TV-Empfehlungen für die Woche vom 01.02.10 - 07.02.10


Da saß ich Anfang dieser Woche nichtsahnend vor meinem Rechner, als plötzlich mein E-Mail-Klient Alarm schlug. Zur Abwechslung gabs dann mal keine neue Werbemail, sondern eine Bewerbung. Tan, die einigen meiner Leser vielleicht von ihrem Blog „How many Movies can you see“ bekannt sein dürfte, hat sich leider dazu entschlossen ihren Blog aufzugeben. Da sie aber offensichtlich auch weiterhin große Lust besitzt über Film und Kino zu schreiben, hat sie mich gefragt ob ich - z.B. bei dem TV-Schrott der Woche – Unterstützung benötigen würde. Die Gelegenheit habe ich natürlich gleich beim Schopf ergriffen, um das „Pro/Contra“-Spielchen in dieser Rubrik wieder zu reaktivieren. Tan schreibt in grün, hat für diese Woche gleich mal mächtig losgelegt und im TV-Programm gewühlt. In diesem Sinne: Herzlich willkommen und ich freue mich auf die kommende Zusammenarbeit!


Montag, 01.02.10


Freshman“ (Das Vierte, 20.15 Uhr)

Pro: Krimikomödie mit Marlon Brando und Maximilian Schell aus dem Jahre 1990. Hört sich nach einem interessanten Film an. Gut, auf Matthew Broderick könnte man verzichten. Contra: Wenn man sich aber mal anschaut, was Andrew Bergman sonst noch so inszeniert und geschrieben hat (vor allem nämlich den unsäglichen „Striptease“), ist wohl Vorischt geboten.


Zodiac – Die Spuren des Killers” (ZDF, 22.15 Uhr)

Contra: Trotz männlichem Staraufgebot und David Fincher, hört sich die Geschichte nach einem typischen aber neu aufgesetzten Thriller an. Diesmal sind verschlüsselte Botschaften das Thema. Noch nicht mal ein Jake Gyllenhaal kann hier vom Einschalten überzeugen. Pro: Hilfe, kann dich noch nicht einmal Robert Downey Jr. zum Einschalten verführen? Auch wenn ich ebenfalls nicht der Meinung bin, dass „Zodiac“ Finchers bester Film ist, auch weil er in der Mitte ein wenig durchhängt, aber trotzdem: Ungemein starke Crime-Thriller.


Die Reifeprüfung“ (NDR, 23.00 Uhr)

Pro: ‚Mrs. Robinson are you trying to seduce me?’ Satire über die gehobene Gesellschaftsschicht Amerikas, die trotz vieler Kritiker und angeblichen fehlenden Moral zu einem Welthit wurde. Zum ersten Mal wird die Beziehung zwischen einer verheirateten Frau und einem jungen Liebhaber geschildert. Mike Nichols einziger Oscar und - achja - eine großartige Anne Bancroft. Contra: Ah, New Hollywood. Wie ich diese Phase des us-amerikanischen Kinos doch schätze. Da fällt mir natürlich kein Contra ein, außer das es mir auf den Senkel geht, wenn „Die Reifeprüfung“ ständig auf Simon & Garfunkel reduziert wird.


Orson Welles’ Othello” (MDR, 00.40 Uhr)

Pro: Das Stück von William Shakespeare wurde unzählige Male verfilmt. 1952 macht sich Orson Welles, das Wunderkind Hollywoods, an die verzwickte Geschichte. Erst Jahre später fand Welles Tochter die Negative und rekonstruierte den Film 1991. Contra: Ich habe von Orson Welles bislang nur „Citizen Kane“ gesehen. Wenn ich Lust habe, kann ich mir ja mal ansehen, was Welles aus Shakespeare gemacht hat.


Dienstag, 02.02.10


Twelve Monkeys” (Tele 5, 22:30 Uhr)

Contra: Die Zeitsprünge im Film verwirren nur grundlos und Brad Pitt schafft es immer, dass man sich ein wenig für ihn schämt. Natürlich gibt es genug Liebhaber von Terry Gilliam oder seinen Filmen. Einzig die Monty Pythons sind nennenswert. Pro: Das sehe ich dann doch ein wenig anders. De facto muss man sogar sagen, dass „Twelve Monkeys“ der beste Film von Gilliam ist. Trotzdem macht mich das alles langsam fertig: Da wird der Streifen schon nicht mehr jede Woche auf den dritten Programmen im Kreisel versendet, und dann kommt Tele 5 um die Ecke.


Luftschlacht um England“ (SWR, 00.00 Uhr)

Pro: Einem Film mit Darstellern wie Michael Caine oder Laurence Olivier kann man gar nicht ablehnend gegenüber stehen. Bond-Ressigeur Guy Hamilton probierte sich mal an einem Kriegsfilm. Leider scheitert man viel zu oft an dem Versuch, aus einer historischen Thematik ein monumentales Werk zu schaffen. Contra: Diese ganzen Weltkriegsschinken aus den sechziger Jahren haben mich noch nie wirklich angesprochen. „Luftschlacht um England“, „Der Längste Tag“ und wie sie alle heißen: Nicht mehr als Abenteuerfilme mit großem Staraufgebot. Ermüdend.


Mittwoch, 03.02.10


Serenity” (RTL II, 20.15 Uhr)

Seit der überaus euphorischen Besprechung beim Zeitverschwender will ich diesen Film endlich sehen. Neue Gelegenheit und ich hoffe, dass nicht zu viel versprochen worden ist. Nun ja, man wird es sehen...


Gangs of New York“ (Kabel 1, 20.15 Uhr)

Contra: Wie oft kommt dieser Film eigentlich im Jahr? Und wer denkt bitte, dass Leonardo DiCaprio solch einer Darstellung gewachsen ist? Und wie bekommt eine Cameron Diaz eine Rolle in einem Martin Scorsese-Streifen? Dead Rabbits, wie der Film. Pro: Ok, im Grunde ist das völlig richtig. Aber selbst ein mäßiger Scorsese ist immer noch mehr, als die meisten Anderen hinbekommen. Außerdem ist Daniel Day-Lewis mal wieder großartig.


Fight Club” (Kabel 1, 23.10 Uhr)

Pro: Komplexe, aber sehr interessante Geschichte, großartig inszeniert von David Fincher. Sein absolut bester Film mit einer jungen Helena Bonham Carter, die hier unersetzbar ist und einem Edward Norton, der nur ein Jahr später einen netten katholischen Priester („Glauben ist Alles“) spielt. Contra: Das ist ein Meisterwerk und ich weigere mich schlecht über diesen Film zu sprechen. Das ist nämlich die neunte Regel: The ninth rule of Fight Club is, you DO NOT talk about Fight Club. But when you have to: DO NOT ever talk bad about The Fight Club!


Tagebuch eines Skandals” (SWR, 23.00 Uhr)

Pro: Schon wenn Judi Dench das erste Mal die Szene betritt, wird klar, diese Frau führt was im Schilde. Und dies bewahrheitet sich später. Die gute Darstellung der Schauspieler ist nur die Reflexion einer guten Geschichte über unerwiderte Liebe einer altmodischen Lehrerin für ihre junge Kollegin. Contra: ich finde ja, dass Bill Nighy ein wenig verschenkt wird. Und wenn du noch mal über „Tagebuch eines Skandals“ schreibst ohne Cate Blanchett zu erwähnen, gibt’s Ärger. KLICK


Donnerstag, 04.02.10


Das Beste kommt zum Schluss“ (Sat. 1, 20.15 Uhr)

Pro: Ein Muss für diese Woche. Es braucht nur eine gute Handlung und zwei alternde, aber immer noch gute Darsteller, um einen grandiosen Film über die unerfüllten Wünsche des Lebens zu produzieren. Contra: Ich habe den noch nicht gesehen, muss aber sagen das ich das Gefühl habe, dass bei dem Film Ende nur mittelmäßiger Gefühlsquark heraus kommt. Nichts desto trotz werde ich vor allem wegen Morgan Freeman einen Blick riskieren.


Die Bourne Identität“ (Vox, 20.15 Uhr)

Contra: Ausgelutschter Schund, der nicht mal eines schlechten Beitrags wert ist. Pro: AUA! Vor allem der erste Teil ist doch tolles Kino: Matt Damon: Top! Franka Potente: Top! Ausgangs-Story: Top! der ganze Film... wait for it... Top!


Freitag, 05.02.10


Heartbreakers“ (Das Vierte, 20.15 Uhr)

Pro: Die Geschichte ist schon ziemlich seichtes und typisch heutiges Hollywood-Unterhaltungs-Kino. Aber die fiese Darbietung einer russischen Frau von Sigourney Weaver, im Film selber, ist absolut großartig. Contra: Kenn ich nicht, reizt mich auch nicht. Aber es stimmt schon, Sigourney Weaver ist eigentlich immer toll.


Samstag, 06.02.10


Findet Nemo“ (Sat. 1, 20.15 Uhr)

Pro: "Hey Jungs entschuldigt ... sein Sohn Klitschko wird vermisst." Neben ‚Oben’ einer der besten Kinderfilme von Pixar. Am humorvollsten ist Doris Vergesslichkeit und ihr Versuch mit den Walen zu kommunizieren. Contra: Habe ich früher auch ganz gerne gesehen. Nachdem ich den aber vor einiger Zeit erneut gesehen habe, musste ich feststellen das andere Pixar-streifen, allen voran „Ratatouille“ dem ollen Clownfisch den Rang abgelaufen haben.


