A Closer Look: The Times They Are A-changin'

The Russ have A-Bomb!“


Regisseur Zack Synder hat in „Watchmen“ eine ganze Menge verkehrt gemacht. Daran gibt es keinen Zweifel. De facto bin ich mir mittlerweile ziemlich sicher, dass alles, was ich an diesem Film so großartig finde, der famosen Vorlage von Moore und Gibbons geschuldet ist. Die Darsteller machen ihren Job auch ganz prächtig; ansonsten aber hat Synder ziemlich eindrucksvoll bewiesen, dass er den Comic entweder tatsächlich nicht verstanden hat, also zu dusslig war die zahlreichen Anspielungen zu verstehen, oder aber schlicht und ergreifend nicht die Traute hatte den bitteren Weg der Vorlage bis zum konsequenten Ende zu gehen. In einer Szene, zu der man wie immer über das Bild gelangt, muss er jedoch einen hellen Moment gehabt haben. Vielleicht ist ihm ein Apfel oder ähnliches auf den Kopf gefallen, denn das Intro ist nicht nur gelungen, sondern gehört mit zu dem Besten was Hollywood in den letzten Jahren hervorgebracht hat. In diesen wenigen Minuten gelingt es Synder das ganze Ausmaß von „Watchmen“ luzide und den Zuschauer völlig vereinnahmend auf Zelluloid zu bannen. Unterlegt von Bob Dylans „The Times They Are a-Changin’“ wird in nur kurzer Zeit der Bogen über die Watchmen bis hin zu der Niederschlagung der Friedensbewegung, Amerikas Sieg in Vietnam und Tricky Dicks dritter Amtszeit geschlagen. Es ist die einzige von den nicht in der Vorlage zu findenden Szenen, die in ihrer Eigenständigkeit zu funktionieren und zu überzeugen vermag. Zu der Größe dieser Szene findet der Film in der Folge dann zu keinem Zeitpunkt mehr.


Quellennachweis: Abbildungen aus "Watchmen". © Paramount Pictures International/Warner Bros.


TV-Empfehlungen für die Woche vom 31.05.10 - 06.06.10

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Tans Empfehlungen der Woche


Montag, 31.05.10


Die Geschichte der Adèle H.“

Leider gibt es nicht allzu viele Informationen zu diesem französischen Film von Francois Truffaut aus dem Jahre 1975. Die Handlung beinhaltet die Geschichte von Adèle Hugo, die Tochter des Schriftstellers Victor Hugo und ihrer Suche nach Liebe. Auf den Film bin ich vor einigen Monaten gestoßen, als ich mich der langjährigen Oscargeschichte der „Besten Hauptdarstellerin“ widmete und mir Isabelle Adjani aufgefallen ist, die laut einigen Kritiken, eine sehr hingebungsvolle Darstellung ablieferte.


Das Mädchen Irma la Douce“ (HR, 23.30 Uhr)

Billy Wilder, Jack Lemmon und Shirley MacLaine sind grundsätzlich ein qualitative Garantie für humorvolle Unterhaltung. Aber „Irma la Douce“ ist so viel mehr. Die banale Geschichte über eine naive Prostituierte und einem überinteressierten Polizisten ist einem Musical nachempfunden und erfüllt jedes Kriterium, das eine gute Komödie braucht um jahrelang lang zu bestehen. Man kann sich auf einen wundervollen Klassiker freuen. Einen den man beruhigt in der heutigen Zeit schauen kann. Im Anschluss zeigt HR „Verdammt sind sie alle“, ebenfalls mit der zauberhaften Shirley MacLaine, plus Dean Martin und Frank Sinatra. Ein Melodram unter der Regie von Vincente Minnelli.


Donnerstag, 03.06.10


Ein Werk Gottes“ (Tele 5, 16.20 Uhr)

Die Handlung des Arztdramas gibt die Geschichte zweier Männer wieder, die trotz ihrer unterschiedlichen Rasse und den Diskriminierungen der 1940er Jahren gemeinsam an einem medizinischen Projekt arbeiten und somit vielen Menschen das Leben retten können. Der Film beruht auf einer wahren Geschichte. Gespielt wird die Hauptrolle von Alan Rickman, den ich für einen, nennen wir es mal außergewöhnlichen Schauspieler halte. Mos Def, der den schwarzen Assistenten mimt, ist für so manchen Filmliebhaber ein verstecktes Naturtalent. Für mich ist er einfach nur ein Hip Hop-Musiker. Der Film soll dennoch sehr beeindruckend sein.


Freitag, 04.06.10


Die Geisha“ (Sat 1, 20.15 Uhr)

Regisseur Rob Marshall erschuf mit „Chicago“ ein zeitloses Musical und lieferte 3 Jahre später diese wundervolle Romanverfilmung ab. Memoirs of a Geisha“, so der Originaltitel, bietet dem Zuschauer vor allem etwas fürs Auge. Die Geschichte der kleinen Chiyo, die von ihrer Familie an ein Geisha-Haus verkauft wurde und später zu einer der berühmtesten Geishas avanciert, schmückt sich hauptsächlich mit einem eindrucksvollem Japan und der grandiosen Filmmusik. Irgendwie durchbricht der Film jedoch nicht seine oberflächliche Handlung, spielt nie mit Gefühlen und verlässt sich fast nur auf seine optische Schönheit. Dennoch, das Historiendrama kann trumpfen und bleibt eine gute und solide Romanverfilmung.


Der talentierte Mr. Ripley“ (Das Vierte, 20.15 Uhr)

Das Drama basiert auf den gleichnamigen Roman von Patricia Highsmith und wurde von dem talentierten Anthony Minghella verfilmt. Mingehella hatte einen Hang zu komplexen Geschichten und zu Jude Law. Beides ist mir immer sehr willkommen. Tom Ripley und sein Mix aus Verachtung, Hingabe, Neid, Eifersucht und Liebe treiben den Protagonist bis hin zum Mord, und dem damit zusammenhängenden situationsgebundenem Ideenreichtum. Der Film schwankt immer wieder zwischen Drama und Krimi, ist aber spannend aufgebaut und hinterlässt ein ungutes Gefühl. Aber die Hauptsache ist, dass ein Film überhaupt ein Gefühl hervorruft, denn dann hat er irgendwas richtig gemacht. Trotzdem: Ich hasse Matt Damon. Damit ich das auch mal gesagt habe. Ich bitte um Verzeihung.



Tans Warnung der Woche


Freitag, 04.06.10


Brothers Grimm“ (RTL 2, 20.15 Uhr)

Wie war das eben? Ich hasse Matt Damon! Besonders in dieser lächerliche Verfilmung der Geschichtenerzähler. Der Fantasyfilm beinhaltet lediglich einige der Märchenfiguren und erzählt nur wenig über die Gebrüder Grimm. Die Geschichte ist dermaßen überladen, dass man nach einigen Minuten fast schon aufgeben möchte. Aus meiner Sicht scheitert Terry Gilliam in diesem Projekt vor allem an der ganzen Unordnung und der übertriebenen Deklaration der Gebrüder Grimm zu Actionfigurhelden. Einfach unnötig.



Christians Empfehlungen der Woche


„Dienstag, 01.06.10)


Shooting Dogs“ (ZDF, 22.15 Uhr)

1994 blamierte sich die Weltgemeinschaft, die nach den Erfahrungen mit der NS-Diktatur eigentlich nie mehr einen Genozid zulassen wollte, bis auf die Knochen und setzte ein Fanal der Schande. Der Völkermord in Ruanda, der von der UN nicht unterbunden werden konnte, ist neben „Hotel Ruanda“ auch in „Shooting Dogs“ thematisiert worden. Die deutsch-britische Produktion, in der auch die BBC ihre Finger mit im Spiel hat, ist – geht man nach den Kritiken – im direkten vergleich mit „Hotel Ruanda“ der bessere der beiden Filme. Falls sich das bestätigen sollte, währe das in der Tat mal eine echte Hausnummer, fand ich doch „Hotel Ruanda“ auf seine Art und Weise auch schon ziemlich gelungen.


Donnerstag, 03.06.10


Das Wilde Leben“ (Sat 1, 20.15 Uhr)

In einer nicht gerade überragenden TV-Woche (obgleich ein Blick auf die Filmauswahl meiner Kollegen zeigt, dass abseits der klassischen 20.15-Zeit doch Einiges zu finden ist), beginne ich dieses Mal mit einer TV-Premiere. Dabei kann ich auch noch nicht genau sagen, ob die Lebensverfilmung der Uschi Obermaier wirklich was taugt. Die Kritiken waren ja zum Teil ziemlich gemischt, und wenn der Film doch nichts taugen sollte, kann man sich immerhin damit trösten, dass Natalia Avelon, die die 68er-Ikone spielt, nett anzuschauen ist, und noch dazu auch singen kann. Zumindest mag ich den Titelsong zum Film ziemlich gerne.


Donnerstag, 03.06.10


Departed - Unter Feinden“ (ARD, 23 Uhr)

Um die Tatsache, dass Scorseses Remake mit dem Original aus Hong Kong („Infernal Affairs) nicht mithalten kann, muss man gar nicht lange drum herum reden. Vor allem mit dem Ende seiner Fassung leistet sich Scorsese einen für ihn ungewohnten, weil offensichtlich dem Mainstream, geschuldeten Schnitzer. Natürlich ist „Departed“ aber nach wie vor ein sehenswerter Film, der aber letztlich, so viel ist auch klar, unnötig ist. Das Scorsese dann ausgerechnet für einen unnötigen Film, wo er doch so viele Filme gemacht hat, die nicht unnötig waren, den Oscar bekommen hat, ist dann sowieso ein Treppenwitz der Oscargeschichte.


