Drehbuch auf den Leib geschrieben, wäre einiges möglich gewesen. Aber wie heißt es so schön: Die Sprache des Konjunktivs, ist die der vermasselten Chancen. Regie führte bei „Wolverine“ Oscarpreisträger Gavin Hood, was aber nicht wirklich erkennbar ist. „Wolverine“ ist adäquat inszenierte Unterhaltung von der Stange wie sie mittlerweile Usus in der Branche ist. Ohne Ausreißer nach unten, aber auch ohne wirkliche Höhepunkte ballert, knallt und prügelt sich der Film seinem Ende hingegen.


Doch ist dies eine Prügelei und Ballerei wie sie „kindgerechter“ nicht hätte sein können. Es ist schon irgendwie absurd, denn in „Wolverine“ wird in einer Tour gemordet und getötet, ohne das ein Tropfen Blut fließt. Der ganze Film ist von einer fast klinischen Reinheit gekennzeichnet, die man ohne weiteres heuchlerisch nennen könnte, die aber ganz klar durch die wirtschaftlichen Interessen des Studios begründet ist, den Film mit einer möglichst niedrigen Altersfreigabe in die Kinos zu bekommen. Seinen traurigen Höhepunkt hat diese Farce hierzulande erreicht, wo der Film von vornherein um zwei Szenen beschnitten wurde. Im übrigen um eine Szene, die im Zuge des Trailers schon die ganze Zeit gezeigt wurde. Letztlich ist dies aber natürlich nicht der Grund für den in der Summe mittelmäßigen Streifen, der dazu führt, dass die „X-Men“ in den Kinos mehr und mehr zur seelenlosen Angelegenheit verkommen. Das mag dann zwar noch für den Moment unterhaltsam sein, so wird man sich in den knapp zwei Stunden nicht langweilen, das ist es dann aber auch gewesen. Für den einen wird das Glas in Bezug auf den Film mit Sicherheit halb voll sein, für den anderen halb leer. - Fazit: 6 von 10 Punkten.


Quellennachweis: Abbildungen aus "X-Men Origins: Wolverine". © 2009 20th. Century Fox


Rezension: "Star Trek"










Space: the final frontier. These are the voyages of the starship Enterprise. Its five-year mission: to explore strange new worlds, to seek out new life and new civilizations; to boldly go where no man has gone before.“ - Über vierzig Jahre sind mittlerweile seit dem Tag vergangen, als diese mittlerweile legendären Worte das amerikanische Publikum vor den Fernsehen erreichten. Man schrieb das Jahr 1966, und es waren Jahre voller Probleme: 1962 stand die Welt im Zuge der Kubakrise vor der nuklearen Vernichtung, nur ein Jahr später sollte John F. Kennedy ermordet werden. 1968 schließlich fiel auch Martin Luther King einem Attentat zu Opfer. In jenen Tagen hatte ein Mann eine Vision, wie sie zum damaligen Zeitpunkt nicht utopischer hätte sein können, und entwarf das Bild einer idealisierten Welt in der Rassismus, Armut und soziale Ungerechtigkeiten überwunden waren. Sein Name: Gene Roddenberry. Seine Wunschvorstellung einer auf Egalitarismus basierenden Gesellschaft sollte das Franchise über viele Jahre hinweg prägen. In den nächsten vier Dekaden folgten fünf TV-Serien und zehn Kinofilme. Star Trek wurde somit neben Star Wars zu einer der wichtigsten und größten Science Fiction Serien aller Zeiten.


Man mag Roddenberry und Star Trek durchaus eine gewisse Naivität unterstellen, doch war der Anspruch der Serie Unterhaltung mit wichtigen essentiellen und philosophischen Fragen der Menschheit zu koppeln, stets auch spezifisches Charakteristikum, aus der die Serie ihre Existenzberechtigung bezog. Nicht nur das in der Hochphase des kalten Krieges mit dem Russen Pavel Chekov der damalige Feind des Kalten Krieges auf der Kommandobrücke der Enterprise platz nahm, nein auch der erste Filmkuss zwischen einer Farbigen und einem Weißen fand in „Star Trek“ erstmalige Thematisierung – Und ein große Teile der amerikanischen Sender weigerten sich diese Folge auszustrahlen. Über dreißig Jahre später brach Star Trek im Zuge von „Deep Space Nine“ ein erneutes Tabu der us-amerikanischen Gesellschaft und zeigte erstmalig im TV den Kuss zwischen zwei Frauen – Und auch nun, immerhin befand man sich schon in den Neunzigern, verzichtete ein Teil der Sendeanstalten darauf jene Episode auszustrahlen. Schließlich blieben auch die Kinofilme stets am Puls des gesellschaftlichen Interesses: „Zurück in die Gegenwart“ forderte dezidiert zu mehr Bewusstsein für die Umwelt auf, während das „Das unentdeckte Land“ Glasnost und Perestroika auch in den Weiten des Weltalls einläutete.


