
Montag, 10.05.10
„Eine Frau in Berlin – Anonyma“ (1) (ZDF, 20.15 Uhr)
„Anonyma“ beschäftigt sich basierend auf autobiographischen Aufzeichnungen mit den Massenvergewaltigungen, vor allem durch Soldaten der sowjetischen Roten Armee, denen deutsche Frauen nach dem Krieg im besetzten Berlin zum Opfer fielen. Das von der Brisanz dieses vor allem in der Nachkriegsgesellschaft tabuisierten Themas im letztendlichen Film nicht mehr sonderlich viel über geblieben ist, sondern sich als typisch-deutsches Hochglanzkino präsentiert, vermag letztlich nicht wirklich zu überraschen. - KLICK
„Der Diamantencop“ (Kabel 1, 23.45 Uhr)
Contra: Actionfilme müssen schon wirklich gelungen sein, um mich zu begeistern. Aber bei Martin Lawrence und Luke Wilson kann ich mir das gut vorstellen. Da ist wenigstens für Humor gesorgt. Aber ob das ausreicht? - Ich denke nicht, weil: Martin Lawrence und Luke Wilson
„Harry und Sohn“ (NDR 23.00 Uhr)
Pro: Paul Newman führte Regie, schrieb das Drehbuch und spielte die Hauptrolle. Nun bin ich nicht gerade der Newman-Sympathisant. Dennoch hört sich die Geschichte über das Verhältnis zwischen Vater und Sohn interessant an. Der Film lief schon häufiger im TV und verdient, nach mehreren Anläufen, eine Chance. Von den Kritikern wurde der Film aber relativ schlecht aufgenommen. – Ich bin ja nun der lebende Beweis dafür, dass Kritiker ja nun nicht unbedingt eine Ahnung haben müssen…
Dienstag, 11.05.10
„Einer flog über das Kuckucksnest“ (ARD, 00.20 Uhr)
Pro: Um nicht in ein Gefängnis zu müssen, lässt sich der Kriminelle McMurphy in eine psychiatrische Anstalt einliefern. Doch er rechnete nicht mit der Oberschwester, die ihm und den anderen Insassen das Leben als ein Regelwerk präsentiert. Was als gute Idee begann, entwickelt sich zur regelrechten Katastrophe. Insgesamt erhielt die Romanverfilmung aus dem Jahr 1975 fünf Oscars. Darunter auch die Trophäen für Hauptdarsteller Jack Nicholson und Louise Fletcher. Die vernichtende Chemie zwischen Oberschwester und unbedachten Insassen ging in die Filmgeschichte ein. Mein Film der Woche. – Ist natürlich ein Klassiker, und natürlich ist insbesondere Jack Nicholson ganz groß. BTW: Wenn mal fünf Minuten drüber nachdenkt, in wie vielen ganz großen Filmen Jack Nicholson mitgespielt hat, kann man schon erstaunt sein.
Mittwoch, 12.05.10
„24 Stunden Angst“ (Kabel 1, 20.15 Uhr)
Pro: Der etwas lau geratene Thriller kann sich vielleicht nicht für immer in die Köpfe der Menschen brennen. Jedoch weiß er zu überzeugen. Trumpfen kann die deutsch-amerikanische Produktion mit seiner Kidnapperhandlung, mit einer guten Charlize Theron und einem sexy, tut mir leid muss sein, Kevin Bacon.
„Ich bin Sam“ (Tele 5, 20.15 Uhr)
Pro: Als der zurückgebliebene Sam seine Tochter Lucy an eine Pflegefamilie verliert, schaltet er eine Anwältin ein. Diese ist von ihrem neuen Fall wenig angetan, dennoch setzt sie sich für die außergewöhnliche Beziehung zwischen Vater und Tochter ein. Ein Film voller Liebe und Sensibilität, mit einer zauberhaften Dakota Fanning, einer gestressten Michelle Pfeiffer und einem, zugegebenermaßen, wirklich guten Sean Penn. Pures Gefühlskino. – Was heißt denn hier ein zugegebenermaßen wirklich guten Sean Penn? Penn ist meistens nicht nur wirklich gut, sondern das, was man für gewöhnlich als grandios bezeichnen würde.