Freitag, 04.06.10


Zu Zweit ist es leichter“ (Arte, 20.15 Uhr)

Wenn sich die anderen Sender mit der x-ten Widerholung mittelmäßiger Hollywood-Produktionen überschlagen lohnt für gewöhnlich ein Blick auf Arte oder 3 Sat (Marcel Reich-Ranicki hätte gerade seine helle Freude), die immer mal wieder einen Spielfilm einstreuen, den man noch nicht gesehen hat. So wie an diesem Freitag die 2009 entstandene französische Produktion „Zu Zweit ist es leichter“, in der ein Rentner und eine Studentin aus finanziellen Gründen zusammen in eine WG ziehen. Wenn diese Ausgangslage in Sachen Generationenkonflikte kein Potential hat, dann ist ohnehin schon alles zu spät.


Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben“ (ARD, 23.30 Uhr)

Wir bleiben bei dem großen Literaturkritiker mit der bewegten Lebensgeschichte, der vor einiger Zeit das hiesige Fernsehen zu recht auf dessen eigener Bühne gescholten hat, und dann quasi zum Dank einen eigenen Film spendiert bekommen hat. Bei der Premiere habe ich den Film, der vom SPIEGEL als glänzend bezeichnet worden ist, noch verpasst. Dieses Mal bin ich gewillt dem Film endlich anzusehen. Dabei sind Biographien, das Beispiel „Hilde“ hat es erst jüngst wieder gezeigt, eine durchaus schwierige Angelenheit, die auch sehr oft scheitern. Von Schweighöfers Verkörperung des großen Intellektuellen soll Reich-Ranicki im Übrigen sehr überzeugt gewesen sein. Dessen Worte: „Fabelhaft!“ Mehr kann wohl nicht verlangen.


Christians Warnung der Woche


Freitag, 04.06.10


Jeepers Creepers“ (RTL II, 22.00 Uhr)

Horrorfilme, die nur bis zu dem Zeitpunkt, an dem das Böse enthüllt wird, zu unterhalten wissen, und dies dann noch dazu recht zeitig machen, hasse ich ja wie die Pest. In diesem Fall wird die ganze Chose sogar relativ schnell zu einer Lachnummer. Beginnt der Film noch ganz ansprechend, versackt er relativ schnell in den Ödnissen der Langeweile. In der Summe somit eine ziemlich ärgerliche Angelegenheit, um die man besser einen großen Bogen macht. Im Genre gibt es so viele Filme in denen man ansprechender unterhalten wird.



Flos Empfehlungen der Woche


Donnerstag, 03.06.10


Ein ganz verrückter Sommer“ (VOX, 9.55 Uhr)

Mit achtziger Jahre Filmen, die John Cusack beherbergen, kann man per se nichts falsch machen. Auch wenn Savage Steve Hollands „One Crazy Summer“ - ebenso wie bereits der vorjährige „Better Off Dead...“ - kein „The Sure Thing“ oder „Say Anything...“ ist. Dennoch macht dieses kleine Filmchen, in dem auch Demi Moore zu finden ist, Laune, auch wegen Hoops Illustrationen. Wie die kommenden beiden Empfehlungen sieht man recht schnell, welche Schauspieler meine Sympathien besitzen und was dies für Auswirkungen auf ihre filmische Rezeption hat.


Happy Gilmore“ (RTL II, 17.20 Uhr)

Wenn ein Film von Adam Sandler es schafft, the Voice of a Generation, formerly known as Kanye West, zu einer Textzeile zu inspirieren (“I eat pieces of shit like you for breakfast” – “You eat pieces of shit for breakfast?”), dann kann eben jener Film nicht schlecht sein. Und ist es auch nicht. Im Gegenteil, neben „Big Daddy” zählt „Happy Gilmore” zu meinen Lieblingsfilmen von Sandler, schon allein wegen der Fernsehszenen, in denen Happys Flucherei zensiert werden muss, dem Kampf gegen Bob Barker und dem Prolog, unterlegt von Lynyrd Skynyrd.


Sudden Death” (VOX, 22 Uhr)

Mit „Sudden Death” begann The Muscles of Brussels langsam seinen Ausstieg aus Hollywood, auch wenn spätere Filme wie „The Quest” (schöne Reflektion auf seinen Durchbruch mit „Bloodsport”), „Maximum Risk“ („Double Impact“ meets „Little Odessa“) und „Double Team“ („The Prisoner“ lässt grüßen) ebenfalls nicht zu verachten sind. Auch seine DTV-Werke wie „Wake of Death“ sind bisweilen noch sehr gelungen. Ist mir von allen 80’s Heroes (Dudikoff, Norris, Stallone, Lundgren, Seagal, Schwarzenegger) seit jeher der Liebste gewesen. Show ‘em, Jean!


Samstag, 05.06.10


Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ (RTL II, 14.35 Uhr)

Der Debütfilm von Joe Johnston, vielleicht neben „Jumanji“ das einzig Erträgliche, was der Mann, der „Jurassic Park“ als Franchise erledigt hat, in seiner Filmographie vorweisen kann. Rick Moranis geht immer und ich weiß noch, wie ich in den Universal Studios durch die Filmhalle gelaufen bin, mit Riesenameisen und meterhohen Grashalmen. Lockte in Deutschland damals 400.000 Menschen in die Kinos (das waren noch Besucherarme Zeiten), in den USA dagegen avancierte er - nicht zu Unrecht - zum fünfterfolgreichsten Film 1989 und landete dadurch noch vor den Sequels zu „Back to the Future“ und „Ghostbusters“.


Sonntag, 06.06.10


Der Kaiser und seine Attentäter“ (WDR, 0.30 Uhr)

Die chinesische Geschichte vom Königreich Quin und der Zeit der Streitenden Reiche ist für das asiatische Kino mindestens ebenso ergiebig, wie im Westen der Zweite Weltkrieg bzw. Holocaust. Drei Jahre vor Zhang Yimous von allen Seiten gelobten und Oscarnominierten „Hero“ erzählte Chen Kaige die Geschichte vom König von Quin, der von seiner Konkubine und eigenem Attentäter verraten wird. Ein bildgewaltiges Action-Epos, das sich vor den nachfolgenden Wuxia-Filmen „Crouching Tiger, Hidden Dragon“ oder eben „Hero“ keineswegs zu verstecken braucht.


Flos Warnung der Woche:


Donnerstag, 03.06.10


Departed - Unter Feinden“ (ARD, 23 Uhr)

Es gibt vermutlich kein besseres Beispiel für Hollywoods Xenophobie und die Unsinnigkeit der Academy Awards als Martin Scorseses shot-for-shot Remake des Hong-Kong-Meisterwerks „Mou gaan dou“. Die Auszeichnung als Bester Film ist Hohn genug, Spott gab es zusätzlich durch die Verleihung der Preise an William Monahan und Scorsese selbst, die nichts Eigenständiges beizutragen hatten, außer das Ersterer die Untertitel des Originals abschrieb und Letzterer die Kameraeinstellungen und mise-en-scène seiner asiatischen Kollegen übernahm. Vielleicht sollte Ridley Scott einfach mal ein 1:1-Remake von „La Vita è bella“ drehen, dann kriegt auch er endlich seinen Oscar von der Academy hinterher geworfen.


Und wer unserem Urteil nicht traut, oder weiterführende Anregungen benötigt, den verweisen wir gerne auf die folgenden Kollegen, die ebenfalls im wöchentlichen Turnus ihre Empfehlungen unter das Volk bringen: Freitags beim Zeitverschwender und Hard Sensations, sowie Sonntags bei Blockbuster-Entertainment. Und der ganz besonderen TV-Tipp der Woche lässt sich (manchmal) bei Intermoviession finden (ebenfalls Sonntags). Und schließlich gibt es noch jede Menge (unkommentierte) TV-Tipps bei der Astronautenbar


Foto: „One less TV“ by Kevin Steele, lizenziert unter CC-BY-NC


Rezension: "Iron Man 2"












Es ist nun mittlerweile sechs Monate her, dass Tony Stark (Robert Downey Jr.) der Welt offenbart hat, dass er, der einstige Waffenhändler, Iron Man ist. Und da Stark eine ziemlich coole Sau ist, hat er sich nicht lange Bitten lassen, und der Menschheit den Weltfrieden geschenkt. Doch es kann der Friedlichste nicht in Frieden wohnen, wenn es dem Nachbarn nicht gefällt. Der Nachbar ist in diesem Fall Ivan Vanko (Mickey Rourke), der mit Stark noch eine Rechnung offen hat. Und so macht sich der olle Russe daran, das zu vollenden, woran der Rest der Welt, allen voran das US-Militär, gescheitert ist: Stark’s Anzug nachzubauen. Vankos erster Auftritt: Das Formel 1 Rennen in Monaco, das er in Chaos stürzt. Zwar gelingt es Stark, seinen Widersacher zu bändigen, doch ist dies nicht sein einziges Problem: Das Palladium, dass den Reaktor in seiner Brust antreibt, bringt ihm langsam aber sicher um. Und so legt der sterbende Stark seinen Konzern in die Hände seiner Assistentin „Pepper“ Potts (Gwynteh Paltrow), und macht sich daran, mit der Gründung der „Stark Expo“ der Nachwelt sein Vermächtnis zu hinterlassen. Doch hat er die Rechnung ohne Vanko gemacht, der nicht so tot ist, wie Stark geglaubt hat, und auch die geheime Organisation S.H.I.E.L.D. hat mit dem selbsternannten Retter der Welt noch so Einiges vor.