Am Beginn des neuen Jahrtausends aber lag das Franchise am Boden, schien sich gar selbst überlebt zu haben. Star Trek war tot. Der letzte Kinofilm mit der Crew der „Next Generation“ um Picard, die Ende der Achtziger zu einer der erfolgreichsten Science-Fiction Serien aller Zeiten aufgestiegen waren, war ein inhaltlicher, wie finanzieller Flop. Und auch die letzte TV-Serie „Enterprise“ war bei den Zuschauern kein Erfolg beschieden, und wurde nach fünf Staffeln eingestellt. Es musst sich also etwas ändern, wenn Star Trek eine Renaissance erleben wollte, und dieser Neustart – das war schnell klar – musste mit neuen Gesichtern und Ideen geschehen. Das Star Trek Universum als solches war stets ein sehr geschlossenes, von außen nur schwer zugänglich: Die Charaktere basierten auf den TV-Serien und alterten somit mit dem Franchise. Wirklich neue Ansätze waren mit diesen nur schwer zu realisieren, und neue Ansätze mussten her, wollte man ein neues Publikum erreichen. Also feuerte man bei Paramount 2006 Rick Berman, der sich seit dem Tod von Roddenberry im Jahre 1991 für das Franchise verantwortlich zeigte, und legte das Schicksal von Star Trek in neue Hände. In der Folge erarbeiteten Alex Kurtzman und Roberto Orci ein Drehbuch, das die Vorgeschichte der ersten Serie rund um das Triumvirat Kirk, Spock und McCoy erzählen sollte.


Als Produzent konnte man J.J. Abrams gewinnen, der bei dem kommenden elften Leinwandabenteuer auch die Regie übernahm. Mit Abrams nahm, durchaus nicht zum ersten Mal in der Geschichte von Star Trek, ein Mann auf dem Regiesessel platz, der nach eigenen Angaben bislang wenig bis gar nichts mit Star Trek am Hut hatte, und früher lieber Star Wars geschaut hat. Man durfte somit gespannt sein, wohin die Reise der Enterprise im Jahr 2009 führen werden würde, und wie gut die zahlreichen neuen Gesichtern auf die jungen Ausgaben ihrer alten Rollen passen würden. Und wie es so oft der Fall ist, wenn ein über Jahrzehnte gewachsenes Franchise zu einem totalen Restart ausholt, so konnte man dies auch eindrucksvoll 2005 im Fall „James Bond“ ablesen, kann man es niemals Allen recht machen. Die Einen werden „Star Trek“ als einen seelenlosen und actionlastigen Film brandmarken, der nichts mehr von der Seele und Idee Roddenberrys in sich trägt, während die Anderen den Film als nötige und gelungene Neuausrichtung der Geschichte feiern werden. Und so ist letztlich jeder gezwungen sich zu positionieren und eine Entscheidung zu treffen. In der Summe ist Abrams „Star Trek“ eine ambivalente Angelegenheit, die viele kleine Dinge richtig macht, doch mit seiner ventilierten Ausgangsprämisse einiges vergeigt.


George Kirk war zwölf Minuten Captain eines Raumschiffs. Zwölf Minuten, in der er unter dem Einsatz seines eigenen Lebens 800 Menschen rettete, darunter seine Frau und seinen neugeborenen Sohn, der später auf dem Namen James Tiberius Kirk (Chris Pine) getauft werden wird. Und während dieser in der Folge im ländlichen Iowa zu einem ziemlich flegelhaftem jungem Mann aufwächst, sieht sich der junge Spock auf Vulkan den durch seiner halbmenschlichen Herkunft induzierten Ressentiments der vulkanischen Gesellschaft ausgesetzt. „Star Trek“ beginnt somit im wahrsten Sinne des Wortes am Beginn der Reise, streift anschließend kurz die Jahre Kirks und Spocks an der Akademie der Sternenflotte, wo die beiden späteren Legenden zum ersten Mal aufeinander treffen, bevor es dann direkt von Null auf Hundert geht: Der schon zu Beginn des Films eingeführte Bösewicht des Films, der Romulaner Nero (Eric Bana), macht sich daran den Planet Vulkan zu verheeren, so dass die jüngst fertiggestellte Enterprise unter dem Kommando von Captain Pike (Bruce Greenwood) nach Vulkan beordert wird, um nach dem rechten zu sehen. An Bord der Enterprise befinden sich auch Spock (Zachary Quinto) und Kirk, die ihre gegenseitige Abneigung im Angesicht der akuten Bedrohung durch Nero überwinden müssen.