Superbad“ (Pro 7, 20.15 Uhr)

Contra: Eine Komödie die von Seth Rogen geschrieben wurde, kann nur komplett daneben sein. Pro: Aber er hat das Drehbuch ja immerhin nicht alleine geschrieben. Ob das den Film jetzt besser macht, weiß ich allerdings auch nicht. Ist die Art von Komödie, die mich nicht sonderlich interessiert.


Master and Commander” (Vox, 20.15 Uhr)

Contra: Typischer Männer- und Abenteuerfilm, zuzüglich Russel Crowe. Danke, aber: Nein danke! Pro: Aber warum denn? Russel Crowe ist doch immer wieder unser großer Held. Gladiator, verwegener Seebär, Robin Hood, Söldner. Es kann nur einen geben! Ach nein, das war jemand Anders. Egal...


Zeugin der Anklage“ (RBB, 23.45 Uhr)

Pro: Dokumentationen und Portraits über Marlene Dietrich sind keine Seltenheit, dagegen sind Filme im Alltagsprogramm mit Deutschlands einziger Hollywoodlegende, eine wahrhaftige Rarität. Zur Mitternachtsstunde bietet sich hier die Gelegenheit. Contra: Deutschlands einzige Hollywoodlegende? Aber wir haben doch jetzt die Diane Krüger. Ok, Spaß beiseite: Mir fällt da auch nichts negatives ein, der Film ist klasse.


La vie en rose“ (WDR, 23.45 Uhr)

Pro: Es hat schon seinen Grund, dass Marion Cotillard einen Oscar für die Darstellung von Edith Piaf erhalten hat. Die ungewöhnliche Geschichte der Chansonsängerin ist tiefgreifend und mit unzähligen Liedern geschmückt. ‚Non, je ne regerette rien’. Contra: Ja, aber abseits von Cotillard und dem Gesinge ist der Film inhaltlich dann doch ein wenig holprig geraten, um wirklich als ganz großes Kino zu reüssieren.


Misery” (ARD, 23.50 Uhr)

Pro: James Caan mal nicht als Mafioso, sondern als Autor einer Buchreihe, der von seinem größten weiblichen Fan gekidnappt wird. Nur zwei Schauspieler tragen die Hauptgeschichte. Elan erhält das Ganze durch viele gute Dialoge und die Quälereien der irren Frau. Contra: Ich bin ja bei Stephen King-Verfilmungen immer sehtr vorsichtig, weil die in den meisten Fällen in die Hose gehen.


Sonntag, 07.02.10


Beim ersten Mal“ (RTL, 20.15 Uhr)

Pro: Was, der war doch erst gestern im Kino! Witzige Komödie über zwei Menschen, die nicht zueinander passen. Aber was nicht passt, wird passend gemacht. Schön, Katharine Heigl in solch einem Genre zu sehen, zumal sie sonst in „Greys Anatomy“ eine sehr ernste Ärztin bekleidet. Contra: Ich finde Seth Rotgen nicht wirklich lustig.


I am Legend“ (Pro 7, 20.15 Uhr)

Contra: Will Smith, der Superheld. Will Smith, der Boxer. Will Smith, der Date-Doktor. Will Smith, strebend nach Glück. Will Smith und die Legende. Wohl eher nicht. Höchstens Will Smith und der Prince von Bel-Air. Pro: Aber Will ist doch ein echter Symphatieträger! Und sein Schäferhund ist doch so niedlich! Nun wollen wir mal nicht so sein: Gerade die erste Hälfte von „I am Legend“ ist schon ziemlich gelungen.


Die Queen“ (ZDF, 22.00 Uhr)

Contra: Nicht gerade ein unterhaltender Film und vor allem keine unbekannte oder neue Geschichte. Jeder kennt die Queen und jeder kennt insbesondere die Geschichten über Prinz Charles und Prinzessin Diana. Unnötig. Pro: Hellen Mirren. Ansonsten schau ich mir den vielleicht an. Die Story interessiert mich nämlich auch nicht wirklich.


Das Apartment“ (Bayern, 23.45 Uhr)

Pro: Jeder der Billy Wilder Filme kennt und liebt, weiss was für ein unglaublicher Film und wundervoller Klassiker diese Geschichte ist. Jack Lemmon versucht Shirley MacLaine an die Wand zu spielen und umgekehrt. Das alles untermalt mit sehr viel Humor. Keine Frage, sehenswert. Contra: In Sachen Billy Wilder conta geben zu müssen, macht nicht wirklich Spaß. Und da ich hier der Chef bin, lasse ich es einfach. Nächste Woche darf ich dann vorlegen!



Und wer unserem Urteil nicht traut, oder weiterführende Anregungen benötigt, den verweisen wir gerne auf die folgenden Kollegen, die ebenfalls im wöchentlichen Turnus ihre Empfehlungen unter das Volk bringen: Freitags beim Zeitverschwender und Hard Sensations, sowie Sonntags bei Blockbuster-Entertainment. Und der ganz besonderen TV-Tipp der Woche lässt sich (manchmal) bei Intermoviession finden (ebenfalls Sonntags). Und schließlich gibt es noch jede Menge (unkommentierte) TV-Tipps bei der Astronautenbar.


Foto: „One less TV“ by Kevin Steele, lizenziert unter CC-BY-NC


Rezension: "Surrogates - Mein zweites Ich"












Ich verstehe die Welt nicht mehr, von der Jonathan Mostow in „The Surrogates“ erzählen will. Man muss sich das mal in letzter Konsequenz vorstellen: Die Menschheit flätzt sich nur noch im heimeligen Wohnzimmer rum, und lässt den Alltag von sogenannten Surrogates erledigen, die mit dem jeweiligen Nutzer verbunden sind und in letzter Konsequenz nicht mehr sind, als ferngesteuerte Hüllen mit menschlichem Antlitz. Was beispielsweise für den Soldaten oder den Polizisten noch ganz vorteilhaft sein kann, immerhin kann der Dienst versehen werden, ohne seine eigene Haut riskieren zu müssen, muss doch in Bezug auf das alltägliche Leben einer reichlich trostlosen Angelegenheit gleichkommen. Offensichtlich nämlich transportiert der Surrogate keinerlei Gefühl wie etwa Schmerz auf den jeweiligen Benutzer. Was angesichts von so unerfreulichen Nebenwirkungen wie Tod und Verstümmlung, die etwa den Soldaten im Krieg erwarten können, überaus angenehm ist, verliert dann seinen Reiz, wenn es um die angenehmen Dinge des Lebens geht. Was hab ich schon davon, wenn mein Surrogate in einer Diskothek dem heißesten Feger auf der Tanzfläche die Zunge in den Hals steckt (so die Einführung in den Film), ich das aber im eigentlichen Sinne zu Hause nicht fühlen kann? Genau davon aber erzählt „The Surrogates“; von einer Welt nämlich, in der die Menschen ihr Haus nicht mehr verlassen und im wahrsten Sinne des Wortes durch ihre Puppen leben. Die wenigen Menschen aber, die die Surrogates ablehnen, leben in kleinen Reservaten fernab der nunmehr ferngesteuerten Welt.


Im Jahr 2017 ist es jedenfalls soweit: 98 Prozent der Menschen nutzen Surrogates in sämtlichen Bereichen des alltäglichen Lebens. Gewaltverbrechen, Diskriminierung und die Übertragung von Krankheiten haben sich auf ein Minimum reduziert. Freude schöner Götterfunken, es lebe die technisierte Welt. Die paar Nörgler und ewig Gestrigen in ihren abgesperrten Reservaten vermögen die neue Idylle nicht weiter zu stören. Brisanter ist da schon der plötzliche Tod von Jarod Canter, dem Sohn von Dr. Lionel Canter (James Cromwell). Dieser erfand einst die Surrogates und führte die Menschheit auf eine neue Stufe der Evolution. Nun aber ist das eingetreten, was eigentlich nicht hätte möglich sein dürfen: Durch den Einsatz einer neuartigen Waffe werden nicht nur die Surrogates zerstört, sondern auch deren Träger. Massiver Blechschaden und biologischer Exitus gehen nun erstmals Hand in Hand. Dieser erste Mord seit Jahren scheucht nicht nur Dr. Lionel Canter, dem der Anschlag eigentlich galt, gehörig auf, sondern auch die offiziellen Behörden. Der FBI-Agent Tom Greer (Bruce Willis) und dessen Partnerin, Agent Peters (Radha Mitchell), werden auf den Fall angesetzt. Schnell führt die Spur zu einer Gruppe von Widerständlern unter der Führung des sogenannten Propheten (Ving Rhames), die den Surrogates den Kampf angesagt hat.