Als Robert Downey Jr. 2008 zum ersten Mal als Iron Man die Leinwand stürmte, war dies eine wohltuende Abwechslung vom gewohnten Genre-Einerlei. Downey’s Stark hatte eine große Klappe, keine Manieren, und war einem guten Drink niemals abgeneigt. „Iron Man“ war ein großer Spaß, weniger wegen einer ausgereiften Handlung, diese präsentierte sich bereits in Teil Eins als ziemlich simple Angelegenheit, sondern wegen der Unbekümmertheit mit der Regisseur John Favreau diese Comicverfilmung anging. Herausgekommen ist ein Film, dessen Erfolg logische Konsequenz, und das damit fällige Sequel nicht zu vermeiden war. Mit „Iron Man 2“ beschreitet Favreau nun ausgetretene Pfade. Was im ersten Teil funktioniert hat, gelingt natürlich auch im zweiten Teil. Robert Downey Jr., früher als Enfant Terrible Hollywoods verschrien, ist nach wie vor die Lebensversicherung der „Iron Man“-Filme. Ohne die lässig-schnoddrige Art des Darstellers wäre auch diese Comicverfilmung nur Eine unter Vielen. Diese Lässigkeit, die den gutgelaunten ersten Teil noch sehr geprägt hat, ist im Sequel allerdings nur noch sehr eingeschränkt zu finden.


Im Versuch dem Charakter Tony Stark mehr Profil zu verleihen, darf es nun in „Iron Man 2“ schon ein wenig tragischer zugehen. Der Sonnyboy siecht dahin, die unvermeidliche persönliche Krise, wer hätte es gedacht, musste kommen. Auch Iron Man ist fehlbar, welch Überraschung. Das dieses zentrale und bedeutungschwangere Element der Handlung, immerhin liegt der Held im Sterben, letztlich aber quasi mit zwei Handgriffen gelöst werden kann, ist bezeichnend für die Tonart, die „Iron Man 2“ anschlägt. S.H.I.E.L.D taucht auf, wühlt einmal in der Schatzkiste, und schwups ist der Tod überwunden, und es kann zur finalen Schlacht gerüstet werden. Die Zerrissenheit des Plots ist es also, die „Iron Man 2“, mehr noch als den ersten Teil, als kühl kalkulierte Retorte entlarvt. Übertüncht wird dies durch die nach wie vor vorhandenen und stilsicher eingesetzten Stärken des Franchise. Wer AC/DC zum Dreh- und Angelpunkt des Soundtracks macht, kann sowieso nicht mehr in Gänze scheitern, so viel ist mal sicher. Auch die Actionszenen, die überraschenderweise pointiert und zurückhaltend eingesetzt werden, erweisen sich als echter Hingucker.


Natürlich gilt das im Sequel obligatorische Höher-Schneller-Weiter-Prinzip auch was den Cast angeht. Ist die in der „Pepper-Rolle“ nach wie vor wunderbare Gwynteh Paltrow wieder mit an Bord – und leider im direkten Vergleich zum ersten Teil ziemlich verschenkt – hat man sich nicht lumpen lassen und die restliche Besetzung neben Downey Jr. gehörig aufgemöbelt. Kündigte sich Samuel L. Jackson (als Nick Fury) bereits am Ende von Teil Eins an, konnten auch Mickey Rourke und Scarlett Johannsson Rollen in„Iron Man 2“ ergattern. Während Rourke nach seiner sensationellen Performance in „The Wrestler“ eine ziemlich gefällige und launige Interpretation von Stark’s Nemesis anbietet, beschränkt sich Frau Johannsson als Black Widow darauf was sie am Besten kann: Gut auszusehen. Auch wenn nicht zu bestreiten ist, dass die stets verführerische Aktrice durchaus schauspielern kann, wird dies in „Iron Man 2“ nicht wirklich von ihr verlangt. Stattdessen darf sie alles vermöbeln, was sich ihr in den Weg stellt. Das ist doch immerhin auch schon etwas.


Iron Man 2“ präsentiert sich somit zwar als im Prinzip gelungener Film, de facto aber auch als Enttäuschung. Gelungen, weil der Film nicht nur unterhält, sondern sogar richtig Spaß macht. Favreau weiß um seine Trümpfe und setzt diese auch geschickt ein. Nichts desto trotz muss dieses Sequel auch mit einem weinenden Auge gesehen werden. Es ist nämlich durchaus enttäuschend, wenn man erkennen muss, dass die Beteiligten gar nicht erst versucht haben, die vielversprechende Basis, die im Vorgänger noch gelegt worden ist, weiter auszubauen. Der Film präsentiert sich so als ziemliche mutlose Angelegenheit auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner. Bloß keine Experimente wagen, bloß keinem auf die Füße treten wollen. Wer stets nach Rezept kocht, geht zwar keine Risiken ein, droht aber über kurz oder lang beliebig und langweilig zu werden. In der Summe ist „Iron Man 2“ ein erster Schritt in die falsche Richtung. Es bleibt zu Hoffen, dass das Franchise im dritten Teil wieder in die richtige Spur findet. – Fazit: 7 von 10 Punkten.


Quellennachweis: Abbildungen aus "Iron Man 2". © 2010 Concorde


TV-Empfehlungen für die Woche vom 24.05.10 - 30.05.10

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Tans Empfehlungen der Woche


Montag, 24.05.10


Ab durch die Hecke“ (ARD, 14.45 Uhr)

Da ich mir sicher bin, dass meine Kollegen sich auf Historienabendteuer wie Apocalypto stürzen werden, nehme ich mir die angenehmeren Filme vor. So wie die Geschichte über den hinterlistigen und trickreichen Waschbär Richie und seiner Waldtiergang. Die bunt zusammen gewürfelte Truppe begibt sich auf Futtersuche auf der anderen Seite der Hecke. Leider ist das nicht so einfach, denn dort befinden sich bösartige Kreaturen wie eine Katze oder depressive Hausfrauen. Der Animationsfilm ist charmant und aufrichtig komisch. Für einen Montagmittag genau das Richtige.


Sex and the City“ ( Pro 7, 15.15 Uhr)

Letzte Woche hatte ich leider nicht die Möglichkeit diesen Film zu empfehlen, dank der Wiederholung, darf ich diese Aufgabe nun doch noch wahrnehmen. Zur Serie muss man nichts sagen, jedem ist sie bekannt. Doch reichen 2 Stunden voller Carrie und Co. um die alten Dienstagabende wieder aufleben zu lassen und sich wie damals zu fühlen? Nein, nicht ganz. Die Geschichte ist vollgepackt mit Liebe, Enttäuschung, Sex und viel zu viel Mode. Aber unsere vier Heldinnen aus dem Großstadtdschungel können sich dem Niveau der Serie anpassen und eine gute Arbeit abliefern. Dieser Wochentipp schreit nach Schubladendenken, aber ich kann mich dagegen leider nicht wehren.


Die Schwester der Königin“ (ZDF, 21.45 Uhr)

Anfang des 16. Jahrhunderts buhlt die bildschöne Anne Boleyn um die Gunst des Königs von England, Heinrich VIII. Doch nach einem Zwischenfall lenkt der König seine Aufmerksamkeit auf Anne’s verheiratet Schwester Mary. Diese kommt zu Hofe und direkt in Heinrichs Bett. Anne ist gekränkt und aus den Schwestern werden erbitterte Rivalinnen im Kampf um die Liebe des Königs. Das Historiendrama ist im ganz großen Stil verfilmt. Die Geschichte weicht ein wenig von der Romanvorlage ab, was in keiner Hinsicht schadet. Zu meinem Entsetzen musste ich feststellen, dass Scarlett Johansson in der Rolle der unterwürfigen Schwester brilliert und Natalie Portman ein wenig hinterherhinkt.


Mittwoch, 26.05.10


In & Out - Rosa wie die Liebe“ (SWR, 23.00 Uhr)

Als ein Schüler seinen Lehrer vor laufenden Kameras als Homosexuell outet, bricht eine Kleinstadt komplett zusammen. Dabei freute sich der Lehrer doch eigentlich nur über den Oscar für seinen Schüler. Die banale Geschichte die auf viele Zitate und Situationskomik setzt, versucht den Charme einzelner Frank Capra Filme einzufangen. Was ihm in einige Male ganz gut gelingt. – „Gott sei Dank sind meine Eltern tot. Das hätte sie umgebracht."


Donnerstag, 27.05.10


Alle lieben Julia“ (3Sat, 22.25 Uhr)

Noch heute blutet mein Herz, wenn ich mich daran erinnere, wie der Oscar an Hillary Swank überreicht wurde. ‚Being Julia’ wie der Originaltitel heißt, ist ein sehr kleines Drama, basierend auf einem Kurzroman von William Somerset Maugham. Die Geschichte erzählt über eine alternde Theaterdiva, die einer Affäre mit einem jüngeren Mann verfallen ist. Gleichzeitig wird in Betracht gezogen, die Schauspielerin durch eine jüngere Kollegin zu ersetzen. In beiden Fällen weiß sich die exzentrische Frau auf ihre Weise zu helfen. Die intensive Darstellung der Hauptfigur markiert die Karriere Annette Benings. Eine der besten Performances der heutigen Zeit.