Es war einerseits durchaus ein Risiko, die Rollen von Kirk, Spock und Co mit relativ unbekannten Gesichtern zu besetzen, doch bot dies auf der anderen Seite durchaus auch Chancen. Nach Sichtung des Films kann zu dem positivem Schluss gekommen werden, dass die Neubesetzung des Cast ein voller Erfolg war. Gerade Zachary Quinto gelingt es dem jungem Spock so zu gestalten, dass man die Ähnlichkeit zu Nimoys Original nicht übersehen kann, ohne allerdings zu einer bloßen Kopie desselben zu werden. Chris Pine als Kirk hingegen legt seine Vision des impulsiven Draufgängers ähnlich physisch an, wie auch der seinerzeit zum overacting neigende Shatner selbst. Zum Rest der Crew kann bislang nur wenig gesagt werden, da auch „Star Trek“, wie auch schon die vorherigen Filme, im Fokus dieser beiden Figuren steht. Nichts desto trotz weiß vor allem Karl Urban als Dr. Leonard „Pille“ McCoy zu gefallen, während der Rest der Crew um Sulu (John Cho), Chekov (Anton Yelchin), sowie Uhura (Zoë Saldaña) einfach zu selten im Fokus des Interesses steht – Immerhin sieht letztere dabei unfassbar gut aus. Relativ enttäuschend hingegen ist die Performance von Eric Bana als Nero geworden, der als rachsüchtiger Roumulaner bloße Metapher bleibt, und zu keinem Zeitpunkt das bösartige und faszinierende Charisma eine Khan versprüht.


Optisch ist „Star Trek“ ein überaus gefälliger Spaß. Der Look des Franchise wurde mächtig aufpoliert, und modernisiert. Das Star Trek-Universum ist nun an die heutigen Sehgewohnheiten angepasst. Schnell, dynamisch, blinkend und ein kleines bisschen sexy, hat sich Abrams daran gemacht, den Staub der eingefahrenen Leinwandabenteuer I-X ganz weit weg an den Rand des Universums zu verbannen. Die Raumschlachten sind um einiges schneller geworden, wie auch der ganze Film an sich ein sehr physischer ist. Ohne große Pausen wird gekämpft, geschossen und gefochten wie es sich für einen Actionfilm gehört, doch bleibt bei all dieser schnelllebigen Hatz die eigentliche Geschichte nicht mehr als ein Mittel um die gezeigte Action zu legitimieren. Das diese in weiten Teilen unlogisch und voller Lücken ist, kann nicht verleugnet werden. Allerdings wird dies durch den von Abrams entfesselten Bildersturm und der sich entwickelnden Beziehungen zwischen den Protagonisten kaschiert. Unterlegt mit einem ungeheuer druckvollem Score, macht Abrams mit „Star Trek“ trotz der angesprochenen Schwächen vieles richtig, aber leider bei weitem nicht alles.


Sieht man mal von der Tatsache ab, dass von der ursprünglichen Idee Star Treks, so wie sie einst von Gene Roddenberry entworfen wurde, nicht mehr viel übrig geblieben ist, muss dem mit Star Trek Vertrauten das narrativ-theoretische Modell von „Star Trek“ übel aufstoßen. Vorsicht Spoiler: Das Konzept den durch die Zeit reisenden Nero dazu benutzen, den Reboot des Franchise auf die Spitze zu treiben, und somit einen Wandel innerhalb der Serienkontinuität zu evozieren, der mit einem Schlag fünf Serien und zehn Kinofilme obsolet macht, ist abzulehnen, weil völlig unnötig gewesen. Abrams und seine Drehbuchautoren haben sich damit einen Blankocheck ausgestellt, der dazu führt, dass sie mit der Serie machen können, was sie wollen. Es war gerechtfertigt und nötig das Franchise zu modernisieren, actionlastiger zu gestalten, und zu neuen Ufern zu führen. Aber all dies hätte auch erreicht werden können, ohne die bisherige Star Trek-Geschichte in den Orkus der Galaxie zu stürzen. Nun mag das für jemanden, der mit Star Trek nicht vertraut ist, nicht weiter wichtig sein, für andere aber vielleicht schon. Man kann sich in der Tat fragen, ob Star Wars-Fan Abrams sich auch getraut hätte, George Lucas Original Trilogie in vergleichbarer Form ad absurdum zu führen.