Auch im Fall von „Surrogates“ handelt es sich um eine Comicverfilmung, die nach wie vor wie Pilze aus dem Boden schießen. Nachdem mittlerweile fast alle großen Klassiker des Genres abgegrast worden sind, Hollywood aber ständig nach neuen Stoffen verlangt, erfährt nun der erst 2005 entstandene Comic von Robert Venditti und Brett Weldele seine Adaption für die große Leinwand. Es klang ja bereits in den ersten Worten dieser Rezension an: Die in „The Surrogates“ vorgetragene Prämisse ist in letzter Konsequenz nicht wirklich überzeugend vorgetragen. Anders als der in der Summe ebenfalls nicht sonderlich gelungene „Gamer“ handelt der Film nicht von einer Art realen Second-Life-Variante (sprich: Mensch steuert Mensch), sondern entmenschlicht den Alltag in einer Art und Weise, die nicht sonderlich plausibel erscheint. Als überaus naiv präsentiert sich in diesem Zusammenhang bereits die dokumentarische angehauchte Einführung in „The Surrogates“. Warum sich etwa durch die Einführung der Surrogates die Anzahl der Gewaltverbrechen reduzieren soll, ist nicht wirklich ersichtlich, sondern firmiert wohl viel eher ganz gemäß dem Motto „trau keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast“, unter der Kategorie begrifflicher Spitzfindigkeiten: Gewaltverbrechen werden einfach zu Sachbeschädigungen. Toll. Warum noch dazu Millionen von Menschen ihrem echten Leben einfach so „lebe wohl sagen sollten, wird eigentlich zu keinem Zeitpunkt plausibel erklärt. Das singuläre Beispiel, das „The Surrogates“ in seiner Geschichte anbietet, nämlich dass die Frau unseres Helden Tom Greer den Unfalltod ihres kleinen Sohnes nicht verkraftet hat, und sich nunmehr in Form ihres Surrogates der realen Welt entzieht, ist in diesem Zusammenhang einfach nur noch platt.


Bruce Willis, der - zumindest was das Kino angeht – seine besten Tage nun auch schon hinter sich gelassen hat, ist es zunächst „vergönnt“ mit einer ziemlich dämlichen Frisur durch den Film hetzen zu müssen, wird dann aber schnell in bewährter Kahlkopfmanier zum Stützpfeiler der ganzen Chose, was allerdings nicht mit einem übergroßem Kompliment verwechselt werden sollte. Wenn „The Surrogates“ nämlich schon thematisch eine ganze Menge Potential verschenkt, so gilt dies ebenfalls für die zu Grunde liegende Inszenierung und den Spannungsbogen. Das sieht zwar alles ganz gefällig aus, was Regisseur Jonathan Mostow da auf die Beine gestellt hat, ist aber weit von dem entfernt, was man gemeinhin als fesselnd bezeichnen würde. Ansonsten präsentiert sich der Film als geradliniger Sci-Fi-Thriller, der jedoch zu keinem Zeitpunkt wirklich überraschen kann. Das hat man alles schon mal irgendwie in der Art, und vor allem noch dazu besser gesehen. In dieser Hinsicht macht der Film seinem Titel (Surrogat = künstlicher und minderwertiger Ersatz) alle Ehre. Auch das Ende des Films, das sich sich um Einiges subversiver gibt als es eigentlich ist, spricht diesbezüglich Bände. In der Summe stellt „The Surrogates“ also einen weiteren Vertreter eines Genres dar, welches zur Zeit ganz Groß im kommen ist: Künstliche Existenzen und Realitäten und das damit verbundene Verwischen der Grenzen, wird noch einige Filme hervorbringen, die sich diesem Thema annehmen werden. Es steht zu Hoffen, dass sie es besser machen, als zuletzt „Gamer“ und nun „The Surrogates“, die - wenn man so will – über die mittlerweile doch arg abgedroschene und billige Metapher, dass fette Kerle heiße Bräute steuern, nicht hinaus kommen wollen. - Fazit: 4,5 von 10 Punkten.


Quellennachweis: Abbildungen aus "Surrogates - Mein zweites Ich". © 2010 Walt Disney


Rezension: "Ein Sommer in New York - The Visitor"












„Give me your tired, your poor, Your huddled masses yearning to breathe free, The wretched refuse of your teeming shore; Send these, the homeless, tempest-tost to me, I lift my lamp beside the golden door!“ - die berühmten und programmatischen Worte der Freiheitsstatue, sie gelten nicht mehr. Amerika will sie nicht länger haben, die Müden, die Armen und Unfreien, vor allem wenn sie aus dem arabischen Teil des Erdballs kommen. Die Zeiten haben sich geändert. Wenn Thomas McCarthy in „Ein Sommer in New York – The Visitor“ den Fokus der Kamera auf die Freiheitsstatue richtet, um anschließend auf die Skyline von Manhattan mit deren zwei tiefen Wunden zu schwenken, dann ist der Grund dafür offensichtlich. Der 11. September 2001 hat die USA und die Welt verändert. Und so ist „Ein Sommer in New York“ zuvorderst ein Film über New York, über die USA und über die Befindlichkeiten einer verunsicherten Gesellschaft. Wieder ist es – wie so oft - New York, dem eine karthatische Wirkung zugedacht wird. Erst im letzten Jahr kehrte Woody Allen in „seine“ Stadt zurück, und feierte den „Big Apple“ in „Whatever Works“ als kraftvolles Medium der individuell-liberalen Entfaltung. In diesem Film ist jedoch stets offenkundig, dass Allen ein Drehbuch aus den Siebzigern verfilmt hat, das im Jahr 2010 von einer nahezu altbackenen Romantik geprägt ist. Mit „Ein Sommer in New York“ gelingt Thomas McCarthy, wenn man so will, der ernste Gegenentwurf zu Woody Allens Film, der bereits 2007 abgedreht, erst jetzt in den deutschen Kinos angelaufen ist.


Wie in Allen's „Whatever Works“ steht auch in „Ein Sommer in New York“ ein von Sinnkrisen gepeinigter Mann im Herbst seines Lebens im Vordergrund; im Fall von McCarthys Film natürlich ohne zynisch-satirische Note. Walter Vale (Richard Jenkins) hat seine besten Tage hinter sich gelassen. Einst war der Hochschullehrer glücklich und zufrieden, doch nach dem Tod seiner Frau ist der Witwer zu einem gleichgültigen Einzelgänger geworden, der seiner Lehrtätigkeit nur noch automatisiert und bar jeglicher Leidenschaft nachgeht. Als er eines Tages gebeten wird für eine Kollegin auf einer Tagung in New York einzuspringen, erwartet ihn bei der Ankunft in seiner New Yorker Wohnung eine handfeste Überraschung. In seiner Badewanne liegt eine junge Frau (Danai Jekesai Gurira), die von ihm ebenso überrascht ist, wie er von ihr. Ihre erschreckten Schreie rufen ihren Freund Tarek (Haaz Sleiman) auf den Plan, der Walter fast aus seiner eigenen Wohnung wirft. Schnell stellt sich heraus, dass Tarek und Zainab, so der Name der jungen Frau, Opfer eines Missverständnis geworden sind, wurde ihnen doch diese Wohnung im Glauben überlassen, dass diese leer stehen würde. Eilig machen sich die Beiden aus dem Staub und verschwinden in die Nacht von New York. Walter aber, der ahnt, dass Tarek und Zainab keine Unterkunft für die Nacht haben, eilt ihnen hinterher und bietet ihnen an zu bleiben. Mit der Zeit freundet sich der bis dato verbittert wirkende Hochschulprofessor mit den Beiden an, die sich – wie er schnell erfährt – illegal in den USA aufhalten. Vor allem die Musik von Tarek, der meisterhaft die Djembé spielt, hat es Walter angetan. Als Tarek wenige Tage später durch einen unglücklichen Zufall in der U-Bahn von der Polizei kontrolliert wird, und auf Grund seiner fehlenden Aufenthaltsgenehmigung in Abschiebehaft gerät, beginnt Walter zusammen mit Zainab und Mareks Mutter Mouna (Hiam Abass) für seinen neuen Freund zu kämpfen.


Thomas McCarthy ist mit „Ein Sommer in New York“ ein bemerkenswert ruhiger, einfühlsamer und auf kultureller Verständigung nebst politischer Komponente bedachter Film gelungen, der sich allerdings nicht völlig von stereotypen Konstrukten lösen kann. Im Prinzip behandelt der Film drei Ebenen. Die Erste fokussiert sich auf Walter, dessen Lebensgeister völlig erloschen scheinen, bis er Tarik kennen lernt. Die Musik ist es, die die beiden Männer mit einander verbindet und die Grundlage für eine Freundschaft der besonderen Art legt. Wenn der Hochschulprofessor im Anzug im Central Park mit seinem syrischen Freund zusammen auf die Trommel einschlägt, und seine Augen zu leuchten beginnen, sind das kraftvolle und schöne Bilder, die der Film findet. Ebenso berührend wie die Freundschaft zwischen Tarek und Walter, ist die zarte romantische Bande, die sich nach Tareks Inhaftierung zwischen Walter und dessen Mutter Mouna bildet, die nach New York geeilt ist, um ihren Sohn beizustehen. Die zweite Ebene des Films versteht sich als Plädoyer für die Vielfalt der Kulturen und gegen das gegenseitige Misstrauen, vor allem nach dem 11. September. So wie Walter mit der Zeit seine Zurückhaltung gegenüber Tarek verliert, und Zainab ihre anfängliche Angst vor Walter überwindet, so soll auch der Zuschauer im Kinosessel seine Vorurteile überwinden.


Zu guter Letzt platziert Thomas McCarthy seinen Film als unmissverständliches Statement gegen die gängige Abschiebepraxis in seinem Heimatland. Ausgerechnet dieser Teil des Films, quasi die dritte Ebene, ist jedoch am wenigsten ausgereift und setzt zu sehr auf wohlfeile und vereinfachende narrative Konstruktionen. Dies beginnt damit, dass Tarek und Zainab in ihrer eloquenten Mehrsprachigkeit und weitestgehend in die Gesellschaft integrierten Lebensweise wohl kaum zu den „typischen“ illegalen Einwanderern in die USA gehören, und endet damit, dass die Mitarbeiter der Abschiebehaftanstalt, als Stellvertreter einer fehlgeleiteten Politik, in einer Kälte und Distanziertheit gezeichnet werden, die sie schnell in die Rolle der Buhmänner abgleiten lässt. Darüber aber, dass diese Beamten nur ausführendes Werkzeug einer von oben geleiteten Maschineerie sind, und sich überbordende Emotionalität allein schon aus Gründen des Selbstschutz nicht erlauben können, scheint der Film nicht wirklich nachzudenken. Wohl aber gelingt es Thomas McCarthy die Hilflosigkeit, die Angst und die Wut der Protagonisten einzufangen, die Helfen wollen aber nicht wirklich können.