„Der stille Amerikaner“ (RBB, 23.00 Uhr)
Pro: Der Politthriller ist eine Romanverfilmung aus dem Jahr 2002. Die Handlung bezieht sich auf eine britischen Journalisten und einem „stillen Amerikaner“. Konflikte entstehen, als sich beide in dieselbe Frau verlieben und ihre Meinung zu politischen Ansichten auseinandergeht. – Gerade Michael Caine ist ja für diese Rolle mit teils überschwänglichem Lob bedacht wurden. Ist definitiv vorgemerkt.
„Knock Off“ (Sat 1, 00.25 Uhr)
Contra: Mir fiel auf, dass wir noch nie einen Jean-Claude Van-Damme -Actionfilm im Programm aufgenommen haben. Und da sich dieser Film um in Jeans eingenähte Mircochips, die sich als Bombe entpuppen, dreht, wird die Geschichte mit einem netten Contra bewertet. Contra 2: Also zumindest ich habe dabei nichts vermisst. Ähnlich wie Seagal kann mir auch Jean-Claude Van-Damme gestohlen bleiben.
Donnerstag, 13.05.10
„Lawrence von Arabien“ (Kabel 1, 05.15 Uhr)
Pro: Der Monumentalfilm schlechthin. Der autobiographische Kriegsbericht aus dem Jahr 1962 erhielt sieben Oscars und zählt zu den bedeutendsten Filme aller Zeiten. Mir selber ist der Film bekannt, gesehen hab ich ihn ehrlich gesagt noch nicht. – Dito!
„Leoparden küsst man nicht“ (MDR, 06.30 Uhr)
Pro: Klassiker der Woche. Cary Grant und Katharine Hepburn in Höchstform. Die Screwballkomödie gehört zu den Besten seines Genres. Ich würde fast schon behaupten, dass dies einer der Film ist, die man als „Zeitlos“ bezeichnen kann. Der Mittelpunkt ist tatsächlich ein Leopard namens „Baby“, der allen Beteiligten sehr viel Ärger bereitet.
„Robin Hood, König der Vagabunden“ (RTL, 11.15 Uhr)
Pro: Als Original kann man den Film nicht deklarieren. Die erste „Robin Hood“ – Verfilmung war ein kurzer Stummfilm von 1912. 10 Jahre später folgte ein weiterer Stummfilm mit Douglas Fairbanks. 1938 war es dann endlich soweit, Errol Flynn und Olivia de Havilland machten einen Kassenschlager aus der Heldensaga. – Mal ganz nebenbei: Die Summfilmfassung mit Douglas Fairbanks ist auch jederzeit sehenswert.
„Eve und der letzten Gentleman“ (Sat 1, 14.00 Uhr)
Pro: Yeah, eine ziemlich unerwartete gute und sehr witzige Komödie über eine Familie in einem Atombunker. Ach, ich liebe Christopher Walken und Sissy Spacek, die beide sind zugegebenermaßen sehr seltsam. – „Ich dachte dieses Zeug trinken nur Nutten.“ - “Ja, meine Mutter trinkt es auch gern.“
„Cap und Capper“ (ARD, 15.50 Uhr)
Pro: Einer meiner ersten Zeichentrickfilme, der sich für immer in mein Herz eingemeißelt hat. Ein Hund und ein Fuchs freunden sich an und verbringen ein wundervolle „Kindheit“ miteinander. Doch ausgewachsen und ihrer Natur unterlegen, entwickelt sich die Freundschaft in eine andere Richtung. Süß und bewegend.