Tans Warnung der Woche


Samstag, 28.05.10 und Sonntag, 29.05.10


Der Wixxer“ (Pro 7, 20.15 Uhr) und „Neues vom Wixxer“ (Pro 7, 20.15 Uhr)

Wer, um Himmelswillen, hat Oliver Kalkofe zu einem der witzigsten Männer im deutschen Fernsehen erklärt. Oder zu einem Schauspieler? Ich schon mal nicht. Die Geschichten orientieren sich an den Edgar Wallace-Produktionen aus den 50er und 60er Jahren und könnten unkomischer gar nicht sein. Während im ersten Teil, Anke Engelke vielleicht noch ein wenig Humor rüberbringen kann und Christoph Maria Herbst mit seiner Figur Alfons Hitler minimal punktet, ist der Rest des ersten Teils, nur fader Humor, triefend voller Langweile und Ideenlosigkeit. Über den zweiten Teil, braucht man gar nicht erst zu sprechen, der kann nämlich noch weniger. Es stellt sich nur eine Frage, warum laufen schlechte Filme wie diese zur besten Sendezeit? Wahrscheinlich gibt es viele Menschen, die wirklich gute Filmkomödie nicht von einer Schlechten unterscheiden können. Oder mein Humor ist zu anspruchsvoll. Man wird es nie wissen.



Christians Empfehlungen der Woche


Montag, 24.05.10


Con Air“ (Sat 1, 22.35 Uhr)

Warum “Con Air” empfehlen? Weil es ein Film ist, der obgleich natürlich nicht gerade der Inbegriff des künstlerischen Schaffens ist, immer wieder zu unterhalten vermag. Nicolas Cage, mit wahnsinniger Löwenmähne und Bruce Willis-Gedächtnishemd spielt sich hoch über den Wolken zum gerechten Helden der Stunde auf. Ohne seine extrem launig aufspielenden Sidekicks John Malkovich als Cyrus the Virus und Steve Bucscimi als singender Schwerverbrecher wäre die ganze Angelegenheit allerdings nur halb so unterhaltsam. Und nun singen wir alle zusammen: „He’s got the whole world in his hands…“


Donnerstag, 27.05.10


Blade II“ (Vox, 22.05 Uhr)

Es ist durchaus überraschend. Jahrelang habe ich diesen Film schlecht geredet und nun, bei der erneuten Sichtung vor einiger Zeit, hatte ich das Bedürfnis dieses Urteil zu revidieren. Ob es daran liegt, dass Guillermo del Toro mittlerweile zu den 1A-Regisseuren im fantastischen Kino gehört, und ich da nun im Nachhinein seine Stärken auch in seinen früheren Filmen zu erkennen meine? Wie dem auch sei: Insgesamt, so bin ich mittlerweile der Meinung, doch sehr ansehnlicher Vampir-Reißer, den ich mittlerweile sogar stärker einschätzen wollen würde, wie den ersten Teil des Franchise. Nach wie vor gilt aber natürlich, dass der dritte Teil Schrott ist.


Die Spur des Falken“ (ARD, 00.40 Uhr)

Aber ich kann natürlich nicht nur stumpfsinnige Actioner, sondern auch Klassiker. Wie ich sowieso jedem den von Dashiell Hammett geschriebenen Hardboiled-Roman „Der Malteser Falke (Ja ja Tan, ich habe tatsächlich und schon wieder noch ein Buch gelesen) ans Herz legen würde, so gilt dies auch für den auf dem Roman basierenden Klassiker mit Humphrey Bogart in der Hauptrolle. „Die Spur des Falken“ gilt mittlerweile als Klassiker und Meilenstein des Film Noir, und nachdem ich mit den Film vor einiger Zeit zu Gemüte geführt habe, kann ich dies nur bestätigen.


Freitag, 28.05.10


Erbarmungslos“ (ZDF, 23.50 Uhr)

Der Western ist nicht wirklich mein Genre, und doch gibt es natürlich auch in diesem Fall Ausnahmen von der Regel. Dabei passt es natürlich ins Bild, das ich hier ausgerechnet einen Abgesang auf das Genre abfeiere, das ich ansonsten eben nicht gerade über den grünen Klee lobe. In diesem Fall aber zeigt Altmeister Clint Eastwood, der für diesen Film völlig zu Recht seinen ersten Regieoscar bekam, wo die Trauben hängen. Extrem pessimistischer, dabei jedoch stets grandios gespielter Film, der jede seiner zahlreichen Auszeichnungen verdient hat.


Sonntag, 29.05.10


Irina Palm“ (Arte, 00.55 Uhr)

Der Enkel ist schwer krank, das dringend benötigte Geld für die Behandlung ist nicht vorhanden. Was macht Oma dann, wo sie doch so zarte Hände und gefühlvolle Hände hat? Richtig: Sich nicht lange genieren, sondern ohne zu Zögern den Männern für Cash einen von der Palme wedeln. Das ist so skurril, wie es sich hier auch anhört; es ist vor allem Marianne Faithfull zu verdanken, dass „Irina Palm“ stets funktioniert, und nicht etwa abgleitet. Auf der Berlinale völlig zu recht gefeiert, ist der Filme eine durchaus lohnenswerte Angelegenheit, die man sich nicht entgehen lassen sollte.


Christians Warnung der Woche


Mittwoch, 26.05.10


Immortal – Die Rückkehr der Götter“ (Kabel 1, 20.15 Uhr)

Was einen auf den ersten Blick wunderbar dystopischen Science-Fiction Film verspricht, auch wegen seiner interessanten Machtart, einer Mischung aus Computeranimation und Realfilm, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als geradezu katastrophaler und gescheiterter Versuch. Weder spannend, noch sonst wie unterhaltsam, schleppt sich die englisch-französische Koproduktion durch seine wirre Geschichte, deren Bilder zu keinem Zeitpunkt halten können, was sie versprechen. Selten bin ich von einem Film so enttäuscht gewesen, wie von „Immortal“.



Flos Empfehlungen der Woche:


Montag, 24.05.10:


Jersey Girl“ (Pro7, 13.25 Uhr)

Viel Prügel musste Kevin Smith seiner Zeit einstecken, als „Jersey Girl“ in den Kinos startete. Der Film leidet letztlich unter seiner „Bennifer“-Konstellation, weniger on- als vielmehr off-screen, trennten sich die Vorreiter von „Brangelina“ doch zum Filmstart. Bedauerlicherweise geriet dabei diese liebenswerte Geschichte eines allein erziehenden Vaters, der lernen muss zu akzeptieren, wer er jetzt ist, anstatt dem hinterher zu trauern, was er mal war, ziemlich unter die Räder. Keineswegs Smiths bester Film, aber sehr viel überzeugender, als alles was er anschließend noch hervorbrachte.


Ab durch die Hecke“ (ARD, 14.45 Uhr)

Angesichts des Pixar-Monopols stellt DreamWorks Animation seit Jahren das animatorische Pendant zu Schalke 04 dar. In „Over the Hedge“ überrascht DreamWorks jedoch mit zahlreichen gelungenen und vor allem lustigen Einfällen. Die pop-kulturellen Referenzen gehen dabei Hand in Hand mit einer gewissen Sozialkritik, die sich den Kleinen aber kaum erschließen dürfte. Vielmehr ist sie an die erwachsenen Zuschauer gerichtet und das muss man dem Studio zuschreiben: ihre Filme funktionieren meist auf zwei Ebenen. Löblich auch die - hier ausgestrahlte – überzeugende deutsche Synchronisation mit Bernard Hoëcker.


Die Schwester der Königin“ (ZDF, 21.45 Uhr)

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Philippa Gregory wird hier mit Starbesetzung (Portman, Johansson, Bana - dazu in Nebenrollen Sturgess, Scott Thomas, Morrissey) ein Kapitel der umfangreichen und gern adaptierten („The Tudors“ lassen grüßen) Vita von Englands König Henry VIII. - auch „Alte Säufernase“ tituliert - abgehandelt. Namentlich sein Verschleiß an Ehefrauen. „The Other Boleyn Girl“ funktioniert insgesamt sehr gut als Film über Sex, Macht, Intrigen, Familie und Liebe. Schade lediglich, dass Henry selbst kaum Tiefe verliehen bekommt, aber schließlich ist dies auch ein Film über die Boleyn-Schwestern.


Mittwoch, 26.05.10:


Goyas Geister“ (RBB, 22.45 Uhr)

Vor toller Kulisse und mit fabelhaften Kostüme ausgestattet, ist Altmeister Miloš Forman ganz in seinem Metier, unterstützt durch die grandiose Natalie Portman und den brillanten Javier Bardem. Mitreißend und spannend wird hier von früh-neuzeitlicher Inquisition seitens der Katholischen Kirche und den Folgen der napoleonischen Kriegen auf der iberischen Halbinsel erzählt. „Goya's Ghosts“ ist eine mitreißende und bewegende, sowie fantastisch gespielte Tragödie, welche Forman in einer superben Schlusseinstellung enden lässt. Leider kam der Film damals weder bei Publikum noch Kritikern entsprechend gut an.


Samstag, 29.05.10:


Wrong Turn“ (Pro7, 22 Uhr)

Eine ziemlich maue Woche und obschon ich kein sonderlicher Fan von Horrorfilmen bin, blieb mir „Wrong Turn“ nach der ersten (und einzigen) Sichtung damals als über weite Strecken durchaus charmantes Filmchen im Gedächtnis. Speziell die Fluchtszene von Eliza Dushku in der nächtlichen Tanne. Dass Emannuelle Chriqui in einer Nebenrolle zu sehen ist, gereicht dem Film auch zum Positiven. Laut CINEMA ist dies hier eine „Blaupause für gutes Low-Budget-Splatterkino“. Wie viel gesplattert wird, weiß ich nicht mehr, aber wer Samstagabend ohnehin zu Hause sitzt, dürfte bei einer Sichtung wenig falsch machen.