Nicht nur aus inszenatorischer Sicht kommt „Ein Sommer in New York“ also einem beachtlichen Wurf gleich, auch was den Cast angeht, hat sich da ein toll aufspielendes Ensemble versammelt. Das gilt für den charismatischen Haaz Sleiman ebenso wie für für Richard Jenkins, der seinen persönlichen Persönlichkeitswandel glaubhaft verkörpert. Über allen aber steht Hiam Abass in ihrer nuancierten Interpretation der stolzen, dabei aber gleichzeitig nicht minder verletzlichen und verletzten Frau. In der Summe ist Thomas McCarthy somit ein schöner kleiner Film geglückt, der sich seinem Heimatland nach dem 11. September annimmt. Ob man diese äußerst sensibel vorgetragene Geschichte als zu konstruiert bemängeln möchte, oder nicht doch viel mehr als äußerst klug gesponnenes erzählerisches Netz, muss allerdings jeder für sich selbst entscheiden. Es ist wahrlich nicht das erste Mal, dass ein Film einen kritischen Blick auf die allzu oft unmenschlich erscheinenden Mühlen der Bürokratie wirft, selten war diese Perspektive so ansprechend umgesetzt. Auch wenn „Ein Sommer in New York“ also mit Sicherheit nicht perfekt ist, wartet der Film mit genügend ruhigen, bewegenden und gelungenen Momenten auf, so dass man sich gewünscht hätte, dass dieser Film nicht ganze zwei Jahre auf seine hiesige Kinoauswertung hätte warten müssen. - Fazit: 8 von 10 Punkten.


Quellennachweis: Abbildungen aus "Ein Sommer in New York - The Visitor". © 2010 Pandastorm Pictures


TV-Empfehlungen für die Woche vom 25.01.10 - 31.01.10


Montag, 25.01.10


Con Air“ (ZDF, 22.15 Uhr)

Man denkt immer irgendwie, dass „Con Air“ auch ein Michael Bay-Vehikel ist, dabei ist das Ding von Simon West inszeniert worden. Wie dem auch sei: Ich mag den Film trotz Cages Löwenmähne ziemlich gerne, da ansonsten ziemlich spaßig besetzt und umgesetzt. Und jetzt bitte Alle: "He's got the whole world, in his hands..."


Rosenstraße“ (MDR, 22.52 Uhr)

Kleiner Protest mit großer Wirkung: Ehefrauen retten ihre jüdischen Ehemänner vor der Deportierung. Immer noch nicht gesehen, muss jetzt aber endlich aus Forschungszwecken nachgeholt werden. Im Übrigen habe ich mich diese Woche über die massive Häufung thematisch verwandter Filme gewundert; dann ist mir aufgefallen: Mittwoch ist mal wieder der 27.01.


Comics ziehen in den Krieg“ (Arte, 22.55 Uhr)

Sehr interessant klingende Dokumentation, der ich sehr gerne eine Chance geben möchte: Seit fast hundert Jahren entfliehen vor allem jüngere Leser mit bunten und meist billig gedruckten Comicbildern in fantastische unerreichbare Welten. In diesem Universum der Allmacht lassen sich die Ohnmachtsgefühle des Alltags leicht vergessen. Hier scheint alles möglich, Machtfantasien strotzen vor Gewalt, und meist gewinnt das Gute. Aber Gewalt in einem Comic hat keine Konsequenzen. Was, wenn der Comiczeichner selbst in den Krieg zieht.“


Am Ende kommen Touristen“ (ZDF, 00.15 Uhr)

Free-TV Premiere und die Uhrzeit ist eine Frechheit. Warum bringt man nicht mal an Stelle von „Con Air“ „Am Ende kommen Touristen“ um 22.15 Uhr? Ansonsten reicht ein Selbstzitat: Auschwitz ist aber eben nicht ausschließlich, und das wird oftmals vergessen, ein metaphorisches Synonym für den Holocaust, sondern eben auch ein „ganz normales“ polnisches Städtchen von circa 40000 Einwohnern: Oświęcim. Deshalb ist Thalheims Film auch weniger ein Film über den Holocaust, denn Reflexion des dortigen heutigen Zustandes: Auschwitz als Touristen-Ziel, eine Stadt die mit ihrem schrecklichen Erbe leben muss und eben auch lebt.“ - Ansehen ist Pflicht, da ein ausgezeichneter kleiner Film.


Dienstag, 26.01.10


Chocolat“ (Tele 5, 20.15 Uhr)

Sehr atmosphärischer, verträumter und ruhiger Film mit einer bezaubernden Juliette Binoche unter der Regie von Lasse Hallström. Zartschmelzend wie ein ein Stück belgischer Meeresfrüchte, reüssiert der Film als kluge Parabel über Versuchung, Lebensfreude, Verbitterung und Genuss.


Fargo“ (Tele 5, 22.35 Uhr)

A Serious Man“ steht vor der Tür, also lässt sich Tele 5 nicht Lumpen. Jesus, habe ich den Film lange nicht mehr gesehen. Lese gerade, dass „Fargo“ tatsächlich zwei Oscars bekommen hat. Hätte ich nicht gedacht, allerdings gehört „Fargo“ nicht zu meinen präferierten Filmen der Gebrüder Coen. Nichts desto trotz aber natürlich ein guter Film, nicht das da ein falscher Eindruck entsteht.


Mittwoch, 27.01.10


Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt“ (Kabel 1, 22.15 Uhr)

1999 war anscheinend das Jahr in dem Kinder Tote sehen konnten. „The Sixth Sense“ und „Echoes“ kamen beinahe zeitgleich in die Kinos, und in der Tat sind gewisse Parallelen nicht zu leugnen. Ich könnte mit vorstellen, dass „Echoes“ in den Bewertungen besser wegkommen würde, hätte es „The Sixth Sense“ nicht gegeben, aber so muss er sich mit seiner Konkurrenz messen – Und in diesem Duell zieht der von David Koepp inszenierte Film eindeutig den Kürzeren. Kevin Bacon ist immerhin nicht schlecht.


Birkenau und Rosenfeld“ (BR, 23.50 Uhr)

Auch Marceline Loridans autobiographischer Spielfilm über ihr eigenes Schicksal in Auschwitz kann wohl ohne Weiteres als mutiges Unterfangen bezeichnet werden. Man merkt schon, die Sender bleiben in diesem Tage mal wieder beim Thema, aber immerhin tun sie das mit Spielfilmen, die man noch nicht so oft gesehen hat und verschonen einen weitestgehend vor irgendwelchen Dokumentationen.


Der Dialog“ (BR, 01.50 Uhr)

Zwischen „Der Pate“ und „Der Pate II“ abgedrehter Film von Francis Ford Copploa mit Gene Hackman in Hauptrolle. Ist mir mal wieder noch unbekannt, wird aufgenommen.


Donnerstag, 28.01.10


Wo ist Fred?“ (Sat 1, 20.15 Uhr)

Weiß ich auch nicht, und das ist mir auch mal völlig egal. Wer will, darf aber natürlich trotzdem gerne einschalten. Ich frage mich nur, ob dem Schweiger seine ständig gleichen Filme in geringfügiger Variation nicht mal langsam selbst auf den Senkel gehen.


Van Helsing“ (Vox, 20.15 Uhr)

Ich bin mir ja ziemlich sicher und hoffe es wirklich zutiefst, dass sich Hugh Jackman und Kate Beckinsale für ihr Mitwirken in diesem Schrott immer noch fürchterlich schämen. „Van Helsing“ ist von der ersten bis zur letzten Minuten ganz und gar fürchterlich. Das der Film von dem Mann ist, der „Die Mumie“ so unterhaltsam wiederbelebt hat, ist mir immer noch unbegreiflich.


„Gerdas Schweigen“ (RBB, 22.45 Uhr)

Nun aber wirklich der letzte Film zu diesem Thema für diese Woche. Diesmal kein reiner Spielfilm, sondern mit dokumentarischen Zügen Erinnerungsgeschichte betreibend, nutzt der 2008 entstandene Film die noch vorhandenen Chancen: Fragt sie, solange sie noch da sind.


Freitag, 29.01.10


Hellboy“ (Pro 7, 20.15 Uhr)

Ungeheuer charmanter Comicspaß von Guillermo del Toro. Grenzt sich in seinem bodenständigen Humor und dem optischen Einfallsreichtum positiv vom sonstigen Einerlei des Genres ab. Nichts desto trotz: Das Sequel „Hellboy II – Das goldene Königreich“ ist noch eine ganze Klasse besser.


Samstag, 30.01.10


Tarzan“ (Sat 1, 20.15 Uhr)

Free-TV Premiere auf Sat 1 und gerade das jüngere Publikum wird sich freuen, dass der Sender abseits der obligatorischen Asterix-Wiederholungen auch mal wieder etwas Neues auf Lager hat. Zum Film kann ich aber nichts sagen, das in Hamburg gastierende Musical zum Film (nach und mit der Musik von Phil Collins) ist jedenfalls ziemlich gut.