„Darf ich bitten?“ (Sat 1, 16.00 Uhr)
Contra: Richard Gere in einem Tanzfilm mit Jennifer Lopez. Muss das sein? Aus meiner Sicht, nein. Das matte Getanze kann man sich ruhig sparen.
„Das Parfum“ (Sat 1, 20.15 Uhr)
Contra: Hier wird sich die Filmwelt wieder spalten. Ich war weder Fan vom Roman noch von der Verfilmung. Die Inszenierung mag ja gelungen sein. Aber wie gesagt, die Geschichte hatte mich nicht angesprochen und somit hab ich eine sehr starke Antipathie dem Film gegenüber. Ich vermute mal, dass hier einige anderer Meinung sind. Damit kann man leben. Pro: Gelingt es Twyker zu Beginn des Films noch eine ungeheuer eindrückliche Wucht zu evozieren, zerfällt der Film im weiteren Verlauf immer mehr in seine Einzelteile. Für mich, der ich die literarische Vorlage nicht kenne, annehmbare Kinokost – Mehr aber auch nicht.
„Broken Flowers“ (Arte, 20.15 Uhr)
Pro: Ja, ich liebe Bill Murray und dieser kleine Film, in dem er alle paar Minuten von Frauen angegriffen, abgewiesen und verprügelt wird, hat eine Magie, die in jeder Hinsicht sehenswert ist. - Selbstzitat: „Diese Odyssee führt Don nicht nur durch das Land, gleichzeitig inszeniert Jarmusch eine Reise quer durch alle Schichten der amerikanischen Gesellschaft. Voller Melancholie erzählt, wird der Film zu keinem klaren Abschluss kommen, der Zuschauer bleibt ratlos zurück, mit mehr als nur eine offenen Frage im Kopf. Was von diesem Film bleibt sind ruhige, schöne Bilder und ein Bill Murray, der seinen Charakter mit seiner ihm eigenen Mimik vortrefflich zu verkörpern weiß.“
„Zimmer 1408“ (RTL, 22.30 Uhr)
Horrorfilm von John Cusack nach einer Vorlage von Stephen King. Wurde seinerzeit im Kino äußerst mittelmäßig besprochen, trotzdem möchte ich den Film gerne sehen. So schlecht wird er schon nicht sein, denn – wie gesagt – John Cusack spielt mit und den finde ich einfach unheimlich sympathisch.
„Don´t Come Knocking“ (ARD, 00.50 Uhr)
Contra: Getrieben von einer verblassten Bewunderung für Jessica Lange, ist mir dieser Film vor einigen Jahren aufgefallen. Das Drama erzählt die Geschichte eines alternden Westernstars der auf dem Weg zu sich selbst, so einige Enttäuschungen realisieren muss. Die Handlung glänzt nur in wenigen Augenblicken und der Film ist schnell wieder vergessen.
Freitag, 14.05.10
„Magnolia“ (Das Vierte, 20.15 Uhr)
Pro: Der Episodenfilm lief dieses Jahr bereits, was mich nicht davon abhält, ihn nochmals zu erwähnen. Meisterwerk seines Genres, mit einer starken Cast und wundervollen Geschichten. Für jeden ein Begriff und für mich ohnegleichen. Meine Lieblingscharaktere sind Julianne Moore und Jason Robarts Jr., um das auch mal gesagt zu haben. – Sehr richtig. Einfach ein Meisterwerk. Muss man gesehen haben, und damit hat es sich.
Samstag, 15.05.10
„Die Unglaublichen“ (RTL, 15.25 Uhr)
Pro: Für mich einer der besten Animationsfilme überhaupt. Die Geschichte der abgesetzten Superhelden plus Familie ist humorvoll, spannend und einfallsreich. Sowohl die Handlung als auch die Umsetzung sind großartig. Kann sich auch ein Erwachsener beruhigt anschauen und feststellen, dass er mitgerissen wird. TOP. Contra: Für mich nicht einer besten Animationsfilme. Da gibt es zahlreiche andere Filme, die weitaus besser sind. Trotzdem aber natürlich in Ordnung.