Flos Warnung der Woche:


Mittwoch, 26.05.10:


Dreamcatcher“ (Sat.1, 22.15 Uhr)

Auch hier blieb mir eine Szene im Gedächtnis: der auf dem Klo(-deckel) sitzende Jason Lee, der einen außerirdischen Symbionten in der Schüssel festhalten muss, dann aber doch das Greifen nach seinem Zahnstocher als wichtiger erachtet und dies mit seinem Leben bezahlt. Ich will King zu Gute halten, dass seine Vorlage - wie in den meisten Fällen seiner Adaptionen - gefälliger sein könnte/dürfte, als dieser verschneite Sci-Fi-Horror über typische king’sche Elemente (Freunden muss zusammenhalten) inmitten einer Alien-Bedrohung. Oder so ähnlich. Hab ich mir nur ein einziges Mal angetan und seither stets erfolgreich umschifft.



Und wer unserem Urteil nicht traut, oder weiterführende Anregungen benötigt, den verweisen wir gerne auf die folgenden Kollegen, die ebenfalls im wöchentlichen Turnus ihre Empfehlungen unter das Volk bringen: Freitags beim Zeitverschwender und Hard Sensations, sowie Sonntags bei Blockbuster-Entertainment. Und der ganz besonderen TV-Tipp der Woche lässt sich (manchmal) bei Intermoviession finden (ebenfalls Sonntags). Und schließlich gibt es noch jede Menge (unkommentierte) TV-Tipps bei der Astronautenbar


Foto: „One less TV“ by Kevin Steele, lizenziert unter CC-BY-NC

TV-Empfehlungen für die Woche vom 17.05.10 - 23.05.10

proudly presented by Tan, Flo & C.H.


Wie bereits angekündigt, präsentieren sich die TV-Tipps ab dieser Woche generalüberholt und mit einem neuen Konzept versehen: Drei Autoren (Flo, Tan, C.H.), 15 persönliche Empfehlungen, sowie 3 Warnungen. Den Auftakt machen in dieser Woche Flo und ich, da Tan im Urlaub weilt, und somit für diese Ausgabe entschuldigt ist.


Flos Empfehlungen der Woche:


Montag, 17.05.10


Der Geschmack von Schnee“ (NDR, 23.00 Uhr)

Der Titel passt zum Filminhalt, dürfte beim Zuschauer aber eine (hier völlig deplatzierte) Analogie zu „Fräulein Smillas Gespür für Schnee“ assoziieren, und ist daher - wie so oft hierzulande - ausgesprochen misslungen. Zum Abschluss meiner Besprechung des Filmes schrieb ich vor 2,5 Jahren: „Snow Cake [so der Originaltitel] ist ein wunderschöner kleiner Film, bestens geeignet für verschneite Sonntage“. Nun läuft der Film erstens an einem Montag und zweitens wird es wohl nicht schneien, aber diese gelungene Dramödie um Akzeptanz mit zwei glänzenden Hauptdarstellern (Rickman, Weaver) ist trotzdem eine Empfehlung wert.


Mittwoch, 19.05.10


Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ (ARD, 0.20 Uhr)

Für „Ordinary People“ gewann er einen Academy Award, für „Quiz Show“ wurde er hoch gelobt, aber ich selbst erachte „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“ als Bobby Redfords gelungenste Regiearbeit. Wird zwar auch gerne bis zu acht Mal im Jahr versendet, aber das stille Drama um zwei Brüder (Zugpferd ist Brad Pitt) im presbyterianischen Amerika der Zwanziger und Dreißiger weiß dennoch zu gefallen. Filme über zwei Brüder, die sich in unterschiedliche Richtungen entwickeln wussten mich schon immer zu faszinieren, repräsentieren sie doch die unterschiedliche Entwicklung, die zwei Menschen aus derselben Ausgangsposition heraus nehmen können. Läuft jedoch, wie die anderen beiden Filme, die ich empfehle, leider zu relativ später Stunde.


Samstag, 22.05.10


UEFA Champions League Finale” (Sat. 1, 20.15 Uhr)

In Spanien (Madrid) bolzen nunmehr die Feierbiester von Bayern München gegen den F.C. Internazionale di Milano. Wäre nomen est omen, könnten sich die Bajuwaren bereits als Sieger feiern lassen. Schließlich wurde zuvor ManU ausgeschaltet, der Trauma-Gegner von ´99 (eine Geschichte, die bedauerlicherweise nie alt zu werden scheint), und anschließend Lyon, das Erfolgspflaster des letzten Triumphes von ´01. Und wie sich das gehört, kommt der Gegner im Finale aus Mailand, der Stadt, in der vor neun Jahren der Pokal in die Höhe gestreckt wurde. Mailand, Madrid, Hauptsache gewinnen - würde Heulsuse Möller wohl paraphrasieren. Wohl ohne Franck, aber vermutlich mit Arjen, gilt es Milito & Co. auszuschalten. Was schwer wird, aber wenn am Ende der vierte Champions-League-Platz dabei herausspringt, jubeln wohl auch die Nicht-Bayern-Fans.


Sonntag, 23.05.10


Der Mackintosh-Mann“ (ARD, 00.55 Uhr)

Im Gegensatz zu Tan bin ich durchaus ein (ausgesprochener) Sympathisant von Paul Newman. John Hustons Film nach einem Drehbuch von Walter Hill (wer nach diesen drei Namen nun noch überlegt, ob der Film einen Blick wert ist, kann es gleich bleiben lassen) habe ich selbst bisher erst ein Mal gesehen - lang, lang ist’s her -, aber (abgesehen vom Ende vielleicht) als sehr unterhaltsam empfunden. Steht neben Filmen wie „Torn Curtain“ etwas im Schatten von Newmans Filmographie, ist aber allemal einen Sichtung wert.


Bill und Teds verrückte Reise durch die Zeit” (Kabel 1, 13.00 Uhr)

K wie Kult. Neo hin, Neo her, Keanu Reeves wird auf alle Zeiten Ted „Das Nashorn“ Logan sein. Der Film, der ihn wie kein Zweiter geprägt hat. Alex Winter verschwand anschließend in der Versenkung, George Carlin ist inzwischen, leider, tot. Eine der ganz großen High-School-Komödien, einer meiner Lieblingsfilme und immer wieder gern gesehen (sogar in der Synchro! - auch wenn der „Iron Maiden“-Gag verloren geht). Die anschließend dankenswerter Weise von Kabel 1 ebenfalls ausgestrahlte Fortsetzung muss man sich nicht geben, kann man aber. In diesem Sinne: „Uns ist das Dasein und granatenstark“!


Flos Warnung der Woche:


Donnerstag, 20.05.10


UEFA Champions League der Frauen” (ZDF, 20.14 Uhr)

Tan möge es mir verzeihen und wo ich bei Tennis noch eine Ausnahme mache, muss ich doch sagen: Frauen-Fußball geht (leider) gar nicht. Und wenn das Champions-League-Finale der Damen - Turbine Potsdam kickt gegen Olympique Lyon - dann in Getafe (Spanien) stattfindet, sagt das meiner Ansicht nach schon mehr als genug. Ich bin gewiss kein Macho, im Gegenteil, aber wie Familienministerin Schröder im SPIEGEL Ende April so schön gesagt haben soll: Mädchen soll man nicht in Männerberufe zwingen. Sollen sie doch Bundeskanzlerin werden.



Christians Empfehlungen der Woche:


Montag, 17.05.10


Swimming Pool“ (ARD, 00.50 Uhr)

Irgendwo zwischen Realität und Fiktion spielend, präsentiert sich François Ozons „Swimming Pool“ als kleine Perle des französischen Kinos. Ozon erzählt in seinem Film von der abgespannten und überarbeiteten Schriftstellerin Sarah (Charlotte Rampling) von ihrem Verleger in den Urlaub geschickt wird. Dort trifft sie auf die blutjunge und bildhübsche Julie (Ludivine Sagnier), deren freizügiger Lebensstil Sarah gleichzeitig irritiert und fasziniert. Mit zunehmender Spielzeit spielt Ozon immer mehr mit den Möglichkeiten filmischen Erzählens: Realität, Fiktion und Einbildung fließen in einander über. Wie so oft, gilt auch in diesem Fall: Nichts ist so, wie es scheint. Fazit: Sehenswert.


Dienstag, 18.05.10


Red Rock West“ (Tele 5, 20.15 Uhr)

Erstaunlich unbekannter Film, so ist zumindest mein Eindruck, den man aber mal gesehen haben sollte. Wenn man sich erst einmal an die etwas ungewohnte Synchronstimme von Nicolas Cage gewöhnt hat, entwickelt man sehr schnell ein Gespür für diesen absolut gelungenen Mix aus Western und Noir. Nicolas Cage hat in „Red Rock West“ sicherlich eine seiner stärkeren Leistungen abgeliefert; Dennis Hopper als sein Gegenspieler ist dann noch Sahnehäubchen oben drauf. Rogert Ebert mag den Film im Übrigen auch, nur mal ganz so nebenbei.


Donnerstag, 20.05.10


Braveheart (Vox, 20.15 Uhr)

Gerade wieder durch Ridley Scotts „Robin Hood“ wieder mit dem Mittelaltervirus infiziert (was Film angeht), kommt mir Mel Gibsons pathetischer Freiheitsepos gerade recht. Nicht ganz so elegant gefilmt wie Scotts Historienfilme,gehört „Braveheart“ dennoch zu den gelungensten Vertretern des Genres. Dabei wird dem Film ja manchmal seine zahlreichen Fehler vorgeworfen, die er sich in der Wiedergabe der historischen Abläufe erlaubt hat. Ich empfinde dies jedoch nicht als Makel. Ein Spielfilm ist stets Fiktion und so darf sich ein Mittelaltersschinken wie dieser seine narrativen Freiheiten ruhig nehmen.