Daredevil“ (Pro 7, 20.15 Uhr)

Eine der wenigen Comic-Verfilmungen, die ich noch nicht gesehen habe, auch weil sie mich einfach nie angesprochen hat. Nebenan kursiert jedoch die Meinung, dass der Film zumindest im DC eine ziemlich runde Sache sei. Den strahlt Pro7 leider natürlich nicht aus, aber man kann ja auch mal mit der Kinofassung beginnen; vielleicht macht die dann ja Lust auf die erweitere Version.


Sonntag, 31.01.10


The Scorpion King“ (RTL, 20.15 Uhr)

Ach, bei all den Prequels und Sequels rund um Sommers wunderbaren Sommerhit Die Mumie“ hat sowieso schon jeder den Überblick verloren. Dieses Prequel zum Sequel kann man sich ansehen, sollte man aber nicht. Und das sich mir hinterher keiner beschwert, ich hätte ihn nicht gewarnt. Und wem es doch gefallen hat, der kann dann ja in die Videothek gehen und sich noch The Scorpion King 2: Aufstieg eines Kriegers“, ein Prequel zum Prequel vom Sequel, besorgen. - Und nun hab ich schon wieder den Überblick verloren... Übrigens habe ich gerade noch mal einen Blick in die Filmographie von Stephen Somerst geworfen. „Die Mumie“ war wohl doch eher eine Ausnahme, somit braucht einen „Van Helsing“ doch nicht so sehr überraschen.


Im Vorhof der Hölle“ (NDR, 23.00 Uhr)

Sean Penn, Gary Oldman, Ed Harris, John C. Reilly, Robin Wright Penn. Muss ich mir unbedingt ansehen, bei der Besetzung kann der nur was werden.


Crime is King“ (Pro 7, 23.40 Uhr)

Schlussworte meiner Kurzbesprechung im Zuge von Kurz & Knackig Vol. 2“. Alles in allem ist „Crime is King“ aber durchaus unterhaltsam, nicht zu letzt auch durch seine beiden Hauptdarsteller Kurt Russel und Kevin Costner, der hier mal das Arschloch geben kann. Im Jahr 2002 nominiert für nicht weniger als fünf „goldene Himbeeren“, eignet sich dieser Film ohne Zweifel für einen launigen DVD-Abend. So schnell jedoch wie man diesen Film gesehen hat, hat man ihn auch wieder vergessen, und das liegt nicht zwingend an den Konsum alkoholhaltiger Kaltgetränke, die bei einer solchen Veranstaltung gerne mal gereicht werden


Das Interview“ (ARD, 00.05 Uhr)

Scheint mal wieder eines dieser amerikanischen Remakes einer europäischen Vorlage zu sein. Wie dem auch sei: Das Konzept klingt ganz interessant, und Steve Buscemi sehe ich ohnehin immer wieder mal ganz gerne.


Der Elefantenmensch“ (SWR, 00.05 Uhr)

Natürlich in der letzten Woche gesehen. Es ist schon erstaunlich, dass man sofort weiß, dass man sich in einem Lynch-Film befindet, gerade die Eröffnung der Abschluss des Films sind in dieser Hinsicht geradezu programmatisch. Ansonsten natürlich ein durchaus berührendes Drama mit ganz starken Momenten, das vor allem von den superben Leistungen der Darsteller zehrt. Ist aber natürlich nicht der beste Film von David Lynch.



Und wer meinem Urteil nicht traut, oder weiterführende Anregungen benötigt, den verweise ich gerne auf die folgenden Kollegen, die ebenfalls im wöchentlichen Turnus ihre Empfehlungen unter das Volk bringen: Freitags beim Zeitverschwender und Hard Sensations, sowie Sonntags bei Blockbuster-Entertainment. Und der ganz besonderen TV-Tipp der Woche lässt sich (manchmal) bei Intermoviession finden (ebenfalls Sonntags). Und schließlich gibt es noch jede Menge (unkommentierte) TV-Tipps bei der Astronautenbar.


Foto: „One less TV“ by Kevin Steele, lizenziert unter CC-BY-NC


Rezension: "Mitternachtszirkus"












Noch eine Vampirgeschichte. „Twilight“ geht im Kino durch die Decke, „True Blood“ wird im amerikanischen Fernsehen gut abgefeiert und nun also auch „Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire“. Gemein ist allen drei Geschichten, dass sie auf Romanvorlagen rekurrieren, die anschließend für Kino und Fernsehen aufbereitet worden sind. Allerdings könnte man mittlerweile meinen, dass die Blutsauger inhaltlich langsam mal ausgeblutet sind. Die an diesem Projekt rund um Regisseur und Drehbuchautor Paul Weitz Beteiligten dachten offenbar anders, und machten sich daran, den mehrbändigen Vampirzyklus von Darren Shan für das Kino zu übersetzten. Und während nun also „Twilight“ von der Romanze zwischen Mensch und Vampir berichtet, die aber nicht rumknutschen dürfen, und „True Blood“ von der Romanze zwischen Mensch und Vampir handelt, die wiederum rumknutschen dürfen, erzählt „Mitternachtszirkus“ die Geschichte eines Teenagers, der eher ungewollt als gewollt zum Vampir wird. Öfter mal etwas Neues also, und die vorhandene Geschichte hat auch durchaus Potential. Die Frage ist nur, ob „Mitternachtszirkus“ diesem Potential auch gerecht werden kann. Bei dem mageren Einspielergebnis von circa 13 Millionen Dollar, welches der Film bei Produktionskosten von circa 40 Millionen Dollar in den USA einfahren konnte, erscheint dies durchaus fraglich. Denn das ein Markt für Vampirgeschichten aller Art vorhanden ist, ist ja nun wirklich offensichtlich.


Eltern können manchmal ganz schön nervig sein, vor allem wenn sie von so übervorsichtiger Natur sind, wie der Herr Papa und die Frau Mama von Darren Shan (Chris Massoglia). Das Leben des Schülers war bisher nicht sonderlich aufregend, sieht man von dem Mist ab, den Darren mit seinem besten Freund Steve (Josh Hutcherson) immer mal wieder baut. Unter diese Kategorie könnte man auch den Besuch des gerade in der Stadt gastierenden Cirque Du Freak fallen lassen, der vom Schlangenmenschen bis zur bärtigen Dame allerhand bizarres zu bieten hat. Noch dümmer ist dann aber noch Darrens Idee die hochgiftige Spinne des Künstlers Larten Crepsley (John C. Reilly) mitgehen zu lassen. Als diese wenige Tage später seinen besten Freund Steve beißt und lebensbedrohlich verletzt, stellt ihn Crepsley, seines Zeichnens Vampir vor die Wahl. Zum Preis für das Leben von Steve, soll sich Darren zum Halbvampir verwandeln lassen. Um seinen Freund zu retten, willigt der junge Mann ein und schon bald findet er sich in einem Krieg zwischen Vampiren, die darauf verzichten Menschen zu töten auf der einen Seite und den bösartigen Vampyren auf der anderen Seite wieder. Und auch sein vermeintlich bester Freund Steve wird in diesem Konflikt noch eine unheilvolle Rolle spielen.


Es ist geradezu ärgerlich, was der Film aus seinen Möglichkeiten macht, denn das ist nicht gerade viel. Bietet die Geschichte um Darren, der mit der Bürde leben muss seine Eltern und die Schwester verlassen zu müssen, weil diese ihn logischerweise nach seiner Transformation zum Vampir für tot halten, sowie seine Schwierigkeiten sich in der für ihn ungewohnten neuen Welt als Vampir zurechtzufinden, eigentlich genug Ansatzpunkte, versagt „Mitternachtszirkus“ in dieser Angelegenheit nahezu vollständig. Stets verspürt der Zuschauer eine Art der Distanz zwischen ihm und den Protagonisten, die zu keinem Zeitpunkt aufgelöst werden kann. Letztendlich ist die von Paul Weitz erzählte Geschichte dafür auch viel zu überladen. Worum es in diesem komischen Krieg genau geht, und wer genau dieser ominöse Mr. Murlough (Ray Stevenson) ist, wird nicht wirklich ersichtlich, kümmert den Zuschauer aber auch nicht weiter. Auf der Habenseite kann „Mitternachtszirkus" einige schöne Effekte und Ideen für sich verbuchen. Gerade die Vorführung des Cirque Du Freak kann ein bisschen so etwas wie Atmosphäre hervorbringen, die dem Film ansonsten weitestgehend abgeht. Von da aber geht es, von einigen wenigen Momenten abgesehen, stetig bergab.


Was der ganzen Angelegenheit die Krone aufsetzt, ist der im Grunde hochkarätige Cast, den der Film fürchterlich verschenkt. Sicher, die großen Namen lassen sich in „Mitternachtszirkus“ vor allem in den Nebenrollen finden, aber auch aus denen kann man – wenn man es will – etwas machen. So aber bleibt Ken Watanabe (Mr. Tall) ebenso blass wie Salma Hayek (Madame Truska). Und von dem traurigen Auftritt von Willem Dafoe war an dieser Stelle noch nicht einmal die Rede. Nur Chris Massoglia und allen voran John C. Reilly wissen in dieser Angelegenheit ein wenig zu gefallen. Gerade Reilly ist der Einzige, der in seiner Rolle so etwas wie Charisma versprüht und der ganzen Angelegenheit ein wenig Tiefe verleiht. Ansonsten aber gleicht der Streifen dem Gruselkabinett des titelgebenden Zirkus. Das sieht zwar oberflächlich gut aus, hinter der Fassade bröckelt es jedoch gewaltig.