„Sister Act 2“ (Sat 1, 20.15 Uhr)
Pro: Tut mir leid, als ewiger, versteinerter Fan der singenden und tanzenden Nonnen und von Maggie Smith, bleibt mir nur ein klischeehaltiges Pro.
„Star Trek VI & VII (Kabel 1 ab 20.15 Uhr)
„Sei's drum, es war die die letzte gemeinsame Reise der alten Haudegen, die ansonsten auf gutem Niveau spielte – Hamlet zitierende Klingonen inklusive, die mit General Chang (Christopher Plummer) auch endlich mal wieder einen veritablen Antagonisten aufbieten konnten.“ – „In der Summe aber geht der Film wohl in Ordnung, wobei dies eher für die Trekker gelten wird, denen mit zahlreichen Cameos aus der Serie (so finden die Duras-Schwestern im siebten Teil ihr verdientes Ende) die Spielzeit versüßt wurde, während sich Star Trek VII für neutrale Science Fiction Fans als schwerfälliges Vergnügen präsentieren musste.“
Sonntag, 16.05.10
„Rocky Balboa“ (RTL, 20.15 Uhr)
Contra: Wie nicht anders zu erwarten, fängt sich die Vorsetzung der Rocky-Filme ein Contra ein. Mister Sylvester Stallone ist ziemlich gealtert, aber das haben Jahre so an sich. Unfaires herumtrappeln auf dem 6. Rocky-Film lass ich hier mal aus, schließlich habe ich die Regiearbeit von Sly gar nicht gesehen. Pro: Ich spendiere dem Film mal ein Pro. Schon aus Prinzip, außerdem meine ich mich zu erinnern, dass dieser letzte Teil bei der Kritik überraschend gut angekommen ist.
„Distrubia“ (Pro 7, 20.15 Uhr)
Pro: Wurde hier ein Contra erwartet? Fast erging es dem Film so. Aber da ich ihn noch nicht gesehen habe und die Handlung, Nachbar ist ein Serienkiller, interessant klingt und der Film an Alfred Hitchcocks „Fenster zum Hof“ angelehnt sein soll, erhält der Durchbruchfilm von Shia LaBeouf ein Pro. Contra: Von mir gibt es aber ein Contra. Vom „Fenster zum Hof“ hat man besser die Finger zu lassen.
„Was vom Tag übrig blieb“ (Tele 5, 20.15 Uhr)
Pro: Butler liebt Haushälterin. Natürlich umfasst die Geschichte mit Anthony Hopkins und Emma Thompson um einiges mehr. Dennoch gehört dieser Film in die Schublade, Frauenfilm. Somit ein Film für mich.
„Hostage – Entführt“ (Pro 7, 22.20 Uhr)
Contra: Es regnet gesplitterte Meinungen und meine tendiert in die negative Richtung. Was kann man schon zu einem Polistenthriller sagen? Mir gefällt Bruce Willis in einer Familienvaterrolle oder Ähnlichem, besser. Contra. Willis als Cop ist schon genau die richtige Richtung, allerdings dann doch besser gleich die Reihe, mit der er berühmt geworden ist.
Und wer unserem Urteil nicht traut, oder weiterführende Anregungen benötigt, den verweisen wir gerne auf die folgenden Kollegen, die ebenfalls im wöchentlichen Turnus ihre Empfehlungen unter das Volk bringen: Freitags beim Zeitverschwender und Hard Sensations, sowie Sonntags bei Blockbuster-Entertainment. Und der ganz besonderen TV-Tipp der Woche lässt sich (manchmal) bei Intermoviession finden (ebenfalls Sonntags). Und schließlich gibt es noch jede Menge (unkommentierte) TV-Tipps bei der Astronautenbar
Foto: „One less TV“ by Kevin Steele, lizenziert unter CC-BY-NC