Summa Summarum ist „Star Trek“ ein annehmbarer bis guter Science Fictioner, doch es ist kein Star Trek im wirklichen Sinne mehr. Das Franchise Star Trek verkommt in „Star Trek“ zu einem einzigen Lieferant von Zitaten, die der Film dann schließlich aufgreift. So erfreulich und gelungen der Auftritt von Leonard Nimoy war, so hat dieser auch unmissverständlich gezeigt, dass nun eine Zeit angebrochen ist, in der Star Trek zu neuen Ufern aufgebrochen ist. „Star Trek“ wird aller Voraussicht nach, weite Teile der Kritik und des Publikums - selbst Star Trek-Hasser - überschlagen sich zur Zeit vor Lob durch diesen Film weiter existieren können. Abrams ist wirklich dahin gegangen, wo niemals zuvor ein Mensch gewesen ist. Und auch wenn unbestreitbar ist, dass dieser Weg wirklich dringend nötig war, so ist er ihn doch nicht nur einen Schritt zu weit gegangen. - Fazit: 5,5 von 10 Punkten.


Rezension erschienen bei Wicked-Vision


Quellennachweis: Abbildungen aus "Star Trek". © 2009 Paramount


TV-Empfehlungen für die Woche vom 11.05.09 - 17.05.09

Montag, 11.05.09


The Girl next Door“ (Sat 1, 20.15 Uhr)

Habe ich den schon mal gesehen? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr so genau. Wenn ich mich richtig erinnere, dann ist dies eine doch berechenbare (Teenie)Komödie auf leidlich akzeptablem Niveau – oder so ähnlich jedenfalls. Wie dem auch sei, bei Moviepilot bekommt der Film im Schnitt so um die 6 Punkte.


Sie küssten und sie schlugen ihn“ (Arte, 21.00 Uhr)

Der (uninformierte) Cineast von Welt (Also ich) schaltet aber an diesem Montag sowieso besser bei Arte ein. „Sie küssten und sie schlugen ihn“ ist der erste Spielfilm von François Truffaut und hat wohl die Nouvelle Vague des französischen Kinos begründet. Und da ich noch keinen Truffaut gesehen habe, und dem französischem Film sowieso per se nicht abgeneigt bin, werde ich nun damit beginnen vorhandene Wissenslücken zu stopfen.


Dienstag, 12.05.09


Fickende Fische“ (RBB, 23.20 Uhr)

Deutsches Jugend-Drama, welches 2002 in den Kinos lief und von der Kritik relativ einhellig äußerst positiv besprochen wurde. Habe ich aber auch noch nicht gesehen, so dass auch dieser Film in meine Liste von aufzuzeichnenden Filmen aufgenommen wird. Rüdiger Suchsland bemerkt zu dem Film: So ist aus Fickende Fische eine zart-poetische Liebesgeschichte geworden, die sich ganz zögerlich entwickelt, unaufdringlich erzählt ist.“ We will see...


Monsters Ball“ (ARD, 00.35 Uhr)

Für ihre Rolle in diesem Drama (unter der Regie von Marc Forster), gewann Halle Berry als erste Farbige den Oscar für die beste Hauptrolle. Neben ihr gefallen in diesem sehr intensiven Drama Billy Bob Thornton und Heath Ledger. Obschon das Drehbuch nicht frei von Schwächen ist, können diese durch die überragend agierende Riege der Darsteller kaschiert werden.


Mittwoch, 13.05.09


Das Comeback“ (Kabel 1, 20.15 Uhr)

Das Comeback“ wird von Kabel 1, man mag es kaum glauben, als TV-Premiere ausgestrahlt. Regie in diesem Box-Drama führte der bei der Filmgemeinde sehr polarisierende Ron Howard, der für diesen Film eine illustre Darstellerriege von Russel Crowe über Renee Zellweger bist Paul Giamatti versammeln konnte. Mir ist der Film aber auch noch unbekannt, wird – man kann es sich fast denken – aufgezeichnet.