In der Summe ist mit „Mitternachtszirkus“ nicht viel los. Das ist durchaus zu bedauern, denn mit Paul Weitz führt immerhin ein Mann Regie, der mit „About a Boy“ bekanntlich einen komischen, intelligenten und herzerwärmenden Film abgeliefert hat und somit bereits gezeigt hat, zu was er durchaus in der Lage ist. Hier aber gelingt ihm nicht mehr als der sprichwörtliche Griff in die Keramik. Zu uninspiriert schleppt sich der Film von der einen Szene in die nächste, macht eigentlich zu keinem Zeitpunkt Lust auf mehr und ist somit nicht mehr als ein einziges großes Versprechen, das nicht eingehalten worden ist. Es ist schwer vorzustellen, dass der Film außerhalb der USA dermaßen erfolgreich laufen wird, dass die ganze Chose für das produzierende Studio noch zu einer rentablen Angelegenheit macht. Und so scheint das am Ende des Films angekündigte Sequel (es stehen in der Theorie ja auch noch eine ganze Reihe von zu verfilmenden Bücher der Reihe aus) zur Zeit höchst unwahrscheinlich. Das wäre im Übrigen nicht einmal zu bedauern, sondern nur logische und verdiente Konsequenz. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn zur Zeit eine (Jugend)Buchreihe nach der Anderen auf den Markt geschmissen wird. Aber ein wenig mehr Mühe bei der Umsetzung darf dann doch erwartet werden. - Fazit: 3,5 von 10 Punkten.


Quellennachweis: Abbildungen aus "Mitternachtszirkus - Willkommen in der Welt der Vampire". © 2010 Universal Pictures



Rezension: "Within Temptation - Black Symphony"










Die Symphonic Metal-Gruppierungen, die in Deutschland am bekanntesten sind, dürften wohl wohl die finnische Formation „Nightwish“, die niederländische Gruppe „Within Temptation“, sowie die amerikanische Combo „Evanescence“ sein. Gut, ob diese Gruppen nun wirklich alle passgenau dem Genre des symphonisch klingenden Metal zuzurechnen sind, weiß ich jetzt nicht so genau. Bei „Nightwish“ und „Within Temptation“ bin ich mir jedenfalls relativ sicher, aber ich habe von der Materie eingestandenermaßen nicht wirklich viel Ahnung, oder um es mit Harald Schmidt (als er noch so richtig lustig war) zu sagen: Wer kann schon die unzähligen Metal Varianten rund um „IG Metal“ & Co trennscharf voneinander unterscheiden? Wichtig ist ja schließlich zuvorderst, ob sich die ganze Angelegenheit gut anhört oder eben nicht. Womit wir beim Thema wären. Nach dem Ausscheiden von Tarja Turunen im Jahr 2005 als Sängerin von „Nightwish“, und dem damit verbundenen stimmlichen Absturz der Band, musste nun also Ersatz für eine Band gefunden werden, die bei mir bis dato wegen die Symbiose von melodischer Metal-Musik mit orchestralen Einflüssen, sowie einer klassisch ausgebildeten Stimme ganz weit Oben stand. Das famose letzte Konzert der Band in der alten Besetzung „End of an Era“ habe ich ja bereits vor einiger Zeit äußerst wohlwollend besprochen.


Schon seit einiger Zeit befinden sich nun die Holländer von „Within Temptation“ rund um deren Leadsängerin Sharon den Adel auf einen guten Weg „Nightwish“ in meiner subjektiven Präferenz den Rang abzulaufen, immerhin spielt die Band bis Heute seit 1996 kontinuierlich zusammen. Beiden Formationen ist die dominante Stimme ihrer Sängerin, sowie der mit orchestralem Einschlag versehene Musikstil gemein; im Fall von „Within Temptation“ gilt dies zumindest seit deren dritten Album „Silent Force“. Tarja Turunen mit ihrer klassisch ausgebildeten Stimme würde ich in diesem Zusammenhang allerdings noch ein wenig besser sehen, als das nicht minder eindrucksvolle Organ von Sharon den Adel. Dafür hat diese das Spiel mit dem Publikum ein wenig besser drauf, als die Finnin. Im letzten Jahr schließlich, und das ist der Grund für dieses Besprechung, gab „Within Temptation“ ein mit 10000 begeisterten Zuschauern ausverkauftes Konzert im Ahoy Rotterdam. Der Clou bei diesem mit „Black Symphony“ betitelten Konzert: Die Band holte sich zum Einen das niederländische Metropole Orchester auf die Bühne, und ließ sich noch zusätzlich durch den Pa'dam Chor unterstützen. Mit anderen Worten: Alles, was ansonsten bei solchen Konzerten bezüglich Orchester und Hintergrundgesänge vom Band kommt (siehe auch „End of an Era“), wurde an diesem Abend live eingespielt. Diese Veranstaltung wurde glücklicherweise gleich für die anschließende Veröffentlichung auf DVD (und BluRay) mitgeschnitten, die ich nun seit neuesten nach langen (unbegründeten) Überlegungen in den Händen halte. Und um es bereits an dieser Stelle auf den Punkt zu bringen: Das Konzert ist mit allem drum und dran nahezu perfekt. Chapeaux und Hut ab!


Eingeleitet von der in schwarz-weißen Bildern eingeleiteten Ouvertüre aus Orchester und einmarschierenden Chor, die gleich von Beginn an von etwas Monumentalen künden, beginnt das Konzert ab der ersten Sekunde an auf hohem Niveau. Schön in diesem Zusammenhang auch die kurzen Momente, die die Band hinter der Bühne während des Auftakts in aller Vorfreude und Anspannung einfangen. Es folgt, nunmehr in Farbe, das erste reguläre Stück, das Sharon den Adel in einem schieren (aber schicken) Ungetüm von Kleid präsentiert. „Jillian (I'd give you my Heart)“ von ihrem 2004 erschienenen Sampler „Silent Force“ präsentiert sich als gelungener Einstieg in die kommenden zwei Stunden. „The Howling“ schließt sich dann direkt an und dreht noch einmal ordentlich an der Temposchraube, bevor die Band mit dem dritten Song „Stand my Ground“ das Publikum das erste mal mit an Bord holt. „The Cross“ fällt dann eine Nummer beschaulicher aus, bevor mit „What you've Done“ das erste Highlight des Konzerts an der Reihe ist, für das als einer der ersten von drei Gastmusikern Keith Caputo auf die Bühne kommt, um zusammen mit den Adel die 2007 ausgekoppelte Single zu performen. An diesen Knaller schließt sich gleich der nächste an, und falls man der Meinung war, dass die Stimmung in der Halle nicht weiter aufzuheizen wäre, beweist „Hand of Sorrow“ mal eben das Gegenteil. Das nicht minder gelungene Stück „The Heart of Everything“ beendet anschließend den krachenden ersten Akt des Konzerts.


Der zweite Akt wird dann wieder in schwarz-weißen Bildern eröffnet, in denen Sharon den Adel, nun ganz in weiß gekleidet, den beschaulichen Teil des Abends einläutet. Das wunderbare Stück „Forgiven“ markiert den Auftakt von einer ganzen Reihe von Balladen; es ist nun die Zeit von Piano, Orchester und Akkustikgitarren. Gleich der zweite Song in zweiten Akt stellt den ultimativen Höhepunkt des mittleren Abschnitts dar. „Somewhere“ präsentiert sich als grandioses Duett von den Adel und Anneke von Giersbergen. Gerne hätte man noch ein weiteres Duett dieser beiden talentierten Stimmen gehört, so aber geht es weiter mit „The Swang Song“, der obschon nicht minder melodiös ein wenig unter dem direkten Eindruck von „Somewhere“ leidet. „Memories“, eines meiner Lieblingslieder von „Within Temptation“, lässt den Mittelteil des Konzerts dann auf konstant hohem Niveau ausklingen, bevor es mit wieder mit einer härteren Gangart weitergeht. Überhaupt ist zu konstatieren, dass die dreifache Blockbildung des Konzerts („laut-leise-laut“) als überaus gelungen bezeichnet werden muss. Auch während der langsamen Stücke ist man, so soll es schließlich auch sein, zu keinem Zeitpunkt versucht innerlich abzuschalten.


Der letzte Akt beginnt dann direkt mit einem Paukenschlag. „Our Solemn Hour“ macht dem Titel des Konzerts alle Ehre und wartet mit so ziemlich allem auf, was die Bühne rund um Band, Orchester und Chor hergibt. Dann betritt mit George Oosthoek der dritte Gastmusiker die Bühne, den die Band als besten Grunter der Niederlande ankündigt. Das mag so sein, aber wenn es ans grunten geht, werde ich ziemlich schnell grantig, so dass „The other Half (of Me)“ die erste kleine Delle in einem Konzert darstellt, das bis dato eigentlich nur aus Höhen besteht. Mit „Frozen“ und „The Promise“ geht es dann aber direkt wieder bergauf, bevor mit „Angels“ , einer tollen Bühnenshow inklusive,wieder auf der Spitze des Olymps gewandelt wird. Mit „Mother Earth“ folgt dann anschließend gleich das nächste Highlight, zudem wohl eines der bekanntesten Lieder der Band. Mit „The Truth beneath the Rose“, „Deceiver of Fools“ und „All I Need“ nähert sich „Black Symphony“ dann langsam aber sicher seinem Ende, bevor „Ice Queen“, der letzte Song des Abends, einen würdigen Schlusspunkt unter ein wirklich denkwürdiges Konzert setzt. Auch aus technischer Perspektive ist die DVD-Veröffentlichung ein wahrer Renner: Das Bild ist kristallklar und der Ton überragend. Insgesamt somit zwei Stunden, die einem überwältigenden Hör- und Seherlebnis gleichkommen und die man sich nicht entgehen lassen sollte, sofern man auf diese Art von Musik steht. Epic Win! - Fazit: 10 von 10 Punkten.