Sonntag, 23.05.10


Crank“ (RTL, 22.35 Uhr)

Ist, wie ich finde, ein wunderschöner Film um sinnfrei und entspannt das Wochenende ausklingen zu lassen.Mark Neveldine und Brian Taylor haben mit diesem kleinen Filmchen einen der originellsten und abgefahrensten Actioner der letzten Jahre abgeliefert. „Crank“, wie gemalt für Jason Statham, ist ein wüst inszenierter und photographierter, hemmungslos mit Klischees spielender, morbider und gewalttätiger Mix aus Grand Theft Auto und WEB 2.0-Orgie. Leider haben Neveldine und Taylor mit ihren letzten beiden Filmen, vor allem „Gamer“, einiges dafür getan, den erworbenen Kredit wieder aufzubrauchen.


Planet der Affen“ (Kabel 1, 00.00 Uhr)

Will trotz der mittlerweile doch arg antiquierten Masken nicht wirklich altern, was als großes Kompliment verstanden werden soll. Für mich einer der großartigsten Sc-Fi-Dystopien, die das Kino jemals hervorgebracht hat: Sowohl die in den 60er Jahren ständig virulente Angst vor der Eskalation des Kalten Krieges, und der damit verbundenen nuklearen Bedrohung, als auch die Thematisierung zahlreicher weiterer gesellschaftlicher Konfliktfelder, werden in „Planet der Affen“ auf intelligente, höchst unterhaltsame Art und Weise thematisiert. Beinhaltet im Übrigen eines der großartigsten Filmenden der Filmgeschichte.


Christians Warnung der Woche:


Mittwoch, 19.05.10


The Score“ (Kabel 1, 20.15 Uhr)

Nun laufen diese Woche mit dem Boll-Vehikel „Dungeon Siege“ und „Pathfinder“ ohne Zweifel einige Trashperlen in der Glotze, vor denen gewarnt werden sollte, ich jedoch entscheide mich an dieser Stelle für einen Film, den man seine Makel nicht schon hundert Meilen gegen den Wind riecht. „The Score“ verspricht mit Robert de Niro, Edward Norton, sowie Marlon Brando in der letzten Rolle vor seinem Tod gut besetzten und spannend umgesetzten Heist, entpuppt sich aber als spannungsarme Abfolge von Bildern. Wenn man aufzählen wollen würde, was Regisseur Frank Oz in diesem Film alles verkehrt gemacht hat, bräuchte man mehr Zeit, als ich an dieser zu investieren bereit bin. In diesem Sinne: Finger weg!



Und wer unserem Urteil nicht traut, oder weiterführende Anregungen benötigt, den verweisen wir gerne auf die folgenden Kollegen, die ebenfalls im wöchentlichen Turnus ihre Empfehlungen unter das Volk bringen: Freitags beim Zeitverschwender und Hard Sensations, sowie Sonntags bei Blockbuster-Entertainment. Und der ganz besonderen TV-Tipp der Woche lässt sich (manchmal) bei Intermoviession finden (ebenfalls Sonntags). Und schließlich gibt es noch jede Menge (unkommentierte) TV-Tipps bei der Astronautenbar


Foto: „One less TV“ by Kevin Steele, lizenziert unter CC-BY-NC


Rezension: "Robin Hood"












Robin Hood, der berühmte Bogenschütze aus dem Sherwood Forest, sorgt bereits seit hunderten von Jahren für Furore. Nicht schlecht für einen Mann, den es – so ist zumindest der aktuelle Stand der Forschung – niemals gegeben hat. Der Historiker J. C. Holt spricht zu recht davon, dass die Suche nach der „historischen Wahrheit“, also dem echten Robin Hood, einem Schuss ins Zwielicht gleichkommen muss. Nach dem derzeitigem Stand der Forschung ist davon auszugehen, dass sich der Hood-Mythos aus drei anderen Legenden zusammensetzt, die wiederum – so viel ist sicher – auf den Lebensgeschichten dreier historisch verbürgter Personen rekurrieren. Im Einzelnen handelt es sich dabei um die Legenden von Hereward the Wake, Eustace the Monk und Fulk FitzWarin. Aber wie es sich für eine gute Erzählung eben auch gehört, ist die Rezeptionsgeschichte des Mythos ohnehin weitaus interessanter, als die Suche nach dem historischen Robin Hood selbst. Denn Robin Hood ist natürlich nicht gleich Robin Hood.


Auch, oder gerade weil die Legende mittlerweile mehr als seit 700 Jahren Bestand hat, ist sie im Wandel der Zeit nicht nur einfach weitertradiert, sondern auch stets dem jeweiligen Zeitgeist angepasst worden. Umfassend schriftlich festgehalten wurden die Taten des Outlaws das erste Mal um circa 1400 in der „Gest of Robyn Hode“, die als Balladensammlung und damit erste schriftlich kohärente Biographie zusammen mit den anderen Balladen „Robin Hood and the Monke“ und „Robin Hood and the Potter“ den Corpus der Robin-Hood-Texte bildet. Fiel Robin Hood zunächst die Rolle des freien und kühnen Bauern zu, der sich gegen die Obrigkeit auflehnt („bold Yeoman“), wurde daraus im Verlauf des 16. Jahrhunderts der in Ungnade gefallene Edelmann („distressed Lord“), der seine adelige Reputation wiederherstellen musste. Schließlich wurde Robin Hood im Zuge des im 19. Jahrhunderts herrschenden Gegensatzes zwischen England und Frankreich zu einer nationalen Figur, einem angelsächsischen Landedelmann („rural Gentleman“), der die normannischen Despoten bekämpfte.


Ob der berühmte Outlaw nun als Earl von Huntingdon oder als Robin von Loxley firmierte, stets verliefen die meisten Verfilmungen der Legende in den gewohnten Bahnen. Robin und seine Schar bekämpften im Namen des abwesenden Königs Prinz John und dessen üble Vasallen, bis Löwenherz schließlich am Ende des jeweiligen Film dem Deus ex Machina-Prinzip folgend, auf der Bildfläche erscheint. Diesem Muster folgen sowohl die beiden frühen Verfilmungen des Stoffes, nämlich der Stummfilm von 1922 („Robin Hood“), sowie der farbenfrohe Abenteuerklassiker von 1938 („Robin Hood - König der Vagabunden“), als auch die bislang letzte Verfilmung der Legende mit Kevin Costner in der Hauptrolle („König der Diebe“). Ridley Scott und sein Produktionsteam sahen sich nun mit der Aufgabe konfrontiert, diesen Stoff zu variieren und dem gängigen Kanon neue Impulse zu verleihen. „Robin Hood“, der die diesjährigen Filmfestspiele von Cannes eröffnen wird, präsentiert sich gewissermaßen als Prequel der Legende, obgleich sie den Zeitpunkt der Handlung im direkten Vergleich zu den meisten anderen Filmen ein gutes Stück weit nach vorne verlegt. Dies ist nicht nur legitim, den natürlich steht es auch diesem Film frei, an und mit dem Mythos zu arbeiten, sondern verleiht der ganzen Angelegenheit durchaus einen frischen Anstrich. Statt: Warten auf Löwenherz, heißt es nun: Warten auf die Magna Charta.


Frankreich, am Beginn des 12. Jahrhunderts. Richard Löwenherz (Danny Huston) zieht mit seinem Heer brandschatzend und plündernd durch Frankreich. Eine letzte Burg soll noch genommen werden, dann ist es Zeit für die Rückkehr nach England. Doch Richard hat die Rechnung im wahrsten Sinne des Wortes ohne den Wirt gemacht. Ein französischer Koch streckt den englischen Monarchen mit einem Bolzenschuss in den Hals nieder. Mon Dieu! Der König ist tot. Während der Ritter Sir Robert von Loxley damit beauftragt wird, die Krone des Königs sicher nach England zu überführen, versuchen sich der einfache Bogenschütze Robin Longstride (Russel Crowe) und seine Gefährten Little John (Kevin Durand), Will Scarlett (Scott Grimes) und Allen A'Dayle (Alan Doyle) auf eigene Faust nach England durchzuschlagen. Als Robert von Loxley dem ruchlosen Sir Godfrey (Mark Strong) zum Opfer fällt, bittet er dem ihm zu Hilfe geeilten Longstride, sein Schwert heim zu seinem Vater (Max von Sydow) zu bringen. In Nottingham angekommen, gewinnt Longstride schnell das Vertrauen des alten Barons, und auch die Witwe von Sir Robin, Marion (Cate Blanchett), kommt dem Neuankömmling schnell nahe. Unterdessen ist in London der neue Regent inthronisiert worden. König John (Oscar Isaac) regiert ohne Rücksicht auf das Volk und beutet dieses ohne Gnade aus, was sich die Barone Englands nicht lange gefallen lassen. Während die Adeligen im Norden zur Rebellion gegen den König rüsten, fällt im Süden ein französisches Heer ein, das unter der Führung von Sir Godfrey plündernd durch England zieht. England steht am Abgrund, ein einfacher Schütze aus Richards ehemaligem Heer scheint nun als letzte Rettung.


Nach „Gladiator“ und „Königreich der Himmel“ kann Ridley Scott zweifellos als Experte im Genre bezeichnet werden. Was Ausstattung, Kostüme und die Inszenierung mittelalterlicher und antiker Welten angeht, so kommt man nicht umhin, die Filme von Scott mittlerweile als Referenz zu bezeichnen. Und so gilt auch im Fall von „Robin Hood“, dass es in dieser Hinsicht eigentlich nichts zu bemängeln gibt, auch wenn der Film eine ganze Nummer kleiner ausgefallen ist, als zum Beispiel „Königreich der Himmel“. Robin Hood selbst hat nun endgültig seinen grünen Strumpfhosen abgeschworen, und präsentiert sich als gestählter und kampferprobter Soldat. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass der Crowe-Hood den Costner-Hood ganz gewaltig verdroschen hätte, wären sich die Beiden zufällig auf einer Waldlichtung begegnet. Russel Crowe verkörpert seinen Robin Hood mit der ihm eigenen physischen Präsenz, die man von dem Neuseeländer bereits aus „Gladiator“ oder „Master and Commander“ gewohnt ist. Neben ihm spielen Max von Sydow, Cate Blanchett und Mark Strong in der Rolle des Bösewichts auf hohem Niveau. Insbesondere Blanchett, wie immer bezaubernd, kann wohl als neue Referenz in der Marion-Darstellung bezeichnet werden.