Fight Club“ (Kabel 1, 23.00 Uhr)

Grandioser Film. Überragend gespielt von Brad Pitt und Edward Norton. Neben „Sieben“ bislang David Finchers Meisterstück: Eine subversive, satirisch angehauchte Parabel auf die unerträgliche Beliebigkeit normierter westlicher Wohlstandsgesellschaften, in denen sich jeder Einzelne durch das Versprechen materieller Befriedigungen dem Diktum des kapitalistischen Marktes unterwirft, aus der ein fast animalischer Pessimismus spricht: Der Ausbruch aus dem Gefängnis der Beliebigkeit kulminiert in totalitaristischen Strukturen, die das bewusste Erleben der eigenen Vitalität und Existenz nur durch Gewalt und Schmerz erfahrbar werden lässt. Und ganz nebenbei noch Unterhaltung par exellence.


Frühling für Hitler“ (SWR, 23.00 Uhr)

Mel Brooks Debutfilm, und noch dazu einer seiner bekanntesten. Auch den habe ich noch nicht gesehen, und ich freue mich sehr darauf. Ein Musical mit krudem Inhalt, als Flop konzipiert, das dann aber zu einem überraschendem Erfolg wird. Ich bin sehr gespannt.


Donnerstag, 14.05.09


Die Mumie“ (Vox, 20.15 Uhr)

Ach, da war die Welt noch in Ordnung, also vor all diesen unseligen Sequels und Prequels: Die Mumie“ ist reinstes Popcorn-Kino, das aber einfach gut gemacht ist. Ausgestattet mit einer Riege von guten bis ausgezeichneten Schauspielern erzählt der Film seine Geschichte auf äußerst amüsante und unterhaltsame Art und Weise. - Rezension


Wir waren Helden“ (Vox, 22.30 Uhr)

Mel Gibson pisst mit cooler Mine auf den überhitzen Mörser, während ihm die Kugeln des Vietcong um die Ohren pfeifen. Sein „Best Buddy“ zieht mit Colt in die Schlacht, Gewehr ist ja blöd. Dann zeigt man noch zum Alibi ein paar harte Bilder und ein bisschen Geflenne an der Heimatfront. Ich kann gar nicht so viel kotzen, wie ich wollen würde, über diesen Scheiß-Dreck von Film, der nichts Anderes ist als verdammter „Mel Gibson-Glorifizierungs-Patriotismus“.


Zusammen ist man weniger allein“ (ARD, 22.47 Uhr)

Ich erwähnte ja bereits im Vorigen, dass ich dem französischem Film nicht so ganz abgeneigt bin. Deshalb werde ich auch „Zusammen ist man weniger allein“ eine Chance geben, und hoffe das diese Liebeskomödie trotz des Mitwirkens von Audrey „Amélie“ Tautou nicht ganz so hemmungslos verzuckert und verkitscht ist, wie „Die fabelhafte Welt der Amélie“.


Mean Streets – Hexenkessel“ (WDR, 32.15 Uhr)

Früher Scorsese im kriminellen Milieu mit Robert de Niro und Harvey Keitel in den Hauptrollen. Kein Meisterwerk, aber sehenswert, auch weil Scorsese hier schon vieles aus späteren Werken andeutet.


Freitag, 15.05.09


Die purpurnen Flüsse 2 – Engel der Apokalypse“ (Pro 7, 20.15 Uhr)

Geht der erste Film noch schwer in Ordnung, ist es schon fast kriminell was für ein Rotz dieser zweite Teil ist. Der ist so schlecht, dass man wirklich weglaufen möchte. Eine Katastrophe, ein Desaster, ein Super-GAU.


Underworld“ (RTL II, 22.05 Uhr)

Style over substance“- in diesem Fall ist es akzeptiert, hingenommen und geduldet. Nein, Underworld“ ist auf keinen Fall so episch, so düster, so blutig, als dass er im Genre Maßstäbe setzen könne, vielmehr ein Film der eben nur Ausdruck einer stilisierten Optik ist, und doch scheint dieses „nur“ an dieser Stelle genug zu sein. Genug für einen Film der seine starken Momente hat, wie in seiner Eröffnung, wie das Aufblitzen der blauen Augen zum Läuten der Glocken, ebenso wie seine unbestrittenen Schwächen in der Narration. -. Rezension


Narc“ (Pro 7, 00.10 Uhr)

Inhaltlich und auch sonst recht mittelmäßiger Cop-Thriller, der eigentlich nur wegen Ray Liotta wirklich sehenswert ist. Liotta als ein fetter, speckiger und abgefuckter Cop ohne Regeln, das sieht man auch nicht jeden Tag.