Quellennachweis: Abbildungen aus "Black Symphony". © 2008 Sony BMG


Rezension: "Gamer"












Mark Neveldine und Brian Taylor konnten 2006 positiv überraschen. „Crank“ machte seinem Namen alle Ehre und präsentierte sich als durchgestylter Actiontrip auf Speed, der seinen von Jason Statham verkörperten Helden Jev Chelios ohne Pause durch die Straßen von Los Angeles hetzte. Pausen waren ebenso wenig gefragt, wie eine in irgendeiner Art und Weise durchdachte Geschichte. Dafür punktete der Film mit unkonventionellen Ideen, wüst inszenierter und fotografierter Action, die ohne Rücksicht auf Verluste dorthin gegangen ist, wo es weh tut. Das Sequel „Crank 2 – High Voltage“ variierte dann die ganze Chose geringfügig, in dem sie dem Ganzen noch einmal die Krone aufsetzte. Aber schon im Fall von „Crank 2“ zeigte sich, dass Weniger manchmal Mehr ist, oder aber mit anderen Worten: Einige Geschmacklosigkeiten hätten dann doch nicht sein müssen. Nun sind Neveldine und Taylor mit ihrem neuen Film zurück. Von diesem dufte man Ähnliches erwarten, wie von den beiden vorherigen Filmen des Duos. „Gamer“ schlägt dabei in eine Kerbe, die im dystopischen Actionkino der letzten Jahrzehnte mitnichten neu ist, dessen thematische Fortspinnung nun aber auf Grund der immer weiter voran schreitenden technischen Möglichkeiten in der Unterhaltungsindustrie nur konsequent ist.


Im antiken Rom schlachteten sich die Gladiatoren im Circus Maximus zum Plaisir des Volkes gegenseitig ab; das Blut floss in Strömen. In der Gegenwart hat die Menschheit weniger blutrünstige Formen dieser archaischen Unterhaltung gefunden, jedoch funktionieren Sportarten wie Boxen und Wrestling nach dem gleichen adrenalingeladenen Prinzip. Actionlastige Science-Fcition wie zum Beispiel „Frankensteins Todesrennen“ (oder das Remake „Death Race“) griff diese anthropologische Konstante immer wieder auf, und ließ die zukünftige Menschheit wieder in alte, längst überwunden geglaubte Muster zurückfallen: Zum Tode verurteile Verbrecher fungieren als moderne Gladiatoren, die sich in live übertragenen Sendungen auf Leben und Tod duellieren. Als „Frankensteins Todesrennen“ 1975 gedreht wurde, ahnte man jedoch noch nicht, wohin sich die Unterhaltungselektronik entwickeln sollte. Stichwort: Virtuelle Realitäten. Heute führen schon Jugendliche virtuelle Kriege und ballern sich als Marines, Söldner und Terroristen durch animierte Schlachtfelder, oder bewegen sich als Avatare durch künstliche Welten („Second Life“). Was wäre nun – quasi der nächste Schritt der technischen Evolution - wenn es möglich wäre, dass Menschen andere Menschen aus Fleisch und Blut wie Spielfiguren steuern könnten?


Von dieser Prämisse geht „Gamer“ aus. Neveldine und Taylor entwerfen eine in einer nicht allzu fernen Zukunft spielenden Welt, in der der Milliardär Ken Castle (Michael C. Hall) eine Technik entwickelt hat, die es der zahlenden Kundschaft ermöglicht andere, mit Nanosonden ausgestatteten Menschen, zu steuern. Zwei unterschiedliche Spielmodi hat das Imperium von Castle schon auf den Markt gebracht. Zum Einen „Society“, in welcher der Spieler, vor seinem Monitor zu Hause sitzend, stets live dabei, seine reale Spielfigur durch eine bunte und glitzernde Welt lenkt. Und zum Anderen „Slayer“, in dem verurteile Todeskandidaten in verschiedenen Arenen gegeneinander antreten, natürlich auch hier stets gesteuert von ihren alten Egos hinter dem Monitor. Einer von diesen modernen Gladiatoren ist Kable (Gerad Butler), dessen Spieler den Hünen erfolgreich durch 29 Gefechte geführt hat. Ein letzter Sieg noch, und Kable wird seine Freiheit zurückerhalten. Müßig, dass dies von Ken Castle nicht vorgesehen ist, und so nutzt Kable die plötzliche Chance, die sich durch die unverhoffte Hilfe der Untergrundbewegung Humanz ergibt, um dem System zu entkommen. Tatsächlich gelingt ihm der Ausbruch aus der Arena und so macht sich Kable, stets verfolgt von Castles Schergen, auf die Suche nach Frau (Amber Valetta) und Kind.


Gamer“ ist rein aus unterhaltungstechnischer Hinsicht die konsequente Weiterführung von den vorhergegangenen „Crank“-Abenteuern, nur das Jason Statham hier von Gerad Butler ersetzt wird, der seine Sache ganz ordentlich macht. Ansonsten ist von der ersten Sekunde an unschwer zu erkennen, dass man es mit einem Film von Nelvedine/Taylor zu tun hat. Ohne große Pause scheppert und kracht es, was das Zeug hält. Auch was die mal mehr und mal weniger gelungenen schrillen Einfälle angeht, weiß man jederzeit in wessen Haus man sich da verirrt hat. Das alles ist ganz spaßig und funktioniert in diesem Sinne auch von der ersten bis zur letzten Sekunde, zumal der Soundtrack über Marilyn Manson bis hin zur Bloodhound Gang überaus passend ist. Doch während „Crank“ und „Crank 2“ gar nicht erst versuchten irgendeinen Inhalt zu vermitteln, meinen sich Neveldine und Taylor in „Gamer“ einer in der gegenwärtigen Gesellschaft aktuellen Debatte anzunehmen müssen, und dieser Schuss geht erwartungsgemäß nach Hinten los. Sicherlich böte das Thema an sich genug Potential, um sich kritisch mit den Fragen nach (zukünftigen) Grenzen und Auswirkungen der Unterhaltungsindustrie zu beschäftigen, welche die eigene und die künstliche Identität immer weiter miteinander verschmelzen lässt, beziehungsweise immer neue Tabus auslotet. Wenn man aber, so wie in „Gamer“, genau das abfeiert, was man kritisiert, beziehungsweise vorgibt zu kritisieren, dann ist das eine höchst scheinheilige Angelegenheit.


Wenn also Kable seinem jugendlichen Spieler irgendwann ein „Hey, hier sterben richtige Menschen“ an den Kopf wirft, während „Gamer“ ansonsten fleißig dabei ist, eine bis in die Haarspitzen auf cool inszenierte und ästhetisierte Gewaltorgie abzufackeln, kommt das mit der Sozialkritik nicht mehr ganz so gut. Gleiches gilt für die Umsetzung von „Society“ die in ihrer quietschbunten und verheißungsvollen Optik wohl kaum dazu geeignet ist, irgendetwas zu hinterfragen. Und so darf dann auch völlig folgerichtig der fette und verschwitzte Kerl vor dem übergroßen Monitor seine weibliche Spielfigur mit tiefem Ausschnitt und engen Hotpants auf der Suche nach sexuellen Ausschweifungen durch die Gegend zu steuern. Vorher gibt’s noch saftig einen auf den Arsch und dann wird fröhlich penetriert, was das Zeug hält. Dann das nächste mal wider doch bitte einen Neveldine/Taylor-Film, der auf die sozialkritischen Themen verzichtet und sich auf das beschränkt, was die Beiden, und das ist unbestritten, richtig gut können: Das, flotte, stilsichere und erfrischend unkonventionelle Inszenieren von Actionorgien in postmoderner Optik. - Fazit: 5 von 10 Punkten.


Quellennachweis: Abbildungen aus "Gamer". © 2010 Universum


TV-Empfehlungen für die Woche vom 18.01.10 - 24.01.10


Montag, 18.01.10


Lara Croft: Tomb Raider“ (ZDF, 22.15 Uhr)

Ist für mich einer der Inbegriffe des Nichtkinos, welcher vergeblich versucht seine inhaltslose Geschichte mit anderen Dingen zu füllen. Um es mit den Worten von der Philosophin Sigourney Weaver, die den Aliens ihrer Zeit gehörig in den Arsch trat und zu den ersten echten weiblichen Heroen im Kino gehörte, auszudrücken: „Dicke Brüste, enge Shorts und eine Knarre in der Hand, das allein reicht in meinen Augen noch nicht, um einen weiblichen Hero zu kreieren.“ Amen!


Predator“ (Kabel 1, 22.35 Uhr)

Wir bleiben bei den Aliens, denn was Weaver kann, kann Arnie natürlich schon lange. Und so tritt er dem ollen Predator ordentlich in den Allerwertesten. Hier natürlich gekürzt.


Dienstag, 19.01.10


1984“ (RBB, 22.45 Uhr)

Verfilmung der gleichnamigen Romanvorlage von George Orwell, die das dystopische Bild eines totalitären Überwachungsstaat skizziert. Ich habe den Film noch nicht gesehen; in der Hauptrolle spielt im Übrigen John Hurt. Jedenfalls ist zu lesen, dass sich diese Verfilmung sehr eng an die Vorlage halten soll.