Interessant ist, dass sich „Robin Hood“ ganz offensichtlich bemüht, die gängigen Klischees und Stereotypen der Legende zu vermeiden. Wer lustige Stockkämpfe zwischen Robin und Little John, oder den obligatorischen Schützenwettbewerb erwartet, wird ebenso enttäuscht werden, wie all diejenigen, die auf den Sherwood Forest, der im übrigen kein einziges mal mit Namen erwähnt wird, als primären Ort der Handlung hoffen. Scott hat mit „Robin Hood“ eine ziemlich geerdete Version des Mythos abgeliefert, die sich in ihrer Intention geradezu entmythisiert präsentiert. Eingebettet wird der Film in die historischen Ereignisse in England um 1215, als der glücklose König Johann Ohneland (das ist durchaus wörtlich zu verstehen) gezwungen wird, die berühmte Magna Charta zu unterzeichnen, die die Machtbefugnisse des englischen Monarchen deutlich beschneidet. Dieses Konzept geht durchaus auf, auch wenn die Figurenzeichnungen an sich arg stereotyp geraten, und somit leicht zu durchschauen sind. Was dies angeht, man denke nur an „Königreich der Himmel“, war Ridley Scott auch schon einmal weiter. Charakterlicher Tiefgang darf somit nicht erwartet werden, doch hindert dies den Film nicht daran, über seine mehr als zweistündige Spielzeit, die wie im Flug vergeht, ein überaus gelungener Historienspaß zu sein. Schwächen hat der Film aber immer dann, wenn er sich zu sehr den heutigen Blockbuster-Erfordernissen verschreibt, ohne diese adäquat in die Handlung zu integrieren.


So hat man sich beispielsweise mittlerweile daran gewöhnt, dass die Frau neben dem Helden sich nicht mehr einfach nur noch retten lassen will, sondern selbst gewaltig mitmischen muss. Insofern überrascht es wenig, dass es sich Cate Blanchett nicht nehmen lässt, das Schlachtross zu satteln und den Waffenrock zu gürten, um in die entscheidende Schlacht zwischen Löwe und Lilie zu reiten. Leider haben diese Szenen jedoch weder eine die Narration weiterbringende Funktion, noch eine wirkliche Anbindung an die Handlung, so dass sie schnell als das Stückwert identifiziert werden, das sie eben sind. Den überaus positiven Eindruck, den Scott mit seinem neuen Film hinterlässt, vermag dies jedoch kaum zu schmälern. „Robin Hood“ versetzt den Zuschauer mit einer Leichtigkeit in das Mittelalter, die wohl zuvorderst der Erfahrung von Scott zu verdanken ist. Auch gelingt es dem Film der Legende von Robin einen neuen Anstrich zu verleihen. Wenn Scott den Film jedoch in der letzten Sequenz in die auf Pergament getrimmte Texttafel „Und dann begann die Legende“ übergehen lässt, hätte er es freilich besser wissen müssen: Legende ist auch dieser „Robin Hood“ selbstredend schon ab der ersten Minute, denn wie Drehbuchautor Brian Helgeland mit den historischen Fakten umgeht, spottet wahrlich jeder Beschreibung. - Fazit: 8 von 10 Punkten.


Quellennachweis: Abbildungen aus "Robin Hood". © 2010 Universal Pictures.


TV-Empfehlungen für die Woche vom 10.05.10 - 16.05.10

proudly presented by Tan & C.H.


Montag, 10.05.10


Eine Frau in Berlin – Anonyma“ (1) (ZDF, 20.15 Uhr)

Anonyma“ beschäftigt sich basierend auf autobiographischen Aufzeichnungen mit den Massenvergewaltigungen, vor allem durch Soldaten der sowjetischen Roten Armee, denen deutsche Frauen nach dem Krieg im besetzten Berlin zum Opfer fielen. Das von der Brisanz dieses vor allem in der Nachkriegsgesellschaft tabuisierten Themas im letztendlichen Film nicht mehr sonderlich viel über geblieben ist, sondern sich als typisch-deutsches Hochglanzkino präsentiert, vermag letztlich nicht wirklich zu überraschen. - KLICK


Der Diamantencop“ (Kabel 1, 23.45 Uhr)

Contra: Actionfilme müssen schon wirklich gelungen sein, um mich zu begeistern. Aber bei Martin Lawrence und Luke Wilson kann ich mir das gut vorstellen. Da ist wenigstens für Humor gesorgt. Aber ob das ausreicht? - Ich denke nicht, weil: Martin Lawrence und Luke Wilson


Harry und Sohn“ (NDR 23.00 Uhr)

Pro: Paul Newman führte Regie, schrieb das Drehbuch und spielte die Hauptrolle. Nun bin ich nicht gerade der Newman-Sympathisant. Dennoch hört sich die Geschichte über das Verhältnis zwischen Vater und Sohn interessant an. Der Film lief schon häufiger im TV und verdient, nach mehreren Anläufen, eine Chance. Von den Kritikern wurde der Film aber relativ schlecht aufgenommen. – Ich bin ja nun der lebende Beweis dafür, dass Kritiker ja nun nicht unbedingt eine Ahnung haben müssen…


Dienstag, 11.05.10


Einer flog über das Kuckucksnest“ (ARD, 00.20 Uhr)

Pro: Um nicht in ein Gefängnis zu müssen, lässt sich der Kriminelle McMurphy in eine psychiatrische Anstalt einliefern. Doch er rechnete nicht mit der Oberschwester, die ihm und den anderen Insassen das Leben als ein Regelwerk präsentiert. Was als gute Idee begann, entwickelt sich zur regelrechten Katastrophe. Insgesamt erhielt die Romanverfilmung aus dem Jahr 1975 fünf Oscars. Darunter auch die Trophäen für Hauptdarsteller Jack Nicholson und Louise Fletcher. Die vernichtende Chemie zwischen Oberschwester und unbedachten Insassen ging in die Filmgeschichte ein. Mein Film der Woche. – Ist natürlich ein Klassiker, und natürlich ist insbesondere Jack Nicholson ganz groß. BTW: Wenn mal fünf Minuten drüber nachdenkt, in wie vielen ganz großen Filmen Jack Nicholson mitgespielt hat, kann man schon erstaunt sein.


Mittwoch, 12.05.10


24 Stunden Angst“ (Kabel 1, 20.15 Uhr)

Pro: Der etwas lau geratene Thriller kann sich vielleicht nicht für immer in die Köpfe der Menschen brennen. Jedoch weiß er zu überzeugen. Trumpfen kann die deutsch-amerikanische Produktion mit seiner Kidnapperhandlung, mit einer guten Charlize Theron und einem sexy, tut mir leid muss sein, Kevin Bacon.


Ich bin Sam“ (Tele 5, 20.15 Uhr)

Pro: Als der zurückgebliebene Sam seine Tochter Lucy an eine Pflegefamilie verliert, schaltet er eine Anwältin ein. Diese ist von ihrem neuen Fall wenig angetan, dennoch setzt sie sich für die außergewöhnliche Beziehung zwischen Vater und Tochter ein. Ein Film voller Liebe und Sensibilität, mit einer zauberhaften Dakota Fanning, einer gestressten Michelle Pfeiffer und einem, zugegebenermaßen, wirklich guten Sean Penn. Pures Gefühlskino. – Was heißt denn hier ein zugegebenermaßen wirklich guten Sean Penn? Penn ist meistens nicht nur wirklich gut, sondern das, was man für gewöhnlich als grandios bezeichnen würde.


Der stille Amerikaner“ (RBB, 23.00 Uhr)

Pro: Der Politthriller ist eine Romanverfilmung aus dem Jahr 2002. Die Handlung bezieht sich auf eine britischen Journalisten und einem „stillen Amerikaner“. Konflikte entstehen, als sich beide in dieselbe Frau verlieben und ihre Meinung zu politischen Ansichten auseinandergeht. – Gerade Michael Caine ist ja für diese Rolle mit teils überschwänglichem Lob bedacht wurden. Ist definitiv vorgemerkt.


Knock Off“ (Sat 1, 00.25 Uhr)

Contra: Mir fiel auf, dass wir noch nie einen Jean-Claude Van-Damme -Actionfilm im Programm aufgenommen haben. Und da sich dieser Film um in Jeans eingenähte Mircochips, die sich als Bombe entpuppen, dreht, wird die Geschichte mit einem netten Contra bewertet. Contra 2: Also zumindest ich habe dabei nichts vermisst. Ähnlich wie Seagal kann mir auch Jean-Claude Van-Damme gestohlen bleiben.


Donnerstag, 13.05.10


Lawrence von Arabien“ (Kabel 1, 05.15 Uhr)

Pro: Der Monumentalfilm schlechthin. Der autobiographische Kriegsbericht aus dem Jahr 1962 erhielt sieben Oscars und zählt zu den bedeutendsten Filme aller Zeiten. Mir selber ist der Film bekannt, gesehen hab ich ihn ehrlich gesagt noch nicht. – Dito!