Samstag, 16.05.09


2 Fast 2 Furious“ (RTL, 20.15 Uhr)

Warum sich dieser Streifen in meine DVD-Sammlung verirrt hat, verstehe ich bis heute nicht. Vor allem eingedenk der Tatsache, dass sich der erste – der ja irgendwo noch durchaus in Ordnung geht – eben nicht in eben dieser befindet. „2 Fast 2 Furious“ ist ein so öder, müder und sinnloser Abklatsch, da kann noch nicht einmal der Hintern von Eva Mendes (Warum hat die da eigentlich mitgespielt?) noch irgendetwas retten.


Star Trek VIII – Der erste Kontakt“ (Kabel 1, 20.15 Uhr)

Wir sind die Borg!“ - Das beste Abenteuer der „Next Generation“ auf der großen Leinwand (8 von 10 Punkten) - Ausführlich in der Star Trek I-X Retrospektive


Young @ Heart“ (BR, 20.15 Uhr)

International gefeierter Doku-Film über eine Singende Senioren-Connection. Lief erst Ende des letzten Jahres in ausgewählten deutschen Kinos, und ist nun dankenswerterweise, da ich den Streifen seinerzeit im Kino verpasst habe, schon im TV zu sehen. Vielleicht der Geheimtip der Woche. Ich werde definitiv einschalten, und möchte es auch allen Anderen ans Herz legen. Eine Besprechung findet sich bei den Kollegen von „Schöner Denken“.


American History X“ (Pro 7, 22.00 Uhr)

Es ist nicht zu leugnen, dass sich „American History X“ bisweilen in seinen eigenen Bildern verfängt, die der Film eigentlich anprangern will. Nichts desto trotz ein intensives Rassismus-Drama, mit einem ausgezeichneten Norton, und einem noch besseren Avery Brooks. Wird in der Breite überraschend gut rezipiert, dabei spart der Film an vielen Stellen nicht an (unnötiger) NS-Symbolik.


Roter Drache“ (RTL, 22.10 Uhr)

Es gibt drei Filme, in dem Anthony Hopkins den legendären Hannibal Lecter verkörpert, nämlich im grandiosen „Schweigen der Lämmer“, dem miesen „Hannibal“ und eben in „Roter Drache“ - einem Prequel. Dieses kann überzeugen, und ist definitiv einen Blick wert. PS: Haben wir in dieser Woche die Edward Norton-Festpiele?


Kopf über Wasser“ (RTL II, 22.25 Uhr)

Recht schwarze Komödie mit Cameron Diaz und Harvey Keitel in den Hauptrollen, die bisweilen durchaus zu amüsieren vermag. Annehmbar.


Star Trek IX – Der Aufstand“ (Kabel 1, 22.30 Uhr)

„Annehmbar“ ist auch das Stichwort für den vorletzten Kinofilm mit Picard & Co - Ausführlich in der Star Trek I-X Retrospektive.


Erin Brockovich“ (BR, 23.35 Uhr)

Nachdem mir gerade erst vor wenigen im Zuge von „Duplicity“ bewusst geworden ist, dass ich die Julia Roberts doch ganz gerne sehe, hätte ich auch mal wieder Lust Julias Kampf gegen üble Wirtschaftskonzerne beizuwohnen. Muss die DVD mal wieder einlegen....


Sonntag 17.05.09


The Da Vinci Code – Sakrileg“ (Pro 7, 20.15 Uhr)

Der ist natürlich ganz und gar großartig. Tom Hanks spielt in dieser mysteriös-absurden Story wirklich klasse. Gleiches gilt für Ian McKellen. Dazu von Hans Zimmer mit einem brillanten Score ausgestattet, und von Ron Howard virtuos in Szene gesetzt.


Marnie“ (BR, 00.00 Uhr)

Einer der beiden Hitchocks mit Tippi Hedren (hier in der Rolle der undurchsichtigen Frau mit dunklem Geheimnis), die sich jüngst auf diesem Blog in der Kategorie der Super-Blondine Hitchcocks den dritten Platz sichern konnte.



Und wer meinem Urteil nicht traut, oder weiterführende Anregungen benötigt, den verweise ich gerne auf die folgenden Kollegen, die ebenfalls im wöchentlichen Turnus ihre Empfehlungen unter das Volk bringen: Donnerstags beim Zeitverschwender, Samstags bei From Beyond und Hard Sensations, sowie Sonntags bei Duke's Movieblog und Blockbuster-Entertainment.


 
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