Die Ritter der Tafelrunde“ (ARD, 00.20 Uhr)

Wer in der Nacht zum Mittwoch nicht schlafen kann, hat dann die Möglichkeit von einer quietschbunten Mittelalterklamotte berieseln zu lesen. Bunt, opulent und dick aufgetragen: Bei den Abenteuerfilmen der fünfziger Jahre bekommt man, was man erwartet.


Mittwoch, 20.01.10


Im Auftrag des Teufels“ (Kabel 1, 20.15 Uhr)

Ich habe vor einiger Zeit in dieser Rubrik, leichtsinnig wie ich bin, geschrieben, dass ich den Film immer wieder sehen könne. Das hätte ich mal besser für mich behalten, denn nun kommt der wirklich alle zwei bis drei Monate in der Glotze. Nichts desto trotz: Höllisch gute Teufelei im Anwalts-Milieu. Reeves beherrscht seine üblichen zwei Gesichtsausdrücke und Al Pacino hat sichtlich so viel Spaß am Spielen, dass er es hemmungslos überzieht.


Shoah (1)“ (Arte, 20.15 Uhr)

Auftakt der vierteiligen Dokumentation von Claude Lanzmann, die augenscheinlich, in den Achtzigern entstanden, die Erinnerungen der Zeitzeugen in den Fokus des Interesses rückt. Mit Sicherheit keine leichte Kost, aber dafür wahrscheinlich umso mehr zu empfehlen.


Ring (Das Original)“ (3Sat, 22.25 Uhr)

Die Einen behaupten, dass das japanische Original zum amerikanischen Remake mit Naomi Watts der bessere Film sei. Die Anderen wiederum behaupten das Gegenteil. Ich gehöre in diesem Fall zu den Anderen. Ich habe das Original nach dem Remake gesehen und fand den Film dann doch irgendwie ziemlich dröge.


Flucht aus L.A.“ (Kabel 1, 22.55 Uhr)

Sinnigerweise sendet Kabel die Forstsetzung von „Die Klapperschlange“ vor dem Selbigen. Mir soll es gleich sein, weil ich die „Die Klapperschlange“, nicht aber die Fortsetzung kenne. Die Gelegenheit dies zu ändern, klopft somit an.


Die Klapperschlange“ (Kabel 1, 01.00 Uhr)

Ist mittlerweile so oft in Stil und Optik kopiert worden (ist ja irgendwo auch eine Auszeichnung), aber mir gefällt Carpenters Dystopie immer noch am Besten von Allen. Ich glaube sogar, dass dies meine Lieblingsrolle von Kurt Russel ist.


Donnerstag, 21.01.10


Siegfried“ (Sat 1, 20.15 Uhr)

Da kann ich, ohne das ich den Film gesehen habe (was auch nicht passieren wird), gar nicht so viel kotzen, wie ich wollen würde. Alleine Tom Gerhard ist für mich ein No Go. Ich verstehe einfach nicht, was so Viele an dem Kerl lustig finden.


Pearl Harbor“ (Vox, 20.15 Uhr)

Auch ich, der Michael Bay immer noch relativ wohlwollend gegenüber steht, bekomme ob dieses Machwerks Anfälle. Roboter im Wüstensand sind die eine Sache, die Baysche Version amerikanischer Geschichte ist eine Andere. Fürchterlich, zum Speien, ekelerregend. Man suche sich ein geeignetes Adjektiv aus.


„Du & Ich“ (Arte, 20.15 Uhr)

Französisches Kino von 2006, zu dem ich an dieser Stelle relativ wenig sagen kann. Da sich aber a) Arte nicht nur in letzter zeit durch eine ziemlich gute Filmauswahl auszeichnet und es sich b) um eine französische Komödie handelt, scheint mir ein Blick lohnenswert.


Der menschliche Makel“ (ARD, 23.30 Uhr)

Anthony Hopkins, Nicole Kidman, Ed Harris und Gary Sinise sind auf den ersten Blick schon einmal vier gewichtige Gründe, um sich den Film anzusehen. Ob sich das Drama, nach der gleichnamigen Romanvorlage, tatsächlich lohnt, werde ich dann bald herausfinden.


Der Elefantenmensch“ (ARD, 01.20 Uhr)

Ich, der ich mich durchaus selbst als „Lynch-Fanboy“ bezeichnen würde, hat noch massive Defizite in seinem Frühwerk. Da kommt mir diese Gelegenheit natürlich sehr entgegen. Mein persönliches Highlight für diese Woche.


Freitag, 22.01.10


The Core“ (Pro 7, 20.15 Uhr)

Von dem habe ich bislang nur die ersten 10 Minuten gesehen, dann hatte ich doch keine Lust mehr. Mit anderen Worten: „The Core“ steht immer noch ungesehen bei mir rum. Naja, wird sich irgendwann noch einmal ändern, allein schon wegen Hillary Swank.


Der 13. Krieger“ (RTL II, 20.15 Uhr)

Antonio Banderas bei den Wikingern ist dann doch irgendwie immer wieder ganz gerne gesehen. Ein Film, der seine guten Momenten in so ausreichender Zahl besitzt, dass er seine Schwächen ohne Probleme zu kaschieren weiß. Wenn man dem Genre dann noch nicht ganz abgeneigt ist, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.


The Hole“ (Pro 7, 22.40 Uhr)

Brit-Horror mit Keira Knightley. Ansehen auf eigene Gefahr, ich habe mal wieder keine Ahnung. Weiß zufällig jemand mehr?


Blood Rayne/Blood Rayne II“ (RTL II, 22.10 Uhr/23.55 Uhr)

Muhaha. Gönn' ich mir den zweifelhaften Spaß, nehme mir den Film auf, und ziehe mir dann tatsächlich meinen ersten Uwe Boll Film rein? Immerhin ist es ein Vampirfilm, und der Cast (Loken, Madsen, Kingsley) klingt ja auch gar nicht schlecht. Ich bin mal gespannt, ob Uwe Boll wirklich so ein Dilettant ist, wie überall geschrieben steht. Ich zweifel ja nicht wirklich daran. Der Film dürfte übrigens gekürzt sein, und wer wieder Erwarten nicht genug bekommen kann, der darf sich gleich im Anschluss noch das Sequel zu Gemüte führen.


Samstag, 23.01.10


Das Schloss im Himmel“ (SRTL, 20.15 Uhr)

Der Kollege Flo Lieb schrieb mich gestern mit der Bitte an, dass ich für diese Woche unbedingt diesen Film empfehlen soll. Was ich natürlich gerne mache, aber da ich von dem Ding keine Ahnung habe, habe ich ihn gleich einmal gebeten die passende Begründung mitzuliefern. Here we go: „Hayao Miyazaki ist nicht nur der japanische Walt Disney, sondern sogar noch viel mehr, da nicht antisemitisch. Seine Filme, so auch dieser, sind voller Magie und cineastischer Schönheit. Etwas, das man von einem deutschen Film schon lange nicht mehr (oder jemals?) sagen konnte.“


Forrest Gump“ (Sat 1, 20.15 Uhr)

In „Forrest Gump“ spielte Tom Hanks wohl seine bekannteste Hauptrolle. Ein Film, der mit Sicherheit sympathisch ist, auch durchaus als gelungen bezeichnet werden kann, aber nicht das Meisterwerk ist, für das er sich gerne hält. Dafür nimmt sich der Film zu wichtig, weil er wirklich an das glaubt, was er da erzählt und von daher bar jeglicher Ironie ist.


Hollow Man“ (Pro 7, 22.00 Uhr)

Paul Verhoevens Science Fiction Thriller ist mit Sicherheit kein Highlight der Filmgeschichte, doch insgesamt als äußerst unterhaltsam zu bezeichnen. Und während der Film bei mir persönlich fleißig Elisabeth Shue – Bonuspunkte sammelt, ist mir die fehlende Tiefe von Geschichte und Figuren ziemlich schnuppe.


Sonntag, 24.01.10


Poseidon“ (RTL, 20.15 Uhr)

Katastrophenfilm über den Untergang der Poseidon von Wolfang Petersen, der an dieser Stelle ein Remake gedreht hat. Kenne ich aber noch nicht, weiß auch nicht ob ich motiviert bin das zu ändern. Immerhin spielt Kurt Russel mit.


Die vier Federn“ (RTL II, 20.15 Uhr)

In diesen schwerfälligen Historienschinken bin ich anno dazumal ins Kino gezerrt worden. Tja, was soll ich sagen: Wenn ich Shekar Kapur will, dann bleib ich doch lieber bei „Elizabeth“. Hat man weitaus mehr von.


Der Pianist“ (3Sat, 21.30 Uhr)

Roman Polanskis Film über den Pianisten Wladyslaw Szpilman (Adrien Brody) gehört zu den besten Filmen die den Holocaust thematisieren überhaupt. Adrien Brody spielt hier seine wahrscheinlich beste Rolle. Unbedingt ansehen, sollte man nicht verpassen.



Und wer meinem Urteil nicht traut, oder weiterführende Anregungen benötigt, den verweise ich gerne auf die folgenden Kollegen, die ebenfalls im wöchentlichen Turnus ihre Empfehlungen unter das Volk bringen: Freitags beim Zeitverschwender und Hard Sensations, sowie Sonntags bei Blockbuster-Entertainment. Und der ganz besonderen TV-Tipp der Woche lässt sich (manchmal) bei Intermoviession finden (ebenfalls Sonntags). Und schließlich gibt es noch jede Menge (unkommentierte) TV-Tipps bei der Astronautenbar.


 
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