Leoparden küsst man nicht“ (MDR, 06.30 Uhr)

Pro: Klassiker der Woche. Cary Grant und Katharine Hepburn in Höchstform. Die Screwballkomödie gehört zu den Besten seines Genres. Ich würde fast schon behaupten, dass dies einer der Film ist, die man als „Zeitlos“ bezeichnen kann. Der Mittelpunkt ist tatsächlich ein Leopard namens „Baby“, der allen Beteiligten sehr viel Ärger bereitet.


Robin Hood, König der Vagabunden“ (RTL, 11.15 Uhr)

Pro: Als Original kann man den Film nicht deklarieren. Die erste „Robin Hood“ – Verfilmung war ein kurzer Stummfilm von 1912. 10 Jahre später folgte ein weiterer Stummfilm mit Douglas Fairbanks. 1938 war es dann endlich soweit, Errol Flynn und Olivia de Havilland machten einen Kassenschlager aus der Heldensaga. – Mal ganz nebenbei: Die Summfilmfassung mit Douglas Fairbanks ist auch jederzeit sehenswert.


Eve und der letzten Gentleman“ (Sat 1, 14.00 Uhr)

Pro: Yeah, eine ziemlich unerwartete gute und sehr witzige Komödie über eine Familie in einem Atombunker. Ach, ich liebe Christopher Walken und Sissy Spacek, die beide sind zugegebenermaßen sehr seltsam. – „Ich dachte dieses Zeug trinken nur Nutten.“ - “Ja, meine Mutter trinkt es auch gern.“


Cap und Capper“ (ARD, 15.50 Uhr)

Pro: Einer meiner ersten Zeichentrickfilme, der sich für immer in mein Herz eingemeißelt hat. Ein Hund und ein Fuchs freunden sich an und verbringen ein wundervolle „Kindheit“ miteinander. Doch ausgewachsen und ihrer Natur unterlegen, entwickelt sich die Freundschaft in eine andere Richtung. Süß und bewegend.


Darf ich bitten?“ (Sat 1, 16.00 Uhr)

Contra: Richard Gere in einem Tanzfilm mit Jennifer Lopez. Muss das sein? Aus meiner Sicht, nein. Das matte Getanze kann man sich ruhig sparen.


Das Parfum“ (Sat 1, 20.15 Uhr)

Contra: Hier wird sich die Filmwelt wieder spalten. Ich war weder Fan vom Roman noch von der Verfilmung. Die Inszenierung mag ja gelungen sein. Aber wie gesagt, die Geschichte hatte mich nicht angesprochen und somit hab ich eine sehr starke Antipathie dem Film gegenüber. Ich vermute mal, dass hier einige anderer Meinung sind. Damit kann man leben. Pro: Gelingt es Twyker zu Beginn des Films noch eine ungeheuer eindrückliche Wucht zu evozieren, zerfällt der Film im weiteren Verlauf immer mehr in seine Einzelteile. Für mich, der ich die literarische Vorlage nicht kenne, annehmbare Kinokost – Mehr aber auch nicht.


Broken Flowers“ (Arte, 20.15 Uhr)

Pro: Ja, ich liebe Bill Murray und dieser kleine Film, in dem er alle paar Minuten von Frauen angegriffen, abgewiesen und verprügelt wird, hat eine Magie, die in jeder Hinsicht sehenswert ist. - Selbstzitat:Diese Odyssee führt Don nicht nur durch das Land, gleichzeitig inszeniert Jarmusch eine Reise quer durch alle Schichten der amerikanischen Gesellschaft. Voller Melancholie erzählt, wird der Film zu keinem klaren Abschluss kommen, der Zuschauer bleibt ratlos zurück, mit mehr als nur eine offenen Frage im Kopf. Was von diesem Film bleibt sind ruhige, schöne Bilder und ein Bill Murray, der seinen Charakter mit seiner ihm eigenen Mimik vortrefflich zu verkörpern weiß.“


Zimmer 1408“ (RTL, 22.30 Uhr)

Horrorfilm von John Cusack nach einer Vorlage von Stephen King. Wurde seinerzeit im Kino äußerst mittelmäßig besprochen, trotzdem möchte ich den Film gerne sehen. So schlecht wird er schon nicht sein, denn – wie gesagt – John Cusack spielt mit und den finde ich einfach unheimlich sympathisch.


Don´t Come Knocking“ (ARD, 00.50 Uhr)

Contra: Getrieben von einer verblassten Bewunderung für Jessica Lange, ist mir dieser Film vor einigen Jahren aufgefallen. Das Drama erzählt die Geschichte eines alternden Westernstars der auf dem Weg zu sich selbst, so einige Enttäuschungen realisieren muss. Die Handlung glänzt nur in wenigen Augenblicken und der Film ist schnell wieder vergessen.


Freitag, 14.05.10


Magnolia“ (Das Vierte, 20.15 Uhr)

Pro: Der Episodenfilm lief dieses Jahr bereits, was mich nicht davon abhält, ihn nochmals zu erwähnen. Meisterwerk seines Genres, mit einer starken Cast und wundervollen Geschichten. Für jeden ein Begriff und für mich ohnegleichen. Meine Lieblingscharaktere sind Julianne Moore und Jason Robarts Jr., um das auch mal gesagt zu haben. – Sehr richtig. Einfach ein Meisterwerk. Muss man gesehen haben, und damit hat es sich.


Samstag, 15.05.10


Die Unglaublichen“ (RTL, 15.25 Uhr)

Pro: Für mich einer der besten Animationsfilme überhaupt. Die Geschichte der abgesetzten Superhelden plus Familie ist humorvoll, spannend und einfallsreich. Sowohl die Handlung als auch die Umsetzung sind großartig. Kann sich auch ein Erwachsener beruhigt anschauen und feststellen, dass er mitgerissen wird. TOP. Contra: Für mich nicht einer besten Animationsfilme. Da gibt es zahlreiche andere Filme, die weitaus besser sind. Trotzdem aber natürlich in Ordnung.


Sister Act 2“ (Sat 1, 20.15 Uhr)

Pro: Tut mir leid, als ewiger, versteinerter Fan der singenden und tanzenden Nonnen und von Maggie Smith, bleibt mir nur ein klischeehaltiges Pro.


Star Trek VI & VII (Kabel 1 ab 20.15 Uhr)

Sei's drum, es war die die letzte gemeinsame Reise der alten Haudegen, die ansonsten auf gutem Niveau spielte – Hamlet zitierende Klingonen inklusive, die mit General Chang (Christopher Plummer) auch endlich mal wieder einen veritablen Antagonisten aufbieten konnten.“ – „In der Summe aber geht der Film wohl in Ordnung, wobei dies eher für die Trekker gelten wird, denen mit zahlreichen Cameos aus der Serie (so finden die Duras-Schwestern im siebten Teil ihr verdientes Ende) die Spielzeit versüßt wurde, während sich Star Trek VII für neutrale Science Fiction Fans als schwerfälliges Vergnügen präsentieren musste.“


Sonntag, 16.05.10


Rocky Balboa“ (RTL, 20.15 Uhr)

Contra: Wie nicht anders zu erwarten, fängt sich die Vorsetzung der Rocky-Filme ein Contra ein. Mister Sylvester Stallone ist ziemlich gealtert, aber das haben Jahre so an sich. Unfaires herumtrappeln auf dem 6. Rocky-Film lass ich hier mal aus, schließlich habe ich die Regiearbeit von Sly gar nicht gesehen. Pro: Ich spendiere dem Film mal ein Pro. Schon aus Prinzip, außerdem meine ich mich zu erinnern, dass dieser letzte Teil bei der Kritik überraschend gut angekommen ist.


Distrubia“ (Pro 7, 20.15 Uhr)

Pro: Wurde hier ein Contra erwartet? Fast erging es dem Film so. Aber da ich ihn noch nicht gesehen habe und die Handlung, Nachbar ist ein Serienkiller, interessant klingt und der Film an Alfred Hitchcocks „Fenster zum Hof“ angelehnt sein soll, erhält der Durchbruchfilm von Shia LaBeouf ein Pro. Contra: Von mir gibt es aber ein Contra. Vom „Fenster zum Hof“ hat man besser die Finger zu lassen.


Was vom Tag übrig blieb“ (Tele 5, 20.15 Uhr)

Pro: Butler liebt Haushälterin. Natürlich umfasst die Geschichte mit Anthony Hopkins und Emma Thompson um einiges mehr. Dennoch gehört dieser Film in die Schublade, Frauenfilm. Somit ein Film für mich.


Hostage – Entführt“ (Pro 7, 22.20 Uhr)

Contra: Es regnet gesplitterte Meinungen und meine tendiert in die negative Richtung. Was kann man schon zu einem Polistenthriller sagen? Mir gefällt Bruce Willis in einer Familienvaterrolle oder Ähnlichem, besser. Contra. Willis als Cop ist schon genau die richtige Richtung, allerdings dann doch besser gleich die Reihe, mit der er berühmt geworden ist.


Und wer unserem Urteil nicht traut, oder weiterführende Anregungen benötigt, den verweisen wir gerne auf die folgenden Kollegen, die ebenfalls im wöchentlichen Turnus ihre Empfehlungen unter das Volk bringen: Freitags beim Zeitverschwender und Hard Sensations, sowie Sonntags bei Blockbuster-Entertainment. Und der ganz besonderen TV-Tipp der Woche lässt sich (manchmal) bei Intermoviession finden (ebenfalls Sonntags). Und schließlich gibt es noch jede Menge (unkommentierte) TV-Tipps bei der Astronautenbar


Foto: „One less TV“ by Kevin Steele, lizenziert unter CC-BY-NC


